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	<title>&quot;Uhrenindustrie&quot; Tag - Uhrinstinkt Magazin</title>
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		<title>La Chaux-de-Fonds in der Vorstellung</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/la-chaux-de-fonds/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2018 09:03:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Uhren-Nabel der Welt » Ville à la campagne – den Namen &#8220;Stadt auf dem Land&#8221; trägt die Schweizer Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds nicht umsonst: Obwohl sie eine der größten Ortschaften im Hochjura ist, zeichnet sie sich durch einen ungewöhnlich ländlichen Charakter aus. Ihre ansässige Uhrenindustrie prägt diesen Ort seit Jahrhunderten und macht sie zu einem &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Uhren-Nabel der Welt »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ville à la campagne – den Namen &#8220;Stadt auf dem Land&#8221; trägt die Schweizer Uhrenstadt La Chaux-de-Fonds nicht umsonst: Obwohl sie eine der größten Ortschaften im Hochjura ist, zeichnet sie sich durch einen ungewöhnlich ländlichen Charakter aus. Ihre ansässige Uhrenindustrie prägt diesen Ort seit Jahrhunderten und macht sie zu einem der wichtigsten Orte der Branche – lernen wir auf einer kleinen Reise den Uhren-Nabel der Welt kennen!</strong></p>
<h2>Geschichte erleben im Uhrenmuseum</h2>
<p style="text-align: justify;">Mit rund 40.000 Einwohnern gehört die im westlichen Kanton Neuenburg gelegene Stadt zu den größten der Region. Sie ist nicht nur wegen ihrer hohen Lage von etwa 1000 Metern ü. NN, sondern vor allem aufgrund ihrer Bebauung in Schachbrettform außergewöhnlich. Die rechtwinklig angelegten Straßen werden von Jugendstilhäusern gesäumt und halten eine Vielzahl kultureller Sehenswürdigkeiten bereit: Neben Bauwerken von Le Corbusier und der berühmten Turmuhr des Grand Temple, die lange Zeit als Zeitbasis des Ortes fungierte, finden sich fünf Museen unterschiedlicher Spezialisierung. Nicht umsonst wurde La Chaux-de-Fonds im Jahr 2009 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt – zusammen mit dem nur 8 Kilometer entfernten und ebenfalls für seine Uhrenindustrie berühmten Le Locle.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/f025hBsyEJQ?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Uhrenbegeisterte werden unter diesen Museen einen klaren Favoriten haben: Mit dem Internationalen Uhrenmuseum besitzt die Neuenburger Stadt eine der wichtigsten Ausstellungen des Fachgebiets. Von einem idyllischen Park umgeben, wird die Geschichte der Zeitmessung hier anhand vieler seltener und erstaunlicher Instrumente lebendig gemacht. Natürlich gibt es auch die prestigeträchtigen Marken zu bewundern, vertreten mit den exklusivsten Meisterstücken ihrer Uhrmacher. Highlights unter den mehr als 4500 Exponaten sind einige originale Werke <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/breguet/">Abraham Louis Breguets</a>, eine astronomische Uhr aus dem 14. Jahrhundert sowie ein Schiffschronometer des Schweizer Pioniers Ferdinand Berthoud.</p>
<h2>Große Marken, reiche Historie</h2>
<p style="text-align: justify;">Erstmals im Jahr 1350 urkundlich erwähnt, entwickelte sich La Chaux-de-Fonds im Laufe des 18. Jahrhunderts vom bäuerlichen Dorf zur Industriegemeinde.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/tag-heuer-carrera-calibre-heuer-02-t-automatik-chronograph-45mm-car5a5y.fc6377.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-13775 size-full" title="Tag Heuer Carrera Calibre HEUER 02 T Automatik Chronograph (45 mm) in der Version CAR5A5Y.FC6377" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Tag-Heuer-Carrera-Calibre-HEUER-02-T-Automatik-Chronograph-45mm-in-der-Version-CAR5A5Y-FC6377.jpg" alt="Tag Heuer Carrera Calibre HEUER 02 T Automatik Chronograph 45mm in der Version CAR5A5Y-FC6377" width="600" height="342" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Tag-Heuer-Carrera-Calibre-HEUER-02-T-Automatik-Chronograph-45mm-in-der-Version-CAR5A5Y-FC6377.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Tag-Heuer-Carrera-Calibre-HEUER-02-T-Automatik-Chronograph-45mm-in-der-Version-CAR5A5Y-FC6377-300x171.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der eigentliche Aufschwung aber kam mit der Uhrenindustrie: bahnbrechende Innovationen ab 1800 ermöglichten die Herstellung immer zuverlässigerer Zeitanzeiger – sie konnten nun in größeren Stückzahlen verkauft werden als zuvor und schufen zahlreiche Arbeitsplätze. Mit <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/tag-heuer/">TAG Heuer</a> und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/girard-perregaux/">Girard-Perregaux</a> waren zwei der heute berühmtesten Hersteller an diesem Prozess beteiligt und haben ihren Hauptsitz noch immer in der hochgelegenen Stadt.