<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>&quot;IWC&quot; Tag - Uhrinstinkt Magazin</title>
	<atom:link href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/tag/iwc/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 08 Jul 2021 08:47:22 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>
	<item>
		<title>Albert Keck</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/albert-keck/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 May 2021 09:23:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[A. Lange & Söhne]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Keck]]></category>
		<category><![CDATA[Automobiluhren]]></category>
		<category><![CDATA[IWC]]></category>
		<category><![CDATA[Jaeger-LeCoultre]]></category>
		<category><![CDATA[Junghans]]></category>
		<category><![CDATA[Quarzuhren]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenpionier]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uhrinstinkt.de/magazin/?p=26956</guid>

					<description><![CDATA[<p>«Deutscher Uhrenpionier im Auftrag der Präzision» Er ließ die erste Quarzuhr für Automobile konstruieren, rettete mit IWC und Jaeger-LeCoultre zwei Schweizer Giganten und trieb nach der Wende die Wiederbelebung der Glashütter Uhrentradition voran. Dennoch kennen nur die wenigsten Enthusiasten seinen Namen. Wir bringen Licht ins Dunkle und blicken auf die bewegte Karriere eines Ingenieurs, der &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/albert-keck/">Albert Keck</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>«Deutscher Uhrenpionier im Auftrag der Präzision»</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Er ließ die erste Quarzuhr für Automobile konstruieren, rettete mit IWC und Jaeger-LeCoultre zwei Schweizer Giganten und trieb nach der Wende die Wiederbelebung der Glashütter Uhrentradition voran. Dennoch kennen nur die wenigsten Enthusiasten seinen Namen. Wir bringen Licht ins Dunkle und blicken auf die bewegte Karriere eines Ingenieurs, der die moderne Horologie an vielen Fronten entscheidend prägte – Albert Keck.</strong></p>
<h2>Von Junghans nach VDO Frankfurt: Der schnelle Aufstieg</h2>
<p style="text-align: justify;">1928 in Dunningen, einem idyllischen Städtchen nahe Rottweil im mittleren Schwarzwald geboren, wird Keck gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mit 16 Jahren als Soldat eingezogen. Er überlebt den Schrecken und startet eine rasante Karriere in der Uhrenwelt: Während eine Lehre bei <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/junghans/">Junghans</a> im benachbarten Schramberg die ersten praktischen Erfahrungen liefert, folgt das Fachwissen im Rahmen eines Ingenieurstudiums an der Staatlichen Uhrmacherschule Furtwangen. Dort absolviert Albert Keck 1950 seine Diplomarbeit, für welche er die Werke von Jubiläumsweckern anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Uhrmacherschule konstruiert.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/SK9vnSLr3Mk " width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die guten Leistungen des Schülers werden honoriert: Direkt nach seinem Studium bekommt Keck eine Empfehlung des Furtwanger Schuldirektors Friedrich Aßmus für eine Stelle als Ingenieur bei VDO Frankfurt. Diesem Unternehmen, das heute unter dem Namen VDO Automotive firmiert und die Automobilelektronik für Continental produziert, bleibt der talentierte Techniker jahrzehntelang treu. Damals liegt der Fokus auf Tachometern und anderen Instrumenten, deren Entwicklung Albert Keck auf verschiedenen Ebenen vorantreibt: Ab 1956 als Konstruktionsleiter, drei Jahre später in der Rolle des Chefingenieurs und ab 1966 als Geschäftsführer. Parallel zu seinem rasanten beruflichen Aufstieg studiert Keck noch Mathematik und Physik.</p>
