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Rolex Cellini Moonphase

« Klassizistische Uhr mit klassischer Komplikation »

Auf der Baselworld 2017 stellte Rolex mit der Cellini Moonphase das bislang jüngste Mitglied der nach dem berühmten italienischen Renaissancekünstler benannten Modellfamilie vor. Die namensgebende Komplikation sorgt für einen besonderen Blickfang und unterscheidet sich in einigen Details von herkömmlichen Mondphasenanzeigen. Wir nehmen den Neuzugang zum Anlass, einen Blick auf diese besondere Uhr der Rolex Cellini Familie zu werfen.

Zu Unrecht im Schatten der Markenikonen

Die Kollektion Cellini mag in der öffentlichen Wahrnehmung mitunter ein wenig im Schatten anderer Kollektionen mit dem Krönchen-Logo stehen, doch sie ist eine der ältesten bis in die Gegenwart fortgeführten Produktlinien der von Hans Wilsdorf gegründeten Manufaktur. Schon lange bevor heutige Markenikonen wie die Submariner oder die Cosmograph Daytona auf den Markt kamen, wurden in deren Werkstätten Uhren mit Cellinis Namen produziert. Den Auftakt zu dieser Kollektion bildete das 1928 lancierte Modell Cellini Rolex Prince, das nicht nur mit Äußerlichkeiten wie seiner markanten hochrechteckigen Gehäuseform und dem Dualzifferblatt Furore machte, sondern vor allem auch durch seine Eleganz und Präzision. Die Prince wurde bis Ende der 1940er Jahre gefertigt und war die erste in großen Stückzahlen produzierte Armbanduhr, die als Chronometer zertifiziert wurde.

Die Teilung des Zifferblattes, bei dem in der oberen Hälfte die Stunden und die Minuten, in der unteren dagegen die Sekunden angezeigt wurden, findet sich bei den heutigen Cellinis nicht mehr, zudem besitzen ihre Gehäuse eine kreisrunde Form. Doch wie bereits das Ursprungsmodell, so zeichnen sich auch seine zeitgenössischen Nachfolger durch die Verbindung von höchster Präzision und besonderer Eleganz aus. Der Hersteller selbst sieht in dieser Kollektion eine moderne Huldigung an den Klassizismus sowie an die immerwährende Eleganz von traditionellen Zeitanzeigern. Dadurch differenziert sie sich innerhalb des Gesamtsortiments vor allem von den Taucheruhren und anderen sportlicheren Modellen der Marke und empfiehlt sich als exklusive Dresswatch.

Benvenuto Cellini – ein „uomo universale“ der italienischen Hochrenaissance

Der Namenspatron der Kollektion, Benvenuto Cellini, wurde im Jahr 1500 in Florenz geboren. Er gilt heute vor allem als berühmter Goldschmied und Bildhauer in der Zeit des Übergangs von der italienischen Hochrenaissance zum Manierismus und zugleich als einer der bedeutendsten nachantiken Bildhauer überhaupt. Entsprechend dem Ideal des „uomo universale“, das sich in der Renaissance herausgebildet hatte, beschränkte er sich jedoch nicht nur auf diese Tätigkeitsfelder, sondern war darüber hinaus auch als Medailleur, Schriftsteller und Musiker tätig. Nach seinem Tod im Jahr 1571 geriet sein Werk zwar zunächst in Vergessenheit, wurde aber Anfang des 19. Jahrhunderts wieder neu entdeckt und zunehmend in seiner kunsthistorischen Bedeutung gewürdigt. Schon sein Vater, der sich als Architekt im Dienste der Medici vor allem mit Verteidigungsanlagen befasst hatte, war nebenher kunsthandwerklich tätig gewesen und hatte sich unter anderem auch mit dem Bau von Musikinstrumente beschäftigt.

