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Omega vs. Rolex

« Der Vergleich zweier Giganten »

Wohl kaum eine andere Frage ist in der Uhrenwelt so heftig umstritten: Omega oder Rolex? Wie selbstverständlich können beide Kontrahenten mit bewegender Historie, legendären Modellen und einem exzellenten Ruf aufwarten – also ein Duell auf Augenhöhe, bei dem letztendlich der persönliche Geschmack entscheidet? Wir geben Antworten!

Die, die Geschichte schreiben

Sicher wäre die heutige Uhrenwelt in ihrer Vielfalt und Innovation unvorstellbar, hätten die beiden Giganten sie nicht mehrfach mit bahnbrechenden Neuerungen geprägt. Das Genfer Unternehmen Rolex, im Jahr 1905 vom deutsch-britischen Uhrmacher Hans Wilsdorf gegründet, erlangte durch die außergewöhnlich hohe Qualität seiner Modelle und die Vielzahl an Patenten schon früh einen prominenten Ruf. Besonders im Bereich wasserdichter Uhren leistete die Marke Großes, als sie 1926 die verschraubbare Krone erfand und dies mit dem berühmten Schwimmversuch von Mercedes Gleitze durch den Ärmelkanal auch medienwirksam präsentieren konnte. Und auch wenn diese Geschichte heute keine besondere Berühmtheit mehr besitzt, ist eines hängen geblieben: Das Image einer unzerstörbaren Uhr, die Maßstäbe setzt.

Omegas Historie, ebenfalls von genialen Patenten und berühmten Momenten geprägt, ist gleichermaßen bewundernswert: Die Wurzeln der heute zur Swatch Group gehörenden Marke gehen bis ins Jahr 1848 zurück und seitdem sprechen Innovationen wie die Co-Axial Hemmung für die besondere Stellung Omegas in der Uhrenindustrie. Zweifelsohne die bekannteste Anekdote ist die Tatsache, dass der Astronaut Buzz Aldrin das Modell Speedmaster als erste Uhr auf dem Mond trug und die hohe Widerstandsfähigkeit des Zeitmessers unter Beweis stellte. Noch heute werden Modelle mit dem Namen „Moonwatch“ verkauft, wobei die Entwicklung robuster Taucheruhren ebenfalls zum Kern des Schweizer Uhrenbauers gehört.

Betrachtet man die Produktportfolios, wimmelt es nur so von großen Namen: Seamaster, Speedmaster und De Ville auf der einen, Daytona, Submariner und Datejust auf der anderen Seite. Da beide Hersteller einen besonderen Status bei Chronographen und Taucheruhren für sich beanspruchen, scheint ein Vergleich dieser Modelle im Duell Omega vs Rolex besonders interessant zu sein.

Seamaster oder Submariner?

Im Bereich renommierter Taucheruhren sind die Modelle Submariner und Seamaster absolute Ikonen – unzählig oft kopiert, sind alleine die Designs schon legendenhaft. Geht es ums Alter, liegen die Rivalen auf den ersten Blick nahe beieinander: Während die erste Omega Seamaster 1948 herauskam, erschien das Ur-Modell der Submariner 6 Jahre später 1954.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die frühen Seamaster-Modelle eher auf eine elegante Erscheinung statt auf den Einsatz unter Wasser optimiert waren – Rolex hingegen richtete schon die ersten Versionen der Submariner voll auf den Tauch-Einsatz aus. Die Seamaster in ihrer heutigen Gestalt kann bis ins Jahr 1993 zurückblicken und hat sich seitdem ebenfalls eine glänzende Reputation aufgebaut.

Modellauswahl

Das Thema Vielfalt spielt bei beiden Uhren eine besondere Rolle: Auch wenn die klassischen Edelstahl-Modelle mit Abstand am populärsten sind, werden sie jeweils in diversen Farb- und Materialausführungen angeboten – von Weiß- über Gelbgold bis hin zu Titan ist alles dabei. Gemeinsam sind ihnen aber die Keramiklünette sowie die Schnellverstellung am Band.

Geht es um den professionellen Einsatz, ist die Omega mit ihrem Heliumventil möglicherweise einen kleinen Schritt voraus: Es ermöglicht das Entweichen von Umgebungsgas bei zunehmendem Druck, was bei größeren Tiefen ein Plus an Sicherheit bedeutet.

Uhrwerke und Preise

Bezüglich der Uhrwerke ergeben sich, abgesehen von Omegas Co-Axial-Hemmung, keine nennenswerten Unterscheide: Beide sind für höchste Robustheit bekannt und laufen erfahrungsgemäß jahrzehntelang problemlos.

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Geht es um den Preis, steht in diesem Duell Omega vs Rolex aber ein klarer Sieger fest: Die Seamaster ist im Schnitt deutlich günstiger als die Submariner. In Anbetracht dieses Unterschiedes könnte man die Seamaster für qualitativ unterlegen halten – was allerdings ein großer Fehler wäre.

Speedmaster vs Daytona – und wie sieht es hier aus?

Mit dem Vergleich der beiden Top-Chronographen geht der Kampf Omega vs Rolex in die zweite Runde. Und auch hier scheinen die Gemeinsamkeiten auf den ersten Blick zu dominieren: Sowohl die Daytona als auch die Speedmaster wurden 1963 bzw. 1957 als Spezialuhren für Rennfahrer entwickelt – bis 1969, als die Speedmaster mit ihrer Reise zum Mond zur berühmten „Moonwatch“ avancierte.

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Geht es hingegen um die Gestaltung der Zifferblätter, kehren die Ähnlichen zurück: Beide Giganten verfügen über drei Nebenzifferblätter sowie eine Tachymeter-Anzeige auf der Lünette. Heute haben die Chronographen vor allem Verschiedenheiten beim Ruf: Während die Daytona als ein eher luxuriöses und feines Modell angesehen wird, besitzt die Speedmaster den Ruf eines funktionalen, zuverlässigen Zeitmessers.

Auch hier ist anzumerken, dass der Kauf einer Daytona im Schnitt mit höheren Beträgen zu Buche schlägt.

Wirtschaftlichkeit, Werterhaltung und Ruf – wer hat die Nase vorn?

Die Duelle Omega vs Rolex haben, abgesehen von einigen Übereinstimmungen, vor allem eins gezeigt: Rolex ist teurer als Omega. Doch woran liegt das? In den vergangenen Jahrzehnten ist es der Genfer Marke stärker gelungen, durch Differenzierung und gezieltes Marketing eine Sonderstellung zu erlangen. Wer an Luxusuhren denkt, denkt zuerst an die Marke mit der fünfzackigen Krone.

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In puncto Werterhaltung scheint sich das auszuzahlen: Obwohl sich Käufer beider Hersteller über eine hervorragende Preisstabilität freuen können, nehmen Daytona, Submariner und Co. hier eine Führungsrolle ein. Kann man deshalb sagen, die Genfer Marke habe einen besseren Ruf? Nein. Eine Art Polarisierung trifft es schon eher – blühende Anhänger stehen ebenso überzeugten Kritikern gegenüber. Gewissermaßen also eine Spaltung der Uhrenwelt.

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Somit bleibt die Frage „Omega oder Rolex?“ wohl für immer unbeantwortet – zwei Namen, deren technische Unterschiede klein und Spezialisierungen sogar fast identisch sind werden letztendlich hauptsächlich zu einer Frage des Geschmacks.