Tudor oder Rolex

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Die Frage „Tudor oder Rolex?“ ist längst nicht mehr nur eine Frage des Preises, denn in den Augen vieler Uhrenliebhaber ist Tudor in den vergangenen Jahren immer mehr zu einer echten Alternative zur größeren und berühmteren Schwestermarke Rolex geworden. Wir haben uns in den aktuellen Kollektionen beider Marken umgesehen und ein paar Vorschläge zusammengestellt, welche Uhr für wen die Richtige sein könnte.

Gemeinsame Erfolgsgeschichte zweier renommierter Uhrenmarken

Zunächst einmal vorab: Ganz gleich, ob Sie Tudor oder Rolex wählen, in jedem Fall bekommen Sie hochwertige Schweizer Uhren von Marken, die seit fast 100 Jahren erfolgreich im Luxusuhren-Segment aktiv sind. Dafür garantiert allein schon die gemeinsame Herkunft. Beide Marken wurden von Hans Wilsdorf am Markt etabliert und zum Erfolg geführt. Doch während es sich bei Rolex um einen von Wilsdorf selbst kreierten Markennamen handelte, der vor allem gut wiederzuerkennen und sich in den unterschiedlichsten Sprachen leicht und problemlos aussprechen lassen sollte, existierte der Name Tudor bereits.

Die Marke hatte sich ein Uhrenhersteller namens „Veuve de Philippe Hüther“ im Jahr 1926 eintragen lassen. Kurz darauf erwarb Wilsdorf die exklusiven Nutzungsrechte dafür und verwendete sie anfangs lediglich für den Vertrieb seiner Uhren in Australien, bevor er sie 1936 komplett auf sich übertragen ließ. Interessant dürfte der Name für ihn nicht nur als Anspielung auf das historisch bedeutende walisische Adelsgeschlecht gewesen sein, sondern vor allem auch deshalb, weil er ebenfalls eingängig, kurz und zugleich gut aussprechbar ist. Und mit der Rose der Tudors wählte Wilsdorf dafür ein nicht weniger prestigeträchtiges Markenzeichen als die heute weltweit bekannte Rolexkrone. Um 1930 führte Wilsdorf noch eine Reihe weiterer Marken, die jedoch mit zunehmendem Erfolg der „Hauptmarke“ nach und nach aufgegeben wurden.

Lediglich die Marke mit der Rose im Logo wurde weitergeführt und hat sich längst als eigenständige Schwestermarke am Markt etabliert.

Robustheit und Qualität stehen im Vordergrund

Wilsdorfs ursprüngliche Idee, unter dem Logo der Tudorrose preiswertere Schweizer Uhren mit der hohen Qualität seiner Hauptmarke zu vertreiben, ist heute grundsätzlich weiterhin aktuell, steht jedoch in den Augen vieler Kunden nicht mehr so stark im Vordergrund.

Stärker als der Preis wird in der Außendarstellung die hohe Robustheit und Qualität von Tudors Produkten betont, die unter anderem dazu führte, das nicht nur die Teilnehmer der britischen Expedition nach Nordgrönland im Jahr 1952, sondern im Laufe der folgenden Jahrzehnte auch Marineeinheiten mehrerer Länder, darunter die französische Marine sowie die United States Navy Seals, ihre Marinetaucher damit ausrüsteten.

Die besondere Robustheit war Thema mehrerer Werbekampagnen, die auch im Luxusuhren-Segment sonst weniger präsente Zielgruppen wie Bauarbeiter und Bergleute einbezogen, um zu demonstrieren, dass Tudor Uhren den hohen Belastungen, die in diesen Berufen auftreten können, problemlos gewachsen sind.

In puncto Widerstandsfähigkeit und Belastbarkeit gibt es somit keinen besonderen Grund, sich für Tudor oder Rolex zu entscheiden, da beide Marken diese Eigenschaften in hohem Maße bieten.

