Tag Heuer

In der Manufaktur von Tag Heuer

« Ein Blick hinter die Kulissen »

Tag Heuer ist einer der renommiertesten Schweizer Hersteller von Luxusuhren und zählt seit Jahrzehnten zu den großen Namen der Haute Horlogerie. Besondere Verdienste hat sich das Unternehmen um die Entwicklung von Stoppuhren und Chronographen erworben. Die bis heute fortdauernde enge Verbindung der Marke zum Sport, insbesondere zum Motorsport, beruht zu einem wesentlichen Teil darauf. Um den hohen Ansprüchen der Kunden immer wieder aufs Neue gerecht zu werden und dauerhaft im Wettbewerb mit anderen Anbietern bestehen zu können, setzt die Manufaktur konsequent auf Innovationskraft und höchste Qualität, zwei Erfolgsfaktoren, die bereits vor mehr als einem halben Jahrhundert die Basis für ihren Aufstieg in die höchste Liga der Uhrenproduzenten bildeten.

Spitzentechnologie und Ästhetik in Einklang bringen

Die Ingenieure und Uhrmacher, die in den Ateliers von Tag Heuer arbeiten, stehen vor einer großen Herausforderung. Zum einen sind sie bestrebt, immer neue Grenzen zu überwinden und in puncto Präzision Sphären zu erreichen, die noch bis vor kurzem unerreichbar schienen und die menschliche Vorstellungskraft beinahe zu überfordern drohen. Dabei bedienen sie sich anspruchsvoller Spitzentechnologie. Zum anderen verlieren Sie bei aller Konstruktionswut niemals die Ästhetik aus dem Blick. Denn schließlich sollen Luxusuhren nicht allein durch technische Höchstleistungen beeindrucken, sondern mindestens im selben Maße durch ihr faszinierendes Design, ihre hochwertige Anmutung, ihre Eleganz und ihre Schönheit. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit ist deshalb unabdingbar, denn nur so können immer wieder fruchtbare Denkansätze entwickelt und selbst für grundlegende Probleme der Uhrmacherei – etwa die Gangregulierung oder die Energieübertragung – völlig neue Lösungen gefunden werden. Das ist auch der Grund, warum in der berühmten Manufaktur Tag Heuer Designer, Ingenieure aus den Bereichen Fertigung und Qualitätssicherung sowie Mathematiker gemeinsam unter einem Dach tätig sind.

Strengste Qualitätstests setzen Maßstäbe

Wer in der Haute Horlogerie seinen guten Ruf bewahren will, darf sich bei der Qualität seiner Produkte keine Kompromisse und schon gar keine Nachlässigkeiten erlauben. Maßnahmen zur Qualitätssicherung und strenge Tests spielen daher bei Tag Heuer eine zentrale Rolle. Dabei geht es nicht in erster Linie um das Brechen von Rekorden oder um die Simulation von Extrembedingungen als Selbstzweck. Vielmehr müssen die Uhren unter Beweis stellen, dass sie den alltäglichen Anforderungen und Belastungen ohne jede Einschränkung gewachsen sind, ganz gleich, ob sie von Radfahrern während eines Rennens getragen werden oder von einem Manager im Büro, ob sie Regenwetter ausgesetzt sind oder unter mit Ihnen duschen gehen. Um ihre Produkte so umfassend wie möglich testen zu können, setzt die Manufaktur modernste Technologien und wissenschaftliche Methoden ein, von der Röntgenfluoreszenz bis zu Unterwasser-Ultraschallwellen. So hat das Unternehmen nicht nur für zahlreiche innovative Lösungen in der Uhrentechnik, sondern auch für seine Qualitätstests ein Patent des Eidgenössischen Instituts für geistiges Eigentum bekommen.

Hohe mechanische Beanspruchungen im Test – für Zuverlässigkeit und Präzision im Alltag

Damit Luxusuhren auch nach längerem Gebrauch nicht unter den Belastungen leiden, denen sie im Alltag ausgesetzt sind, müssen die beim Bau verwendeten Teile und Materialien hohen mechanischen Beanspruchungen standhalten können. Dementsprechend sind auch die Tests der Manufaktur für besondere Luxusuhren konzipiert, mit denen eine gleichbleibend hohe Produktqualität gewährleistet werden soll. Im Stoßtest gilt es beispielsweise, einen freien Fall, 16.000 Stöße und Schläge, Drehungen, Erschütterungen, starke Strahlen sowie eine sechsstellige Zahl von Bewegungen, wie sie bei intensiver sportlicher Betätigung auftreten können, ohne Schäden zu überstehen. Allein für die Prüfung der Wasserdichtigkeit werden 160 Tests durchgeführt, bei denen es nicht nur um die Widerstandsfähigkeit gegen Wasserdruck, sondern auch gegen Schweiß, Dampfdruck, Hitze und salzigen Nebel geht. Neben den Uhrgehäusen und den Uhrwerken – bei Tag Heuer sind dies Manufaktur-Kaliber – müssen selbstverständlich auch die Armbänder zeigen, dass sie sich nicht vorzeitig abnutzen. Im Rahmen der Qualitätsprüfung werden sie mehrfach Reibungen, Schlägen, Windungen und Zerrungen ausgesetzt, ganz gleich, ob sie aus Leder, aus Metall oder aus Polymer bestehen. Die Streckfähigkeit wird 5.000 Mal getestet; der sensibelste Teil des Leders ebenso häufig. 72 Stunden lang muss das Leder in der Sonne bei einer Temperatur von 60 Grad Celsius liegen, um anschließend prüfen zu können, ob seine Materialeigenschaften dadurch nicht beeinträchtigt werden. Bei den Metallarmbändern der in der Manufaktur produzierten Luