Zenith Pilot

« Fliegeruhren von nostalgisch bis modern »

In der Geschichte der meisten großen Uhrenmarken gibt es einige Ereignisse oder Produkte, die so stark im Fokus stehen, dass andere Highlights dagegen bisweilen etwas in den Hintergrund geraten. Im Falle der Manufaktur Zenith denken Uhrenkenner wohl in erster Linie an Zentih El Primero – das erste Chronographenwerk mit automatischem Aufzug. Doch die Marke hat auch eine Reihe von faszinierenden Fliegeruhren im Sortiment, die mehr als nur einen Blick wert sind. Zenith Fliegeruhren sprechen Luftfahrt-Nostalgiker ebenso an wie jene, die sich für modernste Technik in der Uhrmacherei wie in der Luftfahrt begeistern.

Himmelsstürmer aus Le Locle

Die Uhrenmanufaktur Zenith, die im Jahr 1865 von Georges-Favre-Jacot gegründet worden war, firmiert seit 1911 unter ihrem heutigen Namen, der sich auf den – aus Sicht eines irdischen Betrachters – höchsten Punkt seines Universums bezieht und damit zugleich den hohen Anspruch der Marke deutlich macht. Seit jener Zeit ziert auch der berühmte fünfzackige Stern das Logo des Labels sowie zahlreiche Zifferblätter. Dass die Manufaktur es verstand, auch in ganz irdischen Dingen nach den Sternen zu greifen, demonstrierte sie am 10. Januar 1969.

Zenith Pilot Big Date Special in der Version 032410401021C722 Zenith Pilot Big Date Special in der Version 032410401021M2410

An diesem denkwürdigen Tag der Uhrengeschichte wurde das in der Zenith-Manufaktur geschaffene automatische Chronographenwerk El Primero öffentlich vorgestellt, womit sein Hersteller die Konkurrenz von Breitling und Hamilton-Büren sowie aus dem fernen Japan auf die Plätze verweisen konnte.

Bis heute gilt dieses Werk mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde als das bekannteste seiner Klasse.

Es überzeugt nach wie vor durch seine Leistungsparameter und seine hohe Fertigungsqualität, die der seit 1999 – zusammen mit Tag Heuer – zum französischen LVMH-Konzern gehörenden Marke ihren festen Platz im Luxusuhrensegment sichern.

Fliegeruhren für höchste Ansprüche

Für diejenigen, die dem Scheitelpunkt des Firmaments selbst gerne etwas näher sind oder zumindest eine gewisse Affinität zur Luftfahrt besitzen, haben die Uhrmacher der Manufaktur mit dem Sternenlogo die Kollektion Zenith Pilot kreiert. Sie versteht sich als eine Hommage an die Pioniere der Aviatik und erinnert daran, dass das Unternehmen schon in den Anfangsjahren der Fliegerei Bordinstrumente für Flugzeuge herstellte. Natürlich hat sich die Luftfahrttechnik im Laufe von gut einem Jahrhundert erheblich weiterentwickelt, doch die Faszination des Fliegens ist ungebrochen. Ebenso unverändert ist die Erwartung an Fliegeruhren, sich durch eine besonders hohe Präzision und Zuverlässigkeit auszuzeichnen.

So stehen die Fliegeruhren des Labels für eine Tradition, die weit bis vor das Computerzeitalter zurückreicht und die Fans raffinierter mechanischer Meisterwerke bis heute begeistert.

Die Pilot Type 20 Montre D’Aéronef

Besonders deutlich wird das am Beispiel der Pilot Type 20. Diese Uhren zeichnen sich durch ein Design aus, das bei unverkennbaren nostalgischen Anklängen eine hervorragende Ablesbarkeit bietet, wie sie seit jeher für Fliegeruhren typisch – und auch notwendig – ist. Beste Voraussetzungen dafür schafft der für eine Drei-Zeiger-Uhr mit Zentralsekunde relativ große Zifferblattdurchmesser von 45 Millimetern, der sonst eher bei Chronographen anzutreffen ist. So bietet das schwarze Zifferblatt ausreichend Platz, um die Ziffern der Stundenindizes ausreichend groß darzustellen und großzügig mit Leuchtmasse zu versehen, damit sich die aktuelle Uhrzeit selbst in der Dämmerung oder bei Dunkelheit gut ablesen lässt.

