Wie funktioniert die Rolex Krone

Wie funktioniert die Rolex Krone?

Sie wirkt unscheinbar, gehört aber zu den wichtigsten Innovationen des legendären Genfer Luxusherstellers: Die Rolex Krone. Seit den 50er-Jahren für ihre wasserdichte Funktion bekannt, trägt sie maßgeblich zur Robustheit der Schweizer Instrumente bei und schafft die einzige Verbindung zwischen Uhrwerk und Besitzer. Aufzug, Datum, Zeitverstellung – wir erklären die Funktionsweise des drehbaren Bauteils und zeigen, wie die Uhrenkrone in der Sky-Dweller eine weltweit einmalige Symbiose mit der Lünette eingeht. Weiterlesen lohnt sich!

Wissen für Profis: Die Punkte auf der Krone

Lust auf ein kleines Spiel, mit dem man jeden Rolex-Besitzer überraschen kann? Fragen Sie den stolzen Träger beim nächsten Treffen, welche Bedeutung die Punkte auf der Krone seines Meisterstücks haben. Ist er kein absoluter Freak, wird er die Antwort höchstwahrscheinlich nicht wissen. Das Prinzip ist simpel:

Rolex Submariner Date in der Version 126619LB Wie funktioniert die Rolex Krone

Je mehr Punkte zu sehen sind, desto höher die Wasserdichtigkeit des Instruments. Verfügt die Rolex Krone über einen Punkt, zwei Punkte oder einen Balken (wie beispielsweise im Falle der Datejust), ist sie mit dem 1953 eingeführten Twinlock-System ausgestattet. Letzteres garantiert der schraubbaren Aufzugskrone mindestens 100 Meter Wasserdichtigkeit, indem zwei Dichtungen verbaut werden.

Außerdem lässt die Gestaltung der Twinlock-Krone Rückschlüsse aufs Gehäusematerial ziehen: Typischerweise besitzen Stahl- und Gelbgoldmodelle einen Balken, während Gelb- und Roségold-Editionen zwei Punkte besitzen.

Beim exklusiven Werkstoff, Platin, besitzt die Twinlock-Krone einen einzigen Punkt. 1970 führten die Genfer mit dem Triplock-System eine Steigerung ein, die eine dritte Dichtung im Tubus besitzt und Modellen wie der Submariner, Deep Sea oder Sea-Dweller eine außerordentliche Wasserdichtigkeit von bis zu 3.900 Metern (Deep Sea) beschert. Das Triplock-System ist bei allen Materialien an einer Rolex Krone mit drei Punkten zu erkennen. Die exklusiven Kollektionen GMT-Master II, Daytona und Yacht-Master glänzen ebenfalls mit einer Triplock-Variante.

Uhr einstellen: Aufzug, Datum und Zeit

Wer eine Rolex einstellen möchte, hat es in den allermeisten Fällen mit einem selbst aufziehenden Modell zu tun und stellt sich die Frage: Wie funktioniert die Krone der Automatikuhr? Zu Beginn muss man verstehen, dass Zeitanzeiger mit Datum wie die Datejust, Submariner Date oder Day-Date über vier Positionen verfügen: Den verschraubten Zustand (Position 0) und drei weitere Positionen, denen jeweils eine bestimmte Funktion zugewiesen ist. Möchte man die Krone der Rolex Uhren bedienen, muss sie zunächst gegen den Uhrzeigersinn aufgeschraubt werden, bis sie mit einem leichten Druck herausspringt. Jetzt befindet sie sich in Position 1, die dem Aufzug des Automatikmodells gewidmet ist.

Wurde das Instrument zwei bis drei Tage nicht bewegt, geht ihm die Puste aus. Um neue Energie in das mechanische Wunderwerk zu speisen, dreht man die Krone in Position 1 im Uhrzeigersinn. Rund 40 Umdrehungen sind für den vollständigen Aufzug des Uhrwerks erforderlich. Ziehen wir die Krone eine weitere Stufe heraus, in Position 2, begrüßt uns die Datumskorrektur. Bei klassischen Modellen mit reiner Datumsfunktion (z. B. Datejust, Submariner Date) ist ausschließlich ein Verstellen im Uhrzeigersinn möglich, die Day-Date erlaubt zusätzlich die Änderung des Wochentags im Gegenuhrzeigersinn. Der Sekundenstopp greift in Pos. 2 nicht; das Uhrwerk läuft weiter.

