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		<title>Was macht der Schwingungsgeber in Uhren?</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/was-macht-der-schwingungsgeber-in-uhren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2023 08:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik & Uhrenwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Christiaan Huygens]]></category>
		<category><![CDATA[Galileo Galilei]]></category>
		<category><![CDATA[Oszillisator]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit Gedenken bemühen sich Menschen, möglichst genau die Zeit zu messen und darzustellen. Sonnenuhren waren eine frühe Ideallösung, weil sich ihre Anzeige am maßgeblichen Dirigenten des Zeitablaufs orientiert. Der Haken: Sie funktionieren nur bei schönem Wetter. Grandios war deshalb die Idee, Uhren mit dem Schwingungsgeber mehr Unabhängigkeit zu gönnen. Optimal für Zeitmessungen – frequenzstabile Pendelbewegungen &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/was-macht-der-schwingungsgeber-in-uhren/">Was macht der Schwingungsgeber in Uhren?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Seit Gedenken bemühen sich Menschen, möglichst genau die Zeit zu messen und darzustellen. Sonnenuhren waren eine frühe Ideallösung, weil sich ihre Anzeige am maßgeblichen Dirigenten des Zeitablaufs orientiert. Der Haken: Sie funktionieren nur bei schönem Wetter. Grandios war deshalb die Idee, Uhren mit dem Schwingungsgeber mehr Unabhängigkeit zu gönnen.</strong></p>
<h2>Optimal für Zeitmessungen – frequenzstabile Pendelbewegungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei Experimenten stellte Galileo Galilei 1632 fest, dass für die Schwingungsdauer eines Pendels das Gewicht unwesentlich und die Schwingungsweite nebensächlich ist. Letzteres gilt insbesondere für kleine Schwingungen. Einflussreich ist hingegen die Pendellänge. So benötigen Exemplare, die knapp ein Meter lang sind, eine Sekunde für die Bewegung von der einen zur anderen Seite.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinzu kommt, dass Pendelbewegungen vergleichsweise frequenzstabil verlaufen, was wichtig für die Zeitmessung ist. Davon kann sich jeder selbst überzeugen, weil die Kinderschaukel eine vergnügliche Interpretation des Pendels ist: Die Komposition aus Aufhängung und Sitzfläche gibt vor, in welcher Frequenz man schaukelt. Zum Scheitern verurteilt sind Versuche, sie maßgeblich zu beeinflussen. Galileo erkannte die Bedeutung seiner Untersuchungen für Zeitmessgeräte, ohne den Gedanken zu vertiefen.</p>
<figure id="attachment_34585" aria-describedby="caption-attachment-34585" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34585 size-full" title="Entscheidend für die Schwingdauer ist die Länge des Pendels, bzw. der Kettenlänge bei der Schaukel" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Maedchen-auf-Schaukel.jpg" alt="Maedchen auf einer Schaukel" width="620" height="413" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Maedchen-auf-Schaukel.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Maedchen-auf-Schaukel-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-34585" class="wp-caption-text">© Studio Romantic &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Herzstücke der Uhrengeschichte: Schwerependel und Unruh</h2>
<p style="text-align: justify;">Christiaan Huygens ließ sich von Galileos Pendelgesetz inspirieren und fand heraus: Ein Schwingungsgeber in Uhren muss so konzipiert sein, dass er lange und konstant seine Eigenschwingung entfalten kann. Passend dazu entwarf er das Schwerependel mit seiner heute bekannten Machart und ließ 1657 die erste Pendeluhr bauen. Der Astronom erkannte, dass sich sein Konzept nur für ortsfeste Standuhren eignet. Er tüftelte deshalb an einem drehbar gelagerten Rad, das 1674 marktreif war. Diese sogenannte Unruh dient seither als Schwingungsgeber in Uhren, die man lageunabhängig nutzen möchte. Mit verbesserten Materialien, Werkzeugen und Techniken verkleinerte man das Bauteil, bis es in Armbanduhren hineinpasste.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-34614 size-full" title="Christiaan Huygens (1629 - 1695)" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/800px-Christiaan-huygens4.jpg" alt="Christiaan Huygens (1629 - 1695)" width="800" height="832" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/800px-Christiaan-huygens4.jpg 800w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/800px-Christiaan-huygens4-288x300.jpg 288w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/800px-Christiaan-huygens4-768x799.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Uhrenkenner wissen, dass sich Huygens Erfindung genau genommen aus dem drehbar gelagerten Schwingkörper und einer Spiralfeder zusammensetzt, mit der die Schwingfrequenz reguliert wird. Ein derartiges Schwingsystem nennt man Oszillator. Gebräuchlich ist der Fachbegriff auch für klassische Uhrpendel, weil sie ebenfalls mehrere Aufgaben eines Schwingsystems in sich vereinen.</p>
<figure id="attachment_34594" aria-describedby="caption-attachment-34594" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34594 size-full" title="Im Laufe der Jahrhunderte wurde immer kleinere, und damit genauere, Pendel verwendet" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Pendeluhr.jpg" alt="Pendeluhr" width="620" height="359" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Pendeluhr.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Pendeluhr-300x174.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-34594" class="wp-caption-text">© Chris Hill &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Oszillatoren, die sich kaum beeinflussen lassen</h2>
<p style="text-align: justify;">Kernziel des Uhrenbaus ist, die Normalzeit möglichst genau abzubilden. Bahnbrechend war im 17. Jahrhundert, dass sich bei Huygens Pendeluhr täglich nur Abweichungen von 10 Sekunden einschlichen. Damit gaben sich die Erfinder nicht zufrieden. Sie experimentierten mit Schwingungskörpern wie Torsionspendeln, wodurch man bei Drehpendeluhren enorme Gangreserven erzielen konnte. Große Fortschritte beim Optimieren des Materials der Schwingungsgeber bescherte vor über 80 Jahren die Speziallegierung Nivarox. Temperatur, Luftwiderstand oder Feuchtigkeit: Je effektiver man äußere Einflüsse ausbremste, umso exakter wurden die Uhren.</p>
<p style="text-align: justify;">Ambitionierten Uhrmachern wurde zudem schnell klar: Es wirkt sich positiv auf die Genauigkeit aus, wenn man den Takt erhöht. Das gilt insbesondere für Armbanduhren, die mit Einflüssen wie Erschütterungen konfrontiert werden. Fest stand dadurch das Ziel, möglichst hochfrequente Schwingungsgeber in Uhren zu integrieren, die gleichzeitig klein sind und geringe Ausschläge haben.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-34191 size-full" title="Eingebaute Uhrenquarze" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/02/Uhrenquarze-Wikipedia.jpg" alt="Eingebaute Uhrenquarze - Schwingungsgeber in Uhren" width="620" height="313" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/02/Uhrenquarze-Wikipedia.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/02/Uhrenquarze-Wikipedia-300x151.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /></p>
<h2>Winzige Frequenzwunder: Stimmgabel-Schwingungsgeber in Uhren</h2>
<p style="text-align: justify;">Bei mechanischen Armbanduhren entlockt man der Unruh inzwischen 18.000 bis 36.000 Halbschwingungen pro Stunde. Das entspricht Frequenzen von 2,5 bis 5 Hertz (Hz). Traditionsmarken treiben bis heute die mechanische Präzisionszeitmessung voran. Das verdeutlichen mitunter <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/frederique-constant/slimline/" class="broken_link">Slimline Uhren von Frederique Constant</a>, die beim Debüt im Jahr 2021 mit ihrer Schlagfrequenz von 40 Hz imponierte.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/frederique-constant-slimline-gents-small-seconds-fc-245m5s6.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-34597" title="Frederique Constant Slimline Gents Small Seconds in der Version FC-245M5S6" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/frederique-constant-slimline-gents-small-seconds-fc-245m5s6.jpg" alt="Frederique Constant Slimline Gents Small Seconds in der Version FC-245M5S6 - Schwingungsgeber in Uhren" width="316" height="546" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/frederique-constant-slimline-gents-small-seconds-fc-245m5s6.jpg 350w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/frederique-constant-slimline-gents-small-seconds-fc-245m5s6-174x300.jpg 174w" sizes="auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Diese Frequenzsteigerung ist bemerkenswert im Segment der mechanischen Regulierung. Vergleicht man sie mit visionären Uhrenlegenden, wirkt sie überschaubar. Max Hetzel hatte 1921 den Geistesblitz, Schwingungsgeber mit Stimmgabelform ins Spiel zu bringen. Es dauerte vierzig Jahre, bis das Konzept marktreif war und die Accutron von Bulova charakterisierte. Sie beeindruckte mit einer Schwingfrequenz von 360 Hz, wodurch sich die Abweichungen auf 60 Sekunden monatlich schmälerten. Die elektrisch angetriebene Stimmgabeluhr verkaufte sich millionenfach, wurde aber schnell von der nächsten Innovation verdrängt.</p>
<figure id="attachment_34599" aria-describedby="caption-attachment-34599" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34599 size-full" title="Bulova Accutron" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Bulova-accutron.jpg" alt="Bulova Accutron - Schwingungsgeber in Uhren" width="620" height="464" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Bulova-accutron.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Bulova-accutron-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-34599" class="wp-caption-text">Von jcw &#8211; Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12564467</figcaption></figure>
<h2>Schnellschwinger aus Quarz</h2>
<p style="text-align: justify;">Jacques und Pierre Curie entdeckten 1880, dass sich beim Quarzkristall im Zuge einer elastischen Verformung die elektrischen Pole verschieben, woraus eine elektrische Spannung resultiert. Umgekehrt verformen sie sich, wenn eine elektrische Spannung auf sie einwirkt. Das Ganze nennt man Piezoeffekt und erklärt, warum man Quarzkristall als Schwingungsgeber in Uhren nutzt. Sie oszillieren zugunsten der Ganggenauigkeit hochfrequent und platzsparend. Warren Marrison stellte 1928 eine funktionstüchtige Quarzuhr vor. Zehn Jahre später konnten Labore die ersten Präzisionsuhren mit Quarz kaufen.</p>
<figure id="attachment_34601" aria-describedby="caption-attachment-34601" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34601 size-full" title="In den 1970er Jahren wurde die Quarzuhr für jeden erschwinglich" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Kundo-Quarzwecker.jpg" alt="Alter Quarzwecker um1976" width="620" height="446" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Kundo-Quarzwecker.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Kundo-Quarzwecker-300x216.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-34601" class="wp-caption-text">Von Phrontis &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9483742</figcaption></figure>
<h2>Die Quarz-Armbanduhr</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Performance von Schwingquarzen nahm zu, als man wegen knapper Naturkristalle zur synthetischen Herstellung mit Quarzsand überging. Dadurch konnte man den Kristallaufbau so beeinflussen, dass er beispielsweise druckunempfindlich und temperaturstabil wurde. Weitere Herausforderungen wurden gemeistert, bis man Anfang der 1970er serienreife Quarzarmbanduhren vorstellte. Mit Applaus begrüßte man Debütantinnen mit Schwingungsgeber aus dem Labor, wie die Seiko Astron, die Astro-Quartz <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/junghans/">Junghans</a> oder die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/hamilton/">Hamilton Uhr</a> Pulsar.</p>
<p style="text-align: justify;">Erstaunlich war für Technikfans, dass die ersten Quarz-Luxusuhren mit ihrer Schwingfrequenz fast die 10.000 Hertz-Marke knackten. Bald darauf mündeten konzeptionelle Verbesserungen und praktische Abwägungen darin, dass man stimmgabelförmige Schwingquarze mit 32.768 Hz als Standard definierte. Treffen sie auf eine hohe Fertigungskompetenz beim Uhrenhersteller, begrenzen sich die Abweichungen auf 60 Sekunden jährlich. Im Vergleich dazu werden mechanische Luxusuhren schon gefeiert, wenn sich ihre Gangabweichung auf 2 Sekunden täglich beschränkt.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-form-quarz-041-4884.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-34604" title="Junghans Form Quarz in der Version 041/4884.00" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Junghans-Form-Quarz.jpg" alt="Junghans Form Quarz in der Version 041/4884.00" width="286" height="510" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Junghans-Form-Quarz.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Junghans-Form-Quarz-168x300.jpg 168w" sizes="auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Jenseits von Armbanduhren wird Quarz als Schwingungsgeber lediglich vom chemischen Element Cäsium übertroffen, das die konventionelle Atomuhr charakterisiert. Ihre Entwicklung geriet in Fahrt, als man 1940 für die Kernspintomographie wesentliche Erkenntnisse zum Magnetresonanzverfahren erzielte. Sensationell war ihre geringe Fehlerquote, die sich auf eine Sekunde in 30 Millionen Jahren belief. Die Cäsiumuhr, in der übrigens auch ein Quarz steckt, wird inzwischen von Atomuhren mit Laser-Lichtimpulsen übertroffen. Ihre Gangabweichung beträgt eine Sekunde in 100 Billionen Jahren.</p>
