Maritime Uhren

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Ob beim Segeln, Schwimmen oder Tauchen. Oder einfach nur als elegantes Accessoire beim abendlichen Bummel auf der Strandpromenade oder während eines Kreuzfahrturlaubs – maritime Uhren sind bei vielen Uhrenfans sehr beliebt. Das Spektrum reicht dabei von sportlich-robusten Taucheruhren bis zu eleganten Marineuhren und ausgefallenen Neuinterpretationen ozeanischer Themen.

Renaissance eines Taucheruhrenklassikers von Certina

Unter den Schweizer Marken für Luxusuhren ist Certina vor allem für seine große Auswahl an sportlichen Modellen sowie sein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Seit der Baselworld 2018 findet sich im Sortiment der Manufaktur eine weitere sportliche Uhr, mit der ein traditionsreicher Klassiker seine Wiederkehr in modernisierter Form erlebt. Es handelt sich um das Modell DS PH200M, dessen Retrodesign an die erste „Goldene Ära“ der Taucheruhren von den 1950er Jahren bis Anfang der 1970er Jahre erinnert. Das Innenleben dieses Masterpieces ist allerdings alles andere als „retro“, denn für den Antrieb sorgt hier ein der neuesten Generation entstammendes leistungsstarkes Automatikkaliber.

Die DS PH200M besitzt ein Edelstahlgehäuse mit einem Durchmesser von 42,8 Millimetern, eine einseitig drehbare schwarze Lünette und ein schwarzes Zifferblatt: Zeiger und Indizes sind mit Superluminova beschichtet und somit selbst bei Dunkelheit gut erkennbar. Den Gehäuseboden ziert – wie beim Ursprungsmodell – die Reliefdarstellung einer Schildkröte, die eine Art Markensymbol für Certinas DS-Konzept ist. Die Uhr wird wahlweise an einem schwarz-grauen Natoband aus Textil oder an einem braunen Kalbslederband getragen.

Die Wasserdichtigkeit ist, wie bei Taucheruhren unerlässlich, bis zu einem Druck von 20 Bar oder 200 Metern gewährleistet. Das moderne Powermatic-Kaliber bietet eine großzügige Gangreserve von 80 Stunden.

Engagement für den Schutz der Meeresschildkröten – mit einem Sondermodell der DS Action Diver

Eine weitere Neuerscheinung im Zeichen der Schildkröte ist übrigens die DS Action Diver Sea Turtle Conservancy, welche Certina ebenfalls in Basel präsentierte. Das Sondermodell der erfolgreichen Automatik-Taucheruhr ist der seit 2017 bestehenden Partnerschaft der Uhrenmarke mit der „Sea Turtle Conservancy“ (STC) gewidmet, einer bereits seit 1959 bestehenden Organisation mit Sitz in Florida, die sich auf den Schutz der Meeresschildkröten und ihrer Lebensräume fokussiert.

Das Gründungsjahr der STC ist übrigens zufälligerweise genau das Jahr, in dem das Konzept der doppelten Sicherheit – kurz als DS-Konzept bezeichnet – der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt worden war. Die mit dem Verkauf des neuen Sondermodells erzielten Erlöse kommen anteilig der STC zugute, und selbstverständlich erfüllt die maritime Uhr in der Sonderausführung sämtliche Anforderungen der Taucheruhrennorm ISO 6425 ebenso problemlos wie das bis 30 Bar wasserdichte serienmäßige Modell.

Äußerlich ist die Sonderausführung an ihrem blauen Sekundenzeiger und an dem blauen Schriftzug auf dem Zifferblatt erkennbar. Auf der Rückseite trägt die Luxusuhr zudem das offizielle Schildkröten-Logo der STC.