Rolex Submariner Date in der Version 116613LB

Um ein Anhalten zu bewirken, ziehen wir die Krone in die äußerste Stellung und ändern die Uhrzeit in beide Drehrichtungen. Ein Vorstellen bis zwölf Uhr ist ratsam, um zwischen Mitternacht (sichtbarer Datumswechsel) und Mittag zu unterscheiden. Nicht vergessen: Am Ende die Krone wieder in die Ausgangsposition zu drücken und anschließend zu verschrauben, um die Wasserdichtheit zu gewährleisten.

Kein Datum, kein Automatikwerk?

Die Prinzipien der Rolex Krone bleiben erhalten, wenn der Zeitanzeiger keine Datumsfunktion besitzt (z. B. Oyster Perpetual). In diesen Fällen entfällt die dritte Position und die Zeitverstellung erfolgt in der zweiten, während Positionen 0 und 1 unverändert sind. Liegt anstelle eines Automatikmodells eine Handaufzugsuhr wie die seltene Cellini vor, sind ebenfalls keine Änderungen der Bedienung einzuplanen – einzig die Tatsache, dass ein regelmäßiges manuelles Aufziehen erforderlich ist, differenziert die Editionen ohne Aufzugsrotor vom Rest des Rolex-Universums.

Die zusätzliche „Arbeit“ ist für wahre Enthusiasten jedoch keine Last, sondern ein Vergnügen – schließlich möchte man regelmäßig mit seiner edlen Maschine am Handgelenk in Kontakt treten.

Zwei Zeitzonen: Die korrekte Einstellung der GMT-Master II

Komplexer wird es im Falle der GMT-Master II, die für das korrekte Einstellen ihrer beiden Zeitzonen einen zweistufigen Prozess verlangt. Zunächst muss die Rolex Krone in Position 3 gebracht werden, um die Referenzzeit (angezeigt durch den zweiten Stundenzeiger mit Dreiecks-Spitze) einzustellen. Dieser Schritt kommt zuerst, weil sich die Lokalzeit (dargestellt durch den gewöhnlichen Stundenzeiger) beim Bewegen der Referenzzeit immer mitdreht. Wichtig: Die Lünette muss zur Einstellung der Referenzzeit in Ausgangsposition (Dreieck auf zwölf Uhr) gebracht werden, um zusammen mit dem gemeinsamen Minutenzeiger die richtige Uhrzeit festzustellen.

Rolex GMT-Master II - Full Stickers Wie funktioniert die Rolex Krone

Ist die Referenzzeit eingestellt, wird die Krone zur Einstellung von Datum und Lokalzeit in Position 2 gebracht. Der Stundenzeiger bewegt sich in 1-Stunden-Schritten; es wird ausschließlich die Lokalzeit bewegt. Dieser Schritt ist auf Reisen hilfreich: Bewegt man sich drei Zeitzonen weiter, genügen drei einfache Klicks des Stundenzeigers.

Genial: Krone und Lünette in der Sky-Dweller

Mechanisch ist die Sky-Dweller mit ihrem patentierten Saros-Jahreskalender das komplizierteste Rolexmodell überhaupt. Aber Jahreskalender gibt es in der Uhrenbranche wie Sand am Meer. Um hervorzustechen, kommt die Sky-Dweller mit satten 14 Patenten, unter denen die Ring-Command-Lünette eine besondere Rolle spielt: In drei Positionen verstellbar, beeinflusst sie je nach Stellung die Funktion der Krone. Konkret: Dreht man die Lünette in Position III, bewirkt ein Drehen der Krone in Position 2 ein Verstellen der Referenzzeit.

Befindet sich die Lünette hingegen in Position II, verstellt man mit der Krone in selber Position die Lokalzeit. Und möchte man die Monats- wie Datumsfunktionen der Sky-Dweller bedienen, schiebt man die Lünette in Position 1 und dreht erneut die Krone in Position 2. Ein geniales System, das den eleganten Überflieger der Genfer Luxusmarke vor einer Flut an Knöpfen bewahrt und durch seine intuitive, simple Bedienung überzeugt. Einziges Problem: Die Sky-Dweller ist selten, teuer und extrem begehrt. Wer die Rolex Krone von ihrer spektakulärsten Seite erleben möchte, findet aber keine erschwinglichere Alternative.

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