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/iVZ30tLGEBM?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Als besonders innovativ erwies sich das 1860 von Edouard Heuer gegründete Unternehmen: Mit dem ersten Patent für einen Stoppuhrmechanismus 1882, dem ersten auf Hundertstelsekunden genauen Chronograph im Jahr 1916 und dem ersten Quarzchronograph mit Analoganzeige im Jahr 1983 trug TAG Heuer im Verlauf seiner Geschichte massiv zum Fortschritt der Uhrenindustrie bei.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/jeymxlOhiSk?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Dabei wurde die Marke gar nicht in La Chaux-de-Fonds, sondern im 15 km entfernten Saint-Imier gegründet. Die Stadt scheint geistreiche Uhrmacher also nicht nur hervorzubringen, sondern auch anzuziehen.</p>
<h2>Geburtsort unzähliger Innovationen</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Prominenz unter den ansässigen Herstellern ist Girard-Perregaux: Die Nobelmarke gehört zu den exklusivsten Manufakturen weltweit und erlangte durch Leistungen wie dem besonders präzisen Gyromatic-Werk von 1957 Bekanntheit.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/qj86clZ4Mz8?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wer komplexe und sündhaft teure Komplikationen sucht, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse: Tourbillons und ewige Kalender zählen ebenso zum Repertoire Girard-Perregaux´ wie exklusive Chronographen.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/girard-perregaux-traveller-large-date-moonphase-gmt-49655-11-132-bb6a.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-13778 size-full" title="Girard Perregaux Traveller Large Date, Moonphase &amp; GMT in der Version 49655-11-132-BB6A" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Girard-Perregaux-Traveller-Large-Date-Moonphase-und-GMT-in-der-Version-49655-11-132-BB6A.jpg" alt="Girard Perregaux Traveller Large Date, Moonphase und GMT in der Version 49655-11-132-BB6A" width="600" height="341" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Girard-Perregaux-Traveller-Large-Date-Moonphase-und-GMT-in-der-Version-49655-11-132-BB6A.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Girard-Perregaux-Traveller-Large-Date-Moonphase-und-GMT-in-der-Version-49655-11-132-BB6A-300x171.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Heute gehört die Marke, ebenso wie die im Nachbarort Le Locle ansässige Manufaktur von Ulysse Nardin, zum Kering-Konzern. Dass die Verbundenheit zur Uhrenstadt trotz internationaler Verflechtungen weiterhin offensichtlich ist, macht die Marken gleichermaßen sympathisch wie glaubwürdig.</p>
<h2>Magnet für neue Hersteller</h2>
<p style="text-align: justify;">La Chaux-de-Fonds ist in den letzten Jahrzehnten aber auch Heimat vieler kleinerer Hersteller geworden, die den fortschrittlichen Ruf der Stadt mit immer neuen und kreativen Zeitanzeigern verteidigen. So zum Beispiel das 1955 gegründete Unternehmen Corum, das auf den oberen Preisbereich spezialisiert ist und seinen Kunden sehr ungewöhnliche Modelle präsentiert. Welche der größeren Marken bietet schon ein Modell, dessen Zifferblatt aus einer gültigen 20-Dollar-Münze besteht?</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/Mzv2bnqxNb4?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ganz im Gegensatz zu den ausgefallenen Kollektionen von Corum präsentiert sich die 1911 gegründete Marke Ebel betont klassisch, was den erfolgreichen Serien &#8220;1911&#8221; und &#8220;Sport Classique&#8221; anzusehen ist. Wer eines der Meisterstücke von Ebel trägt, fühlt sich in die ruhmreichen Zeiten des 19. und frühen 20. Jahrhundert versetzt, als La Chaux-de-Fonds seinen beispiellosen Aufstieg zur Uhrenstadt durchlebte.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/869d_9b7MRw?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Vulcain gehört sicher nicht zu den bekanntesten, wohl aber den markantesten Anbietern luxuriöser Uhren. Die bereits 1858 gegründete Manufaktur legte mehrfach ein besonderes Erfindungsreichtum an den Tag: 1947 zum Beispiel, als hier die erste Armbanduhr mit Handaufzug und integriertem Wecker entstand. Oder 1961 mit der &#8220;Cricket Nautical&#8221;, der ersten Taucheruhr mit einer über die Krone einstellbaren Dekompressionsskala.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/35b6QcyYkvo?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">An Prestige fehlt es Vulcain ebenfalls nicht: Oftmals auch als &#8220;Präsidentenuhr&#8221; bezeichnet, wurde die Marke von den US-Präsidenten Truman, Eisenhower, Johnson und Nixon getragen.</p>