Taucheruhren als Flaggschiffe

Besonders gut lassen sich diese beiden Eigenschaften natürlich beim Einsatz unter Wasser demonstrieren. So ist es wenig erstaunlich, dass beide Marken mit der Submariner beziehungsweise der Sea-Dweller einerseits und der Black Bay andererseits jeweils sehr erfolgreiche Taucheruhrenkollektionen in ihren Sortimenten führen.

Die Submariner ist mit ihrem geradezu ikonischen Design weltweit zum Inbegriff der Taucheruhr schlechthin geworden und ihr Erfolg kommt nicht zuletzt darin zum Ausdruck, dass es sich um das vermutlich am häufigsten kopierte Uhrenmodell der Welt handeln dürfte.

Das betrifft keineswegs nur den Bereich der Markenpiraterie und des illegalen Vertriebs von Fälschungen, sondern auch die stattliche Zahl von Uhrenmodellen anderer Hersteller, die zwar eigene Gestaltungsmerkmale und andere Bezeichnungen aufweisen, aber dennoch unverkennbar am Design der Submariner orientiert sind.

Im Unterschied dazu ist es Tudors Black Bay gelungen, sich im von starkem Wettbewerb und hoher Nachfrage geprägten Taucheruhrenmarkt mit einem Design zu behaupten, das dem Träger einer solchen Uhr eine individuelle Note verleiht und sich von der Masse dezent, aber dennoch deutlich abhebt.

Eines der charakteristischsten Merkmale von Tudors Taucheruhren ist der Stundenzeiger im „Schneeflocken-Design“, der insgesamt relativ wenig verbreitet ist, Uhrenkennern aber auch von der Longines Hydroconquest bekannt sein dürfte.

Tudor oder Rolex? Beide Marken bieten große Modellvielfalt…

Abgesehen von den prominenten Taucheruhrenlinien bieten beide Marken eine große Modellvielfalt, die sowohl klassische Dresswatches als auch sportliche Uhren umfasst. Die bei Rolex stark präsente Tendenz zur Verwendung von Materialien wie Gold, Platin und Edelsteinen scheint bei Tudor auf den ersten Blick weniger ausgeprägt. Wer eine klassische Golduhr sucht, wird daher vor allem bei Rolex fündig, vornehmlich bei dem in zahlreichen Versionen erhältlichen Klassiker Oyster Perpetual.

Besonders beliebt sind hierbei Modelle wie die Datejust oder die Day-Date. Doch mit der Classic, der Glamour Double Date, der 1926 oder der Style hat Tudor jedoch durchaus auch in diesem Segment interessante Alternativen zu bieten.

Tudor 1926 in der Version M91351-0002 Tudor 1926 in der Version M91351-0004

Liebhaber sportlicher Chronographen können sich mit der Cosmograph Daytona für einen großen Klassiker der Uhrengeschichte entscheiden, finden in Tudors Chrono oder Fastrider Black Shield jedoch zwei Optionen, die in einem Fall durch ihren Retro-Charme und im anderen Fall durch ein frisches, sportliches Design überzeugen.

Tudor Fastrider Black Shield in der Version M42000CN-0017

Wer Uhren mit selteneren Komplikationen und Zusatzfunktionen bevorzugt, geht ebenfalls bei keiner der beiden Marken leer aus. So bietet die Rolex Yacht-Master beispielsweise eine mechanische Countdown-Funktion für die Teilnehmer von Segelregatten, während die Advisor von Tudor mit einer Weckfunktion punkten kann. Und Tudors sportlich-junge North Flag oder die klassische Ranger sprechen in erster Linie die Liebhaber von Flieger- oder Militäruhren an, die bei der großen Schwestermarke mit Modellen wie der Air King der der Explorer bedient werden.

Tudor North Flag in der Version M91210N-0001 Tudor North Flag in der Version M91210N-0002

Insofern lässt sich die Frage, ob Tudor oder Rolex vorzuziehen sei, wohl letztlich nur anhand persönlicher Vorlieben entscheiden. Wer es etwas dezenter und individueller mag, wird vermutlich eher zu Tudors Uhren tendieren, während Liebhaber klassischer Luxusuhrenmarken möglicherweise lieber eine Uhr mit Kronen-Logo an ihrem Handgelenk sehen möchten.

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