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Uhren Neuheiten der Baselworld 2017

« Die aktuellen Trends der Uhrenmesse auf einen Blick »

Die Baselworld 2017 hat ihre Türen bereits wieder geschlossen, doch ihre Nachwirkungen werden noch eine ganze Weile anhalten. Denn die Uhren-Neuheiten, die auf der traditionsreichen Uhrenmesse präsentiert worden sind, werden in den kommenden Wochen und Monaten sukzessive den Weg zu den Händlern finden. Zudem werden die in den zurückliegenden Tagen in Basel sichtbar gewordenen Uhrentrends die Design- und Entwicklungsabteilungen von Uhrenherstellern in der ganzen Welt intensiv beschäftigen und spürbaren Einfluss auf deren Modellpalette haben. Einige dieser Trends stellen wir hier vor.

Dauerbrenner, die nie aus der Mode kommen

Der erste Trend der Baselworld 2017 ist eigentlich nicht neu, hat sich aber auch in diesem Jahr einmal mehr bestätigt: Hochwertige Mechanik-Klassiker kommen praktisch nie mehr aus der Mode, wenn sie erst einmal Kultstatus erlangt haben. Dementsprechend werden sie immer wieder neu aufgelegt und nur äußerst behutsam modifiziert.

Ein Beispiel dafür ist die neue Rolex Oyster Perpetual Sea-Dweller, die die Marke mit der Krone zum 50. Geburtstag dieser besonders widerstandsfähigen Uhr für professionelle Taucher präsentierte. Der Gehäusedurchmesser ist im Vergleich zum Ursprungsmodell um drei Millimeter bis auf 43 Millimeter gewachsen, und über der Datumsanzeige erhielt die Uhr eine Zykloplupe, die das Ablesen erleichtert – und bereits von der Submariner und anderen Rolex-Modellen bekannt ist. So kann der Hersteller seinen Kunden einerseits etwas Neues bieten, andererseits müssen sie jedoch nicht auf offensichtlich Bewährtes verzichten.

Luxusuhren – leicht verspielt

Einige Uhrenhersteller fielen auf der Baselworld 2017 durch ihre mehr oder weniger verspielten Entwürfe auf. So gestaltete der aus Russland stammende Uhrmacher Konstantin Chaykin eine technisch eigentlich ganz konventionelle Armbanduhr mittels einiger Veränderungen zu einem Gesicht um.

Das – in Anspielung auf den aus Batman-Comics bekannten Bösewicht – unter dem Namen „Joker“ vorgestellte Modell hat sowohl links als auch rechts eine Krone – beide stellen die Ohren dar.

Eine gängige Mondphasenanzeige dient nach einigen kleineren Veränderungen als Mund, in dem sich die Rote Zunge je nach Stand des Mondes immer wieder langsam in die eine oder andere Richtung bewegt. Zwei Hilfszifferblätter fungieren als Augen und zeigen zugleich die Stunden und die Minuten an.

Diese Uhr war zweifellos ein Blickfang auf der Uhrenmesse Baselworld 2017, doch bleibt abzuwarten, wie viele Fans dieses doch recht außergewöhnliche Modell finden wird.

Wesentlich marktgängiger und alltagstauglicher dürfte dagegen die Happy Ocean von Chopard sein. Diese Damenuhr setzt die konzeptionelle Linie der Happy-Diamonds-Modelle fort und verbindet deren spielerische Eleganz mit einer ausgeprägt sportlichen Note. Das blaue Textilband, die hell- und dunkelblaue Lünette, das tiefblaue Zifferblatt mit fluoreszierenden Indizes und fünf frei darauf umhergleitenden Diamanten ergeben in sich eine stimmige Gesamtkomposition.

Retro-Trend hält weiter an

Die Begeisterung für Zeitanzeiger im Retrodesign scheint auch in diesem Jahr ungebrochen und so waren auf der Baselworld 2017 gleich mehrere Uhren-Neuheiten zu sehen, deren Design sich ganz bewusst an große Vorbilder und Uhrendesigns vergangener Jahrzehnte anlehnt.

Dazu zählt die neue Version der legendären Taucheruhr Bathyscaphe von Blancpain mit 38 Millimetern Durchmesser ebenso wie die Longines Flagship im Fifties-Look mit kleiner Sekunde.

Hamilton lässt mit der Intra-Matic 68 ein Design wiederaufleben, das zuerst 1968 auf den Markt gekommen war. Konkret handelt es sich um ein schwarzes Chronographenzifferblatt mit weißem Tachymeterring und zwei weißen Hilfszifferblättern, das wegen seiner Farbkombination auch unter dem Namen „Panda-Gesicht“ bekannt geworden ist.

