Ewiger Kalender

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Eine der faszinierendsten Komplikationen der Haute Horlogerie ist ein ewiger Kalender: Das mechanische Uhrwerk zeigt hier neben dem Datum auch den Monat, den Wochentag und die Mondphase an – und gilt bis zum Jahr 2100. Bis dahin braucht die Komplikation im Prinzip keine Korrektur. Wir stellen Ihnen eine der größten Herausforderungen der  Uhrmachermeister vor.

Die Schwierigkeit der großen Komplikation

Da der julianische Kalender, jedes Jahr elf Minuten länger dauerte als das Sonnenjahr, führte Papst Gregor XIII 1582 den nach ihm benannten gregorianischen Kalender ein und ist seit dieser Zeit die Basis unserer Zeitrechnung. Der Kalender ist, jedenfalls wenn er in mechanischen Luxusuhren eingebaut werden soll, ganz schön kompliziert: Die 365 Tage, die ein Jahr hat, dauern nämlich insgesamt 365,25 Tage. Diese sind in 12 unterschiedlich lange Monate unterteilt und alle vier Jahre muss um im Takt zu bleiben ein zusätzlicher Tag zur Korrektur zwischengeschaltet werden – der Schalttag am 29. Februar. Zudem wird etwa alle 100 Jahre ein Schaltjahr übersprungen, damit die im Jahr 1582 erstmals korrigierten elf Minuten zur Länge des Sonnenjahres ständig berichtigt werden.

Ein Meisterwerk der Komplikation

Ist in den Luxusuhren die Komplikation Ewiger Kalender eingebaut, die manchmal auch immerwährenden Kalender genannt wird, meistert sie unbeirrt und ohne jeden Fehler die richtige Reihenfolge der unterschiedlich langen Monate, ganz egal ob diese 28, 29, 30 oder 31 Tage lang sind. Er weiß, wann die Schaltjahre sind und wechselt das Datum selbstständig und zuverlässig. Dafür ist in seinem Inneren ein ausgeklügelter Mechanismus zuständig. Von Hand gefertigt, steuern in ihm die Programmräder mit ihren unterschiedlich tiefen Ausfräsungen den Lauf der Zeit.

Es gibt auf der ganzen Welt nur einige wenige Manufakturen, welche die für diese Komplikation notwendigen mechanischen Finessen beherrschen und wissen, wie diese großartigen und filigranen technischen Meisterwerke konstruiert werden müssen, so dass sie fehlerfrei funktionieren. Oft haben die Armbanduhren, die mit der Komplikation ausgestattet sind, zusätzlich eine Anzeige der Mondphasen und der Wochentage.

Breguet Classique Automatic Herrenuhr Roségold 39mm Mondphase Ewiger KalenderDie erste Uhr mit der ewigen Komplikation

1925 wurde die erste mechanische Armbanduhr mit einem Jahreskalender von Patek Philippe entwickelt. Im gleichen Jahr präsentierte allerdings auch die Genfer Manufaktur Breguet eine Armbanduhr mit einem Ewigen Kalender. Diese enthielt allerdings noch das Uhrwerk einer Taschenuhr, da Breguet erst vier Jahre später ein entsprechendes Kaliber entwickelte. Die Mechanik bei einem Ewigen Kalender muss in vier Jahren nicht nur die Längen der Monate, sondern auch das Schaltjahr berücksichtigen. Seit Anfang der 40er Jahre begann Patek Philippe mit der Serienfertigung von Luxusuhren mit der Mechanik, seit 1962 wird der Ewige Kalender gemeinsam mit einem Automatikwerk eingesetzt.

