Omega Grey Side of the Moon

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„Der Mond ist im Wesentlichen grau, keine Farben“ – mit diesem Funkspruch verewigte sich Apollo-8-Astronaut Jim Lovell 1968 in den Geschichtsbüchern der NASA. Heute, über 50 Jahre später, feiert Omega die Fortschritte der Weltraumforschung mit einem neuen Sondermodell seiner berühmten Speedmaster Moonwatch: Der Grey Side of the Moon. Von der Oberfläche des Erdtrabanten inspiriert, erscheint der Chronograph in einer zeitlos-grauen Farbgebung und verfügt über das renommierte Co-Axial-Kaliber 9300.

Keramik trifft Platin: Eine exotische Verbindung

Die Omega Grey Side of the Moon erscheint in zwei Varianten: Während der klassische Co-Axial-Chronograph auf ein sandgestrahltes Zifferblatt aus Platin 950 setzt, thronen die Anzeigen der „Meteorite“ auf einem waschechten Meteoritengestein.

Omega Speedmaster Moonwatch Grey Side of the Moon in der Version 311-93-44-51-99-001

Wer es besonders elegant und lieber etwas zurückhaltender mag, ist mit ersterer Ausführung besser bedient: Ihrem grauen Keramikgehäuse stehen ein etwas helleres Zifferblatt, schwarze Zeiger und eine weiße Tachymeter-Skala mit seltener Super-LumiNova-Beschichtung gegenüber. Eine vornehme Erscheinung, deren Ablesbarkeit womöglich die beste der gesamten Speedmaster-Kollektion darstellt.

Wichtiger Kontrast zur Moonwatch Professional: Nicht drei Totalisatoren, sondern zwei Hilfszifferblätter plus Datumsanzeige bei sechs Uhr bestimmen den Auftritt der Omega Grey Side of the Moon. Dabei werden 60-Minuten- und 12-Stunden-Zähler in einer einzigen Skala zusammengefasst, während die kleine Sekunde allein bei 9 Uhr positioniert ist.

20.000 Grad Celsius für ein präzises Keramikgehäuse

Trotz ihres mächtigen Durchmessers von 44,25 Millimetern punktet die graue Moonwatch mit einer leichten Bauweise – dem Keramikgehäuse sei Dank. Seiner Herstellung liegt ein ausgeklügeltes Verfahren zugrunde, an dessen Anfang ein übergroßer Block aus dem innovativen Rohmaterial steht.

Zunächst sorgt ein Sinterprozess für die grobe Herstellung der Gehäuseform, woraufhin Diamantwerkzeuge zur millimetergenauen Bearbeitung eingesetzt werden. Damit die Grey Side of the Moon ihre typische Farbgebung erhält, wird das Keramikgehäuse in einer Plasmawärmekammer über mehrere Stunden auf 20.000 °C erwärmt – das entspricht der zehnfachen Hitze eines bengalischen Feuers.

Den letzten Schritt markiert die Gravierung der Tachymeterskala, ein ebenso filigraner wie aufwendiger Vorgang.

Ein Stück Weltraum am Handgelenk: Die Grey Meteorite

Nicht weniger Aufwand fließt in die Herstellung der „Meteorite“, deren gleichgroße Hülle ebenfalls aus grauer Keramik besteht. Anders als der klassische Co-Axial-Chronograph der Omega Grey Side of the Moon, setzt sie ästhetisch jedoch auf eine exotische Note. Um genau zu sein, auf eine Außerirdische. Denn als Grundmaterial des Zifferblatts kommt nicht etwa Platin, sondern ein originales Stück des prähistorischen Gibeon-Meteoriten zum Einsatz. 1836 im heutigen Namibia entdeckt, schlug der Eisenkoloss vermutlich vor 13.000 bis 30.000 Jahren auf der Erde ein und zerfiel dabei in tausende Bruchstücke. Dass er nun seinen Weg an die Handgelenke moderner Uhrenliebhaber findet, hätten seine Entdecker beim besten Willen nicht ahnen können.