<figure id="attachment_26960" aria-describedby="caption-attachment-26960" style="width: 620px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-26960" title="Albert Keck entwickelte zunächst Tachometer" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1.jpg" alt="Tachometer und Borduhr eines Oldtimers" width="620" height="388" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1.jpg 800w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1-300x188.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Uhr-Auto-1-768x481.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 620px) 100vw, 620px" /><figcaption id="caption-attachment-26960" class="wp-caption-text">© Paul &#8211; stock.adobe.com</figcaption></figure>
<h2>Kecks radikaler Entschluss</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine große Herausforderung seiner Karriere wird die mangelnde Präzision damaliger Automobiluhren. Von Schwenninger Produzenten zugekauft, weisen die elektrischen Instrumente eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen und Stößen auf, was in einer täglichen Gangabweichung von ein bis zwei Minuten resultiert. Eine massive Ungenauigkeit, die angesichts der Verbreitung von Autoradios in den 1960er-Jahren zu einem spürbaren Problem wird – wer will schon die 18-Uhr-Nachrichten hören, wenn der Zeitanzeiger erst 17:58 meldet?</p>
<figure id="attachment_26963" aria-describedby="caption-attachment-26963" style="width: 250px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-26963" title="Die erste Quarzuhr für Automobile steht heute im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1.jpg" alt="Die erste Quarzuhr für Autos von VDO - Albert Keck" width="250" height="567" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1-132x300.jpg 132w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2022/05/Autouhr_VDO-1-452x1024.jpg 452w" sizes="auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px" /><figcaption id="caption-attachment-26963" class="wp-caption-text">© Deutsches Uhrenmuseum | wikipedia.org | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Weil die Schwenninger Zulieferer unfähig sind, präzisere Instrumente zum damals üblichen Einkaufspreis von rund 10 Mark anzubieten, trifft Albert Keck einen radikalen Entschluss: VDO soll seine Automobiluhren fortan selbst fabrizieren. Um die gewünschte Genauigkeit zu erreichen, kommen für diesen Zweck nur Quarzuhren infrage – eine Technologie, die in den 60ern einen futuristischen Charakter besitzt und auf dem Markt nur von wenigen Anbietern zu horrenden Preisen vertrieben wird. Seikos Crystal Chronometer kostet beispielsweise 1.500 Mark.</p>
<h2>Erstmals präzise Uhren im Auto</h2>
<p style="text-align: justify;">Wie soll dem Frankfurter Unternehmen der Einstieg in eine solch komplexe Technik gelingen? Der Uhrenpionier Keck weiß die Lösung und leitet eine Kooperation mit dem niederländischen Elektrokonzern Philips sowie dem US-amerikanischen Halbleiterproduzenten SSS in die Wege. Nach vierjähriger Entwicklungszeit entstehen 1969 die ersten funktionstüchtigen Modelle, welche ein Jahr später in die Serienfertigung gehen und VDO bis 1975 ein Monopol auf erschwingliche Quarzuhren für die Automobilbranche sichern. Auch der Einstieg konkurrierender Hersteller ändert nichts an der Vormachtstellung des Frankfurter Unternehmens, welches zum weltweit größten Produzenten dieses Fachgebiets aufsteigt und bis 1985 satte 30 Millionen Uhren absetzt. Heute steht die erste Quarzuhr für Automobile im Deutschen Uhrenmuseum Furtwangen und erinnert an eine Erfolgsgeschichte, die ohne Albert Keck nicht eingetreten wäre.</p>
<h2>Neues Leben für IWC und Jaeger-LeCoultre</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine noch wichtigere Rolle spielt der Uhrenpionier ab 1974 in der Funktion des Vorstandsvorsitzenden von VDO Frankfurt. Zu einer Zeit, als die Quarzkrise ihre volle Schlagkraft entfaltet und zur Existenzbedrohung vieler Schweizer Uhrenmarken wird, entschließt sich Keck zur Übernahme der Branchengrößen IWC und Jaeger-LeCoultre. Beide Luxushersteller leiden damals stark genug unter der elektronischen Revolution, um sich gezwungenermaßen von ihren mechanischen Wurzeln zu entfernen und selbst Quarzuhren herzustellen – mit mäßigem Erfolg. Ab 1978 mehrheitlich zur VDO gehörend, können sie die schwierigsten