Top 5 Uhren Neuheiten des Jahres 2017

Der Beginn eines neuen Jahres macht neugierig auf die kommenden Neuvorstellungen der großen Uhrenmarken. Doch welches waren eigentlich die Highlights des vergangenen Jahres? Wir haben die zurückliegenden zwölf Monate noch einmal Revue passieren lassen und eine – natürlich rein subjektive – Auswahl unserer fünf Favoriten unter den Uhren Neuheiten des Jahres 2017 zusammengestellt.

Mechanisches Meisterwerk für Segler: die Rolex Yachtmaster II

Eine der spektakulärsten 2017er Uhren Neuheiten dürfte zweifellos die Rolex Yacht-Master II gewesen sein. Ihre markante Zifferblattgestaltung unterscheidet sie auf den ersten Blick von allen anderen Uhren und sichert ihr damit einen besonders hohen Wiedererkennungswert. Die stattliche Größe des Gehäuses mit seinen 44 Millimetern Durchmesser trägt ebenfalls dazu bei, dass diese Uhr kaum übersehen werden kann.

Ihren Platz in unseren Top 5 der Uhren Neuheiten des vergangenen Jahres hat sie sich vor allem wegen des faszinierenden Mechanismus verdient, der sich in ihrem Inneren verbirgt und speziell für die Bedürfnisse professioneller Regattasegler entwickelt wurde. Es handelt sich um den ersten Regatta-Chronographen der Welt, der über eine programmierbare Countdownfunktion verfügt. Das Besondere dabei: Programmierbar hat hier nichts mit Elektronik zu tun. Vielmehr haben die Uhrmacher und Ingenieure von Rolex ihren Uhrenneuheiten einen mechanischen Speicher entwickelt, der unabhängig von jeglicher Stromversorgung arbeitet. Insgesamt haben sie mehr als 35.000 Arbeitsstunden in die Entwicklung investiert.

Rolex Yacht-Master II 116680 Rolex Yacht-Master II 116681

Wer schon einmal an einer Regatta teilgenommen hat, weiß wie wichtig das exakte Timing und die Schnelligkeit in der Startphase sind. Um hier keine Sekunde zu verschenken und gleichzeitig keinen Fehlstart zu provozieren, ist die Rolex Yacht-Master II technisch darauf ausgelegt, die Uhr möglichst genau mit dem offiziellen Regatta-Timing zu synchronisieren. Ihr mechanischer Countdown lässt sich für Zeiten zwischen einer und zehn Minuten programmieren. Die Flyback-Funktion erlaubt nach dem Einschalten eine genaue Abstimmung auf den offiziellen Countdown der Regatta.

Rolex Yacht-Master II 116688 Rolex Yacht-Master II 116689

Das für die Yacht-Master II konstruierte Automatikkaliber 4161 ist als Chronometer zertifiziert und bietet somit ein Höchstmaß an Präzision. Die drehbare Lünette, die bei Taucheruhren zum Einstellen der Tauchzeiten genutzt wird, dient bei diesem Modell zum Bedienen des programmierbaren Countdowns. Sie ist in beide Richtungen verstellbar und mit einer von 1 bis 10 reichenden Countdown-Skala versehen, die entweder aus blauem Cerachrom oder aus Platin besteht. Ein vierter zentraler Zeiger für die Countdown-Funktion und eine kleine Sekunde bei der Sechs sind weitere Merkmale dieses exklusiven Regattachronographen.

Omega Speedmaster 60th Anniversary Limited Edition – faszinierende Retro-Jubiläumsuhr

Unter den 2017 lancierten Uhren Neuheiten fällt die Omega Speedmaster 60th Anniversary Limited Edition besonders auf und dürfte vor allem Fans von Retro-Uhren begeistern. Im Unterschied zur legendären „Moonwatch“ besitzt sie markantere Zeiger im Broad-Arrow-Design, die der Zeigergestaltung des Ursprungsmodells von 1957 nachempfunden sind. Uhrengeschichte schrieb die „Broad Arrow“ seinerzeit übrigens mit der Tatsache, dass dieses erste Speedmaster-Modell zugleich die weltweit erste Armbanduhr mit Chronographenfunktion war, bei der man eine Tachymeterskala nicht auf dem Zifferblatt, sondern auf der Lünette platziert hatte. Dies bot den Vorteil, dass für die Minuterie mehr Platz zur Verfügung stand, was wiederum der exakten Ablesbarkeit zugutekam.

Auch wenn sich das Jubiläumsmodell des Jahres 2017 äußerlich bewusst eng an das berühmte Vorbild anlehnte, stattete Omega es doch mit modernster Technik in Gestalt des Kalibers 1861 aus. Mit einem vergleichsweise geringen Gehäusedurchmesser von 38,6 Millimetern passt die Uhr übrigens besonders gut zum aktuellen Downsizing-Trend bei Herrenuhren und eignet perfekt für Herren mit besonders schlankem Handgelenk.

