Acht-Tage-Werk
Armbanduhr mit übergroßem Federhaus. Die Antriebskraft der Zugfeder reicht für mindestens eine Woche. Ein seltenes Werk.
Uhrenlexikon
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Armbanduhr mit übergroßem Federhaus. Die Antriebskraft der Zugfeder reicht für mindestens eine Woche. Ein seltenes Werk.
Zeitanzeige mit Zifferblatt und Zeigern.
Der Anker empfängt vom Ankerrad den Kraftimpuls und gibt ihn an die Unruh weiter. Beim Schweizer Ankergang liegen die Drehpunkte von Ankerrad, Anker und Unruh in einer Geraden. Ist dies nicht der Fall, spricht man von einem lateralen Anker.
Eine freie Hemmung, die in allen hochwertigen Armbanduhren zu finden ist.
Uhren werden vorwiegend durch antimagnetische Bauteile vor magnetischen Einflüssen geschützt. Das Ingenieur-Modell der IWC etwa war gegenüber magnetischen Einflüssen bis 500.000 A/m unempfindlich.
Beim automatischen Aufzug wird die Zugfeder über eine Schwungmasse durch die Armbewegung gespannt.
Rechteckiges, besonders schmales Werk für Damen-Schmuckuhren. Ein zusammengedrängtes Räderwerk, angeordnet auf zwei Ebenen.
In älteren Armbanduhren verhindern Begrenzungsstifte das zu weite Ausschwingen der Ankergabel. In neueren Uhren wurden sie durch Ausfräsungen in der Grundplatine ersetzt.
Auch B-Uhr genannt: ein großes Armband-Chronometer mit anhaltbarer Zentralsekunde zum exakten Einstellen der Uhrzeit. Im Zweiten Weltkrieg von den Luftstreitkräften Deutschlands und der Schweiz verwendet.
Metall zur Herstellung der Glucydur-Unruh.
Kompensierte früher Temperaturschwankungen, die sich ungünstig auf den Gang der Uhr auswirken.
Eine spezielle Unruhspirale mit aufgebogener Endkurve — lange Zeit ein Merkmal von Präzisionsuhren.
Teil des Rohwerks zur Lagerung von Rädern, mit zwei Schrauben fixiert. Es gibt Aufzugsbrücke und Räderwerkbrücke. Siehe auch Kloben.
Rundgeschliffener Zierstein, häufig in der Aufzugskrone.
Kurzform für „calibre“ — französisch für Uhrwerk oder Kaliber. Meist mit Herstellerbezeichnung und Nummer (z. B. ETA 2892-2), oft mit Größenangabe (z. B. 13''). Die Bezeichnung „R“ steht für „rectangulaire“ (rechteckig).
Bei hochwertigen Armbanduhren in Gold gefasste Rubinlager, bisweilen mit zwei oder drei Schrauben in der Platine befestigt (verschraubte Lager).
Armbanduhr mit Zusatzmechanismus zum Stoppen von Zeiten — bis zu 30 oder 45 Minuten, in komplexeren Modellen bis zu zwölf Stunden. Der Chronographen-Zeiger ist zentral gelagert; für Minuten- und Stunden-Stop dienen Hilfszifferblätter. Man unterscheidet Konstruktionen mit Schaltrad und mit Kulissenschaltung.
Hochwertige Uhr, in verschiedenen Lagen und bei unterschiedlichen Temperaturen reguliert. Die Ganggenauigkeit wird durch ein offizielles Institut geprüft und mit einem Zertifikat bestätigt.
Die Datumsanzeige fand sich zunächst mit zentralem Zeiger und Zahlenkranz am Außenrand des Zifferblatts. Heute überwiegend digital im Fenster, meist bei der Stundenmarke „3“.
Reduziert zusätzlich die Reibung des Lagers und begrenzt das Achsenspiel (Höhenluft). Im Unruhlager immer, gelegentlich auch im Ankerradlager verwendet.
Messing- oder Stahlplättchen zur Aufnahme des Decksteins, mit einer oder zwei Schrauben fixiert.
Zeitanzeige mit Ziffern statt Zeigern — im Fenster oder am Display.
Auch Rattrapante genannt: ein Chronograph mit zwei übereinanderliegenden Zeigern zum Messen von Zwischenzeiten. Der Schleppzeiger kann per Drücker angehalten und wieder mit dem Hauptzeiger in Deckung gebracht werden.
Höchst komplizierter Mechanismus, der den gesamten Kalender automatisch schaltet — von verschiedenen Monatslängen über Wochentag und Monat bis zu Schaltjahren. Meist mit Mondphasenanzeige. Nur in Kleinststückzahlen gefertigt. Siehe auch Vollkalenderuhr.
Form der Feinregulierung: Der Zeiger auf dem Unruhkloben bildet eine Gabel, an deren Ende eine Schraube sitzt. Ihr Verdrehen erlaubt eine Mikrometer-Regulierung des Gangs.
Verbindet Uhr und Armband. Federnd in den Bohrungen der Bandanstöße gelagert. Im Einsatz seit den 1930er-Jahren.
