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Tissot Live Timing

« Technologie zur Zeitnahme »

Als offizieller Zeitnehmer der Tour de France, der Vuelta a España und zahlreicher anderer Radrennen trägt die Uhrenmarke Tissot eine entscheidende Verantwortung bei der Ermittlung präziser Resultate. Für Verlässlichkeit in Echtzeit sorgt dabei die sogenannte „Live Timing“-Technologie, basierend auf einer Reihe hochmoderner Instrumente und Systeme. Erfahren Sie, wie die Zeitnahme bei den prestigeträchtigsten Wettbewerben funktioniert und was die Schweizer Uhrenmarke mit der Sportwelt verbindet.

Transponder, Computer und Kameras

Extreme Genauigkeit, blitzschnelle Verarbeitung und bloß keine Fehler – um eine reibungslose Zeitmessung bei der weltberühmten Tour de France zu gewährleisten, setzt das Tissot Live Timing System auf ein Zusammenspiel aus Transpondern und Kameras. Das Ganze funktioniert so: Am Fahrrad des Sportlers befindet sich ein modernes Funkgerät, das beim Überfahren der Ziellinie seine Identifikation erlaubt und das entsprechende Signal an einen Zeitnahme-Computer im „Chronopole“ genannten Kontrollraum sendet.

Dieser ist zusätzlich mit mehreren Hightech-Kameras ausgestattet, die auf der „Photofinish“-Technologie des Schweizer Uhrenherstellers basieren und bis zu 10.000 Bilder pro Sekunde aufnehmen.

Das erlaubt nicht nur die millimetergenaue Erfassung der Radfahrer, sondern auch die unverzögerte Weiterleitung aller Daten an die globalen Medien zur Veröffentlichung. Entscheidend beim Live Timing ist darüber hinaus die Kooperation zwischen Zeitnehmern und Jury, beispielsweise wenn die gemessene Zeit eines Teilnehmers aufgrund einer Strafe erhöht werden muss.

Tissot T-Race Touch Tour de France in der Version T081-420-97-057-07 Tissot T-Sport Chrono XL Classic Tour de France Edition in der Version T116-617-16-057-01

Eine zusätzliche Herausforderung des über 3500 Kilometer langen französischen Radrennens besteht im ständig neuen Aufbau der Infrastruktur zur Zeitmessung – jeden Morgen sorgt ein mehrköpfiges Team für die entsprechende Installation. Erst dadurch wird der Einsatz von „Time Trial“ möglich, einem Teilsystem des Live Timing, das für die korrekte Festhaltung von Zwischenzeiten sorgt.

Von Bahnrad bis Mountain Bike: Tissot im Radsport

Doch nicht nur bei der „Grande Boucle“, sondern auch beim spanischen Straßenrennen Vuelta liefert diese Technologie ausnahmslos exakte und aktuelle Werte. Seit 1955 alljährlich ausgetragen, sind die 21 Etappen des traditionell in Madrid endenden Wettbewerbs vor allem für ihr welliges Profil sowie teils extreme Anstiege bekannt – was für die Sportler eine extreme Herausforderung darstellt, ändert die Arbeit der Zeitnehmer nur unwesentlich.

Tissot PRC200 Tour de France in der Version T055-417-17-057-01 Tissot T-Race Tour de France in der Version T092-417-17-111-00

Dennoch ist der Schweizer Hersteller regelmäßig mit der Anpassung seiner Messtechniken konfrontiert, was aus seinem umfangreichen Engagement in nahezu allen Bereichen des Radsports resultiert. So wird Live Timing bei den Bahnrad-Veranstaltungen des UCI Track Cycling World Cup, auf den Mountain-Bike-Strecken der UCI MTB World Championships sowie während der UCI BMX World Championships eingesetzt.