<h2>Fazit: Ein charakterstarkes Zentrum der Uhrenindustrie</h2>
<p style="text-align: justify;">Das Herz der heutigen Uhrenbranche schlägt gleich an mehreren Ort: Genf, Le Locle und Grenchen, aber auch Glashütte zählen zu den bedeutendsten Uhrenstädten der Welt. Betrachten wir Geschichtsträchtigkeit und Bedeutsamkeit aller Orte, so sticht das charakterstarke La Chaux-de-Fonds besonders hervor:</p>
<figure id="attachment_13769" aria-describedby="caption-attachment-13769" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13769 size-full" title="Brunnen in La Chaux-de-Fonds" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Brunnen-in-La-Chaux-de-Fonds.jpg" alt="Brunnen in La Chaux-de-Fonds" width="600" height="474" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Brunnen-in-La-Chaux-de-Fonds.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/11/Brunnen-in-La-Chaux-de-Fonds-300x237.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13769" class="wp-caption-text">© Waldteufel / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Kulturelle, architektonische und industrielle Vielfalt prägen die Stadt, ohne die eine moderne Uhrenwelt, wie wir sie kennen, womöglich nie entstanden wäre. Sie ist nicht nur Heimat renommierter Marken, sondern auch Geburtsort vieler kleinerer Hersteller und bahnbrechender Ideen – so muss eine stabile Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft aussehen.</p>
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		<title>Vergessene Uhrenstädte: Schwenningen und Pforzheim</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/uhrenstaedte-schwenningen-pforzheim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 13:24:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Weltweit sind Genf, La Chaux-de-Fonds und Le Locle wohlklingende Namen in den Ohren von Uhrenliebhabern. Schließlich haben dort einige der renommiertesten Luxusuhrenhersteller ihren Sitz. Dies gilt auch für das sächsische Uhrenstädtchen Glashütte. Doch wer erinnert sich noch an die Bedeutung, die Orte wie Pforzheim und Schwenningen einmal für die Uhrenbranche hatten? In diesem Beitrag werfen &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/uhrenstaedte-schwenningen-pforzheim/">Vergessene Uhrenstädte: Schwenningen und Pforzheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Weltweit sind Genf, La Chaux-de-Fonds und Le Locle wohlklingende Namen in den Ohren von Uhrenliebhabern. Schließlich haben dort einige der renommiertesten Luxusuhrenhersteller ihren Sitz. Dies gilt auch für das sächsische Uhrenstädtchen Glashütte. Doch wer erinnert sich noch an die Bedeutung, die Orte wie Pforzheim und Schwenningen einmal für die Uhrenbranche hatten? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf Deutschlands vergessene Uhrenstädte.</strong></p>
<h2>Vom Ursprung der deutschen Uhrenindustrie im Schwarzwald</h2>
<p style="text-align: justify;">Beim Stichwort <a href="https://www.uhrinstinkt.de/">Luxusuhren</a> denken die meisten Uhrenliebhaber heute fast automatisch an die Schweiz. Und in der Tat ist die Alpenrepublik heute einer der führenden Uhrenhersteller und -exporteure der Welt. Gemessen am Gesamtwert der produzierten und exportierten Uhren dürfte sie nach wie vor an erster Stelle liegen; orientiert man sich hingegen rein an den hergestellten und verkauften Stückzahlen, so dürften eher fernöstliche Hersteller auf den Spitzenrängen zu finden sein. Nur wenige Uhrenkenner, die sich etwas intensiver mit der Historie beschäftigt haben, wissen heute noch um die führende Stellung an den internationalen Uhrenmärkten, die deutsche Uhrenhersteller einst innehatten. In diesem Zusammenhang waren seinerzeit gleich mehrere deutsche Städte als Zentren der Uhrenindustrie weltweit bekannt.</p>
<figure id="attachment_13554" aria-describedby="caption-attachment-13554" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13554 size-full" title="Alte Schwarzwälder Kuckucksuhr" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr.jpg" alt="alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr" width="600" height="432" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr-300x216.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13554" class="wp-caption-text">© Juergen Wiesler / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang der Schwarzwald, wo schon in vorindustrieller Zeit Uhren in großen Stückzahlen hergestellt und in zahlreiche Länder exportiert wurden. Wann genau im Schwarzwald mit der Uhrmacherei begonnen wurde, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Es gilt jedoch als sicher, dass die ersten Schwarzwälder Uhren – damals noch aus Holz bestehend – bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden sind. Aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region dauerte es jedoch noch bis etwa 1730, bis sich die Herstellung von Uhren dort Gewerbe mit nennenswertem Umfang etablieren konnte.</p>