Zwei neue maritime Uhren bei Mühle Glashütte: die „29er“ mit Wochentagsanzeige und die ProMare Go

Dass maritime Uhren bei Weitem mehr sein können als nur Taucheruhren, zeigt ein Blick ins Sortiment von Mühle Glashütte auf eindrucksvolle Weise. Zu den neuesten Kreationen des traditionsreichen Spezialisten für nautische Instrumente gehört die um eine Wochentagsanzeige ergänzte Automatikuhr „29er Tag/Datum“, deren ungewöhnlich anmutender Name sich auf die sogenannte 29er Jolle bezieht. Diese Segelbootsklasse wurde Ende der 1990er Jahre als kleinere Variante der olympischen 49er entwickelt und erfreut sich seitdem insbesondere bei Nachwuchsseglern stetig wachsender Beliebtheit. Die neue 29er von Mühle wird mit grauem Zifferblatt sowie einem sand-metallic-farbenen Rehaut angeboten.

Neben dem Datumsfenster auf der rechten Seite findet sich links gegenüber auf Höhe der Neun ein Fensterchen für die Anzeige des aktuellen Wochentages. Das 42,4 Millimeter messende runde Edelstahlgehäuse mit verschraubter Krone ist bis zu 10 Bar wasserdicht und damit zwar nicht zum Tauchen geeignet, aber allemal regattatauglich und robust genug für eine Dusche oder ein Bad im Pool. In der neuen 29er-Version verbaut Mühle das Kaliber Sellita SW 220 mit automatischem Aufzug, das dabei eine hauseigene Spechthalsregulierung sowie einen ebenfalls in Glashütte hergestellten Rotor erhält. Neben einem Textilband im selben Farbton wie das Zifferblatt gibt es die 29er Tag/Datum auf Wunsch auch mit einem Edelstahlarmband.

Alternative für Taucher

Wer mit seiner Mühle-Uhr tatsächlich gelegentlich tauchen möchte, kann stattdessen die neue ProMare Go wählen, die dank ihrem 2,5 Millimeter starken Saphirglas bis zu 30 Bar oder 300 Metern wasserdicht ist. Im Unterschied zum „Grundmodell“, der ProMare Datum, verfügt die Go über eine drehbare Lünette. Da diese in beide Richtungen statt nur in einer drehbar ist, handelt es sich strenggenommen nicht um eine echte Taucheruhr. Dafür lässt sich die Lünette aber sehr gut nutzen, um beispielsweise den Startpunkt für einen Segeltörn, eine Radtour oder eine Wanderung einzustellen.

Omega: Seamaster Professional Diver 300 m mit verjüngter Optik

Mit der neuen Omega Seamaster Professional Diver 300 m hat die renommierte Luxusuhrenmarke pünktlich zum 25-jährigen Geburtstag dieser inzwischen schon zum Klassiker avancierten Taucheruhrenlinie eine Uhr auf den Markt gebracht, die nicht nur äußerlich aufgefrischt, sondern zugleich in technischer Hinsicht umfassend modernisiert worden ist.

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Langjährige Seamaster-Professional-Fans werden sich vermutlich darüber freuen, dass wesentliche Merkmale, denen die Modelllinie ihren hohen Wiedererkennungswert verdankt, weiterhin beibehalten werden. Zugleich dürften die behutsamen Modifikationen gegenüber der ersten Modellgeneration dazu beitragen, neue und vor allem jüngere Kundenzielgruppen für die Omega Seamaster Professional zu begeistern. Die betont maritime Uhr ist nunmehr in 14 serienmäßigen Versionen in Edelstahl, Bicolor-Optik oder Gold erhältlich. Der bislang bei 41 Millimetern liegende Gehäusedurchmesser wurde moderat um einen Millimeter vergrößert. Als Uhrwerk fungiert nun Omegas Master-Chronometer-Kaliber 8800.

Lünetten aus Keramik und Ceragold beziehungsweise Emaille, schwarze oder blaue Zifferblätter aus polierter Keramik und das bekannte Wellenmuster auf dem Zifferblatt sind weitere charakteristische Details. Neu ist, dass es zusätzlich noch eine mattgraue Zifferblattvariante gibt und dass die Form der Skeleton-Zeiger leicht modifiziert wurde. Außerdem erscheint das Tagesdatum nun bei der Sechs statt bei der Drei.