Armbanduhren für die Ewigkeit

Blancpain Villeret Mondphase Herrenuhr Stahl 40mm Mondphase Ewiger KalenderAuch die Manufaktur Blancpain verfügt über das große Know-how diese Königsdisziplin der Uhrenfertigung zu meistern – beispielsweise mit der Blancpain Villeret mit Mondphase und Ewigem Kalender. Die Sichel des Mondes zeigt zuverlässig die Phasen. Das Tragen einer Uhr mit Ewigem Kalender ist eine Verneigung von Liebhabern an die herausragende Konstruktionsleistung großer Uhrmacher und zeigt, dass moderne Luxusuhren Kunst und Handwerk vereinen. Von der Manufaktur Blancpain wurde die Kollektion der Villeret-Uhren deshalb 2010 neu aufgelegt und gilt als wichtige Referenz, wenn es um Armbanduhren mit Ewigem Kalender geht. Die Automatikuhr ist in einem Gehäuse aus Edelstahl untergebracht und zeigt neben Uhrzeit und Mondphasen auch das Datum, den Wochentag und die Zentralsekunde an.

Breguet Classique Automatic Herrenuhr Weißgold 39mm Mondphase Ewiger KalenderAuch die Classique Automatic hat die Vorzüge einer echten Breguet: Tradition, Klassik und Minimalismus vereinen sich mit einer raffinierten Mechanik im Gehäuse. Schöner können Luxusuhren nicht sein. Das zeitlose Design der mit viel Liebe zum Detail entwickelten Armbanduhren spricht schlicht für sich. Neben Uhrzeit und Datum werden die Wochentage und Monate angezeigt, Gangreserveanzeige, Mondphase und Ewiger Kalender ergänzen die Anzeigen und sind in einem formschönen Gehäuse aus Roségold untergebracht. Für alle, die eine klassische und gleichermaßen elegante Uhr suchen, sind die Armbanduhren von Breguet allererste Wahl. Mit Spannung erwarten die Kenner und Liebhaber mechanischer Luxusuhren jedes Jahr die Baselworld, auf der sich Breguet als eine der Top-5-Uhrenmanufakturen etabliert hat.

Glashütte Original Senator 40 Automatic Perpetual Calendar

Ein Ewiger Kalender ist in der Manufaktur Glashütte Original ein Klassiker, den es nicht nur mit silber-weißen, sondern auch blauen Zifferblättern gibt: Trifft hier das Licht auf das Zifferblatt, leuchtet das galvanische Blau in allen Facetten der Farbe. In der ursprünglichen Fassung mit dem silbernen Zifferblatt ist der Senator mit der Komplikation bereits zum Klassiker avanciert, der Datum und Wochentag ablesen lässt. In der Dunkelheit unterstützen Leuchtziffern und Leuchtindizes die leichte Lesbarkeit. Mit ihrem Durchmesser von 40 Millimetern lässt sich die Senator Perpetual Calendar nicht nur von gestandenen Herren, sondern auch von sportlich ambitionierten Damen tragen. Ein weiteres Feature dieser zauberhaften Uhr ist neben der Mondphase und dem Ewigen Kalender der Sichtboden.

Nochmals Glashütte

Auch die Glashütter Manufaktur A. Lange & Söhne Langematik Perpetual spielt mit im Konzert des großen Kalenders. Insgesamt 478 zum Teil winzige Einzelteile arbeiten im Gehäuse der A. Lange & Söhne Langematik Perpetual, zeigen die korrekte Zeit an und lassen sich dank des Saphirbodens sogar beobachten. Die Langematik Perpetual von A. Lange & Söhne ist eine der Uhren, die für die Haute Horlogerie eine Sternstunde bedeuteten – und das nicht nur wegen ihrer eingebauten Komplikation Ewiger Kalender. Sie ist die erste Uhr überhaupt, bei der eine Großdatumsanzeige mit der großen Komplikation eine automatische Uhr ergänzt.

Sämtliche Anzeigen des Kalenders lassen sich wahlweise gleichzeitig schalten oder können individuell korrigiert werden. 2001 zum ersten Mal präsentiert, wurde die Uhr sechs Jahre später in einer neuen Edition mit Rotgoldgehäuse und Silberzifferblatt wieder aufgelegt.

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