© seventyfour / Fotolia.com

Sinn 556I und 556A in Vergleich und Test

« Wir erklären die Klassiker »

Technische Innovationskraft bei kompromissloser Qualität und zeitlosem Design – die Frankfurter Traditionsmarke Sinn stellt hohe Ansprüche an seine Zeitanzeiger. Die Modellreihe 556, einer der beliebtesten Klassiker des Unternehmens, präsentiert sich als attraktives Einsteigermodell mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch kann die minimalistische Armbanduhr qualitativ und technisch mit ihren umfangreich ausgestatteten Brüdern mithalten? Wir nehmen die Sinn 556I und 556A im test genauer unter die Lupe und teilen unsere Erfahrungen mit den Uhren.

Manufakturqualität im dreistelligen Preisbereich

Elegante Dresswatch oder alltagstauglicher Allrounder? Beschäftigt man sich zum ersten Mal mit der 556, ist eine klare Einordung gar nicht so einfach.

So viel ist sicher: Die Modellreihe gehört zur weiter definierten Gruppe der Instrumentellen Uhren bei Sinn, die weitere Erfolgsmodelle wie die 104 oder 240 umfasst.

Während der Ausstattungsumfang beider Linien im Vergleich stark variiert, punkten alle Uhren im Test mit einer leichten Ablesbarkeit und einem robusten Auftritt. Von den Instrumentellen Uhren abzugrenzen sind Sinns Instrumentelle Chronographen, die eine separate Familie bilden und über die beliebte Stoppfunktion verfügen. Ein Blick über das Produktportfolio der Frankfurter Marke offenbart beeindruckende Technologien: Egal ob die TEGIMENT-Technologie für eine erhöhte Widerstandsfähigkeit des Gehäuses oder die Ar-Trockenhaltetechnik zur Verbesserung der Funktionssicherheit – für alle Probleme scheint es die perfekte Lösung zu geben.

Sinn 556 I Leder in der Version 556-010

Doch die 556 aus unserem Test besitzt keine dieser Innovationen. Ist sie etwa ein fauler Kompromiss, ein Schnäppchen auf Kosten der Funktionalität? Keineswegs! Statt mit Zusatzfunktionen aufzutrumpfen, konzentriert sie sich aufs Wesentliche – was übrigbleibt, ist die Essenz einer zeitlosen Uhr. Wir erklären gerne, warum.

Spezialuhren für jeden Tag

Neben den qualitativen Vorzügen der Reihe ist vor allem ihr Preis-Leistungs-Verhältnis erwähnenswert. Im Bereich unter 1000 Euro bieten die 556I und 556A im Test ein satiniertes Edelstahlgehäuse, dessen Optik wie Haptik von gehobener Mittel- statt Einsteigerklasse zeugen. Mit beidseitigem Saphirglas ausgestattet, verfügen die Zeitanzeiger über einen markanten Sichtboden, der das zuverlässige wie bewährte ETA-Kaliber freilegt. Stoßsicherheit und antimagnetische Eigenschaften sind gemäß der Vorgaben DIN ISO 1413 und DIN 8309 gewährleistet.

Eine hohe Druckfestigkeit bis 20 bar sowie die dezente Datumsanzeige vervollständigen das Bild eines vielseitigen Alleskönners.

Im Gegensatz zu anderen Multitalenten stellt die 556 ihre Robustheit allerdings nur zurückhaltend zur Schau. Denn ihr Design ist nicht etwa von muskulösen Applikationen, sondern von eleganten Rundungen und einem angenehmen Durchmesser von 38,5 mm gezeichnet. Lediglich einige, betont schlichte Gravuren auf der Rückseite weisen auf die eingeflossene Ingenieurskunst hin. Unserer Erfahrung nach gefällt das Business-Menschen besonders gut.

Sinn 556 I Edelstahl in der Version 556-010

Damit können wir die anfängliche Frage zur Einordnung des Modells beantworten: Die 556 ist ein alltagstauglicher Allrounder im Kleid einer Dresswatch. Es gibt schlichtweg keine Situation, in der diese Uhr unpassend erscheint.