Die ultimative Tiefsee-Uhr: Rolex Oyster Perpetual Deepsea

Die Rolex Oyster Perpetual Deepsea widersteht Belastungen, die ihr Träger nicht einmal ansatzweise überleben könnte. Die ebenfalls auf der Baselworld 2018 zum ersten Mal präsentierte neue Sea-Dweller-Version unterscheidet sich von ihrer Vorgängerin nicht nur durch Modifikationen im Design des Gehäuses, sondern vor allem auch durch ihr hochmodernes Uhrwerk vom Kaliber 3235 sowie durch das breitere Armband mit entsprechend größerer Oysterlock-Sicherheitsfaltschließe.

Bemerkenswert bei dieser Rolex Luxusuhr ist, dass das Gehäuse mit 44 Millimetern Durchmesser für eine Taucheruhr nicht einmal außergewöhnlich groß ist, obwohl sie extremen Belastungen widerstehen kann. Ihre Wasserdichtigkeit ist bis zu einem Druck von 390 Bar oder 3.900 Metern Tiefe gewährleistet. Die enorme Druckbeständigkeit verdankt das Modell einem Ringlock-System und ihrer patentierten Gehäusestruktur.

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Das relativ stark gewölbte Saphirglas ist ganze 5,5 Millimeter dick, und die Triplock-Aufzugskrone, die über drei Dichtungen verfügt und fest mit dem Gehäuse verschraubt wird, gilt als ebenso sicher wie die Luke eines U-Bootes.

Maritime Uhren mit Freak-Faktor aus dem Hause Ulysse Nardin

Ulysse Nardin hat mit seiner Freak-Kollektion eine Reihe von außergewöhnlichen Zeitmessern lanciert, die mit nahezu allen Konventionen klassischer Uhrmacherkunst zu brechen scheinen. Die vielleicht ungewöhnlichste Kollektion im Luxusuhrensegment ist kürzlich um vier neue Freak-Out-Modelle ergänzt worden, die von dem Manufakturkaliber UN-205 mit Handaufzug angetrieben werden und eine Reihe von Besonderheiten aufweisen. Eine Krone fehlt ihnen ebenso wie ein Zifferblatt oder herkömmliche Zeiger.

Anker und Ankerrad werden durch zwei aus Silizium bestehende Impulsräder ersetzt, die jeweils einen Generator aktivieren, welcher seine Energie an die Unruhwelle abgibt. Die Konstruktion kommt ohne Schmieröl aus und gewährleistet, dass die Freisetzung der Kraft stets in Schwingrichtung der Unruh erfolgt, was die Reibung reduziert. Eine kleine Hebelvorrichtung zwischen den Bandanstößen sowie über dem unteren Armband dient zur Entriegelung der drehbaren Lünette. Mit dieser lassen sich einfach und exakt die Stunden und die Minuten einstellen. Das Federhaus hat eine Gangreserve von einer vollen Woche und wird mittels einer rückseitigen Lünette am Gehäuseboden aufgezogen. Die deutlich erkennbaren Anker-Motive lassen die Ulysse Nardin Freak Out wie eine maritime Uhr wirken, die sich jedoch jeder weiteren Einordnung entzieht und einen einzigartigen Wiedererkennungswert besitzt.

Verfügbar ist die Luxusuhr in vier Versionen. Als sportlichste Version gilt die mit einer schwarzen PVD-Beschichtung vesehene Freak Out Full Black. Die Ulysse Nardin Freak Out Black Gold wirkt besonders originell und dank ihrem goldenen Räderwerk gleichermaßen sportlich wie elegant.

Als besonders maritime Uhr und zugleich als Hommage an die enge Verbindung der Manufaktur zur Nautik versteht sich die ganz in Blau gehaltene Ulys Freak Out of the Blue, wobei silberne Nähte am Armband sowie eine silberne Räderwerkbrücke für kontrastierende Akzente sorgen. Als exklusivere Variante dieser ohnehin schon sehr exklusiven Uhr steht zudem noch die Freak Out of the Blue Gold zur Verfügung.

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