<figure id="attachment_13552" aria-describedby="caption-attachment-13552" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13552 size-full" title="Alte deutsche Taschenuhren" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren.jpg" alt="Alte deutsche Taschenuhren" width="600" height="399" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren-300x200.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren-310x205.jpg 310w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13552" class="wp-caption-text">© PROMA / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte die Uhrenindustrie jedoch eine wichtige Rolle weit über die Grenzen des Schwarzwaldes hinaus. Wenngleich neben den anfangs dominierenden Stand- und Wanduhren später auch Taschen- und Armbanduhren produziert wurden, spielten Großuhren und Wecker dort jedoch insgesamt immer eine größere Rolle.</p>
<h2>Industrialisierung und weltweite Expansion</h2>
<p style="text-align: justify;">Schon die aus Holz gefertigten Schwarzwälder Uhren des 18. und 19. Jahrhunderts verkauften sich sowohl im Inland als auch auf ausländischen Märkten so gut, dass Schwarzwälder Produkte bald eine dominierende Marktstellung erlangten. Die Wahl von Holz als Material für die Uhrenherstellung hatte übrigens nicht primär technische Gründe und war auch nicht in erster Linie der guten Verfügbarkeit dieses Materials in waldreichen Gegenden zu verdanken.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese beiden Faktoren haben die Entwicklung sicherlich begünstigt, doch die entscheidende Rolle dürften die damaligen zunftrechtlichen Regelungen gespielt haben.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Während die Fertigung von Uhren aus Metall gemäß den Zunftregeln allein den städtischen Uhrmachern vorbehalten war, galten für die Holzuhrmacherei keine derartigen Beschränkungen. Dass sich Schwarzwälder Holzuhren an den internationalen Märkten schneller und besser durchsetzen konnten als vergleichbare Produkte aus anderen Regionen, lag an einer weiteren Besonderheit der Schwarzwälder Uhrmacher. Früher als anderenorts setzte man hier auf eine konsequente Arbeitsteilung. So wurde eine Uhr nicht mehr komplett von einem Uhrmacher allein hergestellt, sondern aus Zeilen zusammengesetzt, die von unterschiedlichen, entsprechend spezialisierten Zulieferern stammten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/qb-LBlS6CKg?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Im Zuge dessen bildeten sich eigene Berufsbilder heraus – wie beispielsweise Gestellmacher, Kettenmacher, Schilderdreher, Schildermaler und andere mehr. Die Arbeitsteilung und die Entwicklung von neuen Herstellungsverfahren erlaubten eine deutliche Steigerung der Produktivität. Gleichwohl fand die Produktion noch bis deutlich über die Mitte des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Kleinwerkstätten statt, die in die Wohnhäuser integriert waren und deren Inhaber fast immer auch noch mehrere Gesellen und Lehrlinge beschäftigten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/Txz_zMvYs70?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Um 1840 wurden im Schwarzwald von rund 1000 Werkstätten insgesamt etwa 600000 Holzuhren im Jahr hergestellt, was damals einem Großteil der weltweiten Produktion entsprach. Ab 1880 folgte dann ein relativ schneller Übergang zur industriellen Uhrenfertigung, nachdem sich bereits zuvor immer stärker abgezeichnet hatte, dass die zahlreichen Kleinstbetriebe in dieser Form nicht mehr bestehen können würden und immer mehr größere Werkstätten entstanden waren.</p>
<h2>Im Schwarzwald entstehen Uhrenfabriken und Uhrenstädte</h2>
