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Qualitätsversprechen: Made by Breitling

Unzerstörbarkeit, die feinsten Materialien und Qualität fürs ganze Leben – wenn es um die Beschreibung ihrer Uhren geht, üben sich die Uhrenhersteller nicht gerade in Zurückhaltung. Doch wie viel ist wahr am Versprechen des perfekten Meisterstücks? Wir haben uns das Qualitätsversprechen „Made by Breitling“ genauer angesehen und überprüft, welche Standards die Luxusmarke aus Grenchen beim Bau ihrer Zeitanzeiger wirklich einhält.

Das Herz zuerst – Uhrwerke

Selbst die schönste Verarbeitung bereitet nur wenig Freude, wenn am Werk gespart wurde. Welche Qualitätsstandards erfüllen also Breitlings Kaliber? Durch seine enge Verbindung zur Luftfahrt und dem Motorsport überrascht es nicht, dass sich der Hersteller stark auf die Produktion von Chronographen konzentriert:

Diese werden zum großen Teil in der hauseigenen Manufaktur gefertigt und mit verschiedensten Komplikationen ausgestattet – von der zweiten Zeitzone bis zur Weltzeituhr reicht ein vielfältiges Spektrum.

Die Fertigung setzt auf modernste Technologie: In einer komplexen Produktionskette sorgt eine spezielle Software für die Überprüfung und Montage der Werke, während einige Schritte in traditioneller Handarbeit erfolgen. Dieses Wechselspiel sorgt für die höchstmögliche Qualität bei gleichzeitig hohen Stückzahlen. Darüber hinaus hat die Marke in den vergangenen Jahren massiv in die Weiterentwicklung der Quarztechnologie investiert – die sogenannten „SuperQuartz“-Werke versprechen eine zehnmal höhere Präzision im Vergleich zu herkömmlichen Varianten.

Die erfreuliche, in der Branche keineswegs selbstverständliche Herstellergarantie von fünf Jahren lässt Breitlings Qualitätsversprechen zusätzlich glaubwürdig erscheinen. Zudem legt die Marke Wert auf die COSC-Zertifizierung aller ihrer Uhrwerke. Von der offiziellen Schweizer Chronometriekontrolle vergeben, sind die Anforderungen dieser Auszeichnung hoch – über 15 Tage hinweg wird jedes einzelne Werk einer regelrechten Prozedur unterzogen und darf die mittlere tägliche Gangabweichung von -4/+6 Sekunden nicht überschreiten. Mit dieser Maßnahme unterstreicht der Hersteller sein Qualitätsversprechen abermals und lässt keine Zweifel an einer einwandfreien Herstellung aufkommen.

Zifferblatt, Zeiger und Uhrenglas – das Zentrum der Uhr

Zwischendurch mal schnell die Uhrzeit kontrollieren – das Zifferblatt sticht bei jeder Gelegenheit ins Auge und sollte daher nicht nur einwandfrei sein, sondern auch optisch etwas hermachen. Die grundlegenden Schritte, also das Ausstanzen aus einer Messingplatte und das Polieren, erfolgt bei Breitling ähnlich wie bei den meisten anderen Herstellern. Besonders ist der in das Lackieren investierte Aufwand:

Breitling Navitimer 1 B01 Chronograph 43 in der Version UB0121211F1A1 Breitling Navitimer 1 B01 Chronograph 46 in der Version RB0127121F1P1

So kommt bei der Navitimer das sogenannte „Epargne“-Verfahren zum Tragen, bei dem dank Reinsilber- und Goldgrundflächen ein besonderer Glanz und das bekannte Schimmern erzeugt werden. Die Fertigung des Firmenlogos besitzt ein eigenes Verfahren, bei dem es äußerst exakt aus einem 18-karätigen Goldstreifen gestanzt und anschließend sandgestrahlt sowie poliert wird.

Insgesamt verfallen auf die Produktion des Zifferblatts 23 Arbeitsschritte. Das Qualitätsversprechen „Made by Breitling“ setzt sich bis ins kleinste Details fort. So wird der Zeiger aus einem Messingband geschnitten, wobei die Produktion des kleinen Logos besondere Präzision erfordert. Die Kanone, das für die Befestigung des Zeigers auf dem Zifferblatt zuständige Bauteil, wird mit einer Präzision von 2 Mikron ausgebohrt, was gerade einmal 1/30-Haaresbreite entspricht.

