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Moderne Handaufzugsuhren

« Neue Uhren mit nostalgischem Antrieb? »

Für Puristen mechanischer Uhren ist der Handaufzug das Maß aller Dinge. Im Gegensatz zum Automatikwerk blickt er auf eine jahrhundertelange Tradition zurück und schafft die engste Verbindung zwischen Mensch und Maschine, die ein Zeitanzeiger erreichen kann. Kein Wunder, dass Handaufzugsuhren momentan ein beispielloses Comeback feiern. Wir präsentieren sieben beeindruckende Exemplare von 825 Euro bis 400.000 Euro, die ohne Ihre Muskelkraft dem Stillstand geweiht sind.

Hamilton Khaki Aviation Pilot Pioneer Mechanical

Moderne Handaufzugsuhren besitzen oftmals einen starken historischen Bezug, wie die Hamilton Khaki Aviation Pilot Pioneer Mechanical (Ref. H76419531) demonstriert. Nach dem Vorbild eines Militärmodells gebaut, das 1973 für die Royal Air Force produziert wurde, sticht es durch sein kissenförmiges Edelstahlgehäuse mit komplettem Satinfinish ins Auge.

Hamilton Khaki Aviation Pilot Pioneer Mechanical in der Version H76419531 Moderne Handaufzugsuhren

Markant ist neben den kompakten Ausmaßen von 36 x 33 Millimetern das nüchterne Zifferblatt, welches der Dreizeigeruhr mit seiner gekörnten Oberfläche einen sachlich-funktionalen Charme beschert. Ebenfalls charmant ist die Eisenbahnminuterie, deren Indizes ebenso wie die Stunden- und Minutenzeiger mit Leuchtmasse belegt sind. Während die Frontseite über historisch akkurates Mineralglas verfügt, ist der Boden der 100 Meter wasserdichten Soldatenuhr geschlossen und bedeckt das Kaliber H-50. Ausgezeichnet durch satte 80 Stunden Gangreserve, treibt es auch andere Handaufzugsuhren wie die Khaki Field Mechanical an.

Union Glashütte 1893 Johannes Dürrstein Edition

Im Jahr 2018 anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums lanciert, ehrt die Union Glashütte 1893 Johannes Dürrstein Edition (Ref. D007.456.16.017.00) den gleichnamigen Unternehmensvater mit einem exklusiven Antrieb. Das UNG 56.01 besitzt zwar ETA-Wurzeln, glänzt aber mit einer komplett eigenständigen Finissage, 60 Stunden Gangreserve und – typisch moderne Handaufzugsuhren – einer schönen Präsentation durch einen Glasboden. Verpackt ist das Kaliber in einem 41 Millimeter großen Edelstahlgehäuse, das trotz der historischen Optik des Zifferblatts 100 Meter Wasserdichtigkeit aufweist.

Union Glashuette 1893 Johannes Duerrstein Edition kleine Sekunde in der Version D007-456-16-017-00

Apropos Zifferblatt: Unter ihrem Saphirglas hält die Johannes Dürrstein Edition eine wunderschöne Kombination aus arabischen Ziffern und drei Eisenbahnmustern bereit, die neben dem Außenrand auch die kleine Sekunde und die Gangreserve dekorieren. Ein Datumsfenster rundet den Funktionsumfang ab. Wer klassische Handaufzugsuhren in Reinkultur erleben möchte, erhält das Jubiläumsmodell zum Herstellerpreis von 2.350 Euro.

Breitling Premier B15 Duograph 42

Breitling ist keine Luxusmarke, mit der man moderne Handaufzugsuhren typischerweise assoziiert. Wie vornehm das geflügelte B sein kann, beweist der Breitling Premier B15 Duograph 42 (Ref. AB1510171C1P1): Zu Ehren der Gründerfamilie lanciert, ist der 42 Millimeter große Edelstahl-Chronograph mit dem hauseigenen Kaliber B15 bestückt. Letzteres wagt sich an die ungeheure Komplexität einer Rattrapante-Funktion (doppelter Chronographenzeiger), die eine Messung von Zwischenzeiten ermöglicht und ab den 1940er-Jahren von Breitling als Duograph bezeichnet wurde. 70 Stunden Gangreserve und ein Saphirglasboden sind inklusive.