Gleicht die Unterschiede im Gang der Uhr aus. Uhren werden von Spezialisten in verschiedenen Lagen und bei verschiedenen Temperaturen feingestellt — meist mit einem Feinregulator zum mikrometerweisen Verschieben des Rückerzeigers.
Bezeichnet die einseitige Lagerung eines Rades, ohne gegenüberliegendes zweites Lager. Wird bei besonders flachen Konstruktionen eingesetzt.
Uhrwerke, deren Grundriss von der Kreisform abweicht — oval, rechteckig oder geformt. Ein Ausdruck der eigenständigen Entwicklung der Armbanduhr. Die Maßangabe bezieht sich auf die Breite des Kalibers.
Die Schwingungszahl der Unruh, heute in Hertz angegeben (1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde). Häufige Frequenzen in mechanischen Armbanduhren: 2,5 Hz · 2,75 Hz · 3 Hz · 4 Hz · 5 Hz — entsprechend 18.000 bis 36.000 Halbschwingungen pro Stunde.
Reizvolle Zusatzindikation, die den Stand der Gangreserve sichtbar macht. Mit Einführung des Selbstaufzugs populär geworden, aber bis heute verhältnismäßig selten.
Qualitätssiegel besonders hochwertiger Produkte Genfer Hersteller. Zeigt das Wappen der Schweizer Stadt und steht stets für Chronometer-Qualität. Ein ähnliches Gütesiegel gibt es in Besançon.
Abkürzung für Greenwich Mean Time — die mittlere Sonnenzeit am Nullmeridian in Greenwich, London. Ausgangspunkt für die Einteilung der Erde in 24 Zeitzonen. Klassiker dieser Komplikation: die „GMT“ von Rolex.
Aufzug über die seitlich angebrachte Krone. Beim Wippenaufzug in einfachen Uhren erfolgt die Umschaltung zum Zeigerstellen über eine Wippe; beim technisch aufwändigeren Kupplungsaufzug besorgt diese Funktion das Kupplungsrad.
Bei isochroner Schwingung der Unruh ist die Schwingungsdauer unabhängig von der Schwingungsweite — die Schwingung ist zeitgleich. Lange ein zentrales Thema der Uhrmacherkunst.
Bezeichnung für die beweglichen Figuren auf dem Zifferblatt einer Repetitionsuhr.
Englische Bezeichnung für die Steinanzahl im Werk — z. B. „SEVENTEEN (17) JEWELS“. Siehe Lagersteine.
Siehe cal.
Steinlose Löcher im Uhrwerk, in denen die Wellenenden von Zahnrädern oder Trieben laufen. Vor allem in Billiguhren zu finden.
Zusatzmechanismus, der nur von Spezialisten gefertigt werden kann. Dazu zählen Repetition, Ewiger Kalender und Chronograph.
Siehe Handaufzug.
Bei Armband-Chronographen die einfachere Konstruktion ohne Schaltrad — gesteuert über einen Schalthebel. Fand erst nach dem Zweiten Weltkrieg Verwendung.
Geringfügige Abweichungen im Gangverhalten einer Armbanduhr in verschiedenen Lagen — resultierend aus Lagerreibung, Unwucht der Unruh und dem Schwerpunkt der Spirale.
Aus Rubinen — heute vorwiegend synthetisch hergestellt. Verringern Verschleiß der Wellenenden (Zapfen) und vermindern die Reibung. Heute ohne Hülse in die Platine gepresst, mit Vertiefung zur Aufnahme des Schmiermittels (Ölsenkung).
In Kleinstserien oder zu besonderen Anlässen hergestellte komplizierte Armbanduhren — meist fortlaufend auf Zifferblatt oder Gehäuseboden nummeriert (z. B. 150/500).
Längenmaß in der Uhrmacherei. 1 Linie (1'') = 2,256 mm. Übliche Größen für Armbanduhr-Kaliber liegen zwischen 5 ½'' und 13''.
Robuste Armbanduhren, ab 1912 mit Radium-Leuchtzeigern und -Zahlen, viele mit Schutzgitter über dem Uhrglas und schwarzem Kontrastzifferblatt. Spätere Modelle erhielten fallweise eine 24-Stunden-Anzeige — etwa für die amerikanischen Fallschirmjäger.
In der Regel das mittig platzierte Zahnrad mit Minutenzeiger. Übernimmt mit seinem Trieb die Kraft vom Federhaus und gibt sie an das Kleinbodenrad weiter.
Beliebte Komplikation: Der Mond wandert durch einen Fensterausschnitt mit Nachthimmel und zeigt die wechselnden Mondphasen während der durchschnittlich 29,5 Tage dauernden Lunation.
Spirale aus der Legierung Nivarox (Eisen, Nickel, Chrom, Titan, Beryllium). Nicht rostend, nicht magnetisch, elastisch und hart wie Stahl — und unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Löste die teurere Kompensationsunruh ab.
Teile des Steinankers, bestückt mit zwei synthetischen Rubinen. Sie sind im schrägen Winkel geschliffen, damit die Ankerradzähne entlangrutschen können. Bei Kleinuhren grundsätzlich aus Rubin — werden bei der Steinezahl mitgezählt.
