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Omega Dresswatches

« Die Uhr für den Anzugträger »

Nur wenige Hersteller können mit der Berühmtheit und technischen Innovationskraft Omegas konkurrieren. Doch nicht nur die sportlichen Kollektionen Speedmaster und Seamaster, sondern auch die eleganten Dresswatches der Constellation– und De Ville-Reihe sind für den legendären Status der Schweizer Luxusmarke verantwortlich. Was diese Modelle so spannend macht und warum auch eine Seamaster hervorragend zum Anzug passen kann, verraten wir Ihnen beim Weiterlesen.  

Im Schatten der prominenten Schwestern 

Wer in der Uhrenwelt an den letzten Buchstaben des griechischen Alphabets denkt, kommt um die Stichworte Raumfahrt und James Bond nicht herum. Ja, die Speedmaster war auf dem Mond und ja, die Seamaster ist am Handgelenk von 007 zur vielleicht berühmtesten Taucheruhr aller Zeiten geworden. Markenkenner wissen allerdings, dass die Anziehungskraft Omegas weit über die Prominenz dieser beiden Kollektionen hinausreicht. Die erste Minutenrepetition einer Armbanduhr im Jahr 1892, die erste vollständige Zeitnahme der Olympischen Spiele in Los Angeles 1932 und der Status als größter Uhrenlieferant der alliierten Streitkräfte ab 1940 sind nur einige Details aus der bewegenden Geschichte des Herstellers. Was in solchen Aufzählungen häufig vergessen wird, sind die enormen Leistungen des Unternehmens bei der Entwicklung erfolgreicher Dresswatches. Insbesondere die Constellation sorgte bei ihrer Erscheinung im Jahr 1952 für Begeisterung und zeichnete eines der markantesten Uhrendesigns des 20. Jahrhunderts.  

Vier Krappen + Monoblock-Armband: Die Constellation  

Was diese Omega Dresswatches seit fast 70 Jahren so besonders macht, ist die Mischung aus vornehmer Eleganz und einer kraftvollen, individuellen Note. Letztere resultiert aus vier sogenannten „Krappen“, die sich wie Klammern um die Lünette legen und dadurch eine optische Robustheit erzeugen. Auch das „Monoblock“-Armband, das einen fließenden Übergang zum Gehäuse schafft und scheinbar aus einem Teil besteht, trägt zur harmonischen  und sicherlich außergewöhnlichen  Ästhetik der Constellation bei. Keine Frage: Dieser Zeitanzeiger will sich bewusst von der Masse distanzieren. Die heutige Auswahl der Omega Dresswatches lässt einen klaren Schwerpunkt auf Damenmodelle erkennen, während Anzugträger im Wesentlichen auf zwei Varianten zurückgreifen: Die klassische Chronometer einerseits, die Globemaster andererseits.  

Omega Constellation Chronometer 38mm     Omega Constellation Co-Axial Master Chronometer Small Seconds 27mm

Besonders hoch ist die Vielzahl der klassischen Editionen: Über 40 Versionen des 38 Millimeter großen Herrenmodells stehen zur Auswahl, wobei das Spektrum von Edelstahl bis hin zu 18-karätigem Roségold mit Brillantbesatz reicht und schier endlose Möglichkeiten beim Zifferblatt eröffnet. Der Preisbereich beginnt bei rund 4.000 Euro, wobei alle Modelle über die markentypische Co-Axial-Hemmung, eine Datumsanzeige und satte 60 Stunden Gangreserve verfügen. Gleiches gilt für die Globemaster, aber hier weicht die Constellation von ihren Markenzeichen ab und setzt, anstelle der Krappen auf eine durchgehende, feingeriffelte Lünette. Sowohl die 39 Millimeter große Globemaster als auch die 41 Millimeter große Annual Calendar bewegen sich als Edelstahlmodell im Rahmen zwischen 5.000 und 7.000 Euro, während prestigeträchtige Metalle mit deutlich fünfstelligen Preisen der Omega Dresswatches einhergehen.  

