Nomos Update

«Wir erklären die Update-Versionen aus Glashütte»

Ein Update im wahrsten Sinne des Wortes: Nomos Glashütte verpasst seinen beliebten Klassikern Metro und Tangente eine brandneue, patentierte Datumsfunktion. Ringförmig am äußeren Zifferblattrand positioniert, unterstützt sie den minimalistischen Look der modernen Kollektionen und beschert ihnen perfekte Symmetrie. Gewohnte Merkmale wie die flache Bauweise, markante Typographie und hervorragende Lesbarkeit ändern sich mit dem Nomos Update nicht.

Ringdatum: Ein komplett neuer Ansatz

Bei vielen Erfindungen fragt man sich, warum nicht schon viel früher jemand auf dieselbe Idee gekommen ist. Die erste Büroklammer von 1899 beispielsweise oder der Kunststoffdübel von Artur Fischer aus dem Jahr 1958 sind solche Erfindungen. Wirft man einen Blick auf die neue Nomos-Datumsfunktion in der Tangente Update und Metro Update, drängt sich dieselbe Frage auf.

Die Idee ist dabei simpel: am äußeren Rand des Zifferblatts sind alle Tage von 1 bis 31 aufgetragen, wobei jede Zahl von zwei Fenstern eingeschlossen wird. Letztere entsprechen im Normalfall der Zifferblattfarbe, außer beim aktuellen Tag, der je nach Modell von zwei roten, orangefarbenen oder grünen Balken eingerahmt wird. Eine zeitlose und ansprechende Optik, deren erstklassige Lesbarkeit genauso lobenswert ist wie die symmetrische Wirkung.

Das Nomos Update war eine Herausforderung

Verantwortlich für die Kreation des neuen Ringdatums ist Nomos-Designer Michael Paul, der die besondere Schwierigkeit der Umgestaltung betont. Insbesondere die Tangente, seit 1992 fester Bestandteil der Glashütter Modellfamilie, wird von Designern aufgrund ihrer Simplizität und eigentlich schon perfekten Optik mit äußerster Vorsicht – oder besser gesagt Ehrfurcht – berührt. Der große Vorteil des Ringdatums liegt in seiner Schlichtheit, die das Gesamtbild des Zeitanzeigers auf den ersten Blick nicht verändert.

Betrachtet man das Zifferblatt länger, verbessert die Komplikation unserer Ansicht nach sogar den Look und verleiht der minimalistischen Tangente einen neuen Reiz. Das Geheimnis der Nomos Update Editionen besteht in der äußeren Positionierung des Ringdatums, welches die bestehende Optik ergänzt („additive Gestaltung“) statt sie zu modifizieren.

Drei Tangente Update Modelle stehen zur Wahl

Wer von der innovativen Komplikation begeistert ist und über den Kauf einer Tangente nachdenkt, hat die Wahl zwischen drei Zifferblattfarben: Während die klassische Tangente neomatik 41 Update (Ref. 180) eine weiße Versilberung besitzt, wirkt die dunkle, grau-braune Version mit Ruthenium-Veredelung (Ref. 181) besonders nobel. Beide Varianten umrahmen den aktuellen Tag im Ringdatum mit roten Balken. Eine erfrischende Alternative bietet die Tangente mit nachtblauem Zifferblatt (Ref. 182), deren Datumsmarkierungen in leuchtendem Grün erstrahlen.

NOMOS Glashuette Tangente neomatik 41 Update in der Version 180 mit Saphirglasboden

Um eine gute Lesbarkeit sicherzustellen, verfügt die weiß versilberte Variante über schwarze Zeiger und Markierungen, während die dunklen Versionen auf weiße Beschriftungen und rhodinierte Zeiger zurückgreifen. Die übrigen Eigenschaften der drei Tangente-Geschwister sind identisch. So schmiegt sich jede der Uhren mit einem 40,5 Millimeter großen Edelstahlgehäuse ans Handgelenk, dessen erwartungsgemäß niedrige Höhe von 7,8 Millimetern eine tolle Ergonomie ermöglicht.

Saphirglas begrüßt uns auf der Vorder- und Rückseite der bis zu 50 Meter wasserdichten Automatikuhr.

Befestigt wird die Nomos Glashütte Tangente neomatik 41 Update an einem schwarzen Shell-Cordovan-Lederband mit 20 Millimetern Bandanstoßbreite und hochwertiger Flügelschließe aus Edelstahl.

Neues Mitglied: Die Metro Update

Nachdem sich die überarbeiteten Tangente-Versionen am Markt profiliert haben und trotz der mutigen Veränderung eine hohe Popularität unter Nomos-Liebhabern genießen, zieht die elegante Komplikation nun in die Metro-Kollektion ein. Seit 2014 erhältlich, erfreut sie ihre Träger mit einer anderen Form der Simplizität: Zwar bestehen wichtige Parallelen zur Tangente – beispielsweise die 40,5 Millimeter Durchmesser des Edelstahlgehäuses oder die kleine Sekunde – doch anstelle von Stundenmarkierungen setzt die Metro auf eine 60-Minutenskala.

Ebenfalls markant sind die hauchdünnen Spitzen der Zeiger, die genauso zart wie die schmale Lünette daherkommen. Die Nomos Glashütte Metro neomatik 41 Update (Ref. 1165) setzt auf jene zeitlose Kombination aus schwarz oxidierten Zeigern und weiß versilbertem Zifferblatt, die auch in der Tangente Ref. 180 vorzufinden ist. Eine Änderung gibt es beim Ringdatum, dessen Markierungen in leuchtendem Neonorange statt dem dezenteren Rot erscheinen. In unseren Augen verbessert dies die Erfassbarkeit der Komplikation. Befestigt wird die Nomos Glashütte Metro neomatik 41 Update an einem dunkelgrauen Textilband mit Schnellwechselstegen. Saphirglas auf der Front- und Rückseite zählt zur Standardausstattung.

Manufakturkaliber DUW 6101

Jede Nomos Update zieht ihre Kraft aus dem eigens entwickelten Automatikwerk DUW 6101, das zwei Patente inkludiert: Erstens das Ringdatum selbst, zweitens den praktischen neomatik-Datumsmechanismus mit Schnellverstellung in beide Richtungen. Der von Grund auf neu konstruierte Antrieb besitzt eine Höhe von lediglich 3,6 Millimetern, weil der Datumsring um das Werk herum gelegt wird. Eine weitere Besonderheit markiert das hauseigene Swing-System, das auf der Baselworld 2014 für Aufsehen sorgte und an der blauen Spirale der Nomos Update Uhren erkennbar ist. Bei der Konstruktion handelt es sich um ein komplett eigenständiges Assortiment, das in vierjähriger Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden entstand und eine unglaubliche Mammutaufgabe darstellte.

NOMOS Glashuette Tangente neomatik 41 Update

Erwähnenswerter als die 42 Stunden Gangreserve sind die schönen Dekorationen des DUW 6101: Gebläute Schrauben, der Glashütter Streifenschliff und ein skelettierter Aufzugsrotor mit der Aufschrift „Nomos Glashütte Deutsche Uhrwerke“ vermitteln ein luxuriöses Gesamtbild – besonders in Anbetracht der humanen Preisklasse. Ab 3200 Euro bekommt der Käufer Glashütter Ingenieursleistungen und Qualitätsstandards, die einige Schweizer Luxusmarken nicht einmal zum doppelten Preis anbieten. Wer bereit für ein Update in seiner Uhrensammlung ist, sollte die zeitlosen Newcomer unbedingt in die engere Auswahl nehmen.

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