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Omega SMP 300

« Die beliebte Omega Serie in der Vorstellung »

Seit ihrer Vorstellung im Jahr 1993 zählt die Omega Seamaster Professional 300M zu den erfolgreichsten Kollektionen der Schweizer Luxusmarke. Zuletzt 2018 gründlich modernisiert, umfasst das wassertaugliche Multitalent aktuell 22 Referenzen von klassischem Edelstahl bis luxuriösem Massivgold. Optische Auffälligkeiten wie das lasergravierte Keramikzifferblatt mit Wellenmuster verleihen dem Diver einen hohen Wiedererkennungswert, ergänzt um mechanische Co-Axial-Power und wertvolles James-Bond-Erbe.

Eine Uhr für den charmanten 007

Die große Stunde der Omega SMP schlägt zwei Jahre nach ihrem Debüt, als sie der Weltöffentlichkeit am Handgelenk Pierce Brosnans in „James Bond 007 – GoldenEye“ (1995) bekannt wird. Aufgrund von Omegas Geschichte mit der British Navy (deren Mitglied 007 einst war) als Filmuhr ausgewählt, passt sie erstklassig zum Gentleman-Charakter Brosnans. Geheimagent und Zeitanzeiger beherrschen den Spagat zwischen alltäglichem Charme und gnadenloser Härte, wenn sie erforderlich ist.

Auf diese Weise wird die SMP 300 zum Teil der Bond-Identität, was ihre Verkaufszahlen genauso in die Höhe treibt wie die Vielzahl nachfolgender Modellvarianten. Von 007-Editionen über Titan-Chronographen und Massivgoldvarianten bis zu einer roten Sonderauflage für den japanischen Markt bringen die 2000er eine unglaubliche Vielfalt hervor. Die Identität der Omega Seamaster wankt: In wechselnden Intervallen als vornehme Dresswatch und Hardcore-Instrumentenuhr positioniert, braucht sie ein Vierteljahrhundert zur Findung eines stabilen Charakters.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 42mm

Nicht nur in der Größe gewachsen

Letzterer manifestiert sich in der 2018er-Generation, die einen Mittelweg zwischen eleganten Gesichtszügen und einem angemessenen Ausdruck ihres robusten Kerns beschreitet. Im Vergleich zum Urmodell aus GoldenEye sind die Dimensionen spürbar angestiegen: Aus 41 sind 42 Millimeter Durchmesser, aus 11,5 satte 13,5 Millimeter Höhe geworden. Die vier Keramik-Referenzen erstrecken sich sogar über 43 Millimeter. Ihre Größe verleiht der Omega SMP eine massive, aber gut ausbalancierte Haptik – selbst schmale Herrenhandgelenke mit 16 Zentimetern Umfang können die Seamaster komfortabel bewältigen.

Sechs Gehäusevarianten können bestellt werden: Zu Edelstahl, Bicolor und einer Referenz aus 18-karätigem Roségold gesellen sich leichte Varianten aus Keramik, Titan und dem exotischen, graphitgrauen Tantal. Abgesehen von der limitierten Tantal-Referenz 210.60.42.20.99.001 (2.500 Stück) verfügen alle Modelle über eine Keramik-Taucherlünette mit Count-Up-Minutenskala. Diese besteht je nach Referenz aus weißem Email oder der markeneigenen Legierung Ceragold. Einen wesentlichen Gesichtszug markieren die zwölf Ausbuchtungen am Rand der Lünette, die zur Griffigkeit des Drehrings beitragen und dem Diver buchstäblich Ecken und Kanten verleihen.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 42 mm

Neues Heliumauslassventil in konischer Form

Stichwort Gesichtszug: Das Heliumauslassventil bei zehn Uhr übernimmt die Omega SMP von ihren Vorgängern, was vielmehr aus Gründen der Ästhetik und Konsistenz geschieht als aus praktischen Erwägungen heraus. Das liegt am speziellen Zweck des Bauteils, welches in erster Linie für den Einsatz in Helium-reichen Dekompressionskammern entworfen wurde und deshalb nur für professionelle Taucher relevant ist. Neu ist die konische Form, welche an einen kleinen Vulkan mit großem Krater erinnert. Auch der Kronenschutz ist im Alltag von beschränktem Nutzen, unterstreicht aber die kraftvolle Ästhetik der Seamaster Professional und wäre in der aktuellen Kollektion nicht wegzudenken.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 42 mm

