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160 Jahre Junghans: Uhrinstinkt gratuliert

Seit der Gründung im Jahr 1861 prägt Junghans die deutsche Uhrenwelt wie kein zweiter Hersteller: Anfangs als beschauliche Teilefabrik eröffnet, wird die Marke um 1900 zum weltweit größten Uhrenproduzenten und schreibt mit legendären Kollektionen wie Meister und Max Bill Geschichte. Zum runden Firmenjubiläum gratulieren wir den Schrambergern herzlich und zeigen die spannenden Sondermodelle, die anlässlich des Jubiläums 160 Jahre Junghans erscheinen.

Form A Edition 160

Um 160 Jahre Junghans zelebrieren zu können, muss man die Heimat der traditionellen Manufaktur betrachten. Tiefe Wälder, ansässige Tiere wie der Auerhahn und die berühmte Schwarzwaldtanne geben dort den Ton an. Ein Landschaftsbild, das zwei Auflagen der Junghans Form A als Edition 160 in den Mittelpunkt stellen: Jeweils auf 600 Exemplare limitiert, erscheinen die 39,3 Millimeter großen Automatikmodelle in einem schwarzbeschichteten Edelstahlgehäuse und besitzen ein extrem geradliniges, reduziertes Zifferblatt. Letzteres ist ebenfalls mattschwarz und stellt eine Hommage an das deutsche Industriedesign dar. Käufer wählen zwischen Flora und Fauna: Während die Ref. 27/4131.00 mit roten Akzenten, Lodenstoffband und Auerhahn-Motiv auf dem Gehäuseboden erscheint, setzt die 27/4132.00 auf braune Kontraste, ein Lederband mit Baumrindenstruktur und den Querschnitt einer Schwarzwaldtanne auf der Rückseite. Beide Varianten sind nummeriert, besitzen Saphirglas und feiern 160 Jahre Junghans für 940 Euro am eigenen Handgelenk.

Junghans Form A Titan Junghans Form A Edition 160 Limited Edition

Meister Gangreserve Edition 160

Seltener sind die drei Sondermodelle der Meister Gangreserve Kollektion. 160 Jahre und jeweils 160 Stück – ein Motto, das genauso simpel ist wie die Ästhetik des Zifferblatts. Dort erwarten den Besitzer typische Meister-Gesichtszüge wie leuchtbeschichtete Dauphine-Zeiger, hauchdünne Markierungen und vier applizierte Indizes. Exakt über der Sechs-Uhr-Position begrüßt uns eine balkenförmige Gangreserveanzeige, die erstmals in den 1950er-Jahren erschien und die verbleibende Power des Automatikwerks J810.2 im Stile eines Thermometers darstellt. Interessenten entscheiden sich zwischen einem mattsilbernen Zifferblatt mit vergoldetem (Ref. 27/7113.02, 1.490 Euro) oder klassischem (Ref. 27/4112.46, 1.490 Euro) Edelstahlgehäuse sowie einer dunkelblauen Ausführung in klassischem Edelstahl (Ref. 27/4114.02, 1.390 Euro). Alle Versionen sind 40,4 Millimeter groß, verfügen über einen Sichtboden und ehren 160 Jahre Junghans mit markentypisch gewölbtem Saphirglas.

Junghans Meister Gangreserve Junghans Meister Gangreserve

Meister S Chronoscope Platin Edition 160

Die exklusivste Rarität der 160-Jahre-Kollektion erwähnt ihre Besonderheit bereits im Namen: Ein massives 950er-Platingehäuse mit 45 Millimetern Durchmesser, dessen Krone und Drücker ebenso aus dem silbrigen High-End-Metall bestehen wie der geschlossene, siebenfach verschraubte Gehäuseboden. Berücksichtigt man zusätzlich noch die 15,9 Millimeter Höhe, wird der üppige Charakter des schweren Chronographen umso deutlicher. Im Zifferblatt der 160 Jahre Junghans treffen wir auf eine interessante Effektlackierung, deren mattes Silber zum Rande hin sanft gräulich wird. Wie selten die Junghans Meister S Chronoscope Platin Edition 160 wirklich ist, gibt der 12-Stunden-Chronographenzähler bei sechs Uhr preis: Dort prangt die Aufschrift „Nr.“ auf der Zahl, die mit der Produktionsnummer des jeweiligen Unikats übereinstimmt. Folglich werden nur zwölf Exemplare der 160-Jahre-Platinuhr (Ref. 27/9102.00) gebaut. Leidenschaftliche Junghans-Liebhaber können das bis zu 150 Meter wasserdichte Meisterstück zu einem Herstellerpreis von 16.000 Euro erwerben – vorausgesetzt, es ist noch verfügbar.

