Omega James Bond

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James Bonds Missionen sind meist ebenso geheim wie gefährlich – und ihr Erfolg hängt in vielen Situationen von einem präzisen Timing ab. Kein Wunder also, dass der Meisterspion Ihrer Majestät auf robuste und zuverlässige Uhren angewiesen ist. Dazu kommt natürlich, dass ein stilvoller Gentleman ohne eine edle Uhr am Handgelenk irgendwie nicht ganz vollständig angezogen wirken würde. Viele Uhrenliebhaber stellen sich daher vor jedem neuen 007-Film die Frage, welche Uhr der Star-Agent des MI6 wohl dieses Mal tragen wird. Wir werfen einen Blick auf die erstaunliche Karriere des beliebten Geheimagenten und seine Uhren.

Omega und James Bond – seit Jahren ein unzertrennliches Duo

Zumindest im Hinblick auf die Wahl der Marke gab es bei den James-Bond-Uhren in den vergangenen Jahren keine Überraschungen, denn seit mehr als zwei Jahrzehnten handelte es sich jedes Mal um Armbanduhren von Omega. Von den 1960er Jahren an hatte der Geheimagent zunächst meist eine Rolex Uhr getragen, bevor er 1977 zum ersten Mal mit einer Seiko zu sehen war. Eine Ausnahme war das Modell Top Timer von Breitling gewesen, das in dem Film „Thunderball“ von 1965 zu sehen war. Der Marke Seiko blieb 007 bis 1985 treu. In „Der Hauch des Todes“ wählte er eine Tag Heuer, um dann in „Lizenz zum Töten“ 1989 noch einmal zur Rolex Submariner zurückzukehren. Seither setzt er konsequent auf Omega, und die James-Bond-Uhren dieser Marke finden regelmäßig ihren Weg in die Kollektion der berühmten Schweizer Manufaktur.

Dabei müssen die Kunden allerdings mit einigen kleinen Einschränkungen leben, denn spezielle Zusatzfunktionen, mit denen die James-Bond-Uhren im Film häufig ausgestattet sind, stehen bei den frei verkäuflichen Modellen nicht zur Verfügung. Vielleicht ist das auch besser so, denn im Laufe der Jahre waren in den Uhren des Meisterspions immerhin schon Dinge wie ein Geigerzähler, eine Kreissäge, eine versteckte Sprengladung, ein Laser und ein Fernzünder installiert – um nur eine elementare Auswahl zu nennen.

Auftakt zu einer mehr als 20-jährigen Kooperation

Das erste Uhrenmodell von Omega, mit dem der britische Geheimagent im Film erschien, war die Omega Seamaster Quartz Professional 300m – und zwar mit einem blauen Zifferblatt und blauer Lünette. Für viele Fans ist sie seither die Omega Seamaster James Bond schlechthin. Denn seit ihrem ersten Auftritt in „Golden Eye“ im Jahr 1995 durfte sie noch mehrmals in anderen Bond-Filmen „mitspielen“, wenngleich bei genauerem Hinsehen deutlich wird, dass es sich dabei durchaus um verschiedene Modellversionen handelte. Teilweise werden auch unterschiedliche Uhrenmodelle in ein und demselben Film getragen. So kamen beispielsweise in „Casino Royal“ eine Seamaster Diver 300M und eine Seamaster Planet Ocean 600M zum Einsatz.

Eine Besonderheit war die in „Skyfall“ getragene Planet Ocean 600M, denn dabei handelte es sich nicht wie sonst um eine Uhr mit Edelstahlgehäuse, sondern um ein Sondermodell aus Titan. Bei einer Auktion wurde dafür anschließend übrigens der stolze Preis von 194.000 Euro erzielt. Mittlerweile ist Omega die am häufigsten in Bond-Filmen getragen Uhrenmarke. An zweiter und dritter Stelle folgen Seiko und Rolex.

007 aktuelle James-Bond-Uhren in Omegas Kollektion

Wer gerne selbst eine Omega Seamaster James Bond am Handgelenk tragen möchte, hat dafür mehrere Optionen. Denn neben der Seamaster Diver 300m mit blauem Zifferblatt als der klassischen Omega Seamaster des Spions stehen in der aktuellen Kollektion noch mehrere andere Modelle zur Auswahl, die entweder in Bond-Filmen zu sehen waren oder als Hommage an den beliebten Spion kreiert wurden.

