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Omega und Olympia

« Das Erbe der Zeitnahme »

Die Marke Omega ist eng mit dem Sport verbunden. Dies beruht auf umfangreichen Sponsoringaktivitäten ebenso wie auf der Präsenz der Marke als Zeitnehmer bei renommierten Sportveranstaltungen, insbesondere bei den Olympischen Spielen. Diese Aktivitäten, die sich inzwischen bereits über mehrere Jahrzehnte erstrecken, bilden mittlerweile eine bemerkenswerte Konstante in der Geschichte des Unternehmens. Das spiegelt sich auch in den Kollektionen der Marke wider, die immer wieder durch besondere Omega Olympia-Editionen bereichert werden.

Los Angeles 1932: Omega geht bei Olympia an den Start

Als die Sommerspiele im Jahr 1932 in Los Angeles stattfanden, war dies zugleich die Premiere für Omega als olympischer Zeitnehmer. Vorausgegangen waren zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 80 Jahre Firmengeschichte. Im Laufe dieser Zeit hatte sich das Unternehmen immer stärker auf die Fertigung besonders hochwertiger und präziser Uhren fokussiert. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hatte sich die Marke zudem einen sehr guten Ruf als Anbieter von Uhren für spezielle Einsatzgebiete erworben. Neben Fliegeruhren und professionellen Taucheruhren gehörten dazu auch Sportuhren.

Unmittelbar für den ersten Auftritt auf der olympischen Bühne hatte sich die Marke nach einer bereits seit 1925 anhaltenden Kooperation mit Tissot zur Société Suisse pour l’Industrie Horlogère zusammengeschlossen, meist nur kurz als SSIH-Gruppe bezeichnet. Im Olympiajahr 1932 war schließlich noch die Firma Lemania hinzugekommen. Die Funktion als offizieller Zeitnehmer bei allen olympischen Disziplinen in Los Angeles trug erheblich dazu bei, die internationale Reputation der Marke zu stärken und war zugleich der Auftakt für ein Engagement, das immer wieder von wegweisenden Innovationen geprägt war.

Omega als Motor des Fortschritts in der Uhrentechnik und im Sport

Einen besonderen Meilenstein stellten in diesem Zusammenhang die Olympischen Spiele des Jahres 1952 in Helsinki und Omegas erneute Tätigkeit als Zeitnehmer dar. Damals setzten die Schweizer als erstes Unternehmen in der Geschichte Technik zur elektronischen Zeitmessung im Sport ein. Omegas Zeit-Recorder, der eigens für diesen Zweck entwickelt und damals zum ersten Mal bei einem internationalen Sportereignis eingesetzt worden war, markiert insofern nicht nur eine wichtige Weiterentwicklung der Uhrentechnik, sondern auch einen entscheidenden Schritt in der Geschichte des Sports. Zu den maßstabsetzenden Entwicklungen auf diesem Gebiet zählten zum Beispiel das OMEGAscope und das contact pad, das für die Zeitnahme beim Schwimmen verwendet wird, sowie die Fotofinish-Kamera Scan’O’Vision.

Auch in der jüngsten Vergangenheit, bei den Olympischen Spielen der Jahre 2012 und 2016 in London beziehungsweise in Rio de Janeiro war die Marke mit dem Vollendung und Perfektion symbolisierenden griechischen Buchstaben wiederum – und nunmehr bereits 27 Mal – als olympischer Zeitnehmer vor Ort dabei. Kein Wunder, dass das Unternehmen diesen Umstand stolz auf seiner Website hervorhebt und betont, jeweils von der Startlinie bis hin zur Anzeigetafel für jede einzelne Sekunde in jedem Wettkampf verantwortlich gewesen zu sein.

Zeitnahme im Wandel der Zeit

Die rasante Entwicklung der Technik macht übrigens ein interessanter Vergleich auf anschauliche Weise deutlich: Zur Olympiade 1932 hatte man noch einen einzigen Uhrmacher ins ferne Kalifornien entsandt, der in seinem Gepäck 30 Schleppzeigerchronographen mit sich führte. Heute dagegen ist ein ganzes Heer von Spezialisten erforderlich, um die gesamte Technik vor Ort zu installieren, zu bedienen und zu warten.

Und statt der 30 Chronographen summiert sich die Ausrüstung, die an den Austragungsort gebracht werden muss, heute auf rund 450 Tonnen.

Omega Olympia Editionen – bei vielen Uhrenfans beliebt und begehrt

Inzwischen ist es gute Tradition, dass anlässlich der Olympischen Spiele auch eine Omega Olympia Edition aufgelegt wird. Die Modelle dieser Reihe erfreuen sich bei vielen Uhrenliebhabern großer Beliebtheit und finden sich inzwischen in zahlreichen Uhrensammlungen. Typischerweise handelt es sich dabei um ausgewählte Modelle der aktuellen Kollektion, die sich von den anderen Versionen durch bestimmte Details in Design und Farbgebung unterscheiden, während die technischen Daten im Wesentlichen dem jeweiligen „Basismodell“ entsprechen.

Seamaster Diver 300 M „RIO 2016“

Anlässlich der Olympiade in Rio de Janeiro 2016 wurde beispielsweise die Seamaster Diver 300 M „RIO 2016“ als Omega Olympia Edition kreiert. Sie zeichnet sich schon auf den ersten Blick durch eine schwarze, polierte Keramiklünette mit Ziffern in den Olympischen Farben aus. Auf den zweiten Blick fällt zudem das Wellenmuster des Zifferblatts auf, das vom üblichen Zifferblattdesign der Seamaster etwas abweicht, und an das legendäre Mosaik des Gehwegs entlang der Copacabana erinnert. Den verschraubten Gehäuseboden ziert eine Gravur mit dem Logo der Olympischen Spiele. Zudem ist dort die Nummer des Exemplars der auf 3.016 Stück limitierten Auflage vermerkt.

Seamaster Bullhead „Rio 2016“

Eine weitere aktuelle Omega Olympia Edition ist die Bullhead „Rio 2016“. Sie fällt bereits durch ihren markanten Stil und ihr besonderes Design auf.

Das blaue Lederarmband dieser Bullhead-Version ist in den Farben der olympischen Ringe abgesteppt, die auch auf der innen liegenden drehbaren Lünette erscheinen.

Speedmaster Mark II „Rio 2016“

Auch die Speedmaster Mark II gibt es in einer Olympia-Edition „Rio 2016“, die auf 2.016 Exemplare limitiert ist und damit auf das Jahr der Olympiade in Rio anspielt.

Hier finden sich nicht die olympischen Farben, sondern die Metalle der beiden Olympischen Spielen vergebenen Medaillen wieder. So hat dieser besondere Speedmaster-Chronograph drei Zähler mit Ringen aus Bronze, Gelbgold und Silber.

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