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BaselWorld-Neuvorstellungen im Fokus

« Am Messestand von Omega, Breitling und Tag Heuer »

Viel ist in den vergangenen Tagen und Wochen darüber spekuliert worden, welche neuen Uhrenmodelle die führenden Luxusuhrenanbieter in diesem Jahr bei ihrer Reise zur BaselWorld im Gepäck haben könnten. Einige namhafte Häuser übten sich lange Zeit in Zurückhaltung und legten erst zum Messestart ihre Karten auf den Tisch. Nachdem dieser nun vorüber ist, wissen Fachwelt und Uhrenliebhaber nun endlich mehr, und wir präsentieren den Lesern unseres Magazins drei aktuelle BaselWorld-Neuvorstellungen von Breitling, Omega und TAG Heuer.

Breitling erweitert das Sortiment um die Navitimer Super 8

Die spektakulärsten BaselWorld-Exponate des Fliegeruhrenspezialisten Breitling dürften dieses Jahr die fünf Modelle der neuen Kollektion Navitimer Super 8 sein. „Super 8“ hat dabei übrigens nichts mit dem seit Mitte der 1960er Jahre beliebten Schmalfilm-Format zu tun, sondern bezieht sich vielmehr auf den Namen der Abteilung „Huit Aviation“, die Willy Breitling 1938 in seinem Unternehmen eingerichtet hatte. Diese konzentrierte sich ganz auf die Entwicklung von Fliegeruhren und Bordinstrumenten, und die „8“ in ihrem Namen spielte auf die achttägige Gangautonomie der Instrumente an. Die bereits einige Wochen vor dem Beginn der BaselWorld angekündigten Neuvorstellungen haben somit einmal mehr einen engen Bezug zur Aviatik. Dieser besteht vor allem darin, dass das Design der neuen Kollektion unverkennbar ein früheres Breitling-Modell mit der Referenz 637 zitiert. Dabei handelte es sich um eine spezielle Stoppuhr für die Mitglieder von Bomberbesatzungen während des Zweiten Weltkrieges.

 Breitling Navitimer 01 Breitling Navitimer GMT

Diese wurde seinerzeit allerdings nicht als Armbanduhr am Handgelenk, sondern über der Fliegerkombi am Oberschenkel getragen. Wie für Fliegeruhren jener Zeit typisch, hatte man auch bei diesem Modell größten Wert auf optimale Ablesbarkeit und Ergonomie der Bedienung gelegt. Darüber hinaus zeichnete es sich durch seine Robustheit und hohe Widerstandsfähigkeit aus, vor allem gegenüber starken Beschleunigungen, Magnetfeldern, Temperaturschwankungen, Vibrationen und ständigen Lageänderungen. Die Beanspruchungen, denen Uhren beziehungsweise einzelne Komponenten im Rahmen von Testreihen der Abteilung „Huit Aviation“ von Breitling ausgesetzt wurden, gingen oftmals weit über das hinaus, was sie beim späteren Einsatz an Bord von Flugzeugen erwartete. Das reiche Erbe dieser für Breitlings Unternehmensgeschichte so entscheidenden Ära treten auch die Mitglieder der neuen Modellfamilie Navitimer 8 an. Diese umfasst einen Manufaktur-Chronographen mit dem hauseigenen Automatikkaliber B01, eine schlichte Drei-Zeiger-Uhr mit automatischem Aufzug und Anzeige des Tagesdatums, ein Modell mit einem zugekauften Chronographenwerk sowie jeweils eine Version mit Anzeige von Tagesdatum und Wochentag („Daydate“) beziehungsweise mit Zeitzonenfunktion („Unitime“). Langjährige Navitimer-Fans werden möglicherweise die charakteristische Rechenscheibenfunktion der Lünette vermissen, doch das neue, von Guy Bove entworfene Design sichert den neuen Modellen gleichwohl einen hohen Wiedererkennungswert.

Breitling Navitimer Heritage Breitling Navitimer World Breitling Navitimer Rattrapante

Omega: ein Klassiker wird 25 – und feiert in frischem Look

Verglichen mit Omega-Kollektionen wie Constellation oder Speedmaster ist die Seamaster Diver 300 M noch relativ jung, denn sie kam erst im Jahr 1993 auf den Markt. Doch in dem seither vergangenen Vierteljahrhundert haben sich die sportlich-robusten Taucheruhren eine feste Fangemeinde erworben. Den 25. „Geburtstag“ der Kollektion hat Omega nun zum Anlass genommen, die längst zum Klassiker avancierte Taucheruhrenlinie auf der BaselWorld 2018 in einem neuen, frischen Look erscheinen zu lassen. Die Erneuerung der sportlichen Kollektion beschränkt sich nicht auf reine Fassadenkosmetik; vielmehr hat Omega auch die in den Uhren verbaute Technik einer gründlichen Modernisierung unterzogen. Am Grunddesign und am sportlich-maritimen Charakter der Seamaster Diver 300 M hat sich nichts geändert, sie ist jedoch nun in deutlich mehr Farb- und Materialvarianten erhältlich als zuvor.