Zenith Pilot Montre D'Aeronef Type 20 Extra Special in der Version 032430300021C738

Die relativ große Krone erinnert gleichfalls an die Frühzeit der Luftfahrt. Da die Piloten seinerzeit noch in offenen oder zumindest nur unzureichend gegen Kälte isolierten Cockpits unterwegs waren, waren sie auf warme, schützende Kleidung einschließlich der dazugehörenden Handschuhe angewiesen. Mit Letzteren ließ sich eine Uhr jedoch nur dann stellen oder aufziehen, wenn die Krone größer als bei herkömmlichen Armbanduhren dimensioniert wurde. Heute ist dieses Detail natürlich eher dekorativer Natur, denn erstens bieten die Arbeitsplätze von Piloten heute deutlich komfortablere Bedingungen, und zweitens wird die Zenith Pilot Type 20 wird von einem Werk des Kalibers 3000 angetrieben, das über eine automatischen Aufzug und eine Gangreserve von bis zu 42 Stunden verfügt, sodass ein Aufziehen während des Fluges gar nicht erforderlich wäre.

Zenith Pilot Montre D'Aeronef Type 20 Annual Calendar in der Version 032430405421C721 Zenith Pilot Montre D'Aeronef Type 20 GMT in der Version 03243069321C723

Die Wasserdichtigkeit von bis zu 100 Metern ist ebenfalls ein kleiner, aber feiner Unterschied zu den Uhren der Piloten vor rund 100 Jahren. Sie macht es möglich, das faszinierende Instrument selbst beim Duschen oder Schwimmen am Arm zu behalten. Getragen wird die Zenith Pilot ganz klassisch am Lederband mit Dornschließe, wobei die Vintage-Optik des Leders die nostalgische Anmutung unterstreicht.

Zahlreiche Modellvarianten erhältlich

Neben der Drei-Zeiger-Basisversion ist die Pilot Type 20 in zahlreichen weiteren Varianten erhältlich. So gibt es zum Beispiel eine GMT-Version mit kleiner Sekunde, in welcher ein Werk des Kalibers 693 mit bis zu 50 Stunden Gangreserve verbaut ist, sowie die auf Wunsch auch mit einem stilvollen Milanaiseband gelieferte Zenith Pilot Big Date Special, die neben einer kleinen Sekunde und einer Chronographenfunktion noch mit einem Panoramadatum ausgestattet ist.

Bei letzterem Modell liefert das berühmte Kaliber El Primero 4010 für bis zu 50 Stunden die notwendige Energie. Die Zenith Pilot Montre D’Aéronef Type 20 Annual Calendar hingegen, ebenfalls ein Chronograph, besitzt bei der drei zwei zusätzliche Fenster, in denen jeweils Wochentag und Monat angezeigt werden. Unter der Bezeichnung Type 20 Extra Special bietet der Hersteller auch Varianten des Klassikers in Rot, Blau und Khaki an.

Stratos und Pilot Chronometro – moderne Interpretationen der klassischen Pilotenuhr

Wer statt des nostalgischen Charmes der Pilot-Kollektion lieber ein moderneres Design präferiert, kann sich stattdessen für den Fliegerchronographen Pilot Chronometro – Tipo CP-2 oder für eines der Modelle aus der Modellinie El Primero Stratos Flyback entscheiden.

Letztere wird von dem berühmten ersten automatischen Chronographenkaliber angetrieben, mit dem sich Zenith bereits 1969 einen Platz im Pantheon der Uhren-Pioniere gesichert hat.

Neben Leuchtzeigern und -indizes, Stopp- und Flyback-Funktion sowie Datum und kleiner Sekunde verfügt das Modell auch über eine drehbare Lünette. Es ist mit schwarzem oder blauem Zifferblatt erhältlich – oder in der Version Rainbow mit farbigen Akzenten.

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