<figure id="attachment_34606" aria-describedby="caption-attachment-34606" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-34606 size-full" title="Atomuhr CS2 der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB)" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Atomuhr-CS2.jpg" alt="Atomuhr CS2 der PTB" width="620" height="414" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Atomuhr-CS2.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/Atomuhr-CS2-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-34606" class="wp-caption-text">Von Jörg Behrens &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5755176</figcaption></figure>
<h2>Keine überzeugende Leistung ohne perfektes Ensemble</h2>
<p style="text-align: justify;">Jeder Oszillator wird von der Dämpfung ausgebremst. Er benötigt somit Energie, um in Schwung zu kommen und zu bleiben. Dafür sorgen Gewichte, Spiralfedern oder Batterien. Die Energiezufuhr würde ohne eine weitere geniale Erfindung fürs Uhrwerk schlichtweg verpuffen: die Hemmung. Erst im Zusammenspiel mit zahlreichen Bauteilen werden Oszillatoren zum Taktgeber, dessen übertragene Impulse einer Sekunde entsprechen. Pendel, Unruh und Schwingquarz: Ihre Güte offenbart sich erst, wenn sämtliche Bauteile für sich brillant und perfekt aufeinander abgestimmt sind. Schwingungsgeber verschiedener Art finden sich also in mechanischen sowie in Quarz-Armbanduhren, wenn auch ganz unterschiedliche.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/hamilton-american-classic-psr-digital-quartz-h52404130.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-34608" title="Hamilton American Classic PSR Digital Quartz in der Version H52404130" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/H52404130-PL124769-10.jpg" alt="Hamilton American Classic PSR Digital Quartz in der Version H52404130" width="274" height="515" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/H52404130-PL124769-10.jpg 545w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/H52404130-PL124769-10-160x300.jpg 160w" sizes="auto, (max-width: 274px) 100vw, 274px" /></a>     <a href="https://www.uhrinstinkt.de/tag-heuer-formula-1-quarz-43mm-waz1010.ba0842.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-34610" title="Tag Heuer Formula 1 Quarz 43mm in der Version WAZ1010.BA0842" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/tag-heuer-formula-1-quarz-43mm-waz1010.ba0842.jpg" alt="Tag Heuer Formula 1 Quarz 43mm in der Version WAZ1010.BA0842" width="309" height="512" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/tag-heuer-formula-1-quarz-43mm-waz1010.ba0842.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2025/03/tag-heuer-formula-1-quarz-43mm-waz1010.ba0842-181x300.jpg 181w" sizes="auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px" /></a></p>
<h2>Was macht der Schwingungsgeber in Uhren?</h2>
<p style="text-align: justify;">Diese Frage wäre unzureichend beantwortet, wenn man sich auf Oszillationen versteift. Er hält mit seinen wiederkehrenden Ausschlägen Uhren nicht nur in Bewegung, sondern kontrolliert auch ihre Abläufe. Deshalb bezeichnen ihn Uhrmacher auch als Gangregler.</p>
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		<title>Wie funktioniert ein Quarzwerk</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wie-funktioniert-ein-quarzwerk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2022 11:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik & Uhrenwissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Präzises Sandgetriebe mit Krisenpotenzial » Präzise, effizient und hochumstritten: Elektrische Uhrwerke sorgen für hitzige Diskussionen in der Uhrenwelt und veränderten die Branche wie keine andere Innovation des 20. Jahrhunderts. Aber wie funktioniert ein Quarzwerk überhaupt? Wir blicken hinter die Kulissen der genialen Mikrotechnik, erkunden ihre Entstehungsgeschichte und erläutern ihre Arbeitsweise auf verständlichem Wege. Alles &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Präzises Sandgetriebe mit Krisenpotenzial »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Präzise, effizient und hochumstritten: Elektrische Uhrwerke sorgen für hitzige Diskussionen in der Uhrenwelt und veränderten die Branche wie keine andere Innovation des 20. Jahrhunderts. Aber wie funktioniert ein Quarzwerk überhaupt? Wir blicken hinter die Kulissen der genialen Mikrotechnik, erkunden ihre Entstehungsgeschichte und erläutern ihre Arbeitsweise auf verständlichem Wege. Alles zum Quarzwerk gibt es jetzt zu lesen.</strong></p>
<h2>Simpel erklärt: Das Grundprinzip Quarzwerk</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie ein mechanisches Uhrwerk funktioniert, ist den meisten Enthusiasten bekannt: Energie wird in einer Aufzugsfeder gespeichert und über ein Räderwerk an das Regelungsorgan (&#8220;Assortiment&#8221;) weitergegeben, das mit Ankerrad, Unruh, Spirale und Anker den Takt des Zeitanzeigers erzeugt. Das Schöne ist, dass ein Quarzwerk in der Grundstruktur genauso funktioniert – mit dem Unterschied, dass andere Komponenten zum Einsatz kommen. Die Aufgabe der Energiespeicherung übernimmt jetzt kein Federhaus mehr, sondern eine Batterie. Ein Räderwerk existiert nach wie vor. Und wo im mechanischen Uhrwerk das Assortiment für den richtigen Sekundentakt sorgt, nutzen Quarzwerke einen winzig kleinen Kristall. Dieser Quarzkristall bestimmt, wie viel Energie die Batterie an das Räderwerk abgeben darf, damit eine exakte Zeitmessung erfolgt. Aber wie funktioniert ein Quarzwerk im Detail? Bevor wir diese Frage klären, gehen wir zunächst der Entstehungsgeschichte des elektrischen Systems auf den Grund.</p>
<figure id="attachment_32180" aria-describedby="caption-attachment-32180" style="width: 477px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32180" title="Weltweit erste Quarz-Armbanduhr BETA 1, entwickelt vom Centre Electronique Horloger (CEH) in Neuenburg, Schweiz, vorgestellt 1967" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Csem-beta1.jpg" alt="Weltweit erste Quarz-Armbanduhr BETA 1 - Wie funktioniert ein Quarzwerk" width="477" height="653" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Csem-beta1.jpg 800w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Csem-beta1-219x300.jpg 219w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Csem-beta1-748x1024.jpg 748w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Csem-beta1-768x1051.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 477px) 100vw, 477px" /><figcaption id="caption-attachment-32180" class="wp-caption-text">Von CSEM SA [1] (Switzerland), als Rechtsnachfolgerin von CEH &#8211; Centre Electronique Horloger (CEH), Neuenburg, 1967, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28492436</figcaption></figure>
<h2>Vom Labor ans Handgelenk: Die Entstehung der Quarzuhr</h2>
<p style="text-align: justify;">Letztere beginnt früher, als man erwarten würde – nämlich in den 1920er-Jahren. Zu dieser Zeit wird das Quarzwerk in seiner Funktion nicht für Armbanduhren konzipiert, sondern kommt in Form von riesigen Apparaten in amerikanischen Laboren zum Einsatz. Der Durchbruch gelingt den New Yorker Erfindern Joseph W. Horton und Warren Alvin Marrison, die 1927 das weltweit erste Quarzwerk vorstellen. Es ist bereits um ein Vielfaches präziser als die mechanischen Uhrwerke jener Zeit, leidet aber unter extremen Präzisionsschwankungen abhängig von der Temperatur. Doch die Nachricht der neuen Erfindung verbreitet sich wie ein Lauffeuer um den Globus und führt zu enormen technischen Fortschritten. 1932 gelingt es den Forschern Adolf Scheibe und Udo Adelsberger in Berlin mithilfe konstanter Temperaturen, eine mittlere tägliche Gangabweichung von nur 0,002 Sekunden sicherzustellen. Ein Meilenstein der Zeitmessung. 1938 erscheint die erste frei verkäufliche Quarzuhr für Industrie und Wissenschaft.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-32155 size-full" title="Nationaler Frequenzstandard der USA 1929, bestehend aus vier beheizten Quarzoszillatoren bei den Bell Laboratories" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Early_NBS_crystal_oscillator_frequency_standards.jpg" alt="Nationaler Frequenzstandard der USA 1929, bestehend aus vier beheizten Quarzoszillatoren bei den Bell Laboratories - Wie funktioniert ein Quarzwerk" width="700" height="395" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Early_NBS_crystal_oscillator_frequency_standards.jpg 700w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Early_NBS_crystal_oscillator_frequency_standards-300x169.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></p>
<p style="text-align: justify;">In der Nachkriegszeit ersetzen Quarzuhren die zuvor verbreiteten Präzisionspendeluhren als wissenschaftlicher Standard und werden im Eiltempo auf kompaktere Bauweisen optimiert. Ausgerechnet die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/patek-philippe/">Genfer Nobel-Manufaktur Patek Philippe</a>, bekannt für ihre edlen mechanischen Uhrwerke, leistet hierzu entscheide Beiträge. 1960 bringt sie mit der &#8220;Chronotome&#8221; den ersten tragbaren Quarz-Zeitanzeiger auf den Markt. Zu dieser Zeit ist die elektrische Technik unglaublich teuer und lässt selbst die besten <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/">Mechanik-Uhren von Rolex</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/omega/">Omega</a> und Co. erschwinglich wirken. Erst Seiko sollte es 1969 gelingen, mit der Astron die weltweit erste, serienreife Quarzuhr fürs Handgelenk zu bauen.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/hublot-classic-fusion-green-titanium-33mm-quarz-581.nx.8970.lr.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32157" title="Hublot Classic Fusion Green Titanium 33mm Quarz in der Version 581.NX.8970.LR" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Hublot-Classic-Fusion-Green-Titanium-33mm-Quarz.jpg" alt="Hublot Classic Fusion Green Titanium 33mm Quarz in der Version 581.NX.8970.LR" width="319" height="519" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Hublot-Classic-Fusion-Green-Titanium-33mm-Quarz.jpg 585w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Hublot-Classic-Fusion-Green-Titanium-33mm-Quarz-185x300.jpg 185w" sizes="auto, (max-width: 319px) 100vw, 319px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/grand-seiko-sport-kollektion-gmt-limited-edition-sbgn023.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32159" title="Grand Seiko Sport Quarz Kollektion GMT Limited Edition in der Version SBGN023" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Grand-Seiko-Sport-Kollektion-GMT-Limited-Edition.jpg" alt="Grand Seiko Sport Kollektion GMT Limited Edition in der Version SBGN023" width="285" height="535" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Grand-Seiko-Sport-Kollektion-GMT-Limited-Edition.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Grand-Seiko-Sport-Kollektion-GMT-Limited-Edition-160x300.jpg 160w" sizes="auto, (max-width: 285px) 100vw, 285px" /></a></p>
<h2>Wie funktioniert ein Quarzwerk im Detail?</h2>
<p style="text-align: justify;">Ein Blick auf die Komplexität der Technik offenbart, warum ihre Perfektionierung im Mini-Format Jahrzehnte in Anspruch nahm. Wir erinnern uns: Der Quarzkristall regelt, wie viel Energie von der Batterie an das Räderwerk weitergegeben wird. Das kann der gabelförmige Kristall aber nicht alleine: Zwischen ihm und der Batterie ist ein Schrittmotor geschaltet, der die Impulse des Quarzkristalls mit der Energie der Batterie verrechnet und letztere in gedrosselter Weise ans Räderwerk transportiert. Dass der Kristall überhaupt Impulse erzeugen kann, verdankt er dem piezoelektrischen Effekt. Letzterer, den wir alle vom Piezozünder eines Gasgrills kennen, besagt, dass bestimmte Metalle und Kristalle unter elektrischer Spannung ihre Form verändern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-32153" title="Nahaufnahme eines Uhrenquarzes in Stimmgabelform ohne Gehäuse" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Inside_QuartzCrystal-Tuningfork-2.jpg" alt="Nahaufnahme eines Uhrenquarzes in Stimmgabelform ohne Gehäuse - Wie funktioniert ein Quarzwerk" width="660" height="389" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Inside_QuartzCrystal-Tuningfork-2.jpg 462w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Inside_QuartzCrystal-Tuningfork-2-300x177.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /></p>
<p style="text-align: justify;">Eine Verformung bezeichnet man in der Fachwelt als eine &#8220;Schwingung&#8221;. Wie schnell diese Schwingungen erfolgen, hängt von der Größe und Form des Kristalls ab und beeinflusst, wie viele Impulse pro Sekunde von der Batterie an den Schrittmotor und letztendlich ans Räderwerk weitergegeben werden. Natürlich möchten wir exakt einen Impuls pro Sekunde, sodass der Sekundenzeiger genau einmal pro Sekunde tickt. Damit das Quarzwerk diese Funktion erfüllt, hat sich die gesamte Industrie auf einen Standardwert von 32.768 Schwingungen des Quarzkristalls pro Sekunde geeinigt. Ganz schön schnell, diese kleine Stimmgabel.</p>
<div class="box info  "><div class="box-inner-block"><i class="fa tie-shortcode-boxicon"></i>
			Übrigens: Obwohl das Werk seinen Namen vom gleichnamigen Mineral erhält, wird der Quarzkristall normalerweise synthetisch produziert. Als Grundlage hierfür dient oftmals sogenannter Quarzsand, der in großen Mengen innerhalb Deutschlands gefördert wird. Der industrielle Prozess sorgt dafür, dass der Quarzsand in die perfekte Form gebracht wird, um die Funktion der Zeitmessung reibungslos erfüllen zu können.
