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Die Segeluhr von Omega, Rolex und Ulysse Nardin

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Segeln gilt als besonders anspruchsvolle Sportart und dementsprechend hoch sind auch die Anforderungen an eine Uhr, die zum Segeln verwendet werden soll. Sie muss nicht nur präzise und zuverlässig sein, sondern vor allem auch robust genug, um Wind, Wetter und Wasser zu widerstehen. Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn eine Segeluhr über spezielle Zusatzfunktionen verfügt. Diese erleichtern Seglern die während einer Regatta notwendigen Zeitmessungen. In unserem heutigen Magazinbeitrag stellen wir einige Segleruhren von renommierten Luxusuhrenherstellern wie Omega, Rolex und Ulysse Nardin im Detail vor.

Segeln und Uhren – eine traditionsreiche Verbindung knüpft sich bei der Regatta

Uhren und Seefahrt stehen spätestens seit dem 18. Jahrhundert in einem engen Zusammenhang. Denn eine präzise Zeitmessung erwies sich schon früh als unabdingbare Voraussetzung für eine sichere Navigation auf den interkontinentalen Übersee-Routen, die vor allem im aufblühenden Handel zwischen den europäischen Seemächten und deren Kolonien immer mehr an Bedeutung gewannen. Während die Seefahrer und Entdecker bereits im späten 15. Jahrhundert relativ sicher in der Lage waren, die geografische Breite für die Navigation zu nutzen, bereitete die exakte Bestimmung der geografischen Länge deutlich größere Probleme.

Ulysse Nardin Marine Diver Black SeaDer Grund dafür lag darin, dass die Bestimmung des Breitengrades relativ einfach durch Messung des höchsten Sonnenstandes beziehungsweise aus der Höhe von kulminierenden Sternen realisiert werden konnte.

Wesentlich aufwendiger gestaltete sich hingegen die Bestimmung der geografischen Länge, die zunächst nur mittels exakter Koppelnavigation oder anhand von Mond-Stern-Distanzen möglich war. Das sogenannte Längenproblem, die Ermittlung der exakten geographischen Länge auf offener See, erwies sich mit der Zeit als so drängend, dass für seine Lösung beträchtliche Preisgelder ausgelobt wurden.

Gleichwohl dauerte es noch bis zum Jahr 1759, als John Harrison nach mehr als dreißigjähriger Beschäftigung mit der Materie eine zufriedenstellende Lösung unter Verwendung der von ihm gebauten Marinechronometer präsentieren konnte. Diese zeichneten sich durch eine für die damalige Zeit schier unglaubliche Ganggenauigkeit aus und waren robust genug, um sich auch durch die ständigen Bewegungen des Schiffes nicht in ihrer Funktion beeinträchtigen zu lassen.

In der Militär- und Handelsschifffahrt sind die Segel inzwischen längst durch Motorkraft abgelöst worden.

In der Praxis werden zur Navigation heute längst Computer eingesetzt, doch eine zuverlässige mechanische Uhr leistet an Bord zumindest als Backup-Instrument nach wie vor gute Dienste. Dort, wo heute noch gesegelt wird, erfüllt eine präzise, hochwertige Segeluhr ebenfalls noch wichtige Aufgaben – für Sportsegler bei einer Regatta ebenso wie für Hobby-Skipper.

Der Artemis Racing Diver Chronograph – limitierte Segeluhr zu Ehren des America’s-Cup-Teams

Ein besonders beeindruckendes Beispiel für einen modernen mechanischen Segler-Chronographen hat Ulysse Nardin zum Jahresauftakt 2017 beim Salon International de la Haute Horlogerie (SIHH) in Genf präsentiert. Der Artemis Racing Diver Chronograph ist eine Hommage an das America’s-Cup-Team Artemis Racing und dessen seglerisches Können. Er wurde lediglich in einer Auflage von 250 Stück hergestellt. Ihre Besitzer erfreut diese Segeluhr zu Wasser ebenso wie an Land durch ihr maritimes Design und ihre beeindruckenden Leistungen. Der ultramarinblaue Farbton von Gehäuse und Kautschuk-Armband sowie das charakteristische Wellenmuster auf der Lünette sind die auffälligsten Markenzeichen dieses Chronographen.

Eine Besonderheit ist zudem die Zifferblattgestaltung. Fein graviert sind dort die Konturen des legendären Artemis Racing Katamarans zu sehen. Zudem zeigen der 30-Minuten-Zähler bei der Neun sowie eines der beiden Armbandelemente das stilisierte Artemis-Logo. Obwohl primär als Uhr zum Segeln geschaffen, taugt der Artemis Racing Diver von Ulysse Nardin ebenso gut als vollwertige Taucheruhr.

Sein mit 45,8 Millimetern Durchmesser recht stattliches Gehäuse ist aus Edelstahl gefertigt und mit einer Kautschukbeschichtung versehen. Es widersteht einem Wasserdruck von bis zu 20 Bar und ist mit einer einseitig drehbaren Lünette zur Kontrolle der Tauchzeiten ausgestattet.