Typisch für den SMP Hersteller, verläuft eine auffällige Kante durch die Bandanstöße. Sie verleiht den Hörnern einen verdrehten, dreidimensionalen Look und zeigt in Richtung des Bandes. Dieses Band erscheint entweder im Material des Gehäuses oder als leichtere Kautschuk- bzw. NATO-Variante. Wer den massiven Eindruck am Handgelenk verstärken möchte, greift zur soliden Ausführung, die über ein neues Design mit patentierter Streck- und Druckfaltschließe inklusive Taucherverlängerung verfügt. Geht es hingegen um maximale Praktikabilität im Schwimm- bzw. Outdoor-Einsatz, raten wir zu den leichteren (und weniger wertvollen) Bändern.

Symmetrie und Wellen im Zifferblatt

Im Zifferblatt der Omega SMP konzentrieren sich mehrere Besonderheiten des luxuriösen Divers. An erster Stelle steht die Keramikoberfläche, welche in vier Farbvarianten (Schwarz, Weiß, Blau, Chromfarben) erhältlich ist und eine Rückkehr zum beliebten Wellenmotiv früherer Seamaster-Kollektionen vollzieht. Dieses besteht im Gegensatz zu älteren Designs nicht mehr aus physischen Einbuchtungen, sondern wird als Lasergravur aufgetragen. Nach wie vor verleiht es dem maritimen Instrument einen gewaltigen Wiedererkennungswert im sonst recht ähnlichen Zifferblatt-Dschungel moderner Diver. Eine weitere, entscheidende Änderung macht sich beim Datumsfenster der Seamaster Professional bemerkbar, welches von drei auf sechs Uhr gewandert ist. Daraus resultiert eine gelungene Symmetrie, die wir für eine der wichtigsten Neuerungen der SMP 300 halten. Die Umgewöhnung, wenn man vorher jahrelang ein Drei-Uhr-Datum benutzt hat, ist allerdings nicht zu unterschätzen.

Omega Seamaster Diver 300 M Co-Axial Master Chronometer 42 mm

Zu den auffälligen Details der Seamaster Professional zählten seit jeher ihre Skelettzeiger, welche eine leichte Überarbeitung erfahren haben. Er ist, ebenso wie der Sekundenzeiger – mit Superluminova ausgestattet. Ein intelligentes Detail ist die Zweifarbigkeit der Leuchtbeschichtung: So erstrahlen Indizes, Stundenzeiger und Sekunde in hellem Blau, während der Minutenzeiger und 12-Uhr-Punkt auf der Lünette grün leuchten. Das verkürzt die Dauer der Erfassung in dunklen Lichtverhältnissen merklich. Optisch gefällt die Abstimmung der Zifferblatt-Details auf die Lünette: Besitzt letztere eine Ceragold-Skala, dann erstrahlen auch die Zeiger und Einfassungen der Indizes im rötlichen Luxusmetall.

Freier Blick auf Master Chronometer Kaliber

Dem gewölbten, beidseitig entspiegelten Saphirglas auf der Frontseite jeder Omega SMP steht ein ebenfalls kratzfester Glasboden gegenüber. Darunter arbeitet bei den Keramik- bzw. Tantal-Modellen (keine Datumsanzeige) das Kaliber 8806, während die restlichen Seamaster Professional Editionen auf das 8800 (bzw. das aufgewertete 8801 im Falle der Massivgold-Version) zurückgreifen. Erwartungsgemäß können alle Automatikwerke die Chronometer-Zertifizierung des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) vorweisen, ergänzt um eine ordentliche Gangautonomie von 55 Stunden und einen Magnetfeldschutz bis 15.000 Gauß dank Silizium-Spiralfeder. Ästhetisch punkten die Antriebe mit einem rhodinierten Aufzugsrotor, dessen Genfer-Streifen-Arabesken einen edlen Eindruck vermitteln und aus vielen Omega Uhren bekannt sind.

Omega Seamaster 300 Omega Seamaster 300

Preislich reicht die Omega SMP laut Hersteller von 4.800 Euro (Edelstahl mit Kautschuk, z.B. Ref. 210.32.42.20.04.001) bis 22.600 Euro für die 18-karätige Massivgold-Referenz 210.62.42.20.03.001. Dazwischen sind die Bicolor-Editionen (ab 6.800 Euro), Keramikmodelle (ca. 8.000 Euro) und die seltene Tantal-Ausführung (12.900 Euro) angesiedelt. Eine Übersicht unserer Seamaster Modelle finden Sie hier:

 

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