Raffinierte Details unterscheiden die Varianten

Ein Blick aufs Zifferblatt genügt, um die Sinn 556A von der 556I abzugrenzen. Während das Erscheinungsbild der 556A von ihren mächtigen Ziffern auf 3, 6, 9 und 12 Uhr dominiert wird, wirkt die 556I mit ihren dezenten Markierungen fast schon schüchtern. Sogar die Datumsanzeige der 556A musste nach unten rücken, um der großen “3” Platz zu machen.Sinn 556 A Leder in der Version 556-014

Abgesehen von diesen Differenzen sind die Varianten optisch wie technisch identisch. Dementsprechend bestehen auch bei der Wahl des Armbands keinerlei Unterschiede. Man wählt zwischen zahlreichen Alligator- wie Rindslederbändern, die auf Wunsch über erfrischende Kontrastnähte verfügen. Wer Metall präferiert, entscheidet sich erfahrungsgemäß gegen Aufpreis für ein feingliedriges oder 2-gliedriges Modell. Eine besonders sportliche Ausstrahlung besitzen die ebenfalls aufpreispflichtigen Silikonbänder, die im Test von fühlbar guter Qualität sind.

Sinn 556 A Edelstahl in der Version 556-014

Erst kürzlich hat die Modellfamilie farbenfrohen Zuwachs erhalten, denn die 556I ist nun in diversen Ausführungen erhältlich. So stehen neben dem klassisch-schwarzen auch zwei Zifferblätter mit galvanisierter Oberfläche bereit, die entweder in tiefem Blau oder vornehmem Mokkabraun schimmern. Und wer es außergewöhnlich mag, entscheidet sich für eine der Perlmutt-Editionen.

Charakterstark, fortschrittlich und “Made in Germany”

Egal ob Rolex, Omega oder Breitling: Die Entscheidung für eine dieser Luxusmarken geht mit der Sicherheit einher, höchste Qualität und Langlebigkeit bei exzellentem Prestige zu kaufen. Man muss kein Experte der Horologie sein, um das zu wissen. Aber wie sieht es bei Sinn aus? Wofür steht die deutsche Marke, die vor knapp 60 Jahren vom gleichnamigen Firmengründer ins Leben gerufen wurde? Hier unser Check zur Qualität:

Liest man den vollen Namen des Unternehmens, so sticht der Begriff “Spezialuhren” ins Auge. Er verrät, dass der Schwerpunkt der Frankfurter Manufaktur auf der Entwicklung problemlösender Innovationen liegt. So führte es im Jahre 2001 erstmals die sogenannte DIAPAL-Technologie ein, die sich durch eine schmierstofffreie Ankerhemmung auszeichnet. Statt Öl werden hier spezielle Materialpaarungen verwendet, die reibungslos miteinander interagieren. Lösungen für eine erhöhte Temperaturresistenz, hervorragende Widerstandsfähigkeit gegenüber Magnetfeldern und maximale Widerstandsfähigkeit des Gehäuses sind nur einige Beispiele weiterer Technologien, mit denen Sinn die Uhrenwelt bereichert hat.

Die Sinn 556I und 556A sind ein Teil dieser Entwicklungsarbeit und stehen, genauso wie Instrumentelle Chronographen und andere Modelle, für technische Perfektion, Funktionalität und Zeitlosigkeit im Design. Im Test offenbarten beide Varianten keine Schwächen oder merkliche Unterschiede.

Aufgrund dieser Eigenschaften und einem vergleichsweise moderaten Preis verwundert es kaum, dass die 556I und 556A zu den populärsten Meisterstücken der Marke zählen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Für wen ist die 556 das Richtige?

Sowohl die Sinn 556A als auch die 556I zählen nach unserem Test zu den vielseitigsten Armbanduhren im Preisbereich um 1000 Euro. Wer besonderen Wert auf eine klare Ablesbarkeit, klassische Formen und eine langlebige Konstruktion legt, trifft mit ihr eine goldrichtige Entscheidung. Sie ist ebenso brillant als “Eine-Uhr-Sammlung” geeignet, wenn man einen Begleiter für alle Lebenslagen sucht. Wer allerdings Wert auf ein spannendes, außergewöhnliches Design oder das Vorhandensein mehrerer Funktionen legt, wird mit der reduzierten Gestaltung der 556 wahrscheinlich nicht glücklich werden. Wer auf minimalistische Optik bei maximaler Qualität setzen möchte, wird den Erfahrungen aus unserem Test folgend umso glücklicher.

überprüfen Sie auch

Armbanduhr-Geschenk

Rolex schenken: Top Uhr-Geschenke

Unvergesslich, unvergänglich und unübertrefflich: Die drei Attribute treffen auf Rolex zu. Damit ist die zündende …

Open-Heart-Uhren

Top 5 der Open-Heart-Uhren – Wundervolle Einblicke

Elegant, schmuckvoll oder sportlich: Exklusive Zeitanzeiger bekennen sich stets zum vorzeigbaren Look. Das wahrhaftige Highlight …

Eta-2842-Wikipedia

ETA Uhrwerke Qualitätsstufen im Vergleich

Hier eine Fashionuhr, dort eine Luxusuhr und in beiden steckt das ETA 2824-2? Aber: Die …