Meister Signatur Handaufzug Edition 160

Rund die Hälfte dieses Preises kostet die Meister Signatur Handaufzug Edition 160, liegt mit 8.160 Euro aber immer noch Welten über dem typischen Zeitanzeiger aus Schramberg. 160 Jahre Junghans feiert sie mit einem 39 Millimeter großen, 18-karätigen Roségoldgehäuse, dessen beidseitig entspiegelter Saphirglasboden Einblicke ins historische Handaufzugswerk J620 gewährt. Eine wunderschöne, goldfarbene Komposition aus großer Unruh, sichtbarem Federhaus und feinen Anglierungen. Komplikationen besitzt die goldene 160-Jahre-Edition nicht, was eine wunderschöne Simplizität und Symmetrie im Zifferblatt ermöglicht. Dessen versilberte Oberfläche ist mit einer diamantgeschliffen Goldminuterie und ebenso fein verarbeiteten Dauphinezeigern versehen. Ein besonderes Schmankerl ist die historisch anmutende „Junghans“-Signatur, die das Markenlogo ersetzt und der Special Edition ihren Namen verleiht. Bis zu 100 Meter wasserdicht, zelebriert die Meister Signatur (Ref. 27/9103.00) den Junghans Geburtstag an einem Lederband mit goldener Dornschließe. 160 Stück werden produziert.

Meister Signatur Handaufzug Edition 160
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Max Bill Edition Set 60

Weil die legendäre Vorstellung der Max Bill Uhren genau 100 Jahre nach der Firmengründung erfolgte, werden 2021 nicht nur 160 Jahre Junghans, sondern auch 60 Jahre Max Bill gefeiert. Zu diesem Anlass haben sich die Schramberger etwas Außergewöhnliches überlegt: Eine Box mit drei anthrazit-beschichteten Editionen des Bauhaus-Klassikers. Jede enthaltene Max Bill hat Saphirglas, 38 Millimeter Durchmesser und eine separate Präsentationsverpackung vorzuweisen, während sich die Unterschiede auf technische Eigenschaften beschränken. So setzt die Ref. 58/4100.02 auf ein Funkwerk mit ewigem Kalender und smarter Steuerung über die hauseigene MEGA App, während die mechanischen Ref. 27/4108.02 und 27/3190.02 ein simples Datum beziehungsweise eine dezentrale Stunden- wie Sekundenanzeige umfassen. Alle Mitglieder des Sets besitzen ein mattweißes Zifferblatt mit hervorgehobener „60“ im oberen Zentrum und orangener Leuchtmasse. Wer 160 Jahre Junghans im Dreierpack zelebrieren möchte, erhält die Max Bill Saphirglas-Modelle für 4.060 Euro. 1.060 Boxen werden verkauft.

Junghans Max Bill Edition Set 60

Meister Fein Automatic

Die Meister Fein ist kein 160-Jahre-Jubiläumsmodell, erscheint aber pünktlich zur Feier des Tages und markiert für uns eine aufregende Erweiterung der traditionsreichen Kollektion. Ihre moderne Kühle und minimalistische Strenge zeigt, wie die Zukunft der Junghans Meister Kollektion aussehen könnte. Im Zifferblatt, das zum Auftakt in sonnengeschliffenem Schwarz (Ref. 27/4154.00) und Silber (27/4153.44) sowie in mattem Weiß (27/4152.00) erscheint, ist der Name Programm: Feinste Indizes, zerbrechlich wirkende Zeiger und ein kleines Datum garantieren der 39,5 Millimeter großen Dresswatch die notwendige Beschränkung aufs Wesentliche. Saphirglas auf der Front- und Mineralglas auf der Rückseite sorgen für klaren Durchblick und gönnen dem vertrauten Automatikwerk J800.1 beim Herumdrehen etwas Tageslicht. Weil die Meister Fein keine 160-Jahre-Edition ist, entfällt eine Limitierung und der Preis liegt bei 1.190 Euro (1.290 für den silbernen Sonnenschliff). Wir sind gespannt, welche Neuerungen uns im Jahr der 160-Jahre-Junghans-Feier noch erwarten werden.

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