In Kooperation mit der französischen Amaury Sports Organisation (A.S.O.) möchte Tissot aber nicht nur hochwertige Zeitmessung liefern, sondern auch die Begeisterung für den Radsport fördern und dabei selbstverständlich die eigene Präsenz erhöhen. Um einen kurzfristigen Trend handelt es sich dabei keineswegs: Bereits seit über 50 Jahren fungiert die Marke als offizieller Zeitnehmer diverser Radrennen und arbeitet dabei eng mit dem Weltradsportverband UCI zusammen.

Eine Kooperation, die Früchte trägt

Während Live Timing in den ranghöchsten Veranstaltungen der Sportwelt zum Einsatz kommt, sollen die Armbanduhren der Swatch-Marke vor allem beim Kunden ankommen. In den vergangenen Jahren ist es dabei hervorragend gelungen, eine Brücke zwischen beiden Welten zu bauen: So denkt man beim Namen des Herstellers an Schweizer Qualitätsstandards zum erschwinglichen Preis und assoziiert die Produkte aus Le Locle gleichzeitig mit jener Präzision, die bei der Messung berühmter Radrennen vonnöten ist.

Tissot T-Touch Expert Solar Tour de France 2019 Special Edition in der Version T091-420-47-057-04 Tissot T-Touch Expert Solar Tour de France 2019 Special Edition in der Version T091-420-47-207-04

Zudem lanciert das 1853 gegründete Unternehmen regelmäßig Sonderkollektionen, die eine zusätzliche Verbindung zur jeweiligen Sportart schaffen. Ein aktuelles Beispiel dafür bildet die T-Race Cycling Tour de France 2019 Special Edition: So soll die auf einem Carbon-Ring sitzende Aluminiumlünette des Quarz-Chronographen eine Felge darstellen, während die Drücker im Stile moderner Bremsgriffe gehalten sind. Abgerundet durch das Logo des berühmten Radrennens auf dem Gehäuseboden, richtet sich der Zeitanzeiger explizit an Enthusiasten des Radsports. Das Modell, eine von vier Sondereditionen anlässlich der Grande Boucle 2019, ist Teil einer ganzen Reihe dynamisch orientierter, im Preisbereich unter 500 Euro angesiedelter T-Race-Editionen.

Experte der offiziellen Zeitnahme

Zurück zu Tissot Live Timing: Denn nicht nur bei Radrennen, sondern auch in zahlreichen weiteren Sportarten ist der Schweizer Hersteller als Zeitnehmer gefragt. So zeigt die Marke einen umfassenden Einsatz im Basketball, wie ihre Kooperation mit dem Weltverband FIBA und der amerikanischen NBA unter Beweis stellt; erst kürzlich konnte Tissot seine Technologie bei den 18. Basketball-Weltmeisterschaften in China anwenden.

Zusätzliche Partnerschaften mit der Motorrad-Weltmeisterschaft MotoGP, dem Rugby-Turnier Six Nations und der Swiss Ice Hockey Federation veranschaulichen die insgesamt enge Verbindung des Unternehmens zur Sportwelt – und nicht zuletzt das breite Einsatzfeld von Live Timing.

Selbstverständlich ist Tissot nicht die einzige Instanz, wenn es um präzise Zeitmessung geht: Tag Heuer, Rolex, Breitling und Omega sind nur wenige Beispiele berühmter Hersteller, die ihre Namen auf prestigeträchtigen Events präsentieren und dabei als Zeitnehmer mit modernen Live-Timing-Systemen fungieren.

Doch diese (nicht zuletzt wirtschaftlich lukrativen) Kooperationen gehen weit über reines Marketing hinaus – es ist die stetige Weiterentwicklung moderner Zeitmessinstrumente, von der Uhrenliebhaber am meisten profitieren.

Denn wo immer die beste, verlässlichste Zeitnahme benötigt wird, wo brandneue Technologien allmählich den Weg ans Handgelenk finden, da bleibt eine unvergleichliche Branche am Leben. Eine Branche, die kaum vor einer spannenderen Zukunft als den nächsten Jahren stehen könnte.

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