Eine eigene Oberflächenbehandlung und Rotations-Kontrolle sollen die optische und technische Vollkommenheit des kleinen, aber entscheidenden Zeigers sicherstellen. Sowohl Blatt als auch Zeiger müssen wirksam vor Umwelteinflüssen und Beschädigungen geschützt werden, wofür das Uhrenglas verantwortlich ist.

Ist von Saphirglas die Rede, handelt es sich nicht um den Edelstein selbst, sondern um ein synthetisches, in einem chemischen Erhitzungsprozess bei über 2000°C produziertes Material.

Das ist bei allen Herstellern so. Nach der Oberflächenbehandlung und dem Polieren erfolgt die beidseitige Entspiegelung, auf die die Luxusmarke aus Grenchen besonderen Wert legt.

Gehäuse und Armband – die Robustheit entscheidet

Wirbt ein Hersteller mit dem Slogan „Instruments for Professionals“, sollte äußere Robustheit selbstverständlich sein. Breitlings Standard-Material ist die rostfreie und antimagnetische Stahllegierung 316L – in einem Stanzverfahren wird das Gehäuse aus einem Metallbarren geschnitten und unter höher werdendem Druck geprägt.

Die Breitling Chronomat, für ihre außergewöhnliche Robustheit bekannt, benötigt allein hier 15 Arbeitsschritte. Ebenso aufwendig ist die anschließende Metallbearbeitung: Polieren, Satinieren und Mikroperlieren sind für späteren Glanz unverzichtbar.

Breitling Chronomat 44 in der Version AB011012-C788-375A in Stahl

Den Unterschied zwischen teuren und günstigen Uhren können Experten bei einem einzigen Blick auf das Armband ausmachen.

Das Qualitätsversprechen der Traditionsmarke umfasst außerdem ein wertiges Design, hohen Tragekomfort und maximale Stabilität. Dazu werden die Glieder allesamt aus einem Metallbarren gestanzt und per Hand poliert, bei den Endstücken und Schließen kommen ausschließlich massive Ausführungen zum Einsatz.

Strenge Kontrolle für einwandfreie Qualität

Sind alle Komponenten fertiggestellt, erfolgt das Einschalen: Es umfasst das Aufsetzen des Zifferblatts auf das Werk, das Einlaufen der Zeiger sowie die Montage des Uhrwerks in das Gehäuse. Bei der Luxusmarke aus Grenchen herrschen strenge Bedingungen hinsichtlich der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, sodass beim Einschalen keine schädigenden Elemente ins Innere gelangen. Mit der abschließenden Befestigung des Gehäusebodens erfolgt die Fertigstellung des Zeitanzeigers „Made in Switzerland“.

Das Qualitätsversprechen „Made by Breitling“ geht mit über 1000 Kontrollen während des Produktionsprozesses eines Chronometers einher. Die optische Ebenmäßigkeit, Wasser- und Luftdichtheit sowie tadellose Funktionsfähigkeit aller Komponenten werden mehrfach kontrolliert, sodass Fehler am Endprodukt praktisch unmöglich sind. Wie alle Luxusmarken findet sich außerdem ein global agierendes Netz für den Kundendienst, dessen Tätigkeit zum großen Teil auf die Totalrevision der Uhren entfällt. So soll sichergestellt werden, dass jedes Modell aus Grenchen funktionstüchtig bleibt und selbst nach vielen Jahren nichts von seiner Präzision verliert.

Beeindruckende Liebe zum Detail

Sicherlich gehört der Hersteller mit dem geflügelten B nicht zur absoluten Elite der Uhrenindustrie – Namen wie Audemars Piguet oder Breguet stehen für Manufakturarbeit allerdings auf einem nochmals anderen Niveau. Ob diese Endprodukte jedoch so viel besser gegenüber Breitlings Meisterwerken sind, wie es ihr Mehrpreis vermuten lässt, ist jedoch stark zu bezweifeln.

Unsere Reise durch den Produktionsprozess einer Armbanduhr aus Grenchen hat an den Tag gelegt, dass „Made by Breitling“ ein bedeutendes Qualitätsversprechen ist, das nichts mit einem leeren Slogan zu tun hat.

Trotz hoher Stückzahlen gewährleistet der Hersteller hinsichtlich der Verarbeitung und Materialqualität höchste Standards, führt umfangreiche Kontrollen durch und bietet neben fünfjähriger Garantie auch eine Chronometer-Zertifizierung aller seiner Uhrwerke. Qualität, die überzeugt – und zumindest ein Stück weit verständlich macht, warum Schweizer Luxusuhren das kosten, was sie eben kosten.

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