Planet Ocean 600 M Co-Axial Master Chronometer Chronograph 45,5mm aus der Seamaster Kollektion von Omega

Eine Alternative in Schwarz ist beispielsweise die Seamaster Planet Ocean 600 m Co-Axial mit schwarzem Kautschukband aus „Casino Royale“. Wer diese Uhr lieber am Edelstahl-Armband tragen möchte, findet dafür ebenfalls ein passendes Angebot und trifft damit dieselbe Entscheidung wie James Bond vor seinem Einsatz in dem Film „Ein Quantum Trost“ aus dem Jahr 2008. All diese Modelle sind klassische Taucheruhren, die sich durch eine hohe Wasserdichtigkeit und Merkmale wie die gut ablesbaren, mit Leuchtmasse beschichteten Zeiger und Indizes sowie die einseitig drehbare Lünette auszeichnen. Sie wirken sportlich und sind ebenso robust wie zuverlässig.

Aqua Terra 150M Co-Axial Master Chronometer Kollektion von Omega

Für diejenigen, die ein etwas dezenteres Design bevorzugen oder explizit auf der Suche nach einer Dresswatch mit James-Bond-Bezug sind, bietet sich die Seamaster Aqua Terra an, die 2012 in „Skyfall“ ihren ersten Auftritt hatte und ebenfalls mit einem Manufakturkaliber mit automatischem Aufzug und Co-Axial-Hemmung ausgestattet ist.

Limited Editions

Neben diesen vier Modellen, die – abgesehen von den bereits erwähnten Features in den Filmen – weitgehend mit den „normalen“ serienmäßigen Versionen übereinstimmen, gibt es inzwischen auch verschiedene Limited Editions.

Derzeit bietet der Hersteller drei davon an. Die Seamaster Aqua Terra 150 M James Bond Limited Edition wurde 2015 lanciert. Ihr blaues Zifferblatt ist vom Familienwappen der Bonds inspiriert, und ihre Schwungmasse erinnert von der Form her an einen Pistolenlauf. Spektakulär ist die Unempfindlichkeit dieser Uhr gegenüber Einflüssen von Magnetfeldern: Selbst bei 15.007 Gauß verrichtet sie weiter unbeeindruckt und mit gewohnter Präzision ihren Dienst.

Die zweite in limitierter Auflage erhältliche Uhr aus dem aktuellen Sortiment ist eine besondere Version der Seamaster 300 m aus dem Film „Spectre“ von 2015. Diese überarbeitete Version des bereits 1957 lancierten Taucheruhrenklassikers ist im Unterschied zu ihren Vorgängerversionen mit Omegas Co-Axial Kaliber 8400 ausgerüstet und kann damit ebenfalls Magnetfeldern von bis zu 15.000 Gauß standhalten. Getragen wird die Seamaster 300 „Spectre“ Limited Edition an einem NATO-Band, das dank seinem schwarz-grauen Streifendesign besonders stilvoll und elegant wirkt.

Als drittes Modell der Omega James Bond Limited Editions sei die Seamaster Diver 300 M genannt, die nun mit 41 Millimetern Gehäusedurchmesser und ebenfalls mit Co-Axial-Hemmung angeboten wird. Der Schriftzug „007“, der in die Silhouette einer stilisierten Pistole ausläuft und am Ende des roten Sekundenzeigers zu sehen ist, weist diskret auf den Bezug zu dem Agenten mit der gleichlautenden Dienstnummer hin.

Farblich fällt diese Uhr dadurch auf, dass sie über ein weißes Zifferblatt verfügt und mit verschiedenen blauen und roten Farbakzenten versehen ist. Letztere finden sich zum Beispiel auf der Lünette und bei der Beschriftung des Zifferblattes. Zudem wird dieses Sondermodell mit einem besonders schönen NATO-Band geliefert, bei dem sich graue und blaue Streifen miteinander abwechseln, wobei dazwischen jeweils dünne rote Linien eingewebt worden sind.

Da bislang nichts über ein absehbares Ende der Kooperation verlautete, dürfen Uhren- und Bond-Fans gleichermaßen gespannt sein, welche Uhren in den kommenden Jahren im Film zu sehen sein werden und welches die nächste Omega Seamaster James Bond sein wird.

Und wer weiß – vielleicht wählt der Gentleman mit den vielen heiklen und gefährlichen Missionen irgendwann auch einmal ein Modell aus einer anderen Omega Kollektion. Die Speedmaster Moonwatch hätte beispielsweise sicherlich ebenso das Potenzial für eine Spionuhr, genauso wie eine Speedmaster Skywalker oder eine Spacemaster Z-33.

Omega Speedmaster Spacemaster Z33 Kollektion

Und dies ganz abgesehen davon, dass sich in diesen Modellen bestimmt wieder einige überraschende Features „verstecken“ ließen.

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