 Omega Seamaster 300 M Chrono Diver Omega Seamaster 300 M Chrono Diver

Insgesamt stehen 14 verschiedene Versionen zur Auswahl, davon sechs reine Edelstahlausführungen und acht Versionen, bei denen Edelstahl und Gold miteinander kombiniert wurden. Die Armbänder sind nun auch in schwarzem oder blauem Kautschuk erhältlich, und das traditionelle Metallband erhielt ein ergonomischeres Design sowie eine patentierte Streck- und Druckfaltschließe inklusive einer Taucherverlängerung. Der Gehäusedurchmesser hat im Vergleich zu den Vorgängermodellen leicht zugenommen und liegt bei 42 Millimetern. Die charakteristische Taucherlünette besteht nun aus Keramik, kombiniert mit einer Skala aus weißem Email oder Ceragold. Für hohe Präzision und zuverlässige Ganggenauigkeit sorgt das als Master Chronometer klassifizierte Kaliber 8800, das neben verbesserten Leistungsparametern auch einen höheren Schutz gegen die Einwirkung von Magnetfeldern bietet. Polierte Keramik verleiht den sportlichen Zifferblättern mit dem markanten Wellendesign eine besondere Eleganz. Die erhabenen Indizes sind ebenso wie die in ihrer Form dezent modifizierten Skelettzeiger und der Markierungspunkt auf der Lünette mit Superluminova beschichtet, um die Ablesbarkeit bei Dunkelheit zu ermöglichen. Neu gestaltet wurde zudem das nunmehr konisch geformte Heliumauslassventil bei der Zehn. Der Saphirglasboden gibt den Blick auf das Uhrwerk und den Aufzugsrotor frei.

  Omega Seamaster 300 M Chrono Diver Omega Seamaster 300 M Chrono Diver

Ob Action oder Cocktailparty – TAG Heuers neue Aquaracer für Ladies passt für beides

Von den diesjährigen BaselWorld-Neuvorstellungen aus dem Hause TAG Heuer verdient vor allem die neue Aquaracer Lady eine ausführlichere Erwähnung. Denn diese sportlich-elegante Damenuhr kombiniert perfekte Ästhetik, modernste Technologie und eine bemerkenswerte Robustheit auf eine Weise miteinander, mit der sie sich für nahezu jede Lebenslage empfiehlt. Vom Tauchen oder Surfen über den Alltag im Büro bis hin zur Cocktailparty wirkt diese Uhr niemals deplatziert und kommt mit allen Umweltbedingungen problemlos zurecht. Die neue Damenuhrenkollektion ist von TAG Heuer mit dem leistungsstarken Calibre 9 ausgestattet worden, einem modernen mechanischen Werk mit automatischem Aufzug. Das Design der auf der BaselWorld erstmals einem größeren Publikum präsentierten Aquaracer Lady orientiert sich unverkennbar an den übrigen Modelllinien der seit vielen Jahren erfolgreichen Aquaracer-Kollektion von TAG Heuer.

  Tag Heuer Aquaracer Quarz  Tag Heuer Aquaracer Quarz 32mm Tag Heuer Aquaracer Automatik

Zu ihren charakteristischen Merkmalen gehören die Lünette mit zwölf Facetten, die sechs polierten Bandanstöße und die mit weißer Leuchtmasse beschichteten Zeiger und Indizes, die auch unter Wasser und bei Dunkelheit sehr gut erkennbar und ablesbar sind. Da die Neuvorstellungen von TAG Heuer bis zu einem Druck von 30 Bar oder 300 Metern Tiefe wasserdicht sind, erfüllen sie die Anforderungen an professionelle Taucheruhren problemlos. Doch obwohl sie dafür konzipiert sind, auch unter extremen Umweltbedingungen mit unverminderter Präzision zu funktionieren, wirken sie elegant und feminin. Der Gehäusedurchmesser beträgt 32 Millimeter und die Zifferblätter sind wahlweise schwarz oder weiß. Einer besonders glamourösen Version der Aquaracer Lady hat TAG Heuer als Stundenindizes elf Diamanten von 1,4 Millimetern Größe mit 0,11 Karat spendiert. Die BaselWorld-Neuheit wird an einem komfortablen Armband aus Edelstahl getragen, bei dem die äußeren Glieder gebürstet, die mittleren hingegen poliert sind. Das charakteristische Aquaracer-Design sieht nicht nur gut aus, sondern garantiert den Uhren zudem einen hohen Wiedererkennungswert.

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