Sinn 6068

« Klassiker unter den Finanzplatzuhren »

Seit ihrer Präsentation im Jahr 1999 stehen die Sinn Finanzplatzuhren symbolisch für die Verbindung des Traditionsherstellers zu seiner Frankfurter Heimat. Den puristischen Einstieg in die elegante Kollektion markiert die Sinn 6068, charakterisiert durch gerade Linien und einen schlanken Durchmesser von 38,5 Millimetern. Technisch überzeugt der funktionale Klassiker mit einer zweiten Zeitzone und dem bewährten Automatikwerk SW 300-1, einem Kaliber des ehemaligen ETA-Zulieferers Sellita.

Im Geiste von Bulle und Bär

Reißende Absatzzahlen von Patek bis Rolex, die schiere Macht der Swatch Group und eine beispiellose Reputation auf internationaler Ebene: Nie zuvor war die Schweizer Uhrenindustrie stärker als heute.

Im Lichte dieser Übermacht ist das Durchhaltevermögen der deutschen Hersteller umso bewundernswerter. Mehr noch, die germanischen Traditionsmarken von Glashütte bis Schramberg etablierten sich inzwischen als führende technische Innovationsträger der modernen Ära. Ein maßgeblicher Anteil dieser Leistung entfällt auf Sinn Spezialuhren.

Im Jahr 1961 vom Piloten und Fluglehrer Helmut Sinn gegründet, legt das Frankfurter Unternehmen seinen Fokus bis heute auf die Weiterentwicklung von Taucher- und Fliegeruhren. Aber nicht nur Robustheit und Verlässlichkeit, sondern auch die Treue zu ihrer Gründungsstadt zeichnet die Marke seit fast 60 Jahren aus. Und was könnte typischer für die Mainmetropole sein als der Finanzsektor mitsamt Börse und über 200 Banken? Die Idee der Finanzplatzuhren war geboren. Eine Hommage an die Heimat, wenn man so möchte. Nicht nur praktisch und funktional, sondern auch zeitlos und ästhetisch führte die Kollektion den Hersteller ins 21. Jahrhundert.

Klare Kante: Ein übersichtliches Design

Dabei ist die 6068 gewissermaßen die Dresswatch der Finanzplatzuhren. Kompakter und simpler gestaltet als die mächtigen Chronographen der 6000 oder 6052 Kollektion, aber dafür umso harmonischer. Denn abgesehen von ihrer schlichten Datumsanzeige zwischen vier und fünf Uhr stehen der perfekten Symmetrie des Zifferblatts keine Elemente im Wege. Und was die Grundmerkmale einer jeden Finanzplatzuhr betrifft, zieht die Sinn 6068 problemlos mit ihren großen Brüdern gleich:

Ein schwarzes Zifferblatt, gerade Zeiger, klassische Kronen und ein drehbarer Stundenkranz als zweite Zeitanzeige markieren den Bund der Familie.

„Kronen“ ist an dieser Stelle bewusst als Plural gewählt, denn die Bewegung des äußeren Drehkranzes im Zifferblatt der 6068 erfolgt über ein zweites Drehrad bei zehn Uhr. Optisch und größentechnisch entspricht sie exakt der gewöhnlichen Krone, was eine leichte Bedienung genauso garantiert wie einen hohen Wiedererkennungswert. Eine Dresswatch mit zwei Kronen sieht man schließlich nicht alle Tage. Wer genauer hinsieht, wird zudem die plastische Gestaltung des Zifferblatts erkennen, bedingt durch die Neigung des äußeren Drehrings. Mit Details wie diesen gelingt es der 6068, trotz ihres unauffälligen Designs ein individuelles Statement zu setzen.

Qualität in jedem Detail: Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt

Nicht einzigartig, aber dennoch überzeugend präsentiert sich das Gehäuse des Zeitanzeigers. Gefertigt aus poliertem Edelstahl, vereint es eine erstaunlich gute Wasserdichtigkeit von 100 Metern mit einer soliden Haptik. Alles wirkt hervorragend verarbeitet, die Ergonomie am Handgelenk ist mustergültig. Gewissermaßen also der VW Golf unter den Uhrengehäusen. Ergänzt wird das Paket durch kratzfestes Saphirglas auf Vorder- und Rückseite, wobei letztere einen recht großzügigen Einblick auf die Mechanik der Sinn 6068 gewährt.

Sinn 6068 in der Version 6068-010Eingeschaltet wurde hier das automatische Kaliber SW 300-1. Nein, um ein Manufakturwerk handelt es sich dabei nicht. Auf dem ETA 2892-2 basierend, punktet das Uhrwerk des Schweizer Zulieferers Sellita im Gegenzug mit einem Antimagnetschutz nach DIN 8309 und weist eine Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde auf.

Während die Gangreserve von 42 Stunden einen eher durchschnittlichen Wert darstellt, hebt sich der Rotor der 6068 kreativ von der Masse ab: So honoriert er das rege Börsengeschehen Frankfurts mit den Gravuren von Bulle und Bär, verbunden mit dem künstlerisch angehauchten Schriftzug

„Frankfurt / M“. Wer den Herstellerpreis von 2.190 Euro in die Mainmetropole überweist, bekommt eben nicht nur kühle Sachlichkeit und Funktionalität.

Schon das Auspacken macht Spaß

Wie bei allen Sinn Finanzplatzuhren, inkludiert dieser Preis eine üppige Uhrenbox mitsamt großzügigem Lieferumfang. Öffnet man den prächtigen Holzkasten, der problemlos zur Unterbringung einer ganzen Sammlung geeignet wäre, so warten neben der Sinn 6068 zwei Armbänder auf ihre Begrüßung: Während das feingliedrige Edelstahlband in maximaler Noblesse erstrahlt, setzt die schwarze Kalbsleder-Variante auf einen etwas zurückhaltenden Look.

Weil das entsprechende Werkzeug zum Tausch gleich mitgeliefert wird, ist eine Entscheidung zwischen den Ausführungen gar nicht nötig – wer die nötige Übung besitzt, kann das Band praktisch jeden Morgen nach Tagesstimmung wechseln.

In jedem Fall hinterlässt die Performance der 6068 einen souveränen Eindruck: Sie vereint eine übersichtliche Gestaltung und technische Ausgewogenheit mit charakterstarken Details zu einem spannenden Begleiter des Alltags. Hat man das Konzept der Finanzplatzuhr einmal kennen und wahrscheinlich auch lieben gelernt, dürfte der Aufstieg in höhere Ligen auch nicht mehr schwerfallen. Wie wäre es zum Beispiel mit der 6012, die den Aufbau der 6068 um einen Chronographen mit Vollkalender und Mondphase erweitert? Oder der 6054 mit Kalenderwochenanzeige?

Insgesamt umfassen die Finanzplatzuhren sieben separate Reihen, was die Individualität erhöht und die Auswahl erschwert. Aber für wahre Enthusiasten gibt es doch nichts Schöneres, als viele Stunden auf der Suche nach dem perfekten Meisterstück zu verbringen.

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