			</div></div>
<h2>Quarzkrise: Mechanische Uhren am Abgrund</h2>
<p style="text-align: justify;">Selbst mit blühender Fantasie hätten die Erfinder Joseph W. Horton und Warren Alvin Marrison wohl nicht ahnen können, wie stark ihre Technik die Uhrenwelt verändern sollte. Denn nachdem Seiko 1969 die erste Quarz-Armbanduhr lancierte, wehte ein regelrechter Sturm der Revolution durch die Uhrenwelt: 1970 stellt <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/junghans/">Junghans</a> mit der Astro-Quartz die erste deutsche Variante fürs Handgelenk vor, gefolgt von der legendären Hamilton Pulsar im Jahr 1972. Mit über 2.000 Dollar Verkaufspreis war sie teurer als so manches Auto zu ihrer Zeit. Doch im Laufe der 1970er wurde die Quarztechnik derartig erschwinglich, dass sie sich jeder leisten konnte und mechanische Uhren für viele Menschen ihre Daseinsberechtigung verloren.</p>
<figure id="attachment_32150" aria-describedby="caption-attachment-32150" style="width: 660px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-32150" title="Erste europäische Quarzuhr für den Endverbraucher &quot;Astrochron&quot;, Junghans, Schramberg, ab 1967" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans_Astrochron.jpg" alt="Erste europäische Quarzuhr für den Endverbraucher &quot;Astrochron&quot;, Junghans, Schramberg, - Wie funktioniert ein Quarzwerkb 1967" width="660" height="440" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans_Astrochron.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans_Astrochron-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px" /><figcaption id="caption-attachment-32150" class="wp-caption-text">By Museumsfoto &#8211; Deutsches Uhrenmuseum, CC BY 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=16876370</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Da Quarz um Längen präziser, deutlich günstiger und oftmals viel zuverlässiger im Vergleich zur Mechanik war, brachen die Verkaufszahlen traditioneller Zeitanzeiger dramatisch ein. Bis zum Ende der Quarzkrise Mitte der 80er-Jahre gingen viele traditionelle Marken insolvent, tausende Arbeitsstellen in der herkömmlichen Uhrenindustrie wurden gestrichen.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-meister-mega-058-7800.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32167" title="Junghans Meister Mega in der Version 058/7800.00" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans-Meister-MEGA.jpg" alt="Junghans Meister Mega in der Version 058/7800.00" width="270" height="489" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans-Meister-MEGA.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans-Meister-MEGA-166x300.jpg 166w" sizes="auto, (max-width: 270px) 100vw, 270px" /></a>   <a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-max-bill-quarz-041-4817.04.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32169" title="Junghans Max Bill Quarz in der Version 041/4817.04" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans-Max-Bill-Quarz.jpg" alt="Junghans Max Bill Quarz in der Version 041/4817.04" width="309" height="457" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans-Max-Bill-Quarz.jpg 406w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Junghans-Max-Bill-Quarz-203x300.jpg 203w" sizes="auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px" /></a></p>
<h2>Von Schnäppchen bis Luxus-Quarzuhren: Das heutige Modellspektrum ist riesig</h2>
<p style="text-align: justify;">Wir müssen zugeben: Obwohl wir leidenschaftliche Fans mechanischer Uhrwerke sind, üben das Tempo und die Genauigkeit des Quarzwerks eine gewisse Faszination auf uns aus. Wer die unschlagbare Präzision der elektronischen Zeitmessung erleben möchte, wird in allen Preisklassen fündig: Während die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tissot/">Schweizer Traditionsmarke Tissot</a> bereits unterhalb der 200-Euro-Grenze hochwertige Quarzuhren der Kollektionen T-Classic und T-Trend anbietet, ist <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tag-heuer/">Tag Heuer auf Premium-Quarzuhren</a> mit leistungsstarken Chronographenfunktionen spezialisiert. Die sportliche <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tag-heuer/formula-1/">Formula 1 Kollektion</a>, aber auch die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tag-heuer/aquaracer/">Tag Heuer Aquaracer</a> sind hervorragende Beispiele für die elektrische Kompetenz des Herstellers. Soll es erschwinglicher sein, sind neben Tissot auch die Topmarken <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/hamilton/">Hamilton</a>, Junghans und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/longines/">Longines</a> starke Favoriten unseres Magazins.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/tissot-t-touch-connect-solar-t121.420.47.051.04.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32175" title="Tissot T-Touch Connect Solar" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Tissot-T-Touch-Connect-Solar.jpg" alt="Tissot T-Touch Connect Solar" width="286" height="388" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Tissot-T-Touch-Connect-Solar.jpg 672w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Tissot-T-Touch-Connect-Solar-221x300.jpg 221w" sizes="auto, (max-width: 286px) 100vw, 286px" /></a>  <a href="https://www.uhrinstinkt.de/tag-heuer-aquaracer-300m-quarz-chronograph-43mm-cay1110.ba0927.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32177" title="Tag Heuer Aquaracer 300M Quarz Chronograph 43mm in der Version CAY1110.BA0927" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/CAY1110-BA0927.jpg" alt="Tag Heuer Aquaracer 300M Quarz Chronograph 43mm in der Version CAY1110.BA0927" width="298" height="397" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/CAY1110-BA0927.jpg 480w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/CAY1110-BA0927-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wer die elektronische Technik von ihrer exklusivsten Seite kennenlernen möchte, findet bei Spitzenmarken wie Omega und Breitling eine spektakuläre Auswahl an Luxus-Quarzuhren. Letztere treiben die elektrische Zeitmessung mit extremen Temperaturresistenzen, langen Batteriedauern und nochmals gesteigerten Präzisionswerten gegenüber regulären Quarzwerken auf die Spitze. Das zeigt: Quarz muss nicht günstig sein. Die Technik hat ihre volle Berechtigung in der Luxusklasse.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/breitling-aerospace-evo-frecce-tricolori-e79363101c3e1.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32183" title="Breitling Aerospace Evo in der Version E79363101B1E1 Frecce Tricolori" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Breitling-Aerospace-Evo-Frecce-Tricolori.jpg" alt="Breitling Aerospace Evo in der Version E79363101B1E1 Frecce Tricolori" width="282" height="477" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Breitling-Aerospace-Evo-Frecce-Tricolori.jpg 473w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Breitling-Aerospace-Evo-Frecce-Tricolori-177x300.jpg 177w" sizes="auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/longines-conquest-v.h.p.-l3.727.2.66.6.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-32186" title="Longines Conquest V.H.P." src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Longines-Conquest-V.H.P..jpg" alt="Longines Conquest V.H.P." width="321" height="521" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Longines-Conquest-V.H.P..jpg 877w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Longines-Conquest-V.H.P.-185x300.jpg 185w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Longines-Conquest-V.H.P.-631x1024.jpg 631w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/07/Longines-Conquest-V.H.P.-768x1247.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 321px) 100vw, 321px" /></a></p>
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		<title>Das Nürnberger Ei und seine Nachfolger</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/das-nuernberger-ei-und-seine-nachfolger/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 15:00:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>« Von der ersten Taschenuhr aus deutscher Fertigung zu den Top-Modellen unserer Zeit » Wussten Sie, dass die erste Taschenuhr eine Dosenform besaß, um den Hals getragen wurde und den etwas gewöhnungsbedürftigen Namen &#8216;Nürnberger Ei&#8217; trug? Die Historie der portablen Zeitmessung ist eine jahrhundertealte Geschichte des technischen Fortschritts, die im 16. Jahrhundert begann und bis &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/das-nuernberger-ei-und-seine-nachfolger/">Das Nürnberger Ei und seine Nachfolger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Von der ersten Taschenuhr aus deutscher Fertigung zu den Top-Modellen unserer Zeit »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wussten Sie, dass die erste Taschenuhr eine Dosenform besaß, um den Hals getragen wurde und den etwas gewöhnungsbedürftigen Namen &#8216;Nürnberger Ei&#8217; trug? Die Historie der portablen Zeitmessung ist eine jahrhundertealte Geschichte des technischen Fortschritts, die im 16. Jahrhundert begann und bis heute unglaubliche Erfindungen hervorbringt. In diesem Beitrag erkunden wir gemeinsam die Vorläufer der modernen Armbanduhr und zeigen aktuelle Editionen, die wie das Nürnberger Ei von wichtiger Bedeutung für die Horologie sind. Kommen Sie mit auf eine faszinierende Zeitreise, entlang der Sternstunden und Glanzpunkte des Uhrenhandwerks.  </strong></p>
<h2>Das Nürnberger Ei: Die erste &#8220;Taschenuhr&#8221; ist für den Hals</h2>
<p style="text-align: justify;">Um 1500 zählt Nürnberg zu den innovativsten Städten Deutschlands und beheimatet den Schlossermeister Peter Henlein, dem bis heute die Erfindung der ersten am Körper tragbaren Uhr zugesprochen wird. Das Meisterwerk, das auf 1511 datiert wird, besitzt jedoch keine Dosen-, sondern die zuvor beliebte Bisamapfel-Form, weshalb Henlein das Nürnberger Ei wahrscheinlich gar nicht konzipierte. Aber was genau ist ein Nürnberger Ei? Das Wichtigste zuerst: Es verfügt über keine Eierform, sondern ähnelt einer Dose.</p>
<figure id="attachment_30494" aria-describedby="caption-attachment-30494" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-30494 size-full" title="Dosenförmige tragbare Uhr aus dem 16. Jahrhundert (Germanisches Nationalmuseum)" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Dosenförmige-tragbare-Uhr-früher-Peter-Henlein-zugeschrieben.jpg" alt="Dosenförmige tragbare Uhr, früher Peter Henlein zugeschrieben - Das Nürnberger Ei " width="620" height="460" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Dosenförmige-tragbare-Uhr-früher-Peter-Henlein-zugeschrieben.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Dosenförmige-tragbare-Uhr-früher-Peter-Henlein-zugeschrieben-300x223.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-30494" class="wp-caption-text">Von Витольд Муратов &#8211; Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14892226</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Es ist davon auszugehen, dass das Nürnberger Ei seinen Namen dem Wort &#8220;Eierlein&#8221; verdankt, welches damals in der alltäglichen Sprache statt &#8220;Ührlein&#8221; benutzt wurde. Die frühesten belegbaren Hinweise auf die dosenförmige, an einer Halskette getragenen Uhr finden sich nach Henleins Tod um 1550. Bis die erste Taschenuhr mit flachem Gehäuse entsteht, sollten nach dem Nürnberger Ei aber noch Jahrhunderte vergehen.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/B-f7qR9aAyQ" width="706" height="397" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Vom Klotz zum Athleten: Die Entwicklung der Taschenuhr</h2>
<p style="text-align: justify;">Nach der Entwicklung des Nürnberger Eies sollten also noch einige Jahre ins Land gehen, bis der nächste Meilenstein in der Historie des Uhrenhandwerks erreicht wurde. Eine der größten Wegmarken der Horologie ist mit Sicherheit die Erfindung der Spiralfeder im Jahr 1658 durch den niederländischen Astronomen Christiaan Huygens. Zwar führt die Innovation zunächst zu dickeren Uhren, ermöglicht in den nächsten zwei Jahrhunderten aber eine spürbare Verflachung der Taschenuhr – zusammen mit weiteren Neuerungen wie modernen Räderwerken, kompakteren Spiralfedern in Zylinder- und Tonnenform sowie schmaleren Gehäusekonstruktionen.</p>
<figure id="attachment_30497" aria-describedby="caption-attachment-30497" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-30497 size-full" title="Die große Kunst ist es, die komplizierte Mechanik einer Uhr in kleiner Größe herzustellen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/alte-Taschenuhr-2.jpg" alt="Mechanische Uhr, Nahaufnahme - Das Nürnberger Ei und seine Nachfolger" width="620" height="421" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/alte-Taschenuhr-2.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/alte-Taschenuhr-2-300x204.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/alte-Taschenuhr-2-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-30497" class="wp-caption-text">© FERNANDO &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Mit der steigenden Präzision wird der Stunden- ab 1700 vermehrt um einen Minutenzeiger und gegen Ende des 18. Jahrhunderts um einen zusätzlichen Sekundenzeiger ergänzt. Eine der heutzutage <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/longines/">ältesten Marken, Longines</a>, wird 1832 gegründet und baut die erste Taschenuhr in jenem Design, wie es uns im 21. Jahrhundert noch vertraut erscheint. Als Ferdinand Adolph Lange im Jahr 1845 die Glashütte Uhrenindustrie begründet, hat der tragbare Zeitanzeiger im Wesentlichen seine finale Form erreicht.</p>
<figure id="attachment_30499" aria-describedby="caption-attachment-30499" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-30499 size-full" title="Sprungdeckel-Taschenuhr, Longines (1909)" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Longines-Taschenuhr-1909.jpg" alt="Sprungdeckel-Taschenuhr, Longines (1909) - Das Nürnberger Ei und seine Nachfolger" width="620" height="479" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Longines-Taschenuhr-1909.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Longines-Taschenuhr-1909-300x232.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-30499" class="wp-caption-text">Von Play It Again, SPAM &#8211; Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47816496</figcaption></figure>