Omega Speedmaster Moonwatch Co-Axial Chronograph 44,25mm Meteorite in der Version 311-63-44-51-99-001

Vom tristen Rohmaterial ist bei der Omega Grey Side of the Moon allerdings nichts mehr zu erkennen. So verfügt ihr astronomisches Zifferblatt über eine sogenannte „Widmannstätten“-Struktur, die bei der Ätzung und Polierung von Eisenmeteoriten entsteht. Mehr Individualität geht nicht, denn jedes Exemplar der Grey Side of the Moon besitzt eine andere Ausprägung des Musters.

Ergänzt wird der Chronograph in Grau durch den Einsatz von Omegas 18-karätigem Sedna-Gold, einem kräftigen Rotgold mit Palladium- und Kupferanteilen. Zeiger, Indizes und vor allem die Lünette erhalten dadurch einen luxuriösen Touch. Glücklicherweise fällt die Verzierung dezent genug aus, um noch als elegant zu gelten – schon häufig haben gelungene Uhrendesigns durch stechendes Gelbgold ihren Charakter verloren.

Vorzeige-Kaliber aus Biel: Das 9300

Meteoritenstücke, Rotgold und Platin – die exklusiven Werkstoffe der Grey Side of the Moon werfen unweigerlich die Frage nach ihrem Preisschild auf. Omega verlangt für den Co-Axial-Chronograph mit Platinzifferblatt 10.600 Euro, während die Meteorite mit 13.800 Euro zu Buche schlägt.

Sicherlich keine Schnäppchen, doch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – nicht nur angesichts der seltenen Materialien. So verfügt die graue Moonwatch über das High-End-Kaliber 9300, eines der mechanischen Topmodelle der Swatch-Tochter. Ausgestattet mit Säulenradmechanismus, der namensgebenden Co-Axial-Hemmung und einer Silizium-Spiralfeder, legt es eine anständige Gangreserve von 60 Stunden an den Tag und begeistert mit einer außergewöhnlich schönen Verzierung.

Durch den Saphirglasboden der Omega Grey Side of the Moon sichtbar, vermitteln die feinen Genfer Streifen genau jene Exklusivität, die man im fünfstelligen Preisbereich erwarten darf.

„Grey is the new Dark“ – Die Moonwatch Familie wächst weiter

Wer nach Alternativen zur Grey Side of the Moon sucht, wird im aktuellen Produktportfolio Omegas nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, die Moonwatch-Reihe durfte sich in den letzten Jahren eines beträchtlichen Wachstums erfreuen. Erst kürzlich lancierte der Schweizer Hersteller eine Re-Edition seines legendären Kalibers 321, verfügbar in Stahl oder einer seltenen Platin-Variante für satte 55.500 Euro.

Deutlich günstiger, aber ebenso originell zeigt sich die „Apollo 11 50th Anniversary“, eine Erinnerung an Omegas Beteiligung bei der ersten Mondlandung. Und wer es betont sportlich mag, findet seinen Favoriten in der „Dark Side of the Moon“, deren gelbe Applikationen an die ursprüngliche Orientierung der Speedmaster am Rennsport erinnern. Damit ist klar, dass der neue Chronograph in Grau längst nicht alleinsteht.

Omega Speedmaster Dark Side of the Moon Vintage Black in der Version 311-92-44-51-01-006 Omega Speedmaster Moonwatch Dark Side of the Moon Sedna Black in der Version 311-63-44-51-06-001

Zusammen mit seinen Schwestermodellen symbolisiert er die ausgeprägte Beziehung Omegas zur Raumfahrt mehr als gelungen: Bereits 1962 schickt der Hersteller seine erste Speedmaster auf der „Sigma 7“-Mission des US-Astronauten Walter Schirra ins Weltall, bevor 1965 die offizielle Zertifizierung für alle bemannte Missionen der NASA erfolgt. Als die Welt am 20. Juli 1969 auf die Mondlandung der Apollo-11-Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin blickt, wird die Speedmaster zum ersten Zeitanzeiger des Erdtrabanten und feiert damit den größten Erfolg ihrer Geschichte. Wir sind uns sicher, dass Omega seine Historie auch zukünftig mit spannenden Sondermodellen feiern und die Enthusiasten des Chronographen begeistern wird.

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