Für seinen Sohn Benvenuto hatte er eigentlich den Beruf des Musikers vorgesehen, doch dieser zog es im Alter von 14 Jahren vor, sich lieber dem Goldschmiedehandwerk zu widmen.

Nach Jahren der Wanderschaft und der Ausbildung bei verschiedenen Meistern war er in Rom, Frankreich und schließlich wieder in Florenz tätig. Seine Werke finden sich in zahlreichen Kirchen und Museen, und seine Heimatstadt ehrte ihn mit einer Büste auf dem berühmten Ponte Vecchio. Neben seinen künstlerischen Arbeiten verfasste er eine – allerdings nicht vollendete – Autobiografie, zwei Traktate über Goldschmiedekunst und Skulptur sowie mehrere kurze Abhandlungen zum Thema Baukunst.

Rolex Cellini – ein Blick auf die aktuelle Kollektion

Aktuell umfasst die Kollektion Cellini mehr als zwei Dutzend Modelle, von der Drei-Zeiger-Uhr über Versionen mit Zeigerdatum, zweiter Zeitzone und kleiner Sekunde bis hin zur Rolex Cellini Moonphase, die jeweils in verschiedenen Farb- und Materialkombinationen erhältlich sind. Im Unterschied zu den übrigen Kollektionen von Rolex, bei denen Uhren mit Edelstahl- oder Goldarmbändern dominieren, fällt auf, dass die Modelle der Cellinis Andenken gewidmeten Kollektion ausschließlich mit Armbändern aus dunkelbraunem oder schwarzem Leder angeboten werden.

Die besonders elegante, ruhige und souveräne Ausstrahlung der Rolex Cellini Moonphase und ihrer Schwestermodelle beruht maßgeblich auf der kreisrunden Gehäuseform und den auf das Wesentliche reduzierten Zifferblättern mit ihren Strichindizes und der besonders filigran wirkenden Minuterie. Der Gehäusedurchmesser ist mit 39 Millimetern absolut Dresswatch-kompatibel. Für den Antrieb sorgen Perpetual-Uhrwerke – mechanische Manufakturkaliber mit automatischem Aufzug, die über eine Gangreserve von bis zu 48 Stunden verfügen.

Rolex Cellini Moonphase – das Flaggschiff der Kollektion

Bei der Moonphase-Version ist das Zifferblatt weiß lackiert und sie besitzt bei der Sechs eine blau emaillierte Mondphasenscheibe. Diese unterscheidet sich von anderen Mondphasenscheiben dadurch, dass sie nicht nur ausschnittsweise in einem speziellen Fenster, sondern stets vollständig zu sehen ist. Dem Vollmondsymbol, das durch eine Applikation aus Meteoritengestein dargestellt wird, liegt das aus einem silbernen Kreis bestehende Neumondsymbol gegenüber. Ein kleiner Mondphasenanzeiger auf der Zwölf-Uhr-Position der Mondphasenanzeige deutet jeweils auf die aktuelle Mondphase.

Rolex Cellini Moonphase mit der Referenznummer 50535Zur Anzeige des Tagesdatums dient bei dem Modell Moonphase ein vierter zentraler Zeiger, und die dazu gehörende Datumsskala verläuft am äußersten Rand des Zifferblattes. Um die Moonphase-Funktion und das zentrale Zeigerdatum zu steuern, wurde die Uhr mit dem eigens dafür entwickelten neuen Automatikwerk 3195 ausgestattet. Das für die Rolex Cellini Moonphase entwickelte hauseigene Mondphasenmodul hat sich der Hersteller patentieren lassen. Es zeigt die Mondphase für die nächsten 122 Jahre korrekt an.

Wie inzwischen bei allen Produkten der Marke üblich, ist das Werk als „Chronometer der Superlative“ zertifiziert und erfüllt somit noch höhere Anforderungen an die Ganggenauigkeit als jene Uhren, die die herkömmliche Chronometerprüfung der COSC bestanden haben.