<h2>Glashütte: Katalysator der Uhrenentwicklung</h2>
<p style="text-align: justify;">In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebt die sächsische Kleinstadt einen beispiellosen Boom. Unternehmerische Größen wie Julius Assmann, Moritz Großmann und Johannes Dürrstein lassen neue Uhrenfabriken wie Pilze aus dem Boden sprießen. Dürrstein, der 1874 einen Exklusivvertrag zum Verkauf von Lange-Zeitanzeigern aushandelt, gründet 1893 seine eigene <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/union-glashuette/">Manufaktur Union Glashütte</a> und konstruiert spektakuläre Chronometer und Tourbillons.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/bzzm6-qps1w" width="706" height="397" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Heute erinnert die Traditionsmarke mit der <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/union-glashuette/1893/">Union Glashütte 1893</a> Johannes Dürrstein Edition an die historischen Leistungen ihres Urvaters. Die Gründung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte im Jahr 1878 beschleunigt den Aufstieg der horologischen Stadt, indem tausende neue Talente ausgebildet werden und so die Weichen für das 20. Jahrhundert gestellt werden.</p>
<p><a href="/union-glashuette-1893-johannes-duerrstein-edition-d906.456.26.017.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30502 " title="Union Glashütte 1893 Johannes Dürrstein Edition" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Union-Glashütte-1893-Johannes-Dürrstein-Edition.jpg" alt="Union Glashütte 1893 Johannes Dürrstein Edition" width="298" height="498" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Union-Glashütte-1893-Johannes-Dürrstein-Edition.jpg 350w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Union-Glashütte-1893-Johannes-Dürrstein-Edition-179x300.jpg 179w" sizes="auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px" /></a>  <a href="/union-glashuette-1893-johannes-duerrstein-edition-chronograph-d007.459.16.017.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30504 " title="Union Glashütte 1893 Johannes Dürrstein Edition Chronograph" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Union-Glashütte-1893-Johannes-Dürrstein-Edition-Chronograph.jpg" alt="Union Glashütte 1893 Johannes Dürrstein Edition Chronograph" width="304" height="496" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Union-Glashütte-1893-Johannes-Dürrstein-Edition-Chronograph.jpg 350w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Union-Glashütte-1893-Johannes-Dürrstein-Edition-Chronograph-184x300.jpg 184w" sizes="auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px" /></a></p>
<h2>Von der Tasche ans Handgelenk: Das frühe 20. Jahrhundert</h2>
<p style="text-align: justify;">Einer der größten Absolventen der Uhrmacherschule ist Alfred Helwig, der in den 1920er-Jahren das fliegende Tourbillon entwickelt. Seine Innovation fällt in eine Zeit, die vom stärksten Umbruch in der Geschichte der mobilen Zeitmessung geprägt ist: Dem Weg von der Taschen- zur Armbanduhr. Doch die Revolution findet nicht in Sachsen statt, wo man das Potenzial des Armbands zu spät erkennt, sondern im und über dem Atlantik: Während <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/">Rolex</a> seine Wasserdichtigkeit am Handgelenk der Extremschwimmerin Mercedes Gleitze unter Beweis stellt, die 1927 mehr als acht Stunden mit der Oyster im Ärmelkanal verbringt, gelingt Charles Lindbergh im selben Jahr der erste Nonstop-Atlantiküberflug. Während des Abenteuers trägt er eine Longines Stundenwinkeluhr am Handgelenk. Heute erinnern die <a href="/uhr-kaufen/longines/heritage-collection/">Heritage Uhren der Schweizer Premiummarke Longines</a> an diese wegweisende Errungenschaft.</p>
<p><a href="/rolex-oyster-perpetual-41-124300-plx500879.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30508 " title="Rolex Oyster Perpetual 41" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Rolex-Oyster-Perpetual-41.jpg" alt="Rolex Oyster Perpetual 41" width="328" height="436" /></a>       <a href="/longines-heritage-legend-diver-l3.774.4.50.6.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30510" title="Longines Heritage Legend Diver" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Longines-Heritage-Legend-Diver.jpg" alt="Longines Heritage Legend Diver" width="258" height="446" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Longines-Heritage-Legend-Diver.jpg 350w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Longines-Heritage-Legend-Diver-174x300.jpg 174w" sizes="auto, (max-width: 258px) 100vw, 258px" /></a></p>
<h2>Pure Eleganz: Die moderne Armbanduhr wird geboren</h2>
<p style="text-align: justify;">500 Jahre, nachdem die erste Taschenuhr erfunden wird, erreicht die Form der Armbanduhren ihre Vollkommenheit. Wie elegant es schon in den 1930er-Jahren zuging, demonstriert die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/junghans/meister/">Junghans Meister</a>: Bis heute prominent in der Kollektion des Schwarzwälder Herstellers vertreten, wird sie 1936 vom &#8220;Uhren-Architekten&#8221; Anton Ziegler auf klare Lesbarkeit und sachliche Schönheit ausgelegt – Grundsätze, die bis heute den Kern einer jeden Dresswatch darstellen.</p>
<p><a href="/junghans-meister-gangreserve-027-7113.02.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30516" title="Junghans Meister Gangreserve" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Junghans-Meister-Gangreserve.jpg" alt="Junghans Meister Gangreserve" width="314" height="518" /></a> <a href="/longines-heritage-legend-diver-l3.774.4.50.6.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30518" title="Junghans Meister Classic Terrassenbau" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Junghans-Meister-Classic-Terrassenbau.jpg" alt="Junghans Meister Classic Terrassenbau" width="302" height="519" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Junghans-Meister-Classic-Terrassenbau.jpg 350w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Junghans-Meister-Classic-Terrassenbau-174x300.jpg 174w" sizes="auto, (max-width: 302px) 100vw, 302px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig schreitet der technische Fortschritt in atemberaubendem Tempo voran, wie die 1934 lancierte <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/mido/multifort/">Mido Multifort</a> beweist: Wasserdicht, stoßfest und antimagnetisch konstruiert, gibt sie den robusten Ton für die nachfolgenden Jahrzehnte an. Ihre heutigen Nachfolger wie beispielsweise die noble Mido Multifort Patrimony zeugen von der Ingenieurskunst des frühen Meisterwerks.</p>
<p><a href="/mido-multifort-patrimony-m040.407.36.060.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-30525 " title="MIDO Multifort Patrimony" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/MIDO-Multifort-Patrimony-2.jpg" alt="MIDO Multifort Patrimony" width="481" height="539" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/MIDO-Multifort-Patrimony-2.jpg 500w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/MIDO-Multifort-Patrimony-2-268x300.jpg 268w" sizes="auto, (max-width: 481px) 100vw, 481px" /></a></p>
<h2>Nachkriegszeit: Die Geburt legendärer Armbanduhren</h2>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt die Uhrenwelt eine Designsprache, die bis heute den Markt dominiert und in einer unglaublichen Vielfalt erscheint. Während Dresswatches wie die Tissot Visodate in den 50er-Jahren ihre fließenden Formen entwickeln und bis zum aktuellen Tage in den Kollektionen der Hersteller vertreten sind (z.B. die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tissot/heritage/">Tissot Heritage Visodate</a>), erreichen Taucheruhren ungeahnte Tiefen und Fliegeruhren wie die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/breitling/navitimer-1-automatic-41/">Breitling Navitimer</a> weltweite Berühmtheit. Die Uhrenwelt wird bunter. Große Komplikationen erleben ihr Comeback, Quarzuhren rütteln ab den 1970er-Jahren die Branche auf und neue Materialien wie Keramik oder Titan finden ihre Wege ans Handgelenk.</p>
<p><a href="/tissot-heritage-visodate-quartz-t118.410.36.277.01.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30528" title="Tissot Heritage Visodate Quartz" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Tissot-Heritage-Visodate-Quartz.jpg" alt="Tissot Heritage Visodate Quartz" width="283" height="469" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Tissot-Heritage-Visodate-Quartz.jpg 350w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Tissot-Heritage-Visodate-Quartz-181x300.jpg 181w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" /></a>  <a href="/breitling-navitimer-1-automatic-41-a17326161c1a1.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-30530" title="Breitling Navitimer 1 Automatic 41" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Breitling-Navitimer-1-Automatic-41.jpg" alt="Breitling Navitimer 1 Automatic 41" width="322" height="470" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Breitling-Navitimer-1-Automatic-41.jpg 411w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2024/03/Breitling-Navitimer-1-Automatic-41-206x300.jpg 206w" sizes="auto, (max-width: 322px) 100vw, 322px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Horologie des 21. Jahrhunderts bietet von 100 Euro bis in den Millionenbereich eine nie dagewesene Varietät an Zeitanzeigern, die zum Tauchen, Fliegen, Rechnen und manchmal nur zum guten Aussehen gebaut sind. Ist unsere ganze Faszination der Uhrmacherkunst, wie wir sie heute kennen, auf das Nürnberger Ei zurückzuführen? Zum Teil sicherlich. Denn niemand weiß, wie unsere modernen Zeitanzeiger aussehen würden, wäre die erste Taschenuhr in einer anderen Form entwickelt worden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/das-nuernberger-ei-und-seine-nachfolger/">Das Nürnberger Ei und seine Nachfolger</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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		<title>Albert Keck</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/albert-keck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 09:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[A. Lange & Söhne]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Keck]]></category>
		<category><![CDATA[Automobiluhren]]></category>
		<category><![CDATA[IWC]]></category>
		<category><![CDATA[Jaeger-LeCoultre]]></category>
		<category><![CDATA[Junghans]]></category>
		<category><![CDATA[Quarzuhren]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenpionier]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>«Deutscher Uhrenpionier im Auftrag der Präzision» Er ließ die erste Quarzuhr für Automobile konstruieren, rettete mit IWC und Jaeger-LeCoultre zwei Schweizer Giganten und trieb nach der Wende die Wiederbelebung der Glashütter Uhrentradition voran. Dennoch kennen nur die wenigsten Enthusiasten seinen Namen. Wir bringen Licht ins Dunkle und blicken auf die bewegte Karriere eines Ingenieurs, der &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>«Deutscher Uhrenpionier im Auftrag der Präzision»</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Er ließ die erste Quarzuhr für Automobile konstruieren, rettete mit IWC und Jaeger-LeCoultre zwei Schweizer Giganten und trieb nach der Wende die Wiederbelebung der Glashütter Uhrentradition voran. Dennoch kennen nur die wenigsten Enthusiasten seinen Namen. Wir bringen Licht ins Dunkle und blicken auf die bewegte Karriere eines Ingenieurs, der die moderne Horologie an vielen Fronten entscheidend prägte – Albert Keck.</strong></p>
<h2>Von Junghans nach VDO Frankfurt: Der schnelle Aufstieg</h2>
<p style="text-align: justify;">1928 in Dunningen, einem idyllischen Städtchen nahe Rottweil im mittleren Schwarzwald geboren, wird Keck gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mit 16 Jahren als Soldat eingezogen. Er überlebt den Schrecken und startet eine rasante Karriere in der Uhrenwelt: Während eine Lehre bei <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/junghans/">Junghans</a> im benachbarten Schramberg die ersten praktischen Erfahrungen liefert, folgt das Fachwissen im Rahmen eines Ingenieurstudiums an der Staatlichen Uhrmacherschule Furtwangen. Dort absolviert Albert Keck 1950 seine Diplomarbeit, für welche er die Werke von Jubiläumsweckern anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Uhrmacherschule konstruiert.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/SK9vnSLr3Mk " width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die guten Leistungen des Schülers werden honoriert: Direkt nach seinem Studium bekommt Keck eine Empfehlung des Furtwanger Schuldirektors Friedrich Aßmus für eine Stelle als Ingenieur bei VDO Frankfurt. Diesem Unternehmen, das heute unter dem Namen VDO Automotive firmiert und die Automobilelektronik für Continental produziert, bleibt der talentierte Techniker jahrzehntelang treu. Damals liegt der Fokus auf Tachometern und anderen Instrumenten, deren Entwicklung Albert Keck auf verschiedenen Ebenen vorantreibt: Ab 1956 als Konstruktionsleiter, drei Jahre später in der Rolle des Chefingenieurs und ab 1966 als Geschäftsführer. Parallel zu seinem rasanten beruflichen Aufstieg studiert Keck noch Mathematik und Physik.</p>
<figure id="attachment_26960" aria-describedby="caption-attachment-26960" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-26960" title="Albert Keck entwickelte zunächst Tachometer" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1.jpg" alt="Tachometer und Borduhr eines Oldtimers" width="620" height="388" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1.jpg 800w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1-300x188.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1-768x481.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-26960" class="wp-caption-text">© Paul &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Kecks radikaler Entschluss</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine große Herausforderung seiner Karriere wird die mangelnde Präzision damaliger Automobiluhren. Von Schwenninger Produzenten zugekauft, weisen die elektrischen Instrumente eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen und Stößen auf, was in einer täglichen Gangabweichung von ein bis zwei Minuten resultiert. Eine massive Ungenauigkeit, die angesichts der Verbreitung von Autoradios in den 1960er-Jahren zu einem spürbaren Problem wird – wer will schon die 18-Uhr-Nachrichten hören, wenn der Zeitanzeiger erst 17:58 meldet?</p>
