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Deutsche Luxusuhren

« Beliebter denn je »

Nach wie vor haben die meisten Luxusuhrenmarken ihren Sitz in der Schweiz. Das heißt jedoch nicht, dass ihre deutschen Wettbewerber sich nicht neben ihnen auf den internationalen Märken behaupten könnten. Im Gegenteil: Deutsche Luxusuhren werden bei vielen Uhrenfans immer beliebter und sind weltweit in unzähligen Privatkollektionen vertreten. Wir stellen unseren Leserinnen und Lesern in diesem Beitrag einige der wichtigsten deutschen Uhrenmarken und -regionen vor.

Uhren aus dem Schwarzwald – nicht nur mit Kuckuck

Die Schwarzwälder Kuckucksuhr steht im Ausland beinahe ebenso klischeehaft für deutsche Produkte und deutsche Tradition wie die bayerische Lederhose, der Maßkrug voll Bier oder der Hut mit dem Gamsbart. Und ebenso wie die genannten Beispiele verdeckt sie oftmals den Blick auf die Tatsache, dass gerade der Schwarzwald weitaus mehr zu bieten hat als hölzerne Kuckucksuhren. Vielmehr ist er bis heute einer der wichtigsten Standorte der Uhrenindustrie in Deutschland, wenngleich die Zahl der Hersteller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hat und einige einst klangvolle Namen inzwischen vom Markt verschwunden sind.

Uhren aus dem Schwarzwald
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Dass ausgerechnet im Schwarzwald schon früh eine überregional bedeutende Uhrenproduktion entstanden ist, hat mehrere Gründe. Zum einen wurde diese Entwicklung durch den Holzreichtum der Region begünstigt, denn die ersten in größeren Stückzahlen handwerklich hergestellten Uhren bestanden überwiegend aus Holz. Zum anderen bildete sich im Schwarzwald relativ zeitig eine Arbeitsteilung zwischen verschiedenen, auf bestimmte Einzelteile und Komponenten spezialisierten Zulieferern und den Uhrmachern heraus, die den Produktionszeitraum für eine Uhr von einer Woche um 1750 innerhalb von etwa dreißig Jahren auf einen Tag verkürzte. Dazu kamen überregionale Vertriebsstrukturen, die zur Verbreitung der Schwarzwälder Uhren beitrugen und halfen, immer mehr und größere Absatzmärkte zu erschließen.

Junghans und Hanhart – zwei bis heute erfolgreiche Schwarzwälder Marken für deutsche Luxusuhren

Neben mehreren kleineren Firmen sind es heute vor allem die beiden Uhrenhersteller Junghans und Hanhart, die die Tradition der Schwarzwälder Uhrenindustrie fortführen. Interessanter Weise ist Hanhart heute eine deutsche Uhrenmarke, ihre Ursprünge liegen jedoch in der Schweiz. Das Unternehmen war 1882 von Johann Adolf Hanhart im schweizerischen Diessenhofen gegründet, 20 Jahre später jedoch nach Schwenningen im Schwarzwald verlagert worden. Grund dafür sollen vor allem Schwierigkeiten bei der Rekrutierung einer ausreichenden Zahl von Uhrmachern in der Schweiz gewesen sein.

Hanhart Primus Pilot in der Version 740-510-0020 in Edelstahl mit ADLC-Beschichtung Hanhart Primus Racer in der Version 741-240-0020

Am neuen Standort entwickelte sich die Firma schnell zur größten Manufaktur der Umgebung und konnte in den 1920er Jahren weltweite Aufmerksamkeit auf sich lenken, als sie die erste für größere Kundenkreise erschwingliche Stoppuhr der Welt auf den Markt brachte. Heute hat Hanhart seinen Sitz in Gütenbach und ist vor allem für Stoppuhren und hochwertige Chronographen bekannt. Neben modernen Pilotenuhren und Fliegerchronographen umfasst Hanharts Kollektion heute auch eine Reihe von Modellen im Retro-Design.

Sie erinnern an die sehr erfolgreichen Eindrücker-Chronographen, die in den 1930er und 1940er Jahren an die Marine und an die Luftwaffe geliefert worden waren, und an die Fliegeruhren, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg für einen erneuten Aufschwung der Marke sorgten. Im Unterschied dazu ist Junghans – vor dem Ersten Weltkrieg zeitweise sogar Weltmarktführer in der Uhrenproduktion – heute vor allem für deutsche Uhren im Bauhausstil sowie für den Einsatz innovativer Technologien wie der Funksteuerung oder der Solarenergienutzung bei Luxusuhren bekannt.

Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027-4601-00 Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027-7800-00

Die Kooperation mit dem berühmten Bauhausschüler, Designer und Architekten Max Bill wirkt in der Modellpalette bis heute nach und bringt bis in die Gegenwart immer wieder Entwürfe hervor, die durch ihre dezente Schlichtheit und die Fokussierung auf das Wesentliche begeistern.

Glashütter Uhrenhersteller – sächsische Konkurrenz für die führenden Schweizer Marken

Ein Städtchen, das deutlich weniger als 10.000 Einwohner hat und im Tal der Müglitz im Osterzgebirge liegt, – das ist der Ort, an dem einige der teuersten Armbanduhren der Welt gefertigt werden. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist Glashütte das Zentrum sächsischer Uhrenherstellung schlechthin – und inzwischen wohl der weltweit bekannteste Produktionsort für deutsche Luxusuhren.