Jahre überleben und ihren Fokus im Laufe der 80er-Jahre wieder auf mechanische Kreationen lenken. IWCs Wiederaufstieg ist maßgeblich auf den deutschen Unternehmer Günter Blümlein zurückzuführen, der von Albert Keck für die Leitung des Herstellers ausgewählt wird und ebenfalls die Furtwanger Uhrmacherschule absolvierte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ahdP3uPqAOU " width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<h2>Lange &amp; Söhne und die Glashütter Renaissance</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Krönung seiner Karriere erreichte Keck nach der Deutschen Wende, als die zwanghafte Verstaatlichung der Glashütter Uhrenbetriebe Geschichte ist und neue Perspektiven für das sächsische Uhrmacherstädtchen auftauchen. Zusammen mit Günter Blümlein und Walter Lange, dem Urenkel des legendären Firmengründers Ferdinand Adolph Lange (1815-1875), organisiert Albert Keck eine glanzvolle Rückkehr der lokalen Uhrenindustrie: So entsteht 1990 das Unternehmen A. Lange &amp; Söhne, dessen Fokus auf High-End-Luxusuhren im Geiste der glorreichen Vorkriegsjahre liegt. Bis die Marke im Jahr 2001 von der Richemont-Gruppe übernommen wird, gehören 90 Prozent ihrer Anteile zu VDO Frankfurt. A. Lange &amp; Söhne liefert nicht nur den Startschuss für eine florierende Glashütter Uhrenindustrie, sondern fungiert bis heute als Aushängeschild für das Weltklasse-Niveau deutscher Zeitanzeiger.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/phpko2P5PCQ " width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">1991 wird der gesamte Besitz der VDO an die Mannesmann AG verkauft, bevor letztere 2001 von Vodafone übernommen und VDO in den Siemens-Konzern integriert wird. Bis 2008 tritt der Hersteller unter dem Namen VDO Automotive AG als eigenständiges Unternehmen in Erscheinung. Anschließend wird er von Continental übernommen, wo er für Automobilelektronik verantwortlich ist. Und Albert Keck? Der Pionier bleibt vor allem als Wegbereiter und Retter der modernen Uhrenindustrie in Erinnerung. Am 27. Dezember 2018 stirbt er im Alter von 90 Jahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/albert-keck/">Albert Keck</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>SIHH 2019: So war der Uhrensalon in diesem Jahr</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/sihh-2019/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Feb 2019 10:32:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Neuheiten & Szene]]></category>
		<category><![CDATA[2019]]></category>
		<category><![CDATA[Audemars Piguet]]></category>
		<category><![CDATA[Girard Perregaux]]></category>
		<category><![CDATA[IWC]]></category>
		<category><![CDATA[SIHH]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrensalon]]></category>
		<category><![CDATA[Ulysse Nardin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uhrinstinkt.de/magazin/?p=15489</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Jahr 2019 ist noch recht jung, doch die erste bedeutende Uhrenmesse hat bereits stattgefunden. Vom 14. bis zum 17. Januar traf sich die Fachwelt beim 29. Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf. Wir präsentieren den Lesern unseres Magazins einige aktuelle Uhren-Trends und ausgewählte Messe-Neuheiten von einigen in Genf vertretenen Luxusuhrenherstellern. Positive &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/sihh-2019/">SIHH 2019: So war der Uhrensalon in diesem Jahr</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Das Jahr 2019 ist noch recht jung, doch die erste bedeutende Uhrenmesse hat bereits stattgefunden. Vom 14. bis zum 17. Januar traf sich die Fachwelt beim 29. Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf. Wir präsentieren den Lesern unseres Magazins einige aktuelle Uhren-Trends und ausgewählte Messe-Neuheiten von einigen in Genf vertretenen Luxusuhrenherstellern.</strong></p>
<h2>Positive Bilanz in einem herausfordernden Umfeld</h2>