<figure id="attachment_26963" aria-describedby="caption-attachment-26963" style="width: 250px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-26963" title="Die erste Quarzuhr für Automobile steht heute im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1.jpg" alt="Die erste Quarzuhr für Autos von VDO - Albert Keck" width="250" height="567" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1-132x300.jpg 132w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1-452x1024.jpg 452w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption id="caption-attachment-26963" class="wp-caption-text">© Deutsches Uhrenmuseum | wikipedia.org | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Weil die Schwenninger Zulieferer unfähig sind, präzisere Instrumente zum damals üblichen Einkaufspreis von rund 10 Mark anzubieten, trifft Albert Keck einen radikalen Entschluss: VDO soll seine Automobiluhren fortan selbst fabrizieren. Um die gewünschte Genauigkeit zu erreichen, kommen für diesen Zweck nur Quarzuhren infrage – eine Technologie, die in den 60ern einen futuristischen Charakter besitzt und auf dem Markt nur von wenigen Anbietern zu horrenden Preisen vertrieben wird. Seikos Crystal Chronometer kostet beispielsweise 1.500 Mark.</p>
<h2>Erstmals präzise Uhren im Auto</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie soll dem Frankfurter Unternehmen der Einstieg in eine solch komplexe Technik gelingen? Der Uhrenpionier Keck weiß die Lösung und leitet eine Kooperation mit dem niederländischen Elektrokonzern Philips sowie dem US-amerikanischen Halbleiterproduzenten SSS in die Wege. Nach vierjähriger Entwicklungszeit entstehen 1969 die ersten funktionstüchtigen Modelle, welche ein Jahr später in die Serienfertigung gehen und VDO bis 1975 ein Monopol auf erschwingliche Quarzuhren für die Automobilbranche sichern. Auch der Einstieg konkurrierender Hersteller ändert nichts an der Vormachtstellung des Frankfurter Unternehmens, welches zum weltweit größten Produzenten dieses Fachgebiets aufsteigt und bis 1985 satte 30 Millionen Uhren absetzt. Heute steht die erste Quarzuhr für Automobile im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen und erinnert an eine Erfolgsgeschichte, die ohne Albert Keck nicht eingetreten wäre.</p>
<h2>Neues Leben für IWC und Jaeger-LeCoultre</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine noch wichtigere Rolle spielt der Uhrenpionier ab 1974 in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden von VDO Frankfurt. Zu einer Zeit, als die Quarzkrise ihre volle Schlagkraft entfaltet und zur Existenzbedrohung vieler Schweizer Uhrenmarken wird, entschließt sich Keck zur Übernahme der Branchengrößen IWC und Jaeger-LeCoultre. Beide Luxushersteller leiden damals stark genug unter der elektronischen Revolution, um sich gezwungenermaßen von ihren mechanischen Wurzeln zu entfernen und selbst Quarzuhren herzustellen – mit mäßigem Erfolg. Ab 1978 mehrheitlich zur VDO gehörend, können sie die schwierigsten Jahre überleben und ihren Fokus im Laufe der 80er-Jahre wieder auf mechanische Kreationen lenken. IWCs Wiederaufstieg ist maßgeblich auf den deutschen Unternehmer Günter Blümlein zurückzuführen, der von Albert Keck für die Leitung des Herstellers ausgewählt wird und ebenfalls die Furtwanger Uhrmacherschule absolvierte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ahdP3uPqAOU " width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h2>Lange &amp; Söhne und die Glashütter Renaissance</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Krönung seiner Karriere erreichte Keck nach der Deutschen Wende, als die zwanghafte Verstaatlichung der Glashütter Uhrenbetriebe Geschichte ist und neue Perspektiven für das sächsische Uhrmacherstädtchen auftauchen. Zusammen mit Günter Blümlein und Walter Lange, dem Urenkel des legendären Firmengründers Ferdinand Adolph Lange (1815-1875), organisiert Albert Keck eine glanzvolle Rückkehr der lokalen Uhrenindustrie: So entsteht 1990 das Unternehmen A. Lange &amp; Söhne, dessen Fokus auf High-End-Luxusuhren im Geiste der glorreichen Vorkriegsjahre liegt. Bis die Marke im Jahr 2001 von der Richemont-Gruppe übernommen wird, gehören 90 Prozent ihrer Anteile zu VDO Frankfurt. A. Lange &amp; Söhne liefert nicht nur den Startschuss für eine florierende Glashütter Uhrenindustrie, sondern fungiert bis heute als Aushängeschild für das Weltklasse-Niveau deutscher Zeitanzeiger.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/phpko2P5PCQ " width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">1991 wird der gesamte Besitz der VDO an die Mannesmann AG verkauft, bevor letztere 2001 von Vodafone übernommen und VDO in den Siemens-Konzern integriert wird. Bis 2008 tritt der Hersteller unter dem Namen VDO Automotive AG als eigenständiges Unternehmen in Erscheinung. Anschließend wird er von Continental übernommen, wo er für Automobilelektronik verantwortlich ist. Und Albert Keck? Der Pionier bleibt vor allem als Wegbereiter und Retter der modernen Uhrenindustrie in Erinnerung. Am 27. Dezember 2018 stirbt er im Alter von 90 Jahren.</p>
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		<title>Nivarox &#8211; Werkstoff der Uhrenherstellung</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/nivarox-werkstoff-der-uhrenherstellung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Jul 2020 12:03:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik & Uhrenwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Straumann]]></category>
		<category><![CDATA[geheimnisvoll]]></category>
		<category><![CDATA[Legierung]]></category>
		<category><![CDATA[Materialeigenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Nivarox - Werkstoff der Uhrenherstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Silicium]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrengeschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Nicht variabel, nicht oxidierend&#8221;: Seit über 80 Jahren gilt Nivarox als die beste metallene Legierung bei der Herstellung von Spiralfedern. 1933 als Antwort auf die unpräzisen Eigenschaften früherer Werkstoffe erfunden, punktet sie mit einer hervorragenden Temperaturstabilität, Elastizität und Langlebigkeit. Die genaue Zusammensetzung des weit verbreiteten Materials ist bis heute ein Geheimnis und nur der Swatch-Tochter Nivarox-FAR bekannt.   Das &#8230;</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><b><span data-contrast="auto">&#8220;Nicht variabel, nicht oxidierend&#8221;: Seit über 80 Jahren gilt </span></b><b><span data-contrast="auto">Nivarox</span></b><b><span data-contrast="auto"> als die beste metallene Legierung bei der Herstellung von Spiralfedern. 1933 als Antwort auf die unpräzisen Eigenschaften früherer Werkstoffe erfunden, punktet sie mit einer hervorragenden Temperaturstabilität, Elastizität und Langlebigkeit. Die genaue Zusammensetzung des weit verbreiteten Materials ist bis heute ein Geheimnis und nur der Swatch-Tochter </span></b><b><span data-contrast="auto">Nivarox</span></b><b><span data-contrast="auto">-FAR bekannt. </span></b><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<h2><span data-contrast="auto">Das Genie des Dr. Straumann</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Die Vorgeschichte des Werkstoffs geht bis ins Jahr 1675 zurück, als der niederländische Physiker Christiaan Huygens die weltweit erste Spiralfeder konzipierte. Sie verbesserte den gleichmäßigen Gang mechanischer Uhrwerke erheblich, setzte aber auch einen jahrhundertelangen Prozess der Optimierung in Gang. Während sich anfängliche Pioniere wie Abraham Louis Breguet auf die Form der hauchdünnen Feder konzentrierten (Stichwort Breguet-Spirale), richteten spätere Ingenieure ihren Fokus auf das Material. Denn trotz der besten Ausformung wurde klar, dass der ursprünglich verwendete, meist unlegierte Stahl mit einer hohen Rostanfälligkeit und dem Verlust der Spannkraft bei steigenden Temperaturen einhergeht. Dadurch ist </span><span data-contrast="auto">Ungenauigkeit</span><span data-contrast="auto"> vorprogrammiert.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<figure id="attachment_22505" aria-describedby="caption-attachment-22505" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22505 size-full" title="Die Entwicklung der Spiralfeder war ein langer Prozess, der bis zum Jahr 1675 zurückreicht" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_193550745-1.jpg" alt="Alte Uhrenspiralfeder - Nivarox war eine spätere Materialweiterentwicklung" width="620" height="412" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_193550745-1.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_193550745-1-300x199.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_193550745-1-310x205.jpg 310w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-22505" class="wp-caption-text">© JeanLuc &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Einen ersten Lösungsversuch gab es 1919, als der französisch-schweizerische Physik-Nobelpreisträger Charles Édouard Guillaume den Werkstoff </span><span data-contrast="auto">Elinvar</span><span data-contrast="auto"> (</span><span data-contrast="auto">élasticité</span><span data-contrast="auto"> invariable) patentierte. Doch die innovative Legierung aus Stahl, Nickel und Chrom stellte sich schon bald als zu weich heraus, was für </span><span data-contrast="auto">Unpräzision</span><span data-contrast="auto"> aufgrund einer niedrigen Unruh-Amplitude sorgte. Erst 1933 gelang dem Schweizer Uhrentechniker und Feinmechaniker Dr. Reinhard Straumann (1892-1967) der entscheidende Durchbruch: Seine </span><span data-contrast="auto">Nivarox</span><span data-contrast="auto">-M</span><span data-contrast="auto">ischung ist bis heute der Favorit in der Uhrenherstellung und glänzt mit einer Reihe wertvoller Eigenschaften für Unruhspiralen. Nicht nur die hohe Robustheit und der stabile Gang, sondern auch eine hohe Resistenz gegenüber Magnetfeldern begründet die Überlegenheit des Materials gegenüber früheren Mischungen. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-22507" title="Kompensationsunruh mit Spiralfeder" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Pocket_Watch_Balance_Wheel_a-1.jpg" alt="Kompensationsunruh mit Spiralfeder - Nivarox verbesserte die Materialeigenschaften" width="375" height="406" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Pocket_Watch_Balance_Wheel_a-1.jpg 676w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Pocket_Watch_Balance_Wheel_a-1-277x300.jpg 277w" sizes="auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px" /></p>
<h2><span data-contrast="auto">Das Geheimnis der Zusammensetzung</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Obwohl Straumanns grundlegende Rezeptur im entsprechenden Patent nachzulesen ist, hielt er wichtige Einzelheiten der Zusammensetzung unter Verschluss. Details, die heute nur dem Schweizer Unternehmen </span><span data-contrast="auto">Nivarox</span><span data-contrast="auto">-FAR bekannt sind. Die Swatch-Tochter ist mit Abstand der wichtigste Hersteller von Spiralfedern und dürfte (verständlicherweise) kein Interesse an der Veröffentlichung des </span><span data-contrast="auto">Materialmixes</span><span data-contrast="auto"> haben. Nichtsdestotrotz kennt man heute den größten Teil des Geheimnisses, weil </span><span data-contrast="auto">Forscher</span><span data-contrast="auto"> in den letzten Jahrzehnten beinahe perfekte Nachbildungen des Werkstoffes erzielen konnten. So sind nicht nur die Klassiker Stahl und Nickel, sondern auch Titan, Beryllium, Kobalt, Molybdän und Wolfram enthalten. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<figure id="attachment_22510" aria-describedby="caption-attachment-22510" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22510 size-full" title="Das Geheimnis um die Nivarox-Legierung war lange Zeit ein Geheimnis" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_208574898.jpg" alt="Beryllium als Teil der Nivarox-Legierung" width="620" height="414" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_208574898.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/AdobeStock_208574898-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-22510" class="wp-caption-text">© angellodeco &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2><span data-contrast="auto">Temperaturkoeffizient: Wo der Werkstoff punktet</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Warum diese Mischung so gut ist, zeigt ein Blick auf ihren Temperaturkoeffizienten. Dabei handelt es sich um eine zentrale Kennziffer bei Unruhspiralen, die deren Gangabweichung in Abhängigkeit von äußeren Temperaturschwankungen angibt. Perfekt wäre ein Temperaturkoeffizient von null Sekunden, also ein vollkommen isochron laufendes und von äußeren Einflüssen unabhängiges Uhrwerk. Klassische Spiralfedern aus Stahl oder Bronze sind weit davon entfernt: Hier kann eine Absenkung der Außentemperatur um ein Grad Celsius bereits zu zehn Sekunden Gangabweichung pro Tag führen. Straumanns Werkstoff hingegen erreicht einen Temperaturkoeffizienten von etwa 0,5 Sekunden pro Tag, was ihn rund zwanzig Mal (!) so präzise wie herkömmliche Spiralfedern macht. Wenn das mal kein Wort ist. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<figure id="attachment_22512" aria-describedby="caption-attachment-22512" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22512 size-full" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Armbanduhr-Frau-Schnee.jpg" alt="" width="620" height="413" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Armbanduhr-Frau-Schnee.jpg 620w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Armbanduhr-Frau-Schnee-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-22512" class="wp-caption-text">© blas &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2><span data-contrast="auto">In welchen Uhren finden wir das innovative Material?