Übernimmt vom Federhaus die Energie und leitet sie über Triebe und Zahnräder an das Ankerrad weiter. In Armbanduhren: Minutenrad, Kleinbodenrad und Sekundenrad.
Siehe Doppelzeiger-Chronograph.
Optimierung des Gangs durch Veränderung der wirksamen Länge der Spiralfeder mithilfe des Rückers. Gute Uhren sind in zwei Lagen reguliert („2 ADJUSTMENTS“). Siehe auch Feinreglage.
Modelle aus den Zwanziger- und Dreißigerjahren werden oft neu aufgelegt — meist mit modernen Automatikwerken und keine exakten Kopien. Originale unterscheiden sich u. a. durch das Fehlen der Stoßsicherung der Unruh.
Die Zifferblattindikationen sind nicht kreisförmig angeordnet. Der Zeiger springt am Ende der Skala wieder in die Ausgangslage zurück.
Galvanischer Metallüberzug aus Rhodium (Platingehalt) — als Oberflächenschutz und zur Verschönerung hochwertiger Uhrwerke. Verleiht ein glänzendes, silberfarbenes Aussehen.
Befindet sich auf dem Unruhkloben und ist verstellbar. Mit ihm wird der Gang der Uhr reguliert. Früher mit Zeigerfortsatz zur besseren Erkennbarkeit der Position auf der Plus-Minus-Skala.
Bei Chronographen die hochwertigere von zwei Konstruktionen. Aus Stahl gefertigt, mit sieben bis neun kräftigen Stiftzähnen. Steuert Start- und Stoppfunktionen und verhindert unbeabsichtigte Nullstellung.
Bei frühen Armbanduhren, fallweise bis in die späten 1930er-Jahre zu finden. Scharnierlose Gehäuse hatten bis Mitte der 1920er-Jahre oft einen Justierstift zur Ausrichtung beim Schließen.
Erlaubt das schnelle Einstellen des Datums über die Krone — ohne dass die Uhrzeiger über 24 Stunden weitergedreht werden müssen.
Spezialregulator zum Feinstellen einer Uhr. Eine Feder in Schwanenhalsform setzt den Rückerzeiger unter Druck, eine feine Schraube sichert die Position.
Bei mechanischen Armbanduhren macht der Sekundenzeiger pro Sekunde fünf Schritte, bei Quarzuhren nur einen. Die Stoppsekunde bringt Zeiger und Unruh zum Stillstand für sekundengenaues Stellen. Die „blitzende“ Sekunde („seconde foudroyante“) dreht sich in vier oder fünf Sprüngen pro Sekunde einmal um ihre Achse. Siehe auch Zentralsekunde.
Gibt die Kraft auf das Trieb des Ankerrads weiter.
Teil des Kronenaufzugs und des Gesperrs (Sperrrad, Klinke, Sperrfeder). Sitzt auf der Federhausbrücke, aus Stahl gefertigt.
Manufakturen wie Patek Philippe oder IWC führen Geschäftsbücher mit allen relevanten Daten ausgelieferter Uhren. Gegen Bearbeitungsgebühr wird für jede Uhr ein Stammbuchauszug ausgestellt.
Vereinfachte Ankerhemmung ohne Steinpaletten — in einfacheren Uhren zu finden.
Schützt vor allem die empfindlichen Zapfen der Unruhwelle. Am bewährtesten sind elastische Steinlager wie das System Incabloc.
Zahnrad zur Kraftübertragung mit mehr als sechs, aber weniger als 20 Zähnen.
Auch Balance oder Gangregler genannt: ein taktgebendes Schwungrad, das das gleichmäßige Vorrücken der Zeiger ermöglicht. Führt die Spiralfeder immer wieder in die Ruhelage zurück. Wird in Rubinlagern gehalten — die Wellenstärke beträgt etwa 0,10 mm.
Zeigt Wochentag und Monat an. Wochentage müssen wegen unterschiedlicher Monatslängen manuell korrigiert werden. Viele Modelle sind mit einer Mondphasenanzeige ausgestattet. Siehe auch Ewiger Kalender.
Armbanduhr mit Skalenscheibe der 24 Zeitzonen, markiert durch Städtenamen. Siehe auch GMT.
Die Enden einer Räder- oder Triebwelle, die in Rubinen oder steinlos gelagert sind. Siehe auch Lagersteine.
Dient der Zeitanzeige: Viertelrohr mit Zahnkranz, Wechselrad, Stundenrad und Zeigerstellrad. Die Drehbewegung des Minutenrads wird im Verhältnis 12:1 auf das Stundenrad übertragen.
Der Sekundenzeiger wird zentral vom Zifferblatt aus angetrieben — wie Stunden- und Minutenzeiger. Anfangs in Billiguhren zu finden, ab Mitte der 1930er-Jahre auch bei hochwertigen Armbanduhren. Bei dezentraler Sekunde erfolgt die Anzeige über ein kleines Hilfszifferblatt.
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