<p style="text-align: justify;">Traditionell galt der SIHH als eine Art Hausmesse der unter dem Dach des Richemont-Konzerns zusammengefassten, beziehungsweise in Genf ansässigen Luxusuhrenmarken.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Zudem war die Genfer Uhrenmesse lange Zeit ausschließlich Fachbesuchern und Journalisten vorbehalten, bis sie ihre Tore 2017 zum ersten Mal auch für private Besucher und Uhrenliebhaber öffnete.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">So erstaunt es nicht, dass sie mitunter etwas im Schatten der weitaus älteren und größeren Baselworld zu stehen schien. Die Öffnung für das Publikum, die Gewinnung zahlreicher neuer Aussteller und ein insgesamt konsequent modernisiertes Konzept unter Einbeziehung von Social Media und digitalen Lösungen haben die Positionierung des SIHH allerdings inzwischen deutlich gestärkt, während die Baselworld zuletzt mit – größtenteils hausgemachten – Problemen und der Abwanderung namhafter großer Aussteller zu kämpfen hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">So konnte die Leitung der Genfer Messe zum Schluss des SIHH 2019 am 17. Januar 2019 ein positives Resümee ziehen, obwohl die Uhren- und Luxusgüterbranche angesichts von drohenden internationalen Handelskonflikten, einem schwächeren Wirtschaftswachstum in China und nach wie vor ungeklärten Brexit-Modalitäten nicht gerade euphorisch auf die kommenden Monate blickt. Mit mehr als 23.000 Besuchern innerhalb von vier Messetagen, einem Zuwachs um 15% gegenüber dem Vorjahr, wurden die Erwartungen der Veranstalter dieses jahr signifikant übertroffen.</p>
<h2>Prägende Trends: Farben, anspruchsvolle Komplikationen und neue Materialien</h2>
<p style="text-align: justify;">Da es sich um die erste große Uhrenmesse des Jahres handelte, wurde der SIHH auch 2019 wieder von vielen Branchenvertretern, Journalisten und privaten Besuchern als Indikator für die Trends betrachtet, die das Geschehen auf dem internationalen Luxusuhrenmarkt im laufenden Jahr bestimmen dürften. Einer dieser Trends ist zweifellos das Wetteifern der Manufakturen um immer anspruchsvollere mechanische Lösungen und Komplikationen, von denen beim Genfer Salon einige zu sehen waren.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter diesen raren Sammlerstücken erfreuen sich derzeit vor allem Modelle mit Ewigen Kalendern und mit Mondphasenanzeigen großer Beliebtheit. Darüber hinaus macht sich eine gewisse Vorliebe für die Verwendung von Farben im Uhrendesign immer stärker bemerkbar, wobei besonders Blau und Grün weiter an Popularität zu gewinnen scheinen. Eine dritte Tendenz, die sich momentan bei neuen Uhrenmodellen abzeichnet, ist die Verwendung von neu entwickelten Materialien, so beispielsweise auf Basis von Carbon oder Recycling-Titan, die in erster Linie bei Sportuhren Verwendung finden.</p>
<h2>Ein Star des diesjährigen Genfer Uhrensalons: die Code 11.59 von Audemars Piguet mit Ewigem Kalender</h2>
<p style="text-align: justify;">Eine der spektakulärsten Messeneuheiten auf dem SIHH 2019 stammte aus dem Hause <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/audemars-piguet/">Audemars Piguet</a>. Das Modell Code 11.59 in der Version mit Ewigem Kalender beeindruckt durch exklusive Materialien ebenso wie durch aufwendige Komplikationen. Die exklusive Uhr besitzt ein Roségold-Gehäuse mit 41 Millimetern Durchmesser und Saphirglasboden, das an einem Armband aus dunkelblauem Alligatorleder getragen wird. In dunklem Blau schimmert auch das Zifferblatt aus Aventurin. In der Natur kommt Aventurin als Quarz-Varietät mit mikrokristallinen Einschlüssen anderer Mineralien vor, die ihm eine schimmernde, glitzernde Wirkung verleihen.</p>