</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Seit diese Überlegenheit der </span><span data-contrast="auto">Nivarox</span><span data-contrast="auto">-M</span><span data-contrast="auto">ischung bekannt ist, hat eine stetige Weiterentwicklung zu sinkenden Herstellungskosten und damit einer hohen Massentauglichkeit geführt. Nicht nur </span><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/"><span data-contrast="none">Luxusuhren</span></a><span data-contrast="auto">, sondern auch mechanische Einsteigermodelle können deshalb von den Vorzügen des Werkstoffes profitieren. Wie verbreitet die Mischung in der Uhrenherstellung ist, verdeutlicht die enorme Marktmacht des Großproduzenten </span><span data-contrast="auto">Nivarox</span><span data-contrast="auto">-FAR: 1984 entstanden und heute zur Swatch Group gehörend, beliefert er über 90% der Schweizer Uhrenindustrie mit seinen filigranen Komponenten und kann damit als faktischer Monopolist betrachtet werden. Was zunächst nach mangelndem Wettbewerb und somit eher unvorteilhaft klingt, ist in Wahrheit eine Win-Win-Situation: Die lange Erfahrung und das vollständige Wissen um Straumanns Erfindung erlauben dem Hersteller eine äußerst günstige Produktion der fortschrittlichen Unruh-Spiralen-Kombinationen. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<h2><span data-contrast="auto">Die Ablösung durch Silizium: Nur eine Frage der Zeit</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></h2>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">So hervorragend die Eigenschaften der metallenen Legierung auch sein mögen </span><span data-contrast="auto">–</span><span data-contrast="auto"> die Zukunft gehört ihr nicht. Bereits vor zwei Jahrzehnten musste sie ihre Vorreiterrolle an das Halbmetall Silizium abgeben, welches nahezu alle Vorzüge der </span><span data-contrast="auto">Nivaroxmischung</span><span data-contrast="auto"> übertrifft. Temperaturkoeffizient? Niedriger. Stabilität und Elastizität? Höher. Schutz vor Magnetfeldern und Stoßsicherheit? Noch besser. Bis vor wenigen Jahren waren diese Vorteile jedoch irrelevant, weil Siliziumspiralen einem viel zu aufwendigen Herstellungsverfahren unterlagen und nur wenige Luxusuhren </span><span data-contrast="auto">–</span><span data-contrast="auto"> wie etwa die </span><span data-contrast="auto">Ref</span><span data-contrast="auto">. 5350</span><span data-contrast="auto"> aus der </span><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/patek-philippe/"><span data-contrast="none">Manufaktur</span><span data-contrast="none"> </span><span data-contrast="none">Patek Philippe</span></a><span data-contrast="auto"> </span><span data-contrast="auto">von 2006 </span><span data-contrast="auto">–</span><span data-contrast="auto"> mit ihnen ausgestattet waren. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute verfügen etwa 90% der mechanischen Uhren Patek Philippes über eine Siliziumspirale und die innovative Erfindung dringt in immer tiefere Preissegmente vor. </span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/F1mnCI_Out4" width="716" height="403" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Waren die Co-Axial-Modelle von Omega</span><span data-contrast="auto"> wie etwa</span><span data-contrast="auto"> die</span><span data-contrast="auto"> </span><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/omega/speedmaster/moonwatch-co-axial-chronograph/"><span data-contrast="none">Moonwatc</span><span data-contrast="none">h</span><span data-contrast="none"> Co-Axial</span></a><span data-contrast="auto">, </span><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/omega/seamaster/aqua-terra-150m-co-axial-master-chronometer/"><span data-contrast="none">Seamaster</span><span data-contrast="none"> Aqua Terr</span><span data-contrast="none">a Co-Axial</span></a><span data-contrast="auto">  oder </span><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/omega/de-ville/prestige-co-axial/"><span data-contrast="none">De </span><span data-contrast="none">Ville</span><span data-contrast="none"> Prestig</span><span data-contrast="none">e Co-Axial</span></a><span data-contrast="auto"> vor wenigen Jahren noch der günstigste Weg zum Silizium, ist der Werkstoff inzwischen im dreistelligen Preisbereich angekommen. Das beste Beispiel ist die </span><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tissot/t-classic/gentleman/"><span data-contrast="none">Tissot Gentleman </span><span data-contrast="none">Powermatic</span><span data-contrast="none"> 80 Silicium</span></a><span data-contrast="auto">: Den Vorzügen ihrer Spiralfeder stehen 80 Stunden Gangreserve zum Herstellerpreis von 790 Euro gegenüber. </span></p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/omega-speedmaster-moonwatch-co-axial-chronograph-311.90.44.51.03.001-plx500094.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-22514 alignnone" title="Omega Speedmaster Moonwatch Co-Axial Chronograph" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/311_90_44_51_03_001-1_PLX500094.jpg" alt="Omega Speedmaster Moonwatch Co-Axial Chronograph" width="294" height="452" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/311_90_44_51_03_001-1_PLX500094.jpg 695w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/311_90_44_51_03_001-1_PLX500094-195x300.jpg 195w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/311_90_44_51_03_001-1_PLX500094-666x1024.jpg 666w" sizes="auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/tissot-gentleman-automatic-t127.407.11.031.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-22520" title="Tissot Gentleman Automatic" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Tissot-Gentleman-Automatic.jpg" alt="Tissot Gentleman Automatic" width="291" height="476" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Tissot-Gentleman-Automatic.jpg 500w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Tissot-Gentleman-Automatic-183x300.jpg 183w" sizes="auto, (max-width: 291px) 100vw, 291px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span data-contrast="auto">Damit gibt sie den Ton für zukünftige Materialien in der Uhrenherstellung an: Straumanns Patent wird allmählich verschwinden, während neue Entwicklungen seinen Platz einnehmen. Die Ära der metallenen Spiralfeder sieht ihrem Ende entgegen. Nicht nur Silizium, sondern auch weitere Ideen wie etwa künstliche Diamanten oder der Glaskeramik-Werkstoff </span><span data-contrast="auto">Zerodur</span><span data-contrast="auto"> werden diesen Prozess beschleunigen. Enthusiasten dürfen sich also auf eine Uhrenwelt freuen, die präziser und fortschrittlicher sein wird als je zuvor.</span><span data-ccp-props="{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:259}"> </span></p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/omega-de-ville-prestige-co-axial-424.10.33.20.56.002.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-22518" title="Omega De Ville Prestige Co-Axial" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Omega-De-Ville-Prestige-Co-Axial.jpg" alt="Omega De Ville Prestige Co-Axial" width="293" height="428" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Omega-De-Ville-Prestige-Co-Axial.jpg 440w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Omega-De-Ville-Prestige-Co-Axial-205x300.jpg 205w" sizes="auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/omega-aqua-terra-150m-co-axial-master-chronometer-34mm-220.10.34.20.03.001-plx500261.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-22525" title="Omega Aqua Terra 150M Co-Axial Master Chronometer 34mm" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Omega-Aqua-Terra-150M-Co-Axial-Master-Chronometer-34mm-1.jpg" alt="Omega Aqua Terra 150M Co-Axial Master Chronometer 34mm" width="299" height="421" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Omega-Aqua-Terra-150M-Co-Axial-Master-Chronometer-34mm-1.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/07/Omega-Aqua-Terra-150M-Co-Axial-Master-Chronometer-34mm-1-213x300.jpg 213w" sizes="auto, (max-width: 299px) 100vw, 299px" /></a></p>
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		<title>Warum die römische Vier auf Uhren meist mit vier Strichen geschrieben wird</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/roemische-vier-auf-uhren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 09:22:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Technik & Uhrenwissen]]></category>
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		<category><![CDATA[Uhrengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Zifferblatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Eine kleine Uhrengeschichte » Römische Ziffern zur Markierung der Stundenindizes sind vor allem bei klassischen Uhrenmodellen sehr beliebt. Die römische 4 auf Uhren sorgt jedoch häufig für Irritationen, wenn anstelle der IV nur 4 Striche erscheinen. Wir sind der Sache nachgegangen und haben für unsere Leserinnen und Leser ein interessantes Stück Uhrengeschichte ergründet. Römische &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Eine kleine Uhrengeschichte »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Römische Ziffern zur Markierung der Stundenindizes sind vor allem bei klassischen Uhrenmodellen sehr beliebt. Die römische 4 auf Uhren sorgt jedoch häufig für Irritationen, wenn anstelle der IV nur 4 Striche erscheinen. Wir sind der Sache nachgegangen und haben für unsere Leserinnen und Leser ein interessantes Stück Uhrengeschichte ergründet.</strong></p>
<h2>Römische Ziffern stehen für Tradition und klassische Eleganz</h2>
<p style="text-align: justify;">Für die Gestaltung der Indizes auf dem Zifferblatt einer Uhr haben sich im Laufe der Uhrengeschichte verschiedene Möglichkeiten eingebürgert, die jeweils eine andere visuelle Wirkung haben. Die schlichteste Variante sind einfache Strich- oder Punktindizes ohne weitere Beschriftung. Sie sind vor allem bei betont schlicht und sachlich gestalteten Uhren anzutreffen und lassen das Zifferblatt besonders ruhig und übersichtlich wirken.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/rolex-datejust-31-178240-2.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19917 size-full" title="Rolex Oyster Perpetual Datejust 31 mm | Damenuhr | Edelstahl" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Rolex-Datejust-31-Damenuhr.jpg" alt="Rolex Datejust 31 Damenuhr" width="275" height="454" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Rolex-Datejust-31-Damenuhr.jpg 275w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Rolex-Datejust-31-Damenuhr-182x300.jpg 182w" sizes="auto, (max-width: 275px) 100vw, 275px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Werden die Indizes mit arabischen Ziffern beschriftet, so kann dies je nach verwendetem Schriftdesign modern, aber auch verspielt oder nostalgisch wirken. In vielen Fällen werden arabische Ziffern jedoch als leicht und deutlich ablesbar empfunden, weil sie auch im Alltag verwendet werden und damit unseren Sehgewohnheiten entgegenkommen. Mit römischen Ziffern tun sich viele Menschen schwerer, weil sie im Alltag heute kaum noch eine Rolle spielen und vorwiegend in historischen Dokumenten, auf Inschriften an Denkmälern und Gebäuden oder eben auch auf Zifferblättern vorkommen. Letzteres ist vor allem dadurch begründet, dass römische Ziffern besonders gut zu einem klassischen, eleganten Design passen, wie es beispielsweise für Dresswatches sehr beliebt ist.</p>
<h2>&#8220;IV&#8221; oder 4 Striche: die römische 4 auf Uhren</h2>
<p style="text-align: justify;">Wer sich eine Uhr mit römischen Ziffern genauer ansieht, wird sich dabei möglicherweise wundern, dass die Ziffer 4 dort nicht als IV dargestellt wird, wie es eigentlich zu erwarten wäre, sondern durch 4 Striche: IIII. Zwar gibt es auch Uhren mit einer &#8220;richtigen&#8221; römischen Vier, aber in etwa 90 Prozent aller Fälle sind an ihrer Stelle die 4 Striche zu sehen. Fakt ist, dass diese Darstellungsweise historisch gewachsen und keine Erfindung der Gegenwart ist. Sie findet sich nicht nur bei Armband-, Taschen- oder Wanduhren, sondern auch schon an Turmuhren, die bereits einige Jahrhunderte alt sind. Eine weit verbreitete Erklärung dafür lautet, dass in der römischen Antike der Buchstabe I zugleich auch die Funktion des heutigen Buchstaben J hatte und das V zugleich auch als U diente.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/rolex-datejust-31-178271-18.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19920 size-full" title="Rolex Datejust 31 | Damenuhr | Edelstahl / 18kt Roségold" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Rolex-Datejust-31-Damenuhr-Edelstahl-18kt-Rosegold.jpg" alt="Rolex Datejust 31 Damenuhr Edelstahl 18kt Rosegold" width="300" height="470" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Rolex-Datejust-31-Damenuhr-Edelstahl-18kt-Rosegold.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Rolex-Datejust-31-Damenuhr-Edelstahl-18kt-Rosegold-191x300.jpg 191w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">In lateinischen Inschriften an älteren Gebäuden oder auf Grabmälern finden sich heute noch unzählige Belege dafür. Die &#8220;echte&#8221; römische Vier hätte demnach auch als &#8220;JU&#8221; gelesen werden können. Dies sei eine Abkürzung für den Namen des römischen Gottes Jupiter gewesen, der in der römischen Mythologie eine ähnliche Rolle als oberster Gott spielte wie der &#8220;Göttervater&#8221; Zeus in der griechischen Mythologie. Sein Namenskürzel JU einfach zwischen die anderen, &#8220;gewöhnlichen&#8221; Zahlen auf einem Zifferblatt zu setzen, wäre Blasphemie gewesen und habe sich daher quasi von selbst verboten, so die häufig zu hörende Erklärung.</p>
<h2>Alternativen zur Jupiter-These</h2>
<p style="text-align: justify;">So einleuchtend die Begründung klingen mag, gibt es doch einige Gründe, die an der Jupiter-These zweifeln lassen. Eines der wichtigsten Gegenargumente lautet, dass die Verehrung Jupiters nach dem Niedergang des Römischen Imperiums kaum noch eine Rolle spielte. Zudem habe sich die Subtraktionsschreibweise, bei der kleinere Ziffern, die links neben eine größere Ziffer geschrieben werden, von dieser abzuziehen sind, erst während des Mittelalters durchgesetzt und sei zudem bei Inschriften kaum üblich.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/nomos-glashuette-club-38-campus-735.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19930 size-full" title="NOMOS Glashütte Club 38 Campus in der Version 735 mit Stahlboden" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/NOMOS-Glashuette-Club-38-Campus-in-der-Version-735-mit-Stahlboden.jpg" alt="NOMOS Glashuette Club 38 Campus in der Version 735 mit Stahlboden" width="278" height="470" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/NOMOS-Glashuette-Club-38-Campus-in-der-Version-735-mit-Stahlboden.jpg 278w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/NOMOS-Glashuette-Club-38-Campus-in-der-Version-735-mit-Stahlboden-177x300.jpg 177w" sizes="auto, (max-width: 278px) 100vw, 278px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Teil wird auch damit argumentiert, dass es sich um eine Tradition handele, die auf frühe Turmuhren zurückgehe. Bei diesen habe man die 4 Striche verwendet, und diese Darstellungsweise sei dann später aus Traditionsgründen immer wieder so übernommen worden. Allerdings lassen sich auch unter frühen Uhren Gegenbeispiele finden.</p>
