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Top 5 Uhrenbücher

« Der beste Lesestoff für Hobby-Uhrmacher und Liebhaber »

Egal ob Sammler, interessierter Bastler oder Historiker – wer eine Leidenschaft für die Welt der Zeitmessung pflegt, möchte mehr über die edlen Uhren erfahren, die so faszinieren. Was prägte die Geschichte der Lieblingsmarke? Und wie funktioniert ein Automatikwerk eigentlich im Detail? Die folgenden fünf Uhrenbücher schaffen detaillierte Einblicke in die Facetten der Uhren-Industrie und Ihre Geschichte und sind echte Empfehlungen für jeden Liebhaber.

„Die Uhr und ihre Funktion: Für Sammler und Liebhaber“

Nach Überwindung der Quarzkrise haben mechanische Zeitanzeiger eine Renaissance erfahren – selten waren Meisterstücke mit Automatik- und Handaufzugswerk gefragter als heute, alle Luxusmarken definieren sich über die Qualität dieser Konstruktionen.

In seinem Buch „Die Uhr und ihre Funktion: Für Sammler und Liebhaber“ (Heel Verlag) erklärt Autor Klaus Menny, welche Komponenten im Uhrwerk entscheidend sind und wie sie zusammenwirken.

Der Vorteil im Gegensatz zu manch anderer Uhrenliteratur: Selbst Laien können sich dank anschaulicher Erklärungen, Zeichnungen und Grafiken leicht in die Welt der Uhrmacherei einarbeiten und schnell zu talentierten Bastlern werden. Die Bestandteile der Uhrenlehre werden schrittweise aufgebaut: Nach anfänglichen Erklärungen bezüglich der Komponenten folgt beispielsweise ein Kapitel, das detaillierte Erklärungen zum Thema „Uhren reparieren“ liefert und erste Grundlagen für eigene Arbeiten am Uhrwerk schafft. In einem Exkurs wird darüber hinaus der Wandel von der mechanischen zur elektronischen Uhr erklärt – wer fachmännische Uhrenbücher sucht, kommt um dieses Werk nicht herum.

Die Uhr und ihre Funktion
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„Die erfolgreichsten Armbanduhren: Marken & Modelle“

Uhren sammeln – für Enthusiasten das Hobby ihres Lebens. Das Sparen für die nächste Anschaffung, die Aufregung vor der Konfiguration und dem Kauf der endgültigen Version sowie das erste Tragen des Traumstücks sind nur einige Schritte, die den Reiz des Sammelns ausmachen. „Die erfolgreichsten Armbanduhren: Marken & Modelle“ (Heel Verlag) von Herbert James ist ein hervorragendes Werk, um einen lebhaften Überblick über die Marken- und Modellvielfalt der Uhrenindustrie zu bekommen.

Audemars Piguet Royal Oak Double Balance Wheel Openworked 41mm Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph 42mm

Der Aufbau ist simpel und folgt dem Prinzip eines Lexikons: 20 Marken, unter anderem Audemars Piguet, Breitling, Omega und Rolex, sind alphabetisch sortiert. Zu Beginn einer Marke erfolgt eine verständliche Darstellung der Geschichte, woraufhin die erfolgreichsten Modelle in großen, naturgetreuen Bildern präsentiert werden. Über 600 Abbildungen bringen dem Leser die schönsten Ergebnisse der Uhrmacherei näher und verleiten dazu, immer noch eine Seite weiterzublättern.

Rolex Cosmograph Daytona Zifferblatt blau Rolex Day-Date Zifferblatt perlmutt

Vor allem für junge Enthusiasten, die eines Tages mal Armbanduhren sammeln möchten, ist dieses Druckwerk eine hervorragende Wahl im Bereich der Uhrenbücher. Wer ein ähnliches Konzept, allerdings mit stärkerem Fokus auf die Funktionsweise eines mechanischen Werks präferiert, findet mit „Armbanduhren: Technik – Funktionen – Design“ eine gute Alternative.