<p style="text-align: justify;">Erste Uhrenfabriken im eigentlichen Sinne waren zunächst im zu Baden gehörenden Teil des Schwarzwaldes entstanden und hatten sich auf gut erreichbare Standorte konzentriert, die gegebenenfalls auch noch die Möglichkeit zur Wasserkraftnutzung boten. Solche Uhrenstädte waren insbesondere Furtwangen, Lenzkirch, St. Georgen, Titisee-Neustadt und Triberg.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nach 1880 verlagerte sich die Uhrenindustrie im Schwarzwald zunehmend in dessen württembergischen Teil und auf die Baar, eine Hochebene, die Schwarzwald und Schwäbische Alb miteinander verbindet.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Weltweite Bekanntheit als Zentren der Uhrenindustrie erlangten vor allem Schramberg und Schwenningen, aber auch Pforzheim. In Schramberg war dies vor allem der erfolgreichen Expansion der Firma <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/junghans/">Junghans</a> sowie der ebenfalls hier ansässigen Hamburg-Amerikanischen Uhrenfabrik zu verdanken.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/SK9vnSLr3Mk?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Bedeutende Uhrenhersteller in Schwenningen waren hingegen die Firmen Kienzle und Mauthe, aber auch die Württembergische Uhrenfabrik Bürk und ISGUS, die vor allem Kontrolluhren herstellten. Parallel zur Entstehung und zum Wachstum der Industriebetriebe verloren die Kleinbetriebe immer mehr an Bedeutung. Industrielle Massenproduktion, die sich an amerikanischen Vorbildern orientierte, bestimmte nun das Geschehen. Die verschiedenen Einzelteile der Uhren wurden für eine möglichst zeitsparende Montage optimiert.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Als besonderer Meilenstein sollte sich das von Junghans in Schramberg zu Beginn der 1880er Jahre entwickelte Weckerwerk W10 erweisen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dessen Erfolg trug maßgeblich dazu bei, dass die Firma aus Schramberg um 1900 zum größten Uhrenhersteller der Welt aufstieg. Die mit diesem Werk oder daran orientierten Nachbauten anderer Schwarzwälder Hersteller ausgestatteten Wecker entwickelten sich zu den preisgünstigsten und gefragtesten Modellen auf dem Weltmarkt – wie einige Jahrzehnte zuvor bereits die Schwarzwälder Holzuhren.</p>
<h2>Transformation und Niedergang – Uhrenstädte in Kriegs- und Quarzkrisen</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Erste Weltkrieg brachte die deutsche Uhrenproduktion fast vollständig zum Erliegen und traf die Uhrenstädte insofern schwer. Mit der Produktion von Zeitzündern und anderen Rüstungsgütern konnten sich Hersteller wie Junghans in Schramberg oder Kienzle in Schwenningen zwar alternative Geschäftsfelder erschließen, doch die wirtschaftliche Krise und die politischen Veränderungen in der Nachkriegszeit belasteten die Branche und die regionalen Uhrenstädte erheblich, und bis in die frühen 1930er Jahre hinein sahen sich zahlreiche Schwarzwälder Hersteller gezwungen, Konkurs anzumelden und ihre Betriebe zu schließen.</p>
<figure id="attachment_13547" aria-describedby="caption-attachment-13547" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13547 size-full" title="Gemeinde Schwenningen auf dem Heuberg" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/gemeinde-schwenningen-heuberg.jpg" alt="gemeinde-schwenningen-heuberg" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/gemeinde-schwenningen-heuberg.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/gemeinde-schwenningen-heuberg-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13547" class="wp-caption-text">© Schlesier / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Uhrenbranche der Region nicht mehr an ihre alten Erfolge anknüpfen. Während zunehmend billige Massenware aus Asien auf den Markt drängte, konzentrierte sich die Nachfrage im Luxussegment immer mehr auf renommierte Hersteller mit Sitz in Genf, Le Locle oder La Chaux-de-Fonds. Mitte der 1970er Jahre – im Zuge der sogenannten Quarzkrise – folgte eine zweite Konkurswelle, die vor allem auch Zulieferer betraf.</p>
<p style="text-align: justify;">So kommt es, dass eine Reihe deutscher Uhrenstädte in Vergessenheit geriet und Namen wie Schwenningen oder Pforzheim heute selbst unter Uhrenkennern kaum noch entsprechende Assoziationen auslösen.</p>
<figure id="attachment_13527" aria-describedby="caption-attachment-13527" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13527 size-full" title=" Pforzheim bei Sonnenuntergang" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/pforzheim-sonnenuntergang.jpg" alt="pforzheim-sonnenuntergang" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/pforzheim-sonnenuntergang.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/pforzheim-sonnenuntergang-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13527" class="wp-caption-text">© Fabian Reinhardt / Fotolia.com</figcaption></figure>
<h2>Deutsche Uhrenstädte heute</h2>