<p style="text-align: justify;">Hier hingegen wurde der dunkelblaue Farbton durch Zugaben von Kobalt und Kupferoxid in Glas gewonnen, was eine faszinierende, an einen nächtlichen Sternenhimmel erinnernde Wirkung erzeugt. Angetrieben von dem schon bekannten Manufakturkaliber 5134, das mit einem für die Kollektion Code 11.59 entwickelten Rotor kombiniert wurde, zeigt das wertvolle Instrument nicht nur die Uhrzeit an, sondern zugleich noch Datum, Wochentag, Monat und &#8211; auf einer eigenen Skala am Rand des Zifferblattes &#8211; die Kalenderwoche. Der Ewige Kalender berücksichtigt die Schaltjahre und wird durch eine fotorealistisch gestaltete Anzeige der Mondphase bei sechs Uhr ergänzt. Ein weiteres originelles Detail ist das achteckige Mittelteil des Gehäuses, während Boden, Lünette und Deckglas rund sind.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/nDGVMChAATQ" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Neben der neuen Kollektion Code 11.59 zeigte Audemars Piguet 2019 beim SIHH noch mehrere neue Versionen der <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/audemars-piguet/royal-oak/">Royal Oak</a> und der <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/audemars-piguet/royal-oak-offshore/">Royal Oak Offshore</a> sowie eine neue Kreation aus seiner Haute-Joaillerie-Kollektion. Die Sapphire Orbe ist mit mehr als 12.000 Diamanten und Saphiren und bezaubert mit einem faszinierenden Spiel von Licht und Farben.</p>
<h2>IWC lanciert neue Pilotenuhren mit Retro-Touch</h2>
<p style="text-align: justify;">Pilotenuhren gehören schon seit mehr als acht Jahrzehnten zum Kerngeschäft von IWC, und aus ebenjenem Bereich stammten auch die wichtigsten Neuheiten, die die Aviatik-affine Luxusuhrenmanufaktur beim SIHH 2019 vorstellte.</p>
<p style="text-align: justify;">In der neu entwickelten Spitfire-Linie, die den legendären britischen Kampfflugzeugen gewidmet ist, kommen ausschließlich markeneigene Kaliber zum Einsatz. Als Flaggschiff der neuen Kollektion fungiert die Pilot&#8217;s Watch Timezoner Spitfire Edition mit dem Namen &#8220;The Longest Flight&#8221;, die voraussichtlich ab April 2019 erhältlich sein wird und von der lediglich 250 Exemplare hergestellt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei diesem Modell hat IWC zum ersten Mal die patentierte Timezoner-Mechanik mit einem hauseigenen vollautomatischen Kaliber kombiniert. Der Name der Sonderedition spielt darauf an, dass diese dem Projekt &#8220;Silver Spitfire &#8211; The Longest Flight&#8221;, den Piloten Steve Boultbee Brooks sowie Matt Jones und deren Spitfire-Flug um die Welt gewidmet ist. Gestalterische Details wie das schwarze Zifferblatt und das olivgrüne Textilarmband sollen an ein Spitfire-Cockpit erinnern. Rund ein halbes Jahr später soll dann im Oktober die Pilot&#8217;s Watch Chronograph Spitfire in den Handel kommen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/XDMj6ZxM3sY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wesentliche gestalterische Inspirationen für dieses Modell kommen von der ab 1948 bei IWC für die Royal Air Force gefertigten der Navigationsuhr Mark 11. Für eine besondere individuelle Note sorgen das Bronzegehäuse und die sich darauf im Laufe der Zeit bildende Patina, die jedes Exemplar zu einem Unikat werden lässt. Farblich auf den Bronzeton abgestimmt, wird der Fliegerchronograph mit einem olivgrünen Zifferblatt und einem braunen Armband aus Kalbsleder geliefert.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wer eher ein moderneres Design bevorzugt, findet in dem ab Juni 2019 erhältlichen Modell Pilot&#8217;s Watch Double Chronograph Top Gun Ceratanium eine interessante Alternative.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die erste komplett schwarze Pilotenuhr der Schaffhausener Manufaktur ist aus besonders robusten Materialien wie Titan und Keramik hergestellt damit sie die besonderen Anforderungen von U.S.-Navy-Elitepiloten erfüllen kann. Ihr mattschwarzes Gehäuse aus Keramik dient unter anderem dem Zweck, störende Reflexe durch einfallendes Sonnenlicht zu vermeiden.</p>