Glasthuette Original Senator Kalenderwochein der Version 100-05-11-01-04 Union Glashuette Noramis 40mm Limited Edition in der Version D900-407-76-087-09

Von Marken wie Glashütte Original, Union, Nomos, Mühle und Bruno Söhnle werden dabei nicht nur die oberste Spitze, sondern auch alle anderen Preiskategorien für Luxusuhren abgedeckt. Der bis heute anhaltende Erfolg der Glashütter Uhrenindustrie ist übrigens ein Beispiel für die überaus gelungene Transformation einer einstigen Bergbauregion. Der Silberbergbau, der Sachsen einst reich gemacht hatte, war in Glashütte stets weniger ertragreich gewesen als an zahlreichen anderen Standorten im Erzgebirge. Und im 19. Jahrhundert zeichnete sich schließlich ab, dass es früher oder später ganz damit zu Ende gehen würde. Die königlich-sächsische Regierung erkannte das Problem und war bestrebt, Alternativen zu fördern.

Als Geburtsstunde der Glashütter Uhrenindustrie gilt die Initiative von Ferdinand Adolf Lange, der selbst eine solide Uhrmacherausbildung an der Technischen Bildungsanstalt zu Dresden durchlaufen und sein Wissen in der Schweiz vervollkommnet hatte. 1845 begann er mithilfe eines Darlehens der sächsischen Regierung mit dem Aufbau einer eigenen Uhrenproduktion in Glashütte und mit der systematischen Ausbildung junger Uhrmacher. Neben traditionsreichen Glashütter Marken wie Lange, Union und Glashütte Original gibt es heute auch einige noch relativ junge Hersteller, die deutsche Uhren für den Luxusuhrenmarkt fertigen. Mühle, ein renommierter Anbieter von nautischen Instrumenten und Marinechronometern, bietet längst auch eine vielfältige Palette hochwertiger Armbanduhren an.

MUEHLE Glashuette Teutonia Sport I in der Version M1-29-63-NB NOMOS Glashuette Zuerich Weltzeit Nachtblau in der Version 807 mit Saphirglasboden

Die noch relativ junge Manufaktur Nomos verbindet traditionelles Uhrmacherhandwerk mit einem ganz eigenen, modernen Design, das ihren Produkten einen hohen Wiedererkennungswert – und eine seit Jahren wachsende Fangemeinde – beschert. Und mit dem Uhrenatelier Bruno Söhnle gibt es im Kreis der Glashütter Uhrenhersteller auch eine Marke, die sich vor allem auf hochwertige deutsche Uhren zu erschwinglichen Preisen konzentriert.

Sinn Spezialuhren: deutsche Luxusuhren aus der Finanzmetropole

Der 1961 von Helmut Sinn gegründete Uhrenhersteller Sinn Spezialuhren nimmt auf dem Markt für deutsche Luxusuhren in gewisser Weise eine Sonderstellung ein. Denn seine Existenz ist nicht einem regionalen Trend oder einer behutsam stimulierten Industrialisierung zu verdanken, sondern allein dem unternehmerischen Geist und dem hohen Qualitätsanspruch eines begeisterten Piloten und Fluglehrers. Dieser startete 1961 in Frankfurt-Rödelheim seine eigene Uhrenproduktion und fokussierte sich dabei zunächst auf Pilotenuhren und Fliegerchronographen.

Die Bezeichnung „Spezialuhren“ deutet bereits darauf hin, dass die meisten Modelle, die diese deutsche Uhrenmarke aus Frankfurt produziert, speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen zugeschnitten sind.

So gibt es neben Fliegeruhren beispielsweise sogenannte Einsatzzeitmesser, die etwa bei Militär sowie bei Polizeikräften und Rettungsdiensten Verwendung finden, Taucheruhren und, last but not least, die bekannten Frankfurter Finanzplatzuhren.

Letztere sind nicht nur elegante Luxusuhren, sondern vor allem auch sehr praktisch für all jene, die im Geschäftsleben häufig Kalenderfunktionen oder Anzeigen zusätzlicher Zeitzonen benötigen. Ein besonderes Charakteristikum der Marke Sinn besteht darin, dass sie zahlreiche technische Lösungen und Materialien verwendet, die im eigenen Haus entwickelt worden sind,- und zwar häufig vom Unternehmensgründer selbst oder zumindest unter seiner maßgeblichen Mitwirkung.

Sinn 910 Jubilaeum in der Version 910-010 Sinn 1800 Damaszener Limited Edition in der Version 1800-040

Einige bekannte Beispiele dafür sind etwa die Ar-Trockenhaltetechnik zur Erhöhung der Funktions- und Beschlagsicherheit, die Tegiment-Technologie zur Verbesserung der Kratzfestigkeit von Oberflächen oder die Temperaturresistenztechnologie, die ein problemloses Funktionieren mechanischer Uhren in einem Temperaturbereich von minus 45 bis plus 80 Grad Celsius möglich macht.

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