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Omega Snoopy

« Wie Snoopy auf die Speedmaster kam »

Wir schreiben das Jahr 1961: In Vorbereitung auf die legendären Apollo-Missionen sucht die NASA eine Armbanduhr, die selbst extremen Bedingungen zuverlässig standhält. Neun Jahre später explodiert ein Tank der Apollo 13 – die Technik fällt aus, die Crew überlebt nur knapp. Was die bewegende Geschichte mit dem charakteristischen Comic-Hund der Peanuts zu tun hat und wie er es auf das Zifferblatt der Omega Speedmaster geschafft hat, wird erst bei genauerer Betrachtung deutlich. Wir erklären die Omega Snoopy!

Speedmaster – Uhr der Astronauten

Keine andere Uhr hat eine so enge Verbindung zur Raumfahrt wie die berühmte Speedmaster. Zunächst als Instrument für Rennfahrer konzipiert, fand sie mit Beginn der US-amerikanischen Gemini- und Apollo-Missionen ihre neue Bestimmung. Wie die Auswahl des geeigneten Modells bei der NASA erfolgte, ist bis heute unklar – wussten die Hersteller von der Suche nach dem weltbesten Zeitanzeiger oder nicht? Wahrscheinlich ist, dass die Zeitanzeiger diverser Marken hinsichtlich ihrer Stoßsicherheit, Funktionalität in der Schwerelosigkeit und weiterer Kriterien getestet wurden – Omegas Speedmaster stellte sich dabei als Sieger heraus.

Bereits vor der ersten Mondlandung 1969, mit der das Erfolgsmodell den bekannten Beinamen „Moonwatch“ erhielt, musste der Chronograph seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. 1962 flog er am Handgelenk des Astronauten Walter Schirra erstmals in den Kosmos, drei Jahre später erfolgte die Ernennung zur offiziellen Armbanduhr der NASA. Die berühmten Bilder der Gemini 4 Mission von 1965, als Raumfahrer Ed White den ersten Spaziergang im All wagte, entstanden ebenfalls in Anwesenheit der Omega.

Omega Speedmaster Professional Moonwatch in der Version 31130423001006

1969, als Apollo 11 erstmals den Mond erreichte und die ganze Welt vor dem Fernseher saß, vertrauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin auf die Präzision der Schweizer Uhr – der Höhepunkt der Raumfahrt, aber auch der Speedmaster. Bereits seit 1966 nannte sie sich „Professional“, was angesichts der zahlreichen Einsätze mehr als passend war. Bis heute ist die Bezeichnung Speedmaster Professional auf den Zifferblättern der Kollektion zu finden.

Und was hat das mit Snoopy zu tun?

Mitte der 1960er-Jahre plante die NASA die Einführung eines Motivationsprogramms – Ziel war die Honorierung von Unternehmen oder Personen, die einen besonderen Beitrag zur Förderung der bemannten Raumfahrt leisten. Um den Menschen die oftmals als lebensfern erscheinende Raumfahrt näher zu bringen, sollte eine bekannte und in der Nation akzeptierte Figur als Maskottchen dienen – Snoopy stellte sich als ideal heraus, zumal er (vom Dach seiner Hundehütte) bereits Flugerfahrung besaß. Damit wurde der Snoopy Award geboren.

Omega und Snoopy – diese Verbindung wäre ohne die dramatische Raumfahrtmission Apollo 13 wohl nie entstanden.

Der Funkspruch des Kommandanten Jim Lovell, „Houston, wir haben ein Problem“, bezog sich nämlich auf ein gewaltiges Problem: Ein Sauerstofftank war geplatzt, wodurch die Strom- und Wassererzeugung ausfiel und der Abbruch unausweichlich wurde. Erschwerend kam hinzu, dass die Astronauten zu diesem Zeitpunkt bereits 300.000 km von der Erde entfernt waren – es herrschte Unklarheit darüber, ob eine Rückkehr zum Heimatplaneten überhaupt noch möglich ist.

Den gefährlichsten Abschnitt des Rückkehr-Manövers stellte der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre dar: In einem Zeitfenster von nur 14 Sekunden musste die Landefähre richtig gelenkt werden – andernfalls wäre sie für immer im Weltraum verschwunden, was den sicheren Tod der Astronauten bedeutet hätte. Weil die Bordelektronik nun schon ausgefallen war, wurde die Zeit mithilfe der Omega Speedmaster gemessen – ihre Präzision trug maßgeblich zur Lebensrettung der Crew bei und konnte die größte Katastrophe verhindern. Dafür bekam Omega den Snoopy Award und feiert diesen Erfolg bis heute mit Sondermodellen, die an die bewegende Mission von 1970 erinnern.

Die Legende lebt – mit der Speedmaster Moonwatch Apollo 13 Silver Snoopy Award

Zum 45. Jubiläum präsentiert die Luxusmarke 2015 mit der „Speedmaster Silver Snoopy Award“ eine Hommage an die Apollo-13-Mission. Ihre Liebe zum Detail steht ganz im Sinne der Raumfahrt und des Comic-Helden. Das schwarz-weiß gehaltene Masterpiece fragt auf dem Zifferblatt „What could you do in 14 seconds?“ und erinnert damit an den heiklen Wiedereintritt der Landekapsel. Bei der kleinen Sekunde auf 9 Uhr findet sich ein kleiner Snoopy – von einer speziellen Super-LumiNova Beschichtung überzogen, leuchtet er markant im Dunklen.

Auch die charakteristische Tachymeterskala, an der Lünette der Speedmaster angebracht, lässt sich nachts problemlos ablesen.

Der Gehäuseboden aus 925er Silber ist ein Kunstwerk für sich: Er zeigt ein ebenfalls silbernes Medaillon des Silver Snoopy, dessen Charakterzüge per Hand eingraviert wurden. Dank eines speziellen Fertigungsprozesses wird die Oxidation des Silbers beschleunigt, sodass es seine typische Farbe sofort erhält. Als Hintergrund fungiert schwarzes Emailpulver, das einen hervorragenden Kontrast zum silbernen Medaillon liefert und dank etwas Silberstaub einen magischen Glanz ausstrahlt.

Technisch liefert die Sonderausführung von 2015 alles, was man von einem Chronographen der Oberklasse erwartet: Das Kaliber 1861 gewährt Mechanik vom Feinsten, während das kunstvolle Zifferblatt von ultra-kratzfestem Saphirglas geschützt wird. Nur feinste Materialien kommen zum Einsatz: Das aus poliertem und gebürstetem Edelstahl gefertigte Gehäuse ist äußerst robust, ebenso wie die Keramik-Lünette. Wie die Geschichte der NASA zeigt, hält diese Kombination allen Widrigkeiten des Weltraums stand und fasziniert Uhrenbegeisterte weltweit. Und wer die Geschichte von Omega und Snoopy kennt, weiß: Das Erfolgsmodell hat schon mindestens drei Menschenleben gerettet. Daraus folgt: Auch Uhren können Helden sein.

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