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Tudor Clair de Rose

« Zarte Damenuhren der Oberklasse »

Einheit, Kraft und Frieden – für den historischen Zusammenschluss der Königshäuser Lancaster und York vor mehr als 500 Jahren stehend, besitzt die Rose der englischen Tudor-Dynastie eine besondere Symbolkraft. Als Namensgeberin der neuen Tudor Clair de Rose Kollektion verkörpert sie zudem ein Höchstmaß an klassischer Eleganz, wie sie bei modernen Damenuhren nur selten anzutreffen ist. Bringt sie uns etwa die Ästhetik vergangener Epochen zurück? Kommen wir dem Kern der Clair de Rose auf die Spur.

Von den Rosenkriegen bis nach Genf: Der Weg einer Blüte

Über fast 30 Jahre erstreckten sich die Kämpfe der rivalisierenden Adelshäuser Lancaster und York, bis im Jahr 1485 schließlich die Lancaster-Partei siegte und beide Seiten im gemeinsamen Hause Tudors vereinte. Der wohl berühmteste Teil dieser Geschichte war aber die Zusammenführung beider Wappen, der roten und der weißen Rose, zu einer gemeinsamen Blüte. Sie ziert bis heute das Wappen des Vereinigten Königreiches und steht für die unerschütterliche Stabilität des Landes.

Stabilität – auch der legendäre Rolex-Gründer Hans Wilsdorf stellte diese Eigenschaft in den Mittelpunkt seines Schaffens.

Er gründete Tudor 1926 als preisgünstige, aber qualitativ gleichgestellte Alternative zu den schon damals luxuriösen Rolex Uhren. Die Zweitmarke etablierte sich schnell als eigenständig wahrgenommener Hersteller, der das hohe Ansehen Schweizer Uhren aus technischer wie ästhetischer Sicht verteidigte. Zur Betonung der Robustheit und Eleganz wurde die berühmte Tudor-Rose im Jahr 1936 ins Firmenlogo der Genfer Marke übernommen, später allerdings durch das bis heute verwendete Wappen ersetzt.

Clair de Rose – die Rückkehr purer Zeitlosigkeit

Im Namen der neuen Kollektion vereinen sich also die Historie und die charakteristischen Firmenwerte Tudors – aber wie gut schlagen sich die Damenmodelle selbst? Im Jahr 2017 lanciert, sticht die aktuelle Tudor Clair de Rose vor allem durch ihre Zeitlosigkeit hervor. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, der 2013 präsentiert wurde und extravagante Details wie einen rosenförmigen Sekundenzeiger bereithält, punktet sie mit klar definierten Linien und klassischen Rundungen. Ihr wohl markantestes Erkennungszeichen ist das zentral angeordnete Guilloche-Muster im Zifferblatt, mit dem sie sich erfolgreich von der Masse abheben kann.

Ansonsten zeichnet sich das Design der Clair de Rose vor allem durch eines aus: Raffinierte Feinheiten. Da wären zum Beispiel die blau gefärbten Zeiger, die mit dem ebenfalls blauen Spinell-Cabochon in der Krone harmonieren. Oder die dezente „Clou-de-Paris“-Verzierung, die dem äußersten Rand des Zifferblatts einen gewissen Reiz verleiht. Am deutlichsten bringt die Tudor Clair de Rose ihren kultivierten Stil mithilfe der römischen Ziffern zum Ausdruck, die auf Wunsch größtenteils durch acht feine Brillanten ersetzt werden.

Spürbar hohe Qualitätsansprüche – bis ins Detail

Monoton oder vielfältig? Der erste Blick auf die Clair de Rose Kollektion dürfte bei vielen Interessentinnen gemischte Gefühle auslösen. Während sich die Auswahl dreier Größen (26, 30 und 34 mm) als klarer Vorteil erweist, beschränken sich die Möglichkeiten zur Individualisierung auf die Wahl des Armbands sowie die optionalen Diamanten – das Gehäuse selbst erscheint in lediglich einem Design. Bei den Bändern stehen neben Edelstahl- und Alligator- auch Textilvarianten zur Wahl, wodurch das Erscheinungsbild der Tudor Clair de Rose zumindest in Teilen variiert werden kann.

Tudor Clair de Rose in der Version M35500-0004

In Sachen Qualität, Robustheit und Funktionalität zeigen sich die Damenuhren hingegen als kompromisslose Luxusware: Mit Saphirglas, einer Wasserdichtigkeit bis 100 Meter und einem bis zur Perfektion polierten Edelstahlgehäuse entsprechen sie genau jenen Vorstellungen, die Hans Wilsdorf vor knapp 100 Jahren formulierte. Alle Varianten verfügen über ein Automatikwerk, das mit 38 Stunden Gangreserve reichlich Kraft für den alltäglichen Einsatz besitzt. Wie alle Kaliber des Rolex-Konzerns, erreicht es in puncto Präzision und Widerstandsfähigkeit hervorragende Werte.

Damenuhren aus Genf – zeitlos und luxuriös

Insgesamt präsentiert sich die Clair de Rose als überzeugendes Gesamtbild: Mit liebevollen Details, einem schnörkellosen Design und einer exzellenten Qualität orientiert sie sich unmissverständlich an den Schmuckstücken des 19. Jahrhunderts. Da sie den Spagat zwischen Klassik und Moderne souverän meistert, dürfte sie sich bei modebewussten Trägerinnen einer hohen Beliebtheit erfreuen.

Tudor Clair de Rose in der Version M35800-0001

Dabei ist die Tudor Clair de Rose längst nicht das einzige Damenmodell des Genfer Herstellers: Wer goldene Akzente bevorzugt, entscheidet sich für die Tudor Glamour, die entweder als Day-Date-Variante oder, wie die Clair de Rose, mit reiner Datumsanzeige bereitsteht. Ebenfalls in drei Größen erhältlich, lässt sie ihrer Trägerin die Wahl zwischen einem goldenen oder schwarzen Zifferblatt. Deutlich sportlicher positioniert ist die Damen-Taucheruhr Black Bay 32, die an die berühmte Geschichte von Tudors Funktionsuhren anknüpft und sich hervorragend für den Outdoor-Einsatz eignet. Und wenn es besonders fein sein darf, sorgt die 1926 Kollektion für einen luxuriösen Flair.

Steigende Vielfalt in einem wachsenden Markt

Feminine Luxusuhren spielen in der Uhrenbranche des 21. Jahrhunderts eine größere Rolle als jemals zuvor – umso wichtiger ist es, dass die Hersteller in regelmäßigen Abständen neue, aufregende Modelle liefern.

Mit der neuen Clair de Rose fokussiert sich die Genfer Manufaktur auf die Kerneigenschaften einer eleganten Damenuhr und verzichtet bewusst auf mutige Experimente.

Die optischen wie technischen Qualitäten der Clair de Rose dürften nicht nur ihren Erfolg sichern, sondern machen auch der historischen Rose moderner Tudor Uhren alle Ehre.

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