<p style="text-align: justify;">Pforzheim ist heute vor allem als Standort der Schmuckindustrie bekannt, die Uhrenproduktion spielt dort jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Schramberg ist als Sitz von Junghans nach wie vor vielen Uhrenfans ein Begriff – nicht zuletzt wegen der Pionierrolle dieses Herstellers bei der Entwicklung von Produkten wie Solar- und Funkuhren. Deutsche Uhrenstädte, die außerhalb des Schwarzwaldes liegen, haben häufig eine ähnliche Entwicklung durchlaufen.</p>
<figure id="attachment_13530" aria-describedby="caption-attachment-13530" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13530 size-full" title="Kleinstadt Ruhla in Thüringen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/ruhla-thueringen.jpg" alt="ruhla-thueringen" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/ruhla-thueringen.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/ruhla-thueringen-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13530" class="wp-caption-text">© alephnull / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Im thüringischen Ruhla war seit 1890 mit der &#8220;Rühler Kartoffel&#8221; die erste maschinell hergestellte Taschenuhr produziert worden. Uhren werden in Ruhla zwar auch heute noch hergestellt, doch mangels namhafter Anbieter, die auch im Luxussegment Präsenz zeigen, wird der Ort überregional kaum noch als Uhrenstadt wahrgenommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine erfrischende Ausnahme stellt das sächsische Glashütte dar, wo sich ebenfalls schon im 19. Jahrhundert eine leistungsfähige Uhrenindustrie entwickelt hatte, die ihre Bedeutung niemals ganz verlor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands an ihre früheren Erfolge anknüpfen konnte.</p>
<figure id="attachment_13535" aria-describedby="caption-attachment-13535" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13535 size-full" title="Glashütte in Sachsen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen.jpg" alt="glashuette-sachsen" width="600" height="409" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen-300x205.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13535" class="wp-caption-text">© Torsten Becker / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Heute ist Glashütte wohl der einzige deutsche Standort, an dem gleich mehrere international bekannte Luxusuhrenhersteller produzieren, die ihren Wettbewerbern aus Genf, Le Locle und La Chaux-de-Fonds an den internationalen Märkten durchaus Paroli bieten können.</p>
<p style="text-align: justify;">Liebhaber können hier über Uhren der Marken <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/bruno-soehnle/">Bruno Söhnle</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/muehle-glashuette/">Mühle</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/union-glashuette/">Union</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/nomos-glashuette/">Nomos</a> oder <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/glashuette-original/">Glashütte Original</a> staunen!</p>
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		<title>Swatch Group verlässt die Uhrenmesse</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/swatch-group-verlaesst-uhrenmesse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Sep 2018 08:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuheiten & Szene]]></category>
		<category><![CDATA[Baselworld]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Hayek]]></category>
		<category><![CDATA[Swatch Group]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenindustrie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>« Keine Swatch auf Baselworld 2019 » 18 Marken, über 36.000 Mitarbeiter und Präsenz in allen Preissegmenten – die Swatch Group ist das mit Abstand größte Unternehmen der Uhrenbranche. Entsprechend groß war der Schock, als der Gigant Ende Juli seinen Rückzug von der Baselworld bekanntgab. Damit verliert die Weltmesse für Uhren und Schmuck seinen größten &#8230;</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Keine Swatch auf Baselworld 2019 »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>18 Marken, über 36.000 Mitarbeiter und Präsenz in allen Preissegmenten – die Swatch Group ist das mit Abstand größte Unternehmen der Uhrenbranche. Entsprechend groß war der Schock, als der Gigant Ende Juli seinen Rückzug von der Baselworld bekanntgab. Damit verliert die Weltmesse für Uhren und Schmuck seinen größten Aussteller – droht nun etwa eine Kettenreaktion oder gar das zukünftige Aus der Veranstaltung? Sicher ist, dass eine erfolgreiche Zukunft der Baselworld nur mit weitreichenden Veränderungen möglich ist. Auch hinsichtlich der Baselworld setzt die Swatch Group Trends. Nach dem Ausstieg im Jahre 2019 fand in den Folgejahren keine Baselworld mehr statt, da </strong><strong>zahlreiche Hersteller der Entscheidung der Swatch Group folgten.</strong></p>
