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Nachhaltige Uhren

« Mit diesen Marken erleben Sie grüne Zeiten »

Was bei Mobilität, Kleidung und Ernährung schon lange ein Thema ist, erfasst schrittweise auch die Uhrenbranche: Nachhaltigkeit. Eine zunehmende Anzahl an Trägern erwartet ökologisch und ethisch vertretbare Produkte am Handgelenk, worauf die Hersteller mit einer breiten Offensive reagieren: Fair produziertes Gold, zertifizierte Diamanten und Smaragde sowie Engagement für den Meeresschutz sind aktuelle Beispiele. Wie es momentan um nachhaltige Uhren steht, erfahren Sie hier.

RJC: Der Kampf gegen „unfaires“ Gold

Es ist kein Geheimnis, dass die Förderung von Gold, Diamanten und anderen wertvollen Rohstoffen der Uhrenbranche erhebliche Schäden an Mensch und Umwelt verursachen kann. Kinderarbeit in den Minen Burkina Fasos, verseuchtes Trinkwasser in Kolumbien und massenhafte Waldrodungen auf dem gesamten Globus sind eindrückliche Beispiele. Um dem entgegenzuwirken und nachhaltige Uhren zu fördern, wurde das Responsible Jewellery Council (RJC) ins Leben gerufen: Die gemeinnützige Organisation ist Teil des weltweiten Verbands für Nachhaltigkeitsstandards (ISEAL Alliance) und verpflichtet seine Mitglieder zur Achtung von Menschenrechten sowie verantwortungsvollen Grundsätzen in der gesamten Lieferkette.

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Viele Hersteller wie Omega, Hublot und Zenith setzen mittlerweile auf RJC zertifiziertes Edelmetall. Kritiker werfen der Auszeichnung zu unkonkrete Vorgaben bezüglich der Umsetzung vor, weshalb einige Manufakturen freiwillig sogar auf noch striktere Standards setzen.

Chopard: Nachhaltige Uhren dank strikter Lieferketten

Zu den großen Vorreitern in Sachen Nachhaltigkeit zählt Chopard: Die Genfer Luxusmarke beschritt ihren Weg zur ökologischen Produktion im Jahr 2013, als in der Haute Joaillerie „Green Carpet Collection“ ausschließlich fair produziertes Gold und moralisch bedenkenlose Edelsteine genutzt wurden.

Chopard Imperiale in der Version 388532-6006 nachhaltige-uhren

Seitdem hat das Unternehmen seine nachhaltige Fokussierung verstärkt: Seit 2018 wird nur noch Gold mit dem „Fairmined“-Gütesiegel verbaut, ergänzt um diverse Unternehmensausschüsse (etwa für Sicherheit, Gesundheit und besorgniserregende Substanzen) zur Sicherstellung einer ethischen Rohstoffbeschaffung. Während RJC zertifiziertes Edelmetall die Einhaltung grundlegender Nachhaltigkeitsstandards anstrebt, geht Fairmined einen Schritt weiter und betreibt ein intensives Programm zur Förderung von Kleinbergleuten weltweit.

Oris: Meeresschutz vom Great Barrier Reef bis zum Hangang

Nachhaltige Uhren müssen aber nicht zertifizierte Diamanten und Smaragde inkludieren, um einen positiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Das beweist vor allem Oris, dessen Zeitanzeiger überwiegend aus Edelstahl gefertigt sind.

Nachhaltige Uhren fuer Damen
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Was die unabhängige Marke so besonders macht, ist ihr beispielloses Engagement für den Meeresschutz: Jeweils mit lokalen Organisationen verbunden, fördert sie unter anderem die Erhaltung des Great Barrier Reefs, des Baikal Sees und des koreanischen Lebensstroms Hangang. Gleichzeitig trägt sie in Zusammenarbeit mit der Whale and Dolphin Conservation (WDC) zur Rettung gefährdeter Wal- und Delfinarten bei.

Neben zahlreichen Spenden für diese Uhren kommen auch recycelte Materialien zum Einsatz. Gehäuseböden und Verpackungen der Diver bestehen aus recycelten PET-Flaschen, was als Vorbild für zukünftige nachhaltige Uhren fungieren könnte. Einen Schritt weiter geht die Oris Aquis Date Upcyle. Das Zifferblatt besteht aus Kunststoffen, die aus dem Meer gefischt wurden und jetzt am Handgelenk brillieren, statt die Umwelt zu belasten. Netter Nebeneffekt: Jedes Upcycle Zifferblatt ist äußerst interessant und ein echtes Unikat aufgrund der verwendeten Kunststoffe.

