Rolex auf der Baselworld 2018

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Was bringt Rolex zur Baselworld 2018 neu auf den Markt? Die Antwort auf diese Frage ließ lange auf sich warten, denn im Unterschied zu einigen anderen Herstellern hielt sich die Genfer Manufaktur bis zum Start der Uhrenmesse ziemlich bedeckt. Unter den Liebhabern der Marke kursierten bis dahin zahlreiche Gerüchte, doch nun herrscht Klarheit. Wir stellen unseren Lesern die Neuheiten von Rolex zur Baselworld 2018 hier im Überblick vor.

GMT-Master II bekommt Jubilé-Band und Pepsi-Lünette

Zu den auffälligsten Modellen der neuen Messekollektion dürfte zweifellos die GMT-Master II gehört haben, denn diese Uhr ist ab sofort in einer Edelstahlversion mit halb roter und halb blauer 24-Stunden-Cerachrom-Zahlenscheibe lieferbar, die an einem Jubilé-Band getragen wird. Das neue „Pepsi“-Modell hat einen Gehäusedurchmesser von 40 Millimetern und ist bis zu 10 Bar oder 100 Metern wasserdicht. Damit kann sie beim Schwimmen oder Duschen am Arm bleiben, ist jedoch trotz ihrer äußerlichen Ähnlichkeit mit der Submariner oder der Sea-Dweller keine Taucheruhr, sondern vielmehr ein ebenso sportliches wie praktisches Accessoire für Vielreisende.

Die Kombination aus der 1982 erstmals vorgestellten GMT-Master II mit einem Jubilé-Band hatte der Hersteller zwar vor einigen Jahren schon einmal im Sortiment gehabt, doch das neue Modell ist mit modernster Technik ausgestattet und wird von dem automatischen Manufakturkaliber 3285 angetrieben. Dieses bietet eine Gangreserve von bis zu 70 Stunden und ist – wie alle Rolex-Kaliber seit 2015 und dementsprechend auch sämtliche Baselworld-Neuheiten der Marke – als „Chronometer der Superlative“ klassifiziert.

Mit neuen Farben in die Tiefen der Ozeane: die neue Oyster Perpetual Deepsea

Mit 70 Stunden Gangreserve und einer extrem hohen Ganggenauigkeit kann auch die Oyster Perpetual Deepsea aufwarten, die ebenfalls von Rolex zur Baselworld 2018 präsentiert wurde. Die Parallelen zum neuen GMT-Master-Modell sind kein Zufall, denn auch hier verrichtet ein Automatikkaliber der neuen 32xx-er Serie zuverlässig seine Arbeit. In diesem Fall handelt es sich um die Version 3235. Optisch unterscheidet sich die neue Oyster Perpetual Deepsea von ihren Vorgängerinnen vor allem durch den Farbverlauf von Blau zu Schwarz auf dem Zifferblatt.

Dieser war bereits bei einem Sondermodell aus dem Jahr 2014 zu sehen gewesen, mit dem die Manufaktur an die 2012 durchgeführte Expedition von James Camerons zum Challengertief im Marianengraben erinnerte.

Dass die Uhr in der damals erreichten Tiefe von 10.908 Metern dem Wasserdruck wohl nicht mehr standhalten konnte, stellt in der Praxis kein Problem dar. Denn schließlich hätte weder Cameron noch irgendein anderer Taucher in diesen Tiefen eine Überlebenschance ohne den Schutz eines speziellen Tiefsee-U-Bootes. Selbst der Druck von 390 Bar oder 3.900 Metern Tiefe, dem die Deepsea mindestens standzuhalten vermag, ist jenseits von allem, was ein frei im Wasser agierender Sport-Taucher auch nur ansatzweise überleben könnte. Um die Wasserdichtigkeit selbst noch in derart extremen Tiefen garantieren zu können, wird jedes einzelne Modell in einem speziellen Hochleistungsbehälter getestet. Dieser besitzt ein Gewicht von 1,3 Tonnen und erlaubt die Simulation des in einer Tiefe von 4.875 Metern unter dem Meeresspiegel herrschenden Druckes.

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Dieser ist in etwa vergleichbar mit einem auf die Uhr einwirkenden Gewicht von viereinhalb Tonnen. Schon geringste Materialfehler oder Verarbeitungsmängel hätten bei diesem Test unweigerlich die Zerstörung der Uhr zur Folge, und jedes Exemplar, das in den Handel gelangt, hat mit dem Bestehen des Tests seine extrem hohe Qualität bereits unter Beweis gestellt. Als „Sicherheitspuffer“ werden die Uhren im Rahmen der Tests einem Druck ausgesetzt, der um rund ein Viertel über jenem liegt, welcher auf dem Zifferblatt zu lesen ist.

Dank ihrer enormen Robustheit empfiehlt sich die neue Taucheruhr besonders für jene, die das Tauchen sehr intensiv betreiben, – sei es nun als Sport oder im professionellen Einsatz.