<h2>Warum die Trennung?</h2>
<p style="text-align: justify;">Zunächst scheint der Rückzug von Swatch unsinnig, schließlich gilt die Uhrenmesse als wichtigstes Event in der Branche. In Basel treffen die Größen der Industrie aufeinander, es werden Kontakte geschlossen, Geschäfte vereinbart. Doch in den letzten Jahren ist die Bedeutung der Messe zurückgegangen – während sie früher als &#8220;der Ort&#8221; schlechthin galt, um Uhren an Konzessionäre zu verkaufen, finden die wichtigen Geschäfte heutzutage woanders statt. Das Zeitalter der Digitalisierung ermöglicht den Marken völlig neue Wege zur Produktvorstellung, zudem erfreut sich der SIHH (Salon de la Haute Horlogerie) in Genf steigender Beliebtheit. Größen wie <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/girard-perregaux/">Girard-Perregaux</a> oder A. Lange &amp; Söhne sind längst nicht mehr in Basel, sondern in Genf anzutreffen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/XGTXeelSFQw?rel=0" width="620" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Der CEO von Swatch, Nick Hayek, führt weitere Gründe für den Ausstieg an. So sei vor allem der bestimmende, in einigen Kreisen sogar als arrogant gescholtene, Umgang mit den Ausstellern, seitens der Messeleitung, problematisch. Statt sie in Veränderungen einzubinden, konzentriere sich die verantwortliche MCH Group vor allem auf die Amortisierung des neuen Gebäudes – umgerechnet rund 380 Mio. Euro kostete der 2013 eröffnete Neubau des renommierten Architekturbüros Herzog &amp; de Meuron. Entsprechend hoch sind die Kosten für die Swatch Group, kleinere Aussteller sowie Besucher der Messe.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Der Kostenpunkt dürfte entscheidend dafür sein, warum es zukünftig keine Swatch auf der Baselworld zu sehen gibt.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Schlicht und einfach stehen die Kosten nicht im Verhältnis zum Ertrag, den Swatch durch die Präsentation von <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/omega/">Omega</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tissot/">Tissot</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/longines/">Longines</a> und Co. generiert. Darüber hinaus präferieren die Marken seit einiger Zeit ohnehin die Eröffnung eigener Boutiquen, wodurch Konzessionäre an Bedeutung verlieren. Auf diese und andere aktuelle Herausforderungen scheint die Messe momentan keine Antwort zu haben, ein attraktives Konzept zur Neugestaltung wurde noch nicht realisiert.</p>
<p><a href="https://www.uhrinstinkt.de/omega-constellation-co-axial-master-chronometer-41mm-131.33.41.21.04.001.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-34000" title="Omega Constellation Co-Axial Master Chronometer 41mm in der Version 131.33.41.21.04.001" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/09/omega-constellation-co-axial-master-chronometer-41mm-131.33.41.21.04.001.jpg" alt="Omega Constellation Co-Axial Master Chronometer 41mm in der Version 131.33.41.21.04.001" width="305" height="477" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/09/omega-constellation-co-axial-master-chronometer-41mm-131.33.41.21.04.001.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/09/omega-constellation-co-axial-master-chronometer-41mm-131.33.41.21.04.001-192x300.jpg 192w" sizes="auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/tissot-t-sport-t-race-marc-marquez-motogp-2022-quarz-chronograph-limited-edition-t141.417.11.051.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-34002" title="Tissot T-Sport T-Race Marc Marquez Motogp 2022 Quarz Chronograph Limited Edition in der Version T141.417.11.051.00 aus Edelstahl" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/09/tissot-t-sport-t-race-marc-marquez-motogp-2022-quarz-chronograph-limited-edition-t141.417.11.051.00.jpg" alt="Tissot T-Sport T-Race Marc Marquez Motogp 2022 Quarz Chronograph Limited Edition in der Version T141.417.11.051.00 aus Edelstahl" width="309" height="470" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/09/tissot-t-sport-t-race-marc-marquez-motogp-2022-quarz-chronograph-limited-edition-t141.417.11.051.00.jpg 400w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/09/tissot-t-sport-t-race-marc-marquez-motogp-2022-quarz-chronograph-limited-edition-t141.417.11.051.00-197x300.jpg 197w" sizes="auto, (max-width: 309px) 100vw, 309px" /></a></p>
<h2>Swatch – der Riese der Uhrenindustrie</h2>
