Rolex Presidential

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Sie wurde als Uhr der Präsidenten und der Päpste bezeichnet und war im Laufe der Geschichte immer wieder am Handgelenk berühmter Persönlichkeiten zu sehen: die Rolex Day Date mit dem „Präsidentenband“. Bis heute gilt sie als eine der prestigeträchtigsten Uhren im Luxussegment und Vintage-Exemplare sind bei vielen Sammlern heiß begehrt. Diesen Beitrag haben wir allein der Rolex Presidential, gewidmet.

Prominente und deren Uhren – ein Werbeeffekt mit großer Wirkung

Was macht eigentlich das Prestige einer luxuriösen Armbanduhr aus? Diese Frage dürfte wohl viele Uhrenhersteller im Luxussegment immer wieder beschäftigen, wenn es um die Positionierung bestimmter Uhrenmodelle geht. Doch eine klare, eindeutige Antwort scheint es nicht zu geben.

Rolex Day-Date 40 white gold president

Natürlich spielen dabei das Image des Herstellers, die verwendeten Materialien, die Verarbeitungsqualität und natürlich die Leistungsfähigkeit des Uhrwerkes wichtige Rollen. Dennoch wird nicht jede Uhr, die bei diesen Kriterien punkten kann, zu einem gefragten Erfolgsmodell oder gar zur Ikone.

Rolex daydayte rubies diamonds

Mitunter fehlt einfach das „gewisse Etwas“, das eine Uhr aus der Masse heraushebt und von anderen auf den ersten Blick unterscheidbar macht. Ein Faktor von unschätzbarem Wert ist es in diesem Zusammenhang, wenn die betreffende Uhr einen hohen Wiedererkennungswert aufgrund bestimmter gestalterischer Merkmale hat und zugleich häufig von prominenten Persönlichkeiten in der Öffentlichkeit getragen wird.

Rolex Oyster Perpetual Day-Date, Chronometer, Platin, Luenette mit 52 Diamanten, Saphirglas bombiert, Praesident-Band, Crownclasp-Schliesse, Brillantbesatz

Nicht umsonst engagieren heute zahlreiche Luxusuhrenhersteller Markenbotschafter aus Bereichen wie Film, Sport oder Kunst, um ihren Modellen zu größerer Popularität zu verhelfen. In einigen wenigen Fällen ist dies jedoch gar nicht nötig, wenn sich unterschiedliche Prominente jeweils aus eigenem Antrieb für ein ganz bestimmtes Uhrenmodell entscheiden.

Der ausgeschriebene Wochentag als Markenzeichen

Eines der wohl bekanntesten Beispiele dafür ist die Day-Date, die nicht ohne Grund auch unter dem Namen Rolex Presidential bekannt geworden ist. Sie ist seit dem Jahr 1956 auf dem Markt und hat bis heute ihren festen Platz im aktuellen Sortiment der von Hans Wilsdorf gegründeten Luxusuhrenmarke.

Im Laufe von mehr als sechs Jahrzehnten haben sich immer wieder prominente Persönlichkeiten für dieses Modell entschieden, darunter mehrere Präsidenten der USA. Das hohe Prestige dieser Uhr, gepaart mit der markentypischen Robustheit und Langlebigkeit, macht sie nicht nur am Primärmarkt zu einem begehrten Modell. Auch Vintage-Exemplare der Presidential sind sehr beliebt und erzielen bei Sammlern und auf Auktionen oft beachtliche Preise.

Hätte es sich um eine schlichte, goldene Drei-Zeiger-Uhr in klassisch-elegantem Dresswatch-Design gehandelt, wäre möglicherweise kaum jemandem aufgefallen, welche Uhr Dwight D. Eisenhower an seinem Arm getragen hat. Wahrscheinlich hätte dann auch niemand bemerkt, dass seine Nachfolger John F. Kennedy und Lyndon B. Johnson sich ebenfalls für dieses Modell entschieden.

Doch die schon bald als President bezeichnete Uhr weist ein markantes Merkmal auf, anhand dessen sie selbst aus größeren Entfernungen noch leicht zu identifizieren ist: das Fenster für die Anzeige des Wochentages. Es hat die leicht gebogene Form eines Kreissegments, das sich oben auf dem Zifferblatt zwischen der Elf und der Eins erstreckt, und bietet Raum genug, um den Namen des aktuellen Wochentages vollständig ausgeschrieben anzuzeigen. Sowohl durch seine Form als auch durch seine Größe ist es auf den ersten Blick deutlich erkennbar.

Rolex Oyster Perpetual Day-Date, Chronometer, Platin, Luenette mit 52 Diamanten, Saphirglas bombiert, Praesident-Band, Crownclasp-Schliesse

Dieses besondere Detail der Presidential war den Designern offenbar so wichtig, dass sie die kleine Krone, die als Firmenlogo fungiert und bei vielen Rolex Uhren auf dem Zifferblatt anstelle der Zwölf erscheint, eigens dafür etwas weiter nach unten gesetzt haben.