Weitere Unterschiede zum Vorgängermodell sind übrigens die leicht modifizierten Flanken des Mittelteils sowie die Bandanstöße und das breitere Oyster-Armband.

Ein Feuerwerk in den Farben des Regenbogens: Cosmograph Daytona mit Edelsteinbesatz

Einzelne Uhrenmodelle in einer besonders aufwendig mit Edelsteinen verzierten Version aufzulegen, hat bei Rolex schon eine gewisse Tradition. Hatte 2017 ein entsprechendes Modell der Yacht-Master 40 für Furore gesorgt, durfte sich auf der Baselworld 2018 eine Oyster Perpetual Cosmograph Daytona in beeindruckender Farbenpracht präsentieren. Auf dem 40 Millimeter großen Roségoldgehäuse prangen 56 hell strahlende Diamanten, so zum Beispiel auf den Bandanstößen und am Kronenschutz. Darüber hinaus ist die Daytona-typische Tachymeterskala auf der Lünette entfallen und durch einen Strahlenkranz von 36 Saphiren mit Baguetteschliff ersetzt worden, die in den Regenbogenfarben leuchten.

Für die Stundenindizes mit Ausnahme der traditionell durch das Rolex-Krönchen markierten Zwölf wurden gleichfalls Saphire verwendet, deren Farben jeweils mit denen korrespondieren, die an der betreffenden Stelle auch auf der Lünette zu sehen sind. Das Schwarz des Zifferblattes lässt die roségoldenen Totalisatoren und die Farben der Saphire besonders gut zur Geltung kommen. Trotz ihres reichen Schmucks wurden bei der neuen Cosmograph Daytona in puncto Robustheit keine Kompromisse gemacht. Wie alle anderen Modelle der Kollektion ist sie bis zu 10 Bar oder 100 Metern wasserdicht und die Zeiger sind mit blauer Leuchtmasse versehen.

Den Preis für diese exklusive Uhr nennt die Manufaktur übrigens nur auf Anfrage…

Frischer Wind in der Datejust-Kollektion von Rolex auf der Baselworld 2018

Zu den Kollektionen, die Rolex auf der Baselworld 2018 in neuem Outfit zeigte, gehören zudem die beiden Datejust-Linien mit 31 beziehungsweise 36 Millimetern Gehäusedurchmesser. Die 36 mm Datejust erhielt ein Gehäuse mit neu gestaltetem Hornbügel und modifizierten Flanken des Mittelteils. In seinem Inneren arbeitet das innovative Kaliber 3235. Die Lupe über dem Datumsfenster bei der Drei wurde als Markenzeichen dieser Linie ebenso selbstverständlich beibehalten wie die Wasserdichtigkeit bis zu einem Druck von 10 Bar oder 100 Metern. Auch sonst bleibt das Modell schon auf den ersten Blick als Datejust erkennbar. Wie bei dieser Kollektion üblich, steht auch nach der optischen Auffrischung wieder eine besonders große Zahl an Farbvarianten für die Zifferblätter zur Auswahl.

Dies gilt ebenso für die neuen Datejust 31 Modelle, die in gleicher Weise verändert wurden, jedoch mit dem Kaliber 2236 ausgestattet sind. Wie bereits die ersten Modelle der im Jahr 1945 lancierten Kollektion, verbinden sich auch bei den von Rolex zur Baselworld 2018 vorgestellten Nachfolgern höchste Eleganz und beeindruckende Robustheit.

Perfektion und Ästhetik statt spektakulärer Technik

Mit dem jüngsten Auftritt von Rolex auf der Baselworld 2018 ist sich die renommierte Manufaktur einmal mehr treu geblieben. Die Neuheiten beeindruckten das Publikum nicht mit spektakulären Komplikationen oder avantgardistischem Design, sondern durch das Streben nach der bestmöglichen Verbindung von Ästhetik, Robustheit und Zuverlässigkeit. Dabei kommen auch ungewöhnlichere Materialien zum Einsatz, die den betreffenden Modellen eine besonders individuelle Note verleihen.

Neben der Verwendung von farbigen Saphiren bei der Daytona gibt es zum Beispiel die neue „31er“ seit der Baselworld 2018 auf Wunsch in drei besonders exklusiven Ausführungen.

So wurde ein Gehäuse aus 18-karätigem Weißgold mit einem hell schimmerndem Perlmutt-Zifferblatt kombiniert, und bei der Gelbgold-Version sorgen das Zifferblatt aus grünem Malachit sowie die diamantenbesetzten römischen Ziffern für die Sechs und die Neun für einen bemerkenswerten Blickfang. Als dritte Variante dieser außergewöhnlichen Baselworld-Neuheiten wird die Kombination eines Roségold-Gehäuses mit einer liebevollen Einlegearbeit angeboten. Auf dem mit einem Diamantpavé versehenen Zifferblatt scheinen hier kleine zarte Schmetterlinge aus roséfarbenem Perlmutt zu tanzen.

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