„Uhren als Kapitalanlage: Status, Luxus, lukrative Investition“

Die Welt der Kapitalanlagen ist groß: Das Spektrum reicht von Immobilien über Rohstoffe bis hin zu Aktien oder Anleihen. Uhrenbücher gibt es viele, aber Michael Brückner wählt in „Uhren als Kapitalanlage: Status, Luxus, lukrative Investition“ (FinanzBuch Verlag) einen völlig anderen Ansatz: Wie kann man gewinnbringend in die edlen Schmuckstücke investieren? Wer jetzt denkt, es handele sich um eine trockene Finanzberatung, liegt falsch – auf spannende Weise wird erklärt, welche Faktoren die Wertentwicklung einer Luxusuhr beeinflussen.

Anfangs geht das Buch näher auf den Einfluss der Marke ein – gibt es fundamentale Unterschiede oder kommt es vielmehr auf das Modell an? Darüber hinaus stellen Komplikationen und Materialien ein wesentliches Element dar – der Autor erklärt, welche Missverständnisse vorherrschen und was wirklich über Wertsteigerung oder -verfall entscheidet. Einzigartig im Bereich der Uhrenbücher ist ein umfassender Teil, der auf den sicheren Kauf, Verkauf und mögliche Fallen eingeht. „Uhren als Kapitalanlage“ – eine wirtschaftliche Uhrenlehre, deren Ratschläge jeder Uhrensammler kennen sollte.

Uhren als Kapitalanlage
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„Die Erfindung der Zeit“

„Die Erfindung der Zeit“ (Edition Fackelträger Verlag) von Wolfgang Blum darf in der „Top 5 Uhrenbücher“ nicht fehlen. In seiner Zeitreise von den Anfängen der Zeitmessung bis heute stellt er nicht nur technische, sondern auch philosophische Aspekte dar – was ist Zeit eigentlich? Verblüffende Antworten von Genies wie Platon, Newton oder Einstein werfen einen neuen Blick auf das Geschehen, wie wir es kennen. Auch diverse Arten der Zeitmessung, von astronomischen Methoden bis hin zum modernen Kalender, finden Einzug und erweitern das Allgemeinwissen.

Zu den Vorzügen des Buchs, das Fachgebiete wie Uhrmacherei oder Uhrenlehre eher oberflächlich anschneidet, gehören eine ansprechende Gestaltung und gute Verständlichkeit: Zahlreiche Bilder – die Uhrenbücher in der Form selten aufweisen – lassen das Erzählte lebendig werden und faszinieren Klein und Groß. Und vielleicht wird der passionierte Uhrensammler nach dem Lesen ja eine andere, tiefere Sicht auf seine Lieblingsstücke haben.

Die Erfindung der Zeit
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„Armbanduhren: Technik – Funktionen – Design“

Wer mechanische Armbanduhren liebt, findet mit „Armbanduhren: Technik – Funktionen – Design“ (Deutsche Verlags-Anstalt) von Ryan Schmidt eine umfassende, hervorragend bebilderte Ausführung. Mechanische Grundlagen, Komplikationen und bemerkenswerte Modelle werden in großen Abbildungen gezeigt und intuitiv erklärt. Das Werk ist also weder als Bilderbuch, noch als Fachbuch zum Thema „Uhren reparieren“ zu verstehen – die gelungene Mischung von Fach- und Basiswissen macht es für jeden Enthusiasten interessant.

Uhrenbücher für absolute Experten gibt es schließlich schon genug! Zudem verschafft es einen beinahe lückenlosen Überblick über den Markt – 90 Marken finden Einzug und ihre Bedeutung für die Geschichte der Uhrmacherkunst wird ersichtlich. Des Weiteren werden technische Besonderheiten wichtiger Modelle erklärt, sodass praktisch kein Thema unbehandelt bleibt. Fachkundige werden die detaillierten Abbildungen schätzen, während Neulinge einen umfassenden Gesamtüberblick über die Uhrenindustrie erhalten – der perfekte Einstieg in eine tolle Leidenschaft.

Teile einer automatischen Armbanduhr
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