Omega Constellation Brushed Chronometer Pluma Omega Constellation Co-Axial Master Chronometer 41mm

Die schüchterne Vorreiterin: De Ville 

Noch gediegener und traditioneller präsentiert sich die De Ville Kollektion. Erstmals in den Sechzigern als vornehme Alternative zu den Erfolgsmodellen Seamaster und Speedmaster etabliert, verzichtet sie im Gegensatz zur Constellation auf Krappen und jegliche andere auffälligen Merkmale. Pure Klassik eben. Ihr schüchterner Auftritt könnte mitverantwortlich dafür sein, dass die De Ville zu den am meisten unterschätzen Kollektionen der Uhrenbranche zählt. Dabei ist sie ohne Frage eine der fortschrittlichsten Dresswatches überhaupt: Als Omega im Jahr 1999 erstmals seine Co-Axial-Hemmung lancierte, feierte sie ihre Premiere nicht etwa in der Sea- oder Speedmaster – nein, in der unscheinbaren De Ville. Und auch bei der Vorstellung des berühmten Co-Axial-Kalibers 8500 im Jahr 2007 war es die De Ville, in der die neue Technologie erstmals verbaut wurde.  

Die Vielfalt der Herrenmodelle ist sogar noch größer als bei der Constellation. Tonangebend ist die De Ville Prestige Co-Axial Reihe, welche weitaus über 50 Varianten und ein extrem breites Preisspektrum inkludiert. Bei etwa 2.500 Euro für die 39,5 Millimeter großen Dresswatches geht es los, womit die De Ville den günstigsten – aber qualitativ kompromisslosen – Einstieg in die Omega Welt ermöglicht. Material, Verarbeitung, Co-Axial-Kaliber – alles entspricht exakt jenem Standard, den man von der Schweizer Luxusmarke erwartet. Am anderen Ende des Spektrums steht die De Ville Tourbillon Reihe, die in vollständig diamantbesetzter Variante einen Herstellerpreis von knapp 590.000 Euro erreicht. Neben den Prestige Modellen der De Ville stehen auch der Co-Axial Chronograph und die Hour Vision mit Day-Date-Komplikation zur Wahl – eine große Familie, die man beim Kauf der nächsten Dresswatch unbedingt kennenlernen sollte.  

Omega De Ville Prestige Power Reserve Co-Axial      Omega De Ville Hour Vision Co-Axial Master Chronometer 41mm

Eine Seamaster als Dresswatch? Aqua Terra macht´s möglich 

Zwar bilden Constellation und De Ville das Fundament, aber noch lange nicht das Ende der Omega Dresswatches. Den Beweis dafür liefert die Seamaster Aqua Terra 150M: Eigentlich als waschechter Diver konzipiert, macht sie dank ihres zeitlosen Auftritts auch zu feinen Anlässen und in Verbindung mit Anzügen eine exzellente Figur. Nein, eine geborene Dresswatch ist die Aqua Terra nicht. Wird sie jedoch in eine verwandelt, ist das Ergebnis umso beeindruckender. Besonders begeistern uns die Worldtimer-Editionen: Ihr detailgetreuer Globus im Zentrum, das symmetrische Design und der tiefe Blauton des Ozeans verwandeln den Kosmopoliten zu einem wahren Geheimtipp im Preisbereich von rund 8.000 Euro.  

Omega Seamaster Aqua Terra 150 M Day-Date        Omega Seamaster Aqua Terra 150 M Day-Date

Damit legt die Aqua Terra einen faszinierenden Aspekt moderner Dresswatches offen: Nicht Eintönigkeit und reine Schlichtheit, sondern Kreativität selbst im traditionellsten Segment der Uhrenbranche erwartet den interessierten Käufer. Die Zeiten, in denen eine flache Golduhr fast schon zwingend zum feinen Anzug gehörte, sind vorbei. Grund genug, die Omega Dresswatches einmal näher kennenzulernen und einer großartigen Uhrenklasse ihren verdienten Respekt zu erweisen. 

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