<h2>Highlights von Girard-Perregaux und Ulysse Nardin</h2>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/girard-perregaux/">Girard-Perregaux</a> präsentierte in Genf vor allem Weiterentwicklungen seiner Laureato-Linie, die damit innerhalb der Gesamtkollektion des Herstellers noch stärker gewichtet wird. Das Modell Laureato Absolute beeindruckt durch die Verbindung von markanter Präsenz und bemerkenswerter Leichtigkeit. Letztere ist der Verwendung von Titan mit schwarzer PVD-Beschichtung anstelle von Edelstahl zu verdanken.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/knmtAEv4_C8" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Weitere Merkmale sind das voll integrierte schwarze Kautschukarmband und der Farbverlauf auf dem Zifferblatt, das in der Mitte blau leuchtet und sich nach außen hin immer weiter verdunkelt, bis sein Farbton in das Tiefschwarz des Gehäuses übergeht.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem Drei-Zeiger-Modell mit Tagesdatum bei der Sechs gibt es die neue Girard-Perregaux Laureato auch noch als Chronograph sowie als Weltzeituhr mit der Bezeichnung WW.TC.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/ulysse-nardin/">Ulysse Nardin</a> dagegen nutzte den SIHH 2019 zum einen, um die bereits 2018 erschienene und in verschiedenen Farb- und Materialkombinationen erhältliche Diver Chronometer sowie die etwas kleinere Ulysse Nardin Marine Diver einem größeren Publikum zu präsentieren. Zum anderen sorgte die Manufaktur mit dem Anker-Logo durch die Vorstellung einer Einsteiger-Version ihrer Freak-Linie für Aufsehen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/8md8AcU2ISs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wie bei der Freak üblich, gibt es auf dem Zifferblatt keine Zeiger, da deren Funktion von Werkbrücken übernommen wird. Im Unterschied zu den vorangegangenen Freak-Versionen lässt sich die Uhrzeit nun jedoch mithilfe einer Krone einstellen. Als Antrieb dient das automatische Manufakturkaliber UN-230, das eine großzügige Gangreserve von 72 Stunden bietet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/sihh-2019/">SIHH 2019: So war der Uhrensalon in diesem Jahr</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gérald Genta</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/gerald-genta/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2019 08:21:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Audemars Piguet]]></category>
		<category><![CDATA[Bulgari]]></category>
		<category><![CDATA[Cartier]]></category>
		<category><![CDATA[Gérald Genta]]></category>
		<category><![CDATA[IWC]]></category>
		<category><![CDATA[Patek Philippe]]></category>
		<category><![CDATA[Rolex]]></category>
		<category><![CDATA[Royal Oak]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrendesign]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrendesigner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uhrinstinkt.de/magazin/?p=15315</guid>

					<description><![CDATA[<p>« Der &#8220;erste Uhrendesigner der Welt&#8221; im Portrait » Mit der Audemars Piguet Royal Oak, der Omega Constellation und der Rolex King Midas gehen einige der berühmtesten und ikonischsten Uhrendesigns auf einen einzigen Mann zurück: Gérald Genta. Doch wer genau war dieser geniale Konzeptionist, der die Welt der Zeitanzeiger für immer veränderte? Begeben wir uns &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/gerald-genta/">Gérald Genta</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Der &#8220;erste Uhrendesigner der Welt&#8221; im Portrait »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mit der <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/audemars-piguet/royal-oak/">Audemars Piguet Royal Oak</a>, der <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/omega/constellation/">Omega Constellation</a> und der Rolex King Midas gehen einige der berühmtesten und ikonischsten Uhrendesigns auf einen einzigen Mann zurück: Gérald Genta. Doch wer genau war dieser geniale Konzeptionist, der die Welt der Zeitanzeiger für immer veränderte? Begeben wir uns auf eine Zeitreise in die vergangenen Jahrzehnte, um Genta und seinem großen Lebenswerk auf den Grund zu gehen.</strong></p>
<h2>Uhrendesign für 15 Franken</h2>