Das Präsidentenarmband – stilbildendes Design für Jahrzehnte

Das entscheidende Detail, das eine Day Date erst zur Rolex Presidential macht, ist jedoch das charakteristische Armband aus Gold, das unter Uhrenliebhabern häufig als Präsidentenarmband bezeichnet wird. Sein feingliedriges Design scheint nicht nur den drei genannten Präsidenten der USA zugesagt zu haben. Papst Johannes Paul II., Star-Investor Warren Buffett sowie der von Horst Tappert gespielte legendäre TV-Kriminalkommissar Stephan Derrick aus der gleichnamigen Serie waren gleichfalls oft mit einer Day Date Presidential und diesem Armband zu sehen.

Das mit Abstand populärste Exemplar der President dürfte wohl jenes sein, das Marilyn Monroe John F. Kennedy mit einer romantischen Widmung versehen zu seinem 45. Geburtstag geschenkt haben soll. Ob das tatsächlich so stimmt, ist bislang nicht bewiesen. Doch allein schon der Mythos entfaltet offensichtlich einen enormen Reiz. Als die Uhr, die von Kennedy an einen seiner Angestellten weitergegeben worden sein soll, im Jahr 2005 auf einer Auktion angeboten wurde, erzielte sie einen beachtlichen Preis von 120.000 US-Dollar.

Rolex DayDate 40 18ct rose gold

Das Präsidentenarmband erfreut sich bis heute einer anhaltenden Beliebtheit und empfiehlt sich als edle Alternative zu den wesentlich nüchterneren Oyster-Bändern, die ebenfalls für die President lieferbar sind.

Warum wurde gerade die Day-Date zur President?

Aus heutiger Sicht mögen sich Uhrenliebhaber fragen, warum ausgerechnet das Modell mit der Wochentagsanzeige zu so großer Popularität gelangte und schließlich zur Rolex President wurde. Immerhin gab es zur damaligen Zeit durchaus andere Uhren, die deutlich aufwendiger und damit auch potenziell prestigeträchtiger gewesen wären. Beantworten lässt sich diese Frage mit einem Blick in die Uhrengeschichte.

Uhren mit Datumsanzeige waren bis in die 1940er Jahre hinein noch relativ selten. Stattdessen boten die Hersteller ihre Modelle in der Regel entweder ohne Datumsangabe oder mit Vollkalender an. Eine Uhr mit Vollkalender ist jedoch schon vergleichsweise komplex, was das Einstellen und das Ablesen aufwendiger macht und die Unterbringung in einem wasserdichten Gehäuse erschwert.

Hans Wilsdorf und sein Team setzten sich vor diesem Hintergrund mit der Frage auseinander, wie sich eine Kalenderfunktion in eine robuste, zugleich höchst präzise und obendrein noch wasserdichte Armbanduhr, wie die bereits seit 1926 am Markt erfolgreiche Oyster, integrieren ließe.

Als ersten Schritt in diese Richtung konnte 1945 die Oyster Date mit Automatikaufzug der Öffentlichkeit vorgestellt und erfolgreich eingeführt werden.

Gut zehn Jahre später folgte dann schließlich die ebenfalls in einem wasserdichten Oyster-Gehäuse untergebrachte Day Date, die neben dem Datum noch den ausgeschriebenen Wochentag anzeigte. Sie war von Anfang an als hochpreisiges Luxusgut positioniert und wurde in den meisten Fällen mit Gehäusen und Armbändern aus Gold, zum Teil auch aus Platin, verkauft. Aus Edelstahl gefertigte Exemplare wurden zwar ebenfalls angeboten, sind aber deutlich seltener verkauft worden.

Die Presidential heute: gefragte Luxusuhr in zahlreichen Versionen

Die Presidential findet sich nach wie vor in der aktuellen Kollektion von Rolex und hat sich im Laufe der Zeit nur minimal verändert. Ihre Wochentagsanzeige ist mittlerweile in 26 verschiedenen Sprachen erhältlich, ein klarer Beleg für den weltweiten Erfolg dieses prestigeträchtigen Modells.

Rolex Oyster Perpetual Day-Date 40, Chronometer, Platin, Saphirglas bombiert, Praesident-Band, Crownclasp-Schliesse

Ihr 36-Millimeter-Gehäuse eignet sich für Herren mit schlanken Handgelenken ebenso wie für Damen; inzwischen wird zudem noch eine größere Herrenversion mit einem Durchmesser von 40 Millimetern angeboten. Wer es besonders edel liebt, kann seine Presidential Watch sogar mit Edelstein- oder Diamantenbesatz bekommen und muss dafür noch nicht einmal Mr. President oder Papst sein.

Rolex Oyster Perpetual Day-Date 40 Chronometer Gelbgold Saphirglas Praesident-Band Crownclasp-Schließe Brillantbesatz

Einen technischen Meilenstein in der Geschichte dieses legendären Modells stellte das auf der Baselworld 2015 erstmals vorgestellte Kaliber 3255 dar. Bei der Entwicklung dieses Manufakturwerkes wurden die Gangreserve auf etwa drei Tage oder rund 70 Stunden erweitert und der größte Teil der Bestandteile im Vergleich zu den vorherigen Werken optimiert oder überarbeitet.

Oyster Perpetual Day-Date 40 Chronometer Weissgold Saphirglas Praesident-Band Rolex Crownclasp-Schließe Brillantbesatz

Damit dürfte die Rolex Presidential auch in den kommenden Jahren zahlreiche neue Käufer finden und ihren Ruf als eine der bekanntesten Ikonen des Luxusuhrensegments weiter festigen.

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