Mit seiner neuen Modellversion der Tudor Heritage Black Chronograph setzt die Rolex-Schwester ebenfalls auf die anhaltende Begeisterung der Kundschaft für Retro-Uhrentrends, kombiniert die Uhr aber mit einem neuen Armband in Jeansoptik.

Eine weitere bemerkenswerte Neuerung ist auf den ersten Blick allerdings nicht sichtbar: Zum ersten Mal ist die Heritage Black Chronograph nun mit einem Chronographenwerk aus eigener Fertigung ausgestattet.

Ein besonderes Highlight für Retro-Fans hatte Omega 2017 im Baselworld-Gepäck. Die Marke lancierte mit der 1957 Trilogy Limited Edition gleich drei neue Professional-Modelle mit den Bezeichnungen Seamaster 300, Railmaster und Speedmaster, die die Erinnerung an ihre großen, bereits vor rund 60 Jahren eingeführten Vorbilder lebendig erhalten.

Im Vergleich zu den Originalen sind die neuen Modelle jedoch mit verstärkten Edelstahl-Armbändern ausgestattet worden.

Insgesamt werden von jedem Modell 3.557 Exemplare gefertigt; zudem gibt es eine auf 557 Exemplare limitierte Trilogy-Box.

Smartwatches mit analoger Anzeige

Einer der Uhrentrends, die bereits im vergangenen Jahr die Marktentwicklung prägten und sich mit der Baselworld 2017 eher noch weiter verstärken dürften, ist das Aufkommen von Uhren, die fortschrittliche Elektronik mit klassischem Uhrmacherhandwerk vereinen.

Die Smartwatch Tag Heuer Connected Modular 45 hat in diesem Segment eine klare Pionierrolle übernommen. Wer sich für diese Uhr entscheidet, kann die Bauteile für das Gehäuse individuell zusammenstellen. Zugleich sichert er sich die Option, in einigen Jahren ein mechanisches Uhrwerk von Tag Heuer einbauen zu lassen, wenn die Elektronik nicht mehr dem aktuellsten Stand der Technik entspricht.

Tag Heuer Connected Modular 45 Kollektion

Die Alpina Seastrong Horological Smartwatch gehört ebenfalls zu den Uhren-Neuheiten mit Smartwatch-Funktionen wie Activity-Tracker oder Schlafmonitoring, ist aber dennoch mit analogen Zeigern und echten Ziffern ausgestattet und reiht sich damit in die immer länger werdende Reihe der Hybriden ein.

High-End-Quarzuhren setzen auf der Baselworld 2017 neue Maßstäbe

Quarzuhren spielten auf der Uhrenmesse ebenfalls eine wichtige Rolle und zeigten, dass sie ihren Platz gegenüber den mechanischen Geschwistern auch im Luxussegment zu behaupten wissen. Besonders deutlich wurde dies bei der Präsentation der Conquest V.H.P. von Longines, die die Tradition einer Uhr fortführt, mit der die Marke bereits 1984 einen Aufsehen erregenden Präzisionsrekord erreichte.

Maximal fünf Sekunden Gangabweichung pro Jahr, ein GPD-System, das die Zeiger nach Einwirkung von Magnetfeldern oder Stößen wieder zurücksetzen kann, sowie eine außergewöhnlich lange Batterielebensdauer sind und ein Ewiger Kalender sind Argumente, mit denen Longines seine Kunden für diese Uhren-Neuheiten im Quarz-Segment begeistern und damit zugleich an maßstabsetzende eigene Erfolge in den 1980er Jahren anknüpfen möchte.

Ein weiteres Beispiel dafür, dass Quarzuhren auf der Baselworld 2017 alles andere als ein Schattendasein fristeten, liefert Maurice Lacroix.

Maurice Lacroix Aikon Quarz ChronographDie Marke lancierte neben anderen Uhren-Neuheiten eine ganz in Blau gehaltene Version der Aikon Chrono.

Die Aikon-Modelllinie versteht sich als Erbin der in den 1990er Jahren eingeführten Calypso-Quarzuhr, die am Markt schnell sehr positiv aufgenommen wurde und bis heute zu den erfolgreichsten Uhren der Marke gehört.

Das Zifferblatt mit Sonnenschliff sowie das farblich passende Lederband machen diesen hochpräzisen Quarzchronographen zu einer Uhr, die mit Zuverlässigkeit und Tragekomfort ebenso punkten kann wie mit ansprechender, individueller Ästhetik.

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