<p style="text-align: justify;">Gérald Genta, 1931 in Genf geboren, begann seine Karriere im Alter von 15 Jahren als Praktikant im Juweliergeschäft. Um 1950, als er seine Lehre abschloss, bahnte sich ein wirtschaftlicher Abschwung an und der junge Schweizer musste sich mit diversen Jobs über Wasser halten. Zu dieser Zeit entwickelte er eine Leidenschaft für Kunst, insbesondere aber für Schmuckdesign.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedoch war es ein verwandter, zu Beginn der 1950er-Jahre stark aufstrebender Sektor, der seine Zukunft fortan bestimmen sollte: Die Horlogerie. Genta, der später einmal sagte, dass er Uhren niemals gerne getragen hat, erhielt in diesen Jahren Aufträge diverser Hersteller: Heute ein Armband, morgen ein Gehäuse, ein anderes Mal ein Zifferblatt – bei einem Lohn von lediglich 15 Franken pro Design zählte vor allem die Quantität. Trotz der hohen Menge überzeugten seine Entwürfe, sodass die großen Marken ihm schon bald lukrative Verträge anboten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/-_QhHxVK0wI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Die Royal Oak – kreiert an einem Abend</h2>
<p style="text-align: justify;">Einen seiner wichtigsten Auftraggeber prägte der ideenreiche Uhrendesigner über mehr als 20 Jahre: <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/audemars-piguet/">Audemars Piguet</a>.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Ab 1953 lieferte er dem renommierten Hersteller unzählige Entwürfe und war bis in die 1970er-Jahre für dessen gesamte Kollektion verantwortlich.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Eines Nachmittags im Jahr 1970, als ihn der Geschäftsführer Audemars Piguets mit der Gestaltung einer völlig neuen, wasserdichten Sportuhr beauftragte und Gérald Genta lediglich bis zum nächsten Morgen Zeit ließ, sollte dem Designer sein wohl größter Geniestreich gelingen: Inspiriert von der Funktionsweise und Optik eines Taucherhelms, erschuf er die legendäre Royal Oak mit ihren acht sichtbaren Schrauben.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/audemars-piguet-royal-oak-chronograph-41mm-26331st.oo.1220st.02.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15328 size-full" title="Audemars Piguet Royal Oak Chronograph 41 mm mit der Referenz 26331ST.OO.1220ST.02" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/02/Audemars-Piguet-Royal-Oak-Chronograph-41mm-mit-der-Referenz-26331ST-OO-1220ST-02.jpg" alt="Audemars Piguet Royal Oak Chronograph 41mm mit der Referenz 26331ST-OO-1220ST-02" width="284" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/02/Audemars-Piguet-Royal-Oak-Chronograph-41mm-mit-der-Referenz-26331ST-OO-1220ST-02.jpg 284w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/02/Audemars-Piguet-Royal-Oak-Chronograph-41mm-mit-der-Referenz-26331ST-OO-1220ST-02-213x300.jpg 213w" sizes="auto, (max-width: 284px) 100vw, 284px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/audemars-piguet-royal-oak-extra-thin-39mm-15202st.oo.1240st.01.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-15329 size-full" title="Audemars Piguet Royal Oak Extra-Thin 39 mm mit der Referenz 15202ST.OO.1240ST.01" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/02/Audemars-Piguet-Royal-Oak-Extra-Thin-39mm-mit-der-Referenz-15202ST-OO-1240ST-01.jpg" alt="Audemars Piguet Royal Oak Extra-Thin 39mm mit der Referenz 15202ST-OO-1240ST-01" width="283" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/02/Audemars-Piguet-Royal-Oak-Extra-Thin-39mm-mit-der-Referenz-15202ST-OO-1240ST-01.jpg 283w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/02/Audemars-Piguet-Royal-Oak-Extra-Thin-39mm-mit-der-Referenz-15202ST-OO-1240ST-01-212x300.jpg 212w" sizes="auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Jahre später ging das bis heute nahezu unveränderte Modell in die Serienproduktion und gilt seit über 40 Jahren als Inbegriff einer sportlichen Luxusuhr. Gérald Genta ist also nicht bloß Designer, sondern kann zu Recht als Erschaffer einer eigenen Klasse von Zeitanzeigern bezeichnet werden. Doch auch abseits von Audemars Piguet sollten dem schöpferischen Geist bahnbrechende Erfolge gelingen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/625KnrabXdI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Omega, IWC, Patek Philippe – die Erfolgsgeschichte geht weiter</h2>