Breitling Premier B15 Duograph 42 mit der Herstellernummer AB1510171C1P1 Moderne Handaufzugsuhren

Neben ihrer ausgefeilten Technik besitzen die Handaufzugsuhren eine wunderschöne Optik, geprägt vom blauen Zifferblatt und seinen edel glänzenden Zahlen. Besonders gelungen ist das Bicompax-Layout, das eine hohe Übersichtlichkeit wahrt und die Premier zu einer symmetrischen Augenweide macht. Mechanische Uhren dieser Klasse haben ihren Preis: 9.350 Euro müssen für die erhabene Breitling hingelegt werden.

Glashütte Original PanoReserve

Mit der Glashütte Original PanoReserve (Ref. 1-65-01-22-12-04) beweist die sächsische Luxusmarke, dass sie moderne Handaufzugsuhren in meisterhafter Weise beherrscht. Das 40-Millimeter-Edelstahlgehäuse sitzt ebenso harmonisch am Handgelenk, wie das dezentrale Zifferblatt aussieht – kleine Sekunde, Panoramadatum und Gangreserve umkreisen Stunde wie Minute auf elegante Weise. Nicht fehlen dürfen gebläute Zeiger und das edle Schimmern einer galvanisch-silbernen Oberfläche.

Betätigt man den Handaufzug der PanoReserve, setzt sich das umfassend dekorierte Manufakturwerk 65-01 in Bewegung. 42 Stunden Ausdauer sind maximal erreichbar, was weniger beeindruckend klingt als die Finissage der Glashütte Original: Eine von Hand gravierte Unruhbrücke, die Duplex-Schwanenhalsregulierung, anglierte Kanten, verschraubte Goldchatons und gebläute Schrauben zeugen von der Oberklasse der Handaufzugsuhren. Am schwarzen Louisiana-Alligatorlederband mit Faltschließe geliefert, verlässt die PanoReserve für 9.700 Euro die Glashütter Werkstätten.

Breguet Tradition

Kaum eine andere Kollektion hat moderne Handaufzugsuhren der Haute Horlogerie stärker geprägt als die Breguet Tradition. Alle Mitglieder der exklusiven Familie bestehen aus prestigeträchtigen Metallen, wie die 7057 in 18-karätigem Weißgold (Ref. 7057BB/11/9W6) demonstriert. 40 Millimeter groß, beherbergt sie das aus 215 Teilen zusammengesetzte Manufakturwerk 507 DR1, dessen Räderwerk und Unruh als lebendige Zifferblattdekoration fungieren.

Breguet Tradition in der Version 7057BB-11-9W6

Ein unverwechselbarer Look, der heutzutage synonym mit dem Namen Breguets ist und vor allem für sein exzentrisches Goldzifferblatt auf 12 Uhr bekannt ist. Letzteres inkludiert neben den markentypischen „Pomme“-Zeigern eine aufwendige Guillochierung, die von erfahrenen Handwerkern mit historischen Maschinen in das Massivgold geprägt wird. „Mechanische Uhren in Vollendung“ – was Firmengründer Abraham Louis Breguet vor 200 Jahren begann, führt die Tradition stolz fort.

Zenith Defy Zero G

Wenn uns die Horologie eines lehrt, ist es die Erkenntnis, dass jede Spitzenleistung nochmals übertroffen werden kann. Die Zenith Defy Zero G (Ref. 95.9000.8812/78.M9000) gehört zu den fesselndsten Kreationen unseres Jahrhunderts: Was zunächst nach einem gewöhnlichen Defy-Gehäuse in Tonneau-Form aussieht, ist eine 44 Millimeter große Titanhülle mit unglaublichem Inhalt. Auf sechs Uhr schwebt kein Tourbillon schwerelos im Raum, sondern ein selbst entwickeltes „Gravity Control“-Regulierorgan, das unabhängig von der Lage der Uhr immer dieselbe Position bewahrt.

Zenith Defy Zero G in der Version 95-9000-8812-78-M9000 Moderne Handaufzugsuhren

Von den 324 Werkskomponenten des El Primero 8812S entfallen allein 139 auf den gyroskopischen Käfig und sind teilweise mikroskopisch klein – man braucht eine Lupe, um die Faszination dieser Handaufzugsuhren uneingeschränkt zu erleben. Die Uhrzeit wird im oberen Zentrum angezeigt, ergänzt um eine kleine Sekunde und Gangreserve. Nach vollem Aufzug stehen 50 Stunden Ausdauer bereit.

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