<p style="text-align: justify;">Es bedarf keiner genauen Betrachtung, um die gewaltigen Ausmaße der Swatch Group zu erkennen: Die Holding umfasst 37 Tochtergesellschaften in rund 50 Ländern, 2016 belief sich der Umsatz auf rund 7,5 Milliarden Franken. Deutliche Präsenz zeigt der Konzern in allen Preissegmenten der Uhrenindustrie. So gehören zum Luxussegment etwa <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/blancpain/">Blancpain</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/breguet/" class="broken_link">Breguet</a>, Omega und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/glashuette-original/">Glashütte Original</a>, während sich im starken Mittelsegment neben Tissot und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/certina/" class="broken_link">Certina</a> auch <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rado/">Rado</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/union-glashuette/">Union Glashütte</a> und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/hamilton/">Hamilton</a> bewegen. Erwähnenswert ist zudem, dass mit der ETA SA der größte Zulieferer von Kalibern aller Klassen zum Unternehmen gehört.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/rPHpeyRnEn4?rel=0" width="620" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Damit wird klar, dass die renommierte Uhrenmesse aus Basel mit dem Rückzug ihres größten Ausstellers einen beachtlichen Verlust erleidet – er wird auf rund 50 Mio. Franken geschätzt. Berücksichtigt man zudem die nun geringere Attraktivität für Besucher und andere Aussteller, sind weitere Gewinn-Schmälerungen zu erwarten. Steht die Messe also nun am Abgrund? Wohl eher nicht.</p>
<h2>Und wie steht es um die Zukunft der Baselworld?</h2>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn es 2019 keine Swatch auf der Baselworld geben wird, lebt die Messe (vorerst) weiter. Angesichts der reichen Historie der Veranstaltung wäre alles andere überaus bedauerlich – bereits 1917 fand im Rahmen der Basler Mustermesse die erste Uhren- und Schmuckmesse statt. Anfang der 1930er Jahre war die Beliebtheit schon so groß, dass der Veranstaltung ein eigener Pavillon zugesprochen wurde. 1973 erfolgte mit der Öffnung für ausländische Aussteller eine weitere Vergrößerung.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Man konnte den steigenden Erfolg der Uhrenindustrie buchstäblich am Wachstum der Baselworld ablesen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">In jüngster Zeit hingegen hat die Messe mit gravierenden Problemen zu kämpfen, 2018 nahmen mit rund 650 Ausstellern nur halb so viele teil wie im Vorjahr. Wenige Jahre zuvor konnten noch etwa 2000 Aussteller verzeichnet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotz der bedrohlichen Lage sind wichtige Stützen des Events noch intakt – wenngleich Certina, Hamilton und Rado nun nicht mehr anzutreffen sind, haben <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/rolex/">Rolex</a> und Patek Philippe bereits ihre Teilnahme 2019 zugesagt. Auch <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/breitling/">Breitling</a> gab bekannt, im nächsten Jahr auszustellen. Dieses Fundament wird durch die Tatsache gestärkt, dass auch LVMH im Jahr 2019 dabei sein wird – zum Luxusgüterkonzern gehören unter anderem <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/tag-heuer/">Tag Heuer</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/hublot/">Hublot</a> und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/zenith/">Zenith</a>.</p>
<h2>Die Lage erfordert Veränderungen</h2>
<p style="text-align: justify;">Kurzfristig scheint das Bestehen der Baselworld also sicher zu sein. Langfristig müssen sich die Organisatoren jedoch Gedanken darüber machen, wie die Attraktivität der Veranstaltung wieder auf Spitzenniveau gebracht werden kann – definitiv kein Kinderspiel. Sollten zukünftig weitere Marken fehlen, die eine ähnliche Symbolkraft wie Breguet, Blancpain oder Glashütte Original haben, würde dies unvermeidlich das Ende der traditionsreichen Messe bedeuten.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn es aber gelingt, in den kommenden Jahren einen Neuanfang mit kreativen, modernen Ideen zu starten, könnte die Swatch Group und mit ihr Marken wie Omega, Longines und Union Glashütte auf das Parkett in Basel zurückkehren.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Hört man jedenfalls auf die Worte des Messechefs Michel Loris-Melikoff, besteht Grund zur Hoffnung: Bereits 2019 soll die Messe &#8220;kreativ und in einer neuen Denkart&#8221; ausgetragen werden.</p>
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