TAG Heuer Alec Monopoly: Resultat einer außergewöhnlichen Kooperation

Unter den Uhren Neuheiten des vergangenen Jahres nimmt die TAG Heuer Alec Monopoly eine ganz besondere Stellung ein, denn dieses Sondermodell der Linie TAG Heuer Formula 1 ist das Ergebnis einer Kooperation des motorsportaffinen Schweizer Uhrenherstellers mit dem ursprünglich aus New York stammenden Street-Art- und Graffitikünstler Alec Monopoly. Dieser war Ende 2016 von der Firma TAG Heuer als „Art Provocateur“ verpflichtet worden und sollte sich im Unternehmen auf den verschiedensten Ebenen künstlerisch einbringen. Er ist Schöpfer der Kunstfigur „Monopoly Man“, eines kleinen Bankers mit schwarzem Zylinder und einem roten Halstuch vor Mund und Nase. Dieser ziert auch das Zifferblatt einer auf 200 Exemplare limitierten Sonderedition der Formula 1, die 2017 lanciert wurde.

Technisch entspricht das Masterpiece der „normalen“ Formula 1 von TAG Heuer. Sie besitzt ein Gehäuse aus gebürstetem Edelstahl mit 41 Millimetern Durchmesser, das an einem schwarzen Kautschukband getragen wird. Das in der Uhr verbaute TAG-Heuer-Quarzwerk gehört zu den zuverlässigsten und genauesten Schweizer Uhrwerken, die aktuell am Markt erhältlich sind und weist nur eine Gangabweichung von wenigen Sekunden pro Monat auf. Bei der Drei zeigt die Drei-Zeiger-Uhr das Tagesdatum an, und ihre Stunden- und Minutenzeiger sind einer Beschichtung aus weißer Superluminova versehen. Bis zu einem Druck von 20 Bar ist die robuste Sportuhr wasserdicht und übersteht somit auch Tauchgänge problemlos.

Breitling schuf mit der Rattrapante ein neues Navitimer-Flaggschiff

Die Navitimer von Breitling wird häufig als Lieblingsuhr von Piloten bezeichnet und ist darüber hinaus auch bei vielen luftfahrtbegeisterten Uhrenliebhabern sehr begehrt. Seit der Erstvorstellung im Jahr 1952 ist diese Uhr kontinuierlich von Breitling produziert und im Laufe der Jahre nur behutsam modifiziert worden.

Ihr hohes Prestige verdankt sie nicht nur der charakteristischen Optik, sondern vor allem auch der Rechenschieber-Funktion und den dafür bestimmten markanten Skalen. Dank dieser Besonderheit konnte die Navitimer nicht nur die Zeit anzeigen, sondern zugleich auch für wichtige Berechnungen im Cockpit genutzt werden.

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Mit der Breitling Navitimer Rattrapante für die eigens ein neues Manufaktur-Chronographenwerk mit Schleppzeigerfunktion entwickelt wurde, hat Breitling 2017 die bislang anspruchsvollste Version seines legendären Klassikers präsentiert. Neben der Edelstahlversion mit Lederband ist das neue Flaggschiff der Modelllinie Navitimer auch mit einem Gehäuse aus Rotgold sowie einem schwarzen Kautschukband lieferbar.

Junghans stattet Meister Chronoscope mit Saphirglas aus

Unser Favorit unter den Uhren Neuheiten des Jahres 2017 im Sortiment von Junghans ist die in limitierter Auflage produzierte Edition SC aus der Kollektion Junghans Meister Chronoscope. Im Unterschied zu den bisherigen Versionen der Meister Chronoscope ist sie nicht mit dem üblichen Hartplexiglas, sondern mit kratzfestem Saphirglas ausgestattet, worauf die Abkürzung SC – für Sapphire Crystal – in der Modellbezeichnung hinweist. Neben dieser wesentlichen qualitativen Verbesserung überzeugt die Sonderedition durch ihre aparte Farbwahl. Das anthrazitgraue Zifferblatt und das farblich darauf abgestimmte Lederarmband wirken ausgesprochen elegant.

Beim Gehäuse haben Käufer dieser besonderen Uhrenneuheiten die Wahl zwischen einer reinen Edelstahlversion und einer Variante, bei der das Stahlgehäuse eine rotgoldfarbene PVD-Beschichtung erhalten hat.

Ein besonderer Vorteil der Junghans Chronoscope – und ebenso der Sonderedition – ist ihre im Vergleich zu vielen anderen Herrenchronographen bemerkenswerte Dresswatch-Tauglichkeit, die sie ihren moderaten Abmessungen verdankt. Sie ist für das Business-Meeting ebenso passend wie für das abendliche Ausgehen oder einen Ausflug am Wochenende. So dürfte der Besitzer einer solchen Uhr nur selten auf die bis zu 48-stündige Gangreserve angewiesen sein.

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