Superluminova verbessert die Ablesbarkeit von Zeigern und Indizes bei Dunkelheit. Die Sekunden werden bei diesem Meisterwerk von Ulysse Nardin aus der Mitte gezählt. Neben dem bereits erwähnten 30-Minuten-Zähler gibt es auf der gegenüberliegenden Seite bei der Drei eine permanente kleine Sekunde sowie einen Zwölf-Stunden-Zähler bei der Sechs. Das Fenster für die Anzeige des Tagedatums wurde zwischen Vier und Fünf platziert. Angetrieben werden die Zeiger von einem Uhrwerk des Kalibers UN35 mit automatischem Aufzug.

Eine Uhr zum Segeln von Omega

Omega bietet Seglern gleich mehrere Alternativen, wenn es darum geht, auch im nassen Element stets präzise über die Uhrzeit und gegebenenfalls auch noch über weitere Details im Bilde zu sein. Zum einen bietet sich hier die limitierte Segeluhr Speedmaster X-33 Regatta an, die mit einem praktischen Mix von analogen und digitalen Funktionen aufwartet. Besonders hilfreich für Sportsegler ist dabei die innovative Regattafunktion, die den so bedeutenden Fünf-Minuten-Countdown vor dem Start einer Regatta anzeigt.

Omega Seamaster Planet Ocean 600 M Co-Axial Master Chronometer GMT 45,5mm ETNZ Deep Black Omega Speedmaster X-33 Regatta Chronograph 45mm ETNZ Limited Edition

Eine farbenfrohe und rein mechanische Alternative ist die ETNZ „Deep Black“, eine Sonderedition der Seamaster Planet Ocean, bei der rote und blaue Farbakzente auf dem Zifferblatt, an der Lünette und am Armband auf die Farben der neuseeländischen Flagge anspielen. Gehäuse und Lünette sind hier aus schwarzer Keramik gefertigt. Die Tauchskala hat Omega bei diesem Modell mit einem farbig hervorgehobenen 10-Minuten-Segment versehen. Das Uhrwerk mit Co-Axial-Hemmung ist als Master-Chronometer zertifiziert. Und selbst ein Wasserdruck von 60 Bar beziehungsweise 600 Metern kann dieser faszinierenden Segeluhr nichts anhaben. Für den Fall, dass ein etwas längerer Segeltörn oder die Teilnahme an einer Regatta in Übersee geplant sein sollte, bekam die Uhr nicht nur eine Anzeige des Tagesdatums bei der Drei, sondern auch einen zusätzlichen Zeiger für eine zweite Zeitzone mit auf den Weg.

Segeluhr-Klassiker von Rolex: die Yacht-Master

Die Yacht-Master von Rolex ist eine Uhr zum Segeln, die jedoch nicht nur an Bord, sondern auch abends nach der Regatta im Club eine gute Figur macht. In der einfacheren Ausführung, die mit einem Gehäusedurchmesser von 37 oder 40 Millimetern lieferbar ist, handelt es sich um eine Drei-Zeiger-Uhr mit Datumslupe, drehbarer Lünette und einem als Chronometer zertifizierten Manufakturwert mit Automatik-Aufzug. Die Wasserdichtigkeit bis zu einem Druck von 10 Bar oder 100 Metern sorgt dafür, dass auch ein kräftiger Brecher oder andere feuchte Überraschungen an Bord der Segeluhr nichts anhaben können.

Rolex Yacht-Master 37mm Rolex Yacht-Master II

Die Rolex Yacht-Master II ist demgegenüber etwas aufwendiger gestaltet und eigens als Regatta-Chronograph für den Einsatz bei anspruchsvollen Wettbewerben auf hoher See konzipiert. Das Highlight dieses Modells ist seine Countdown-Funktion, die für Zeiträume von einer Minute bis zu zehn Minuten programmiert werden kann. Das Speichern der Einstellung erfolgt mechanisch. Damit der von der Rolex-Segeluhr gezählte Countdown exakt auf den offiziellen Countdown der Regatta abgestimmt werden kann, lässt er sich nach dem Einschalten mittels Flyback-Funktion synchronisieren. Das Automatik-Uhrwerk vom Kaliber 4161 verfügt selbstverständlich ebenfalls über eine Chronometer-Zertifizierung und wurde von Rolex speziell für die Yacht-Master II entwickelt.

Insgesamt hat die Manufaktur mehr als 35.000 Stunden in die Entwicklung dieser Uhr zum Segeln investiert. Getragen wird die Yacht-Master am klassischen Oyster-Band, das wegen seiner Robustheit ebenso geschätzt wird wie wegen seines Tragekomforts und seiner Ästhetik. Die Oysterlock-Faltschließe verhindert ein versehentliches Öffnen. Das komfortable Easylink­Verlängerungssystem ermöglicht, das Armband dieser Segeluhr schnell und leicht um einige Millimeter zu erweitern.

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