<h2>Nur eine Vorliebe des Sonnenkönigs oder besser lesbar?</h2>
<p style="text-align: justify;">Ein weiterer Erklärungsansatz geht davon aus, dass der als Sonnenkönig bekannt gewordene Ludwig XIV. von Frankreich die Schreibweise mit vier Strichen bevorzugte und deshalb darauf bestanden habe, dass sie von Uhrmachern in seinem Einflussbereich so verwendet wurde. Ebenso gut ist es allerdings möglich, dass es keine individuelle Vorliebe des französischen Monarchen war, sondern ganz praktische Gründe für diese Lösung sprachen.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/nomos-glashuette-ludwig-205.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19935 size-full" title="NOMOS Glashütte Ludwig in der Version 205 mit Saphirglasboden" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/NOMOS-Glashuette-Ludwig-in-der-Version-205-mit-Saphirglasboden.jpg" alt="NOMOS Glashuette Ludwig in der Version 205 mit Saphirglasboden" width="338" height="450" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/NOMOS-Glashuette-Ludwig-in-der-Version-205-mit-Saphirglasboden.jpg 338w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/NOMOS-Glashuette-Ludwig-in-der-Version-205-mit-Saphirglasboden-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 338px) 100vw, 338px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zum einen ist die Gefahr einer Verwechslung mit der VI geringer, die ja auf dem Zifferblatt relativ nahe bei der Vier steht. Insbesondere bei Zifferblättern, bei denen die unteren Ziffern schräg oder auf dem Kopf stehen, ist es sicherlich leichter, Vier und Sechs auf einen Blick auseinanderzuhalten, wenn die römische 4 auf Uhren nicht ebenfalls aus einem I und einem V zusammengesetzt wird. In jedem Fall hat die Tradition der viergestrichenen römischen Vier sich bis heute bei bekannten Uhrenmarken gehalten: Dies sieht man auf der <u><a tabindex="-1" title="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/datejust-31/" href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/datejust-31/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Rolex Datejust 31</a></u> genauso wie auf der <u><a tabindex="-1" title="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/pearlmaster-29/" href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/pearlmaster-29/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" class="broken_link">Pearlmaster</a></u> oder <u><a tabindex="-1" title="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/chopard/l.u.c-collection/l.u.c-1937-classic/" href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/chopard/l.u.c-collection/l.u.c-1937-classic/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Chopards LUC 1937 Classic</a></u>.</p>
<h2>Sparsamkeit oder Ästhetik: zwei weitere mögliche Gründe</h2>
<p style="text-align: justify;">Andere Historiker glauben, dass die Verwendung einer aus vier Strichen bestehenden Vier vor allem wirtschaftliche Gründe hatte. Denn um Stundenindizes für ein Zifferblatt mit IIII zu gießen, muss das I zwanzig Mal gegossen werden, während von V und X jeweils vier Stück benötigt werden. Es genügt also, eine einzige Gussform mit vier I und je einem V und einem X herzustellen, und diese viermal nacheinander zu verwenden, um einen kompletten Satz Indizes zu produzieren. Mit drei I weniger und einem V mehr, wie sie für die &#8220;richtige&#8221; Schreibweise der Vier notwendig wären, ginge das nicht. Darüber hinaus werden auch ästhetische Gründe für die IIII ins Feld geführt.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/omega-constellation-brushed-quarz-mini-123.10.24.60.02.001.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19939 size-full" title="Omega Constellation Brushed Quarz Mini in der Version 123.10.24.60.02.001 in Edelstahl" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Omega-Constellation-Brushed-Quarz-Mini-in-der-Version-123-10-24-60-02-001-in-Edelstahl.jpg" alt="Omega Constellation Brushed Quarz Mini in der Version 123-10-24-60-02-001 in Edelstahl" width="282" height="470" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Omega-Constellation-Brushed-Quarz-Mini-in-der-Version-123-10-24-60-02-001-in-Edelstahl.jpg 282w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2020/12/Omega-Constellation-Brushed-Quarz-Mini-in-der-Version-123-10-24-60-02-001-in-Edelstahl-180x300.jpg 180w" sizes="auto, (max-width: 282px) 100vw, 282px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Vertreter dieser These weisen darauf hin, dass eine aus vier I gebildete römische 4 auf Uhren als Pendant zur VIII auf der linken Seite symmetrischer und ausgewogener wirke. Welche der genannten Thesen tatsächlich zutrifft, wird sich wohl niemals mehr mit hundertprozentiger Sicherheit klären lassen. Möglicherweise waren in verschiedenen Fällen auch unterschiedliche Gründe ausschlaggebend. Ein faszinierendes Stück Uhrengeschichte bleibt das Thema jedoch allemal.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/roemische-vier-auf-uhren/">Warum die römische Vier auf Uhren meist mit vier Strichen geschrieben wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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		<title>Beobachtungsuhren</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/beobachtungsuhren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 07:02:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fashion & Trends]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Die bekanntesten B-Uhren von damals und heute » Strenge Vorgaben und höchste Präzision im militärischen Einsatz: Die Geschichte der legendären Beobachtungsuhren reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und bildet eines der spannendsten Kapitel der Horologie. Geschaffen zur mobilen Standortbestimmung, entwickelten sie sich vom lebensnotwendigen Instrument neuzeitlicher Seefahrer zum verlässlichen Zeitanzeiger mutiger Weltkriegspiloten. Heute zeigt &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Die bekanntesten B-Uhren von damals und heute »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Strenge Vorgaben und höchste Präzision im militärischen Einsatz: Die Geschichte der legendären Beobachtungsuhren reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück und bildet eines der spannendsten Kapitel der Horologie. Geschaffen zur mobilen Standortbestimmung, entwickelten sie sich vom lebensnotwendigen Instrument neuzeitlicher Seefahrer zum verlässlichen Zeitanzeiger mutiger Weltkriegspiloten. Heute zeigt die Vielfalt moderner Kollektionen, dass der Mythos B-Uhr weiterlebt und Enthusiasten stärker begeistert als je zuvor. </strong></p>
<h2>Kompakt und verlässlich: Eine unverzichtbare Navigationshilfe</h2>
<p style="text-align: justify;">La Coruña, 5. Juni 1799: Alexander von Humboldt bricht zu seiner berühmten amerikanischen Forschungsreise auf, die über vier Jahre dauern sollte und zahlreiche Erkenntnisse naturwissenschaftlicher wie kultureller Art hervorbrachte. Zur Meisterung tausender Seemeilen trug eine bahnbrechende Innovation dieser Zeit entscheidend bei: B-Uhren. Wegen ihres typischen Einsatzgebiets auf Deck auch als Deckuhren bezeichnet, markierten sie dank ihres portablen Charakters eine entscheidende Verbesserung gegenüber den bisherigen Mitteln.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/ulysse-nardin-marine-grand-deck-6302-300-gd.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-19358 size-full" title="Ulysse Nardin Marine Grand Deck in der Version 6302-300/GD" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Ulysse-Nardin-Marine-Grand-Deck-in-der-Version-6302-300-GD-1.jpg" alt="Ulysse Nardin Marine Grand Deck in der Version 6302-300-GD" width="281" height="450" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Ulysse-Nardin-Marine-Grand-Deck-in-der-Version-6302-300-GD-1.jpg 281w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Ulysse-Nardin-Marine-Grand-Deck-in-der-Version-6302-300-GD-1-187x300.jpg 187w" sizes="auto, (max-width: 281px) 100vw, 281px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/ulysse-nardin-marine-grand-deck-6309-300-gd.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-19359 size-full" title="Ulysse Nardin Marine Grand Deck in der Version 6309-300/GD" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Ulysse-Nardin-Marine-Grand-Deck-in-der-Version-6309-300-GD-1.jpg" alt="Ulysse Nardin Marine Grand Deck in der Version 6309-300-GD" width="295" height="450" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Ulysse-Nardin-Marine-Grand-Deck-in-der-Version-6309-300-GD-1.jpg 295w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Ulysse-Nardin-Marine-Grand-Deck-in-der-Version-6309-300-GD-1-197x300.jpg 197w" sizes="auto, (max-width: 295px) 100vw, 295px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Diese bestanden in rein stationären, klobigen Seechronometern, mit denen die Positionsbestimmung des Schiffes zur komplexen Herausforderung wurde. Nun aber war es möglich, die mit einer Taschenuhr vergleichbare Deckuhr an verschiedenen Orten der Fregatte zur Längenberechnung und damit exakten Navigation einzusetzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die folgenden Jahrzehnte trugen massiv zur Etablierung der Beobachtungsuhr als Standardausrüstung eines jeden Seefahrers bei. Doch nicht nur im zivilen, sondern zunehmend auch militärischen Bereich erkannte man den hohen Nutzen des Präzisionsinstruments. Den Höhepunkt ihrer Popularität sollten B-Uhren in einem der dunkelsten Abschnitte der Menschheitsgeschichte erreichten: Dem Zweiten Weltkrieg.</p>
<h2>Die Geburt der modernen Beobachtungsuhren</h2>
<p style="text-align: justify;">Dabei bestimmten nicht etwa die Hersteller, sondern das Reichsluftfahrtministerium über die Eigenschaften der mächtigen Modelle: Ab 1940 für die Deutsche Luftwaffe produziert, sollten sie neben einer Größe von 55 mm auch die charakteristische Zwiebelkrone zur erleichterten Bedienung mit Handschuhen besitzen. Für das Zifferblatt wurden zwei Baumuster entwickelt, die beide über ein Dreieck mit zwei Punkten statt der arabischen Ziffer &#8220;12&#8221; verfügten. Während das Muster A jedoch die klassischen Ziffern 1 bis 11 besaß, zeichnete sich das Muster B durch die Hervorhebung der Sekunden in 5er-Schritten aus.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Sogar die Nummer der Bauanweisung 23883 musste bei den historischen Beobachtungsuhren am Gehäuserand eingraviert sein.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bis heute gelten diese Vorgaben als Grundlage einer jeden B-Uhr und formten einige der berühmtesten Instrumente des Zweiten Weltkriegs. Insbesondere die Marken Stowa, Laco, A. Lange &amp; Söhne sowie die Schweizer IWC brachten ihre Meisterstücke in die Cockpits an der Ost- und Westfront, wobei gut erhaltene Originalmodelle heutzutage echte Liebhaberpreise bis in den sechsstelligen Bereich erzielen. Gute Beispiele dafür sind die silbernen &#8220;Auf &amp; Ab&#8221;-Editionen von A. Lange &amp; Söhne, das Stowa Kaliber 5806 sowie die Laco B-Uhren mit dem Handaufzugswerk H 2700.</p>
<h2>Vom Lebensretter zum Liebhaberstück</h2>
<p style="text-align: justify;">Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts markierte den Untergang der traditionellen Beobachtungsuhren, beschleunigt durch die Entwicklung der wesentlich genaueren Quarzwerke und die Ausstattung sämtlicher Schiffe wie Flugzeuge mit GPS-Systemen. Doch obwohl die mechanischen Zeitanzeiger im rein praktischen Sinne &#8220;ausgedient&#8221; haben, leben sie in der horologischen Welt souverän weiter und erfreuen sich einer begeisterten Fangemeinde. So verwundert es kaum, dass die Wiedergeburt der B-Uhren im 21. Jahrhundert von vielen renommierten Manufakturen vorangetrieben wird.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/muehle-glashuette-terrasport-i-beobachter-m1-37-34-4-lb.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-19345 size-full" title="MÜHLE Glashütte Terrasport I Beobachter in der Version M1-37-34/4-LB" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/MUEHLE-Glashuette-Terrasport-I-Beobachter-in-der-Version-M1-37-34-4-LB.jpg" alt="MUEHLE Glashuette Terrasport I Beobachter in der Version M1-37-34-4-LB" width="278" height="450" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/MUEHLE-Glashuette-Terrasport-I-Beobachter-in-der-Version-M1-37-34-4-LB.jpg 278w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/MUEHLE-Glashuette-Terrasport-I-Beobachter-in-der-Version-M1-37-34-4-LB-185x300.jpg 185w" sizes="auto, (max-width: 278px) 100vw, 278px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/muehle-glashuette-terrasport-i-chronograph-m1-37-77-mb.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-19346 size-full" title="MÜHLE Glashütte Terrasport I Chronograph in der Version M1-37-77-MB" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/MUEHLE-Glashuette-Terrasport-I-Chronograph-in-der-Version-M1-37-77-MB.jpg" alt="MUEHLE Glashuette Terrasport I Chronograph in der Version M1-37-77-MB" width="266" height="450" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/MUEHLE-Glashuette-Terrasport-I-Chronograph-in-der-Version-M1-37-77-MB.jpg 266w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/MUEHLE-Glashuette-Terrasport-I-Chronograph-in-der-Version-M1-37-77-MB-177x300.jpg 177w" sizes="auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Ein sehr originelles Beispiel dafür stellt die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/muehle-glashuette/sport/terrasport/">Mühle Glashütte Terrasport 1</a> dar: Stolze 44 mm groß, folgt sie mit ihren überdimensionalen Ziffern dem historischen &#8220;Muster A&#8221; und verfügt über ein detailreich ausgearbeitetes, präzises Automatikwerk. Während letzteres mit seiner patentierten Spechthalsregulierung punktet, liefern die wahlweise schwarzen oder cremefarbenen Zifferblätter ein authentisches Abbild der originalen Beobachtungsuhren. Für Preise von unter 1.500 Euro bietet der sächsische Hersteller damit einen hochwertigen, zeitlosen und trotz seiner mächtigen Ausmaße komfortablen Einstieg in die Welt der funktionalen Klassiker – Bravo, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/muehle-glashuette/">Mühle Glashütte</a>!</p>