Oris Aquis Date Upcycle

Breitling: Neuerfindung der Uhrenbox

Verpackungen sind auch bei der berühmtesten Luxusmarke Grenchens ein aktuelles Thema: Auf kleinere Etuis aus recycelten Materialien setzt Breitling, was einen bedeutsamen Bruch mit den traditionell großen und schweren Uhrenboxen darstellt. Die neue, zu 100% aus recycelten Plastikflaschen bestehende Variante ist etwa halb so groß wie die üblichen Hüllen, lässt sich praktischerweise als Reiseetui benutzen und trägt gleichzeitig zur Reduktion der Lieferwege auf dem globalen Markt bei.

Ein vielversprechendes Konzept, das kürzlich mit dem Efficient Solution Label der Stiftung Solar Impulse ausgezeichnet wurde. Darüber hinaus werden Breitlings nachhaltige Uhren zukünftig ohne exzessiven Papierkram geliefert und kommen stattdessen mit einem digitalen Echtheitszertifikat, das Käufern eine bequeme Authentifizierung der Uhren per Smartphone erlaubt.

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Lederarmbänder aus artgerechter Tierhaltung

Neben der Lieferung kann auch die Befestigung der Breitling-Modelle am Handgelenk guten Gewissens erfolgen, wie die Zusammenarbeit mit Kelly Slaters Modelabel Outerknown unter Beweis stellt.

Breitling Superocean Automatic 44 Outerknown in der Version A17367A11L1W1 nachhaltige-uhren

In einer Kooperation anlässlich der neuen Superocean Kollektion entwickelten die Marken eine 18-teilige Armbandserie aus ECONYL-Garn, welcher eine gewisse Ähnlichkeit zu den beliebten NATO-Bändern aufweist, im Gegensatz zu diesen jedoch aus recycelten Nylonabfällen besteht. Die Herausforderung, nachhaltige Uhren mit ebenso zukunftsweisenden Armbändern zu kombinieren, ist nicht neu:

In den vergangenen Jahren traten Lederarmbänder aus artgerechter Tierhaltung verstärkt in den Fokus der Branche.

Den Anstoß für diese Entwicklung lieferten nicht etablierte Marken, sondern Uhren-Startups: Sie rückten fragwürdige Haltungsbedingungen auf Alligatorfarmen und in anderen Massenbetrieben in den Vordergrund und verpflichteten sich zur ausschließlichen Verwendung von Bio-Produkten. Ein Trend, der innerhalb der großen Luxushersteller momentan noch eine Randerscheinung ist.

GoodPlanet Foundation: Nachhaltige Uhren von Omega

Ähnlich der Oris Aquis Clean Ocean Limited Edition, setzt Omegas Seamaster Planet Ocean 600M GoodPlanet auf die Zusammenarbeit mit spezialisierten Umweltschutzorganisationen. Bei jedem Verkauf des GMT-Divers fließt ein Teil seines Erlöses in die GoodPlanet Foundation und fördert den Schutz von Mangroven und Seegräsern in Südostasien.

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Damit verdeutlicht das mächtige Tauchermodell, dass eine nachhaltige Strategie nicht unbedingt Bio-Armbänder oder recycelte Verpackungen inkludieren muss: Werden traditionelle Materialien und Boxen eingesetzt, deren Beliebtheit zweifelsfrei anhalten wird, kann eine Marke mit gezielter Wohltätigkeit trotzdem einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten.

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Darüber hinaus muss erwähnt sein, dass nachhaltige Uhren wie die Seamaster Planet Ocean 600M GoodPlanet über die bloße Fokussierung auf ökologische Aspekte hinausgehen: Vernünftige Arbeitsbedingungen, die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens und hohe Qualitätsstandards müssen bei der Bewertung einer Marke ebenso beachtet werden.

Omega Seamaster Planet Ocean 600 M Co-Axial Master Chronometer 43,5mm in der Version 215.30.44.21.01.001 aus Edelstahl mit Keramiklünette Omega Seamaster Planet Ocean 600 M Co-Axial Master Chronometer 43,5mm in der Version 215.30.44.21.04.001

Lokale Uhrenfertigung: Traditionsmarken im Vorteil

Letztere Kriterien verdeutlichen, dass die Nachhaltigkeit der bekannten schweizerischen und deutschen Uhrenproduzenten auf einem weitaus höheren Niveau liegt, als es die reine Betrachtung ökologischer Gesichtspunkte vermuten lässt. Die lokale Uhrenfertigung geht mit hohen Löhnen und einem erstklassigen Arbeitsumfeld einher, was mögliche moralische Bedenken im Vergleich zu anderen Industrien wie der Mode- oder Lebensmittelbranche deutlich einschränkt.

Standards wie RJC zertifiziertes Edelmetall oder Fairmined demonstrieren zudem, dass sich die Lieferketten für nachhaltige Uhren in einem positiven Wandel befinden. Und wer ökologischer Nachhaltigkeit beim Kauf seines Zeitanzeigers einen besonderen Stellenwert einräumt, profitiert von zunehmend kreativen Lösungen wie recycelten Boxen, Armbändern und Gehäuseteilen.

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