<p style="text-align: justify;">Neuartig, technisch und irgendwie spannend – mit der IWC Ingenieur zeichnete Genta neben der Royal Oak ein weiteres Masterpiece mit freigelegten Schrauben. Seit ihrer Entwicklung im Jahr 1976 in zahlreichen Varianten erschienen, ist sie die Antwort auf eine simple Frage des Designers: Warum sollten alle Komponenten verdeckt werden, wenn gerade sie den Reiz eines Gehäuses ausmachen? Dass Eleganz und moderne Rundungen hervorragend zusammenpassen, bewies er zur gleichen Zeit mit seinen Entwürfen zur Omega Constellation, die bis heute zu den zeitlosesten Kollektionen der berühmten Luxusmarke Omega zählt.</p>
<p style="text-align: justify;">An die Bedeutung der ikonischen Patek Philippe Nautilus kommt aber selbst das Uhrendesign der Constellation nicht heran: Gérald Genta zeichnete sie auf der Baseler Uhrenmesse, als er die Belegschaft Patek Philippes beim Mittagessen beobachtete. Nach fünf Minuten Arbeit stand der Entwurf, aus dem eine der populärsten Armbanduhren aller Zeiten hervorgehen sollte.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/_XkFEZqN9SM" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Prägende Formen für Bulgari, Rolex und Cartier</h2>
<p style="text-align: justify;">Ein weiteres, bis heute erfolgreiches Meisterstück ist die BVLGARI BVLGARI, deren Idee auf der Gestaltung einer altrömischen Münze beruht. Nicht umsonst ist der Name der italienischen Luxusmarke gleich zweimal in die Lünette eingraviert. Als ausdrucksstarkes Modell bildet sie einen starken Kontrast zur eleganten, 1985 präsentierten Cartier Pasha.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Mit ihr bewies Gérald Genta, dass Cartier neben seinen eckigen Berühmtheiten Tank und Santos auch wunderschöne, runde Gehäuse fertigen kann.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Mit Rundungen hat die charakterstarke, in jeder Hinsicht einmalige <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/rolex/">Rolex</a> King Midas wahrlich nichts zu tun: Von Berühmtheiten wie Elvis Presley getragen, symbolisiert der nach dem sagenhaften phrygischen Herrscher benannte Zeitanzeiger eine Ära, in der gesellschaftliche Umbrüche an der Tagesordnung waren.</p>
<h2>Der Uhrendesigner wird zum Unternehmer</h2>
<p style="text-align: justify;">Parallel zu seinen umfangreichen Arbeiten für die Schweizer Uhrenindustrie entschloss sich Genta im Jahr 1969 zur Gründung einer eigenständigen Uhrenmarke, die seinen Namen trug. Besonders populär wurde die Brand 1981, als das Modell Evolution erschien. Die Uhr besaß trotz ihres lediglich 2,72 mm dicken Gehäuses eine automatische Minuten-Repetition und erstaunte damit selbst erfahrene Kenner.</p>
<p style="text-align: justify;">Den Höhepunkt seines Schaffens markierte Gérald Genta im Jahr 1992 mit der Grande Sonnerie, die zu jenem Zeitpunkt die komplizierteste und mit einem Preis von rund einer Million Dollar wohl teuerste Uhr der Welt war.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/kf2AuXZpATU" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Ein Leben für die Kunst und Leidenschaft</h2>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Verkauf seiner Marke im Jahr 1998 widmete sich Genta seiner großen Leidenschaft, der Malerei. Der &#8220;erste Uhrendesigner der Welt&#8221;, wie er sich selbst aufgrund der Einzigartigkeit seines Berufes zu Beginn der 1950er-Jahre nannte, hatte zu diesem Zeitpunkt mehr als 100 erfolgreiche Uhren entworfen und in einem halben Jahrhundert vermutlich über 100.000 Entwürfe gezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;">IWC, Rolex, Patek und Audemars Piguet – bis heute kann niemand außer ihm behaupten, das Uhrendesign so vieler renommierter Hersteller beeinflusst zu haben. Im August 2011 starb der Schweizer im Alter von 80 Jahren.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/gerald-genta/">Gérald Genta</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