<h2>Das Gesicht des deutschen Uhrenbaus</h2>
<p style="text-align: justify;">Angesichts der heimischen Entstehungsgeschichte der B-Uhren ist es keine Überraschung, dass auch weitere deutsche Manufakturen zeitgemäße Interpretationen der funktionalen Bauweise präsentieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Konkurrenz bekommt die Terrasport 1 vor allem aus Frankfurt, wo die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/sinn/fliegeruhren/" class="broken_link">Sinn 856 B</a> in einer vergleichbar hohen Sorgfalt montiert wird. Auf 856 Stück limitiert, macht sie dem innovativen Ruf des 1961 gegründeten Herstellers alle Ehre: In einem für Beobachtungsuhren mikroskopischen Durchmesser von 40 mm vereint sie die Kratzfestigkeit der TEGIMENT-Technologie mit der Funktionssicherheit der Ar-Trockenhaltetechnik und bietet darüber hinaus einen gewaltigen Magnetfeldschutz bis 80.000 A/m. Nicht schlecht, vor allem angesichts der moderaten Preispolitik: Für unter 2.000 Euro wechselt die fortschrittliche „Deckuhr“ ihren Besitzer.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/sinn-856-b-856.012.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-19351 size-full" title="Sinn 856 B in der Version 856.012" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Sinn-856-B-in-der-Version-856-012.jpg" alt="Sinn 856 B in der Version 856-012" width="321" height="450" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Sinn-856-B-in-der-Version-856-012.jpg 321w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/11/Sinn-856-B-in-der-Version-856-012-214x300.jpg 214w" sizes="auto, (max-width: 321px) 100vw, 321px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wer zu höheren Investitionen bereit ist, sollte über eine Rückreise nach Sachsen nachdenken – hier wartet die <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/glashuette-original/senator-edition/observer/">Original Glashütte Senator Observer</a> für rund 7.000 Euro mit unerreichtem Luxus in der Welt der Beobachtungsuhren auf. Sämtliche ihrer Komponenten, inklusive dem kunstvoll verzierten Kaliber 100-14, entstehen in Handarbeit und ergeben zusammen eine regelrechte Symphonie der Präzision.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Mittelpunkt der 44 mm großen Edition steht ihr Zifferblatt, das dem sonst so funktionalen Stil der B-Uhren etwas mehr Ästhetik und Gediegenheit verleihen möchte. Es wirkt fast so, als wollte sie dem geborenen Barbaren Manieren beibringen. Sogar mit Erfolg: Trotz der feinen Gangreserveanzeige, dem komplexen Panoramadatum und der kleinen Sekunde ist sie zweifelsfrei als Nachfahre der einstigen Deckuhren erkennbar.</p>
<h2>Fazit: Große Uhrengeschichte zum Anfassen</h2>
<p style="text-align: justify;">Von den Zeiten Humboldts bis heute hat sich die Rolle der Beobachtungsuhren radikal verändert. Früher noch als wegweisende Technologieträger geschätzt, erreichen sie die digitale Präzision des 21. Jahrhunderts nicht einmal mehr ansatzweise.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Als lebendiger Spiegel eines über 200-jährigen Abschnitts der Horologie tragen sie jedoch entscheidend zur heutigen Vielfalt der Branche bei, was ihre Existenzberechtigung und Faszination gleichermaßen erklärt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Bewegende Geschichte am Handgelenk – für uns steht fest, dass die B-Uhren auch noch zukünftige Generationen von Enthusiasten in ihren Bann ziehen werden.</p>
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		<title>Louis Leroy</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/louis-leroy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Apr 2019 13:13:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Automatik]]></category>
		<category><![CDATA[Automatikuhren]]></category>
		<category><![CDATA[Louis Leroy]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Pionier der modernen Automatik-Uhr » Fortschrittlich, zuverlässig und genial – das Automatikwerk ist zweifelsohne die wichtigste Grundlage der modernen Horologie. Erst mit seiner Erfindung zu Beginn der 1920er-Jahre konnte jener Wachstumsprozess beginnen, der die Uhrenindustrie zu ihrer heutigen Größe geführt hat. Louis Leroy, ein französischer Uhrmacher, zählt zu den entscheidenden Wegbereitern der Innovation. Begeben &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/louis-leroy/">Louis Leroy</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Pionier der modernen Automatik-Uhr »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fortschrittlich, zuverlässig und genial – das Automatikwerk ist zweifelsohne die wichtigste Grundlage der modernen Horologie. Erst mit seiner Erfindung zu Beginn der 1920er-Jahre konnte jener Wachstumsprozess beginnen, der die Uhrenindustrie zu ihrer heutigen Größe geführt hat. Louis Leroy, ein französischer Uhrmacher, zählt zu den entscheidenden Wegbereitern der Innovation. Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die uns die Anfänge der Automatikuhr und die Lebensgeschichten zweier faszinierender Pioniere näherbringen wird. </strong></p>
<h2>Leroy: Ein prominenter Name der Uhrengeschichte</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Anfänge der Dynastie reichen bis ins Jahr 1785 zurück, als der 1765 geborene Chronometermacher Bazile-Charles Leroy seine Uhrenmanufaktur nahe des Pariser Palais Royal eröffnete. Als &#8220;Uhrmacher der Könige&#8221; bekannt, nahm er seinen Sohn Louis-Charles im Jahr 1828 in seinen Betrieb auf, der fortan unter dem Namen &#8220;Leroy et Fils&#8221; operierte. Nach dem Tod Bazile-Charles´ im Jahr 1839 verkaufte sein Sohn ihn an den Fabrikanten und Erfinder Georges Casimir Halley des Fontaines, der ihn im Jahr 1879 wiederum an seinen Sohn Jules übergab. Louis Leroy, der trotz des gleichen Namens nicht mit dem ursprünglichen Firmengründer Bazile-Charles verwandt war, fungierte als Geschäftspartner Jules Halley des Fontaines und setzte die Tradition hochwertiger Taschenuhren und Marinechronometer des Unternehmens fort.</p>
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<p style="text-align: justify;">Beide Familien, sowohl die des Firmengründers Bazile-Charles als auch jene von Louis Leroy, sind übrigens nicht mit dem berühmten Uhrmacher Julien Le Roy und seinem Sohn Pierre Le Roy verwandt. Während Julien als Hofuhrmacher Ludwig XV. in die Geschichtsbücher einging, entwickelte Pierre zusammen mit Ferdinand Berthoud die ersten Chronometerhemmungen.</p>
<h2>Perfektion und Leidenschaft: Der Weg zum Erfolg</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Einstieg Leroys in die Pariser Manufaktur stiegen die ohnehin schon hohen Qualitätsstandards ein weiteres Mal. Dabei erstaunten nicht nur die für ihre Zeit ungewöhnlich hohen Zuverlässigkeits- und Präzisionswerte, sondern auch die Komplexität der Zeitanzeiger. Um die Grenzen des technisch Möglichen zu demonstrieren, entwarf Leroy im Jahr 1901 die Taschenuhr &#8220;01&#8221;, die mit 975 Einzelteilen das komplizierteste Meisterwerk ihrer Zeit war. Sie verfügte nicht nur über die üblichen Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger, sondern besaß zusätzlich eine Wochentags-, Monats-, Jahres- und Mondphasenanzeige sowie weitere Anzeigen für die Jahreszeiten, die Sonnenwende und den Sonnenaufgang wie -untergang. In der Weltzeituhr waren zusätzlich ein Hygrometer, Thermometer, Barometer, Altimeter sowie ein Kompass verbaut, womit sie bis heute zu den faszinierendsten Uhren aller Zeiten gehört. Sie ist im Musée du Temps im französischen Besançon ausgestellt.</p>
<figure id="attachment_16693" aria-describedby="caption-attachment-16693" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-16693 size-full" title="Vintage-Taschenuhr" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/taschenuhr-vintage.jpg" alt="taschenuhr-vintage" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/taschenuhr-vintage.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/taschenuhr-vintage-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-16693" class="wp-caption-text">© Andrey Armyagov – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Angesichts dieser Leistungen verwundert es kaum, dass Leroy im Jahre 1906 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt wurde, die auch heutzutage noch die ranghöchste Auszeichnung Frankreichs ist. Als &#8220;Horloger de la Marine&#8221; belieferte er nicht nur wohlhabende Kunden, sondern auch das französische Militär mit seinen Zeitanzeigern. Und als seine Uhren um 1922 erstmals die unscheinbare Aufschrift &#8220;Systeme de remontage&#8217;automatique&#8221; trugen, erzielte der Pionier seine wohl größte Leistung: Das Automatikwerk war geboren.</p>
<h2>In Frankreich entworfen, in England verbessert</h2>
<p style="text-align: justify;">Es dauerte nur vier Jahre, bis im Jahr 1926 die weltweit erste Serienproduktion automatischer Armbanduhren erfolgte. Wie es soweit kommen konnte? Neben Leroy arbeitete auch der englische Chronometermacher John Harwood an der Verbesserung der damaligen Uhren. Er realisierte, dass Staub und Feuchtigkeit die entscheidenden Gründe für die Ungenauigkeit der meisten Zeitanzeiger waren und hatte sich zum Ziel gesetzt, ein Modell mit integriertem Aufziehmechanismus zu entwickeln. Dadurch sollte das Öffnen des Gehäuses überflüssig und ein optimaler Schutz der feinen Mechanik gewährleistet werden.</p>
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<p style="text-align: justify;">Zur Registrierung seiner Erfindung reiste er im Jahre 1923 nach Bern, um dem &#8220;Weltzentrum des Uhrenbaus&#8221;, wie die Schweiz schon damals bezeichnet wurde, so nahe wie möglich zu sein.</p>
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<p style="text-align: justify;">Nur ein Jahr später erhielt er das Patent für seine bahnbrechende Innovation und präsentierte auf der Basler Handelsmesse 1926, dem Vorläufer der modernen Baselworld, die weltweit erste serienproduzierte, automatische Armbanduhr. Seine &#8220;Harwood Watch Company&#8221; erlangte in den folgenden Jahren weltweite Berühmtheit, beendete die Produktion aber bereits im Jahr 1931, als Harwoods Patente ausliefen und seiner Firma die finanziellen Mittel zum Überleben der globalen Finanzkrise fehlten. Aufgrund ihrer historischen Bedeutung zählen die originalen Exemplare heutzutage zu den begehrtesten Sammlerstücken der Horologie.</p>
<h2>Die folgenden Jahrzehnte: Aufstieg und Fall einer globalen Branche</h2>
<p style="text-align: justify;">In Anerkennung seiner bedeutenden Leistungen für den Uhrenbau, aber auch für das französische Militär wurde Leroy im Jahre 1930 selbst zum Offizier ernannt und starb fünf Jahre später. John Harwood lebte nach dem Scheitern seiner Firma noch bis zum Jahr 1964 weiter und wurde nur wenige Jahre vor seinem Tod mit der Goldmedaille des British Horological Institute ausgezeichnet.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/omega-de-ville-prestige-co-axial-39-5mm-424.13.40.20.02.001.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-16699 size-full" title="Omega De Ville Prestige Co-Axial 39,5mm in der Version 424.13.40.20.02.001" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/Omega-De-Ville-Prestige-Co-Axial-395mm-Zifferblatt-silber.jpg" alt="Omega De Ville Prestige Co-Axial 39,5mm Zifferblatt silber" width="300" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/Omega-De-Ville-Prestige-Co-Axial-395mm-Zifferblatt-silber.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/Omega-De-Ville-Prestige-Co-Axial-395mm-Zifferblatt-silber-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-16700 size-full" title="Rolex Oyster Perpetual 36 | Zifferblatt: blau" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/Rolex-Oyster-Perpetual-36-Zifferblatt-blau.jpg" alt="Rolex Oyster Perpetual 36 Zifferblatt blau" width="300" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/Rolex-Oyster-Perpetual-36-Zifferblatt-blau.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/05/Rolex-Oyster-Perpetual-36-Zifferblatt-blau-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></center></p>
<p style="text-align: justify;">Die großen Leistungen beider Erfinder blieben jedoch erhalten und schufen die Grundlage für alles, was wir über die heutige Uhrenindustrie wissen. Denn nicht nur <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/rolex/">Rolex</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/breitling/">Breitling</a> und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/omega/">Omega</a>, sondern auch unzählige weitere Marken erlebten ihren größten Aufstieg ab den 1930er-Jahren, als sich neben der Vielzahl an Innovationen auch der Bedarf an präzisen Zeitanzeigern erhöhte – im zivilen wie militärischen Bereich. Doch der blühende Aufschwung der Schweizer Uhrenindustrie sollte ein jähes Ende finden, als die Quarzkrise zu Beginn der 1970er-Jahre mit voller Kraft zuschlug und den traditionellen Uhrenbau zu vernichten drohte.</p>
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<p style="text-align: justify;">Während die Schweizer weiterhin auf mechanische Uhren setzten, überfluteten vor allem japanische und amerikanische Hersteller den Markt mit günstigen Quarzuhren.</p>
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<p style="text-align: justify;">Wie wir heute wissen, ist eine Zerstörung des Schweizer Uhrenbaus glücklicherweise ausgeblieben. Ganz im Gegenteil: Als Swatch die Armbanduhr ab 1983 als modernes Accessoire präsentierte und quasi neu erfand, begann auch der Rest der Branche im &#8220;Watch Valley&#8221; des Jurabogens wieder zu florieren. Heute, fast 100 Jahre nach Erfindung des Automatikwerks, steht die Uhrenwelt vielfältiger und innovativer da als je zuvor. Wäre das auch möglich, wenn Leroy nie gelebt hätte? Wir werden es wohl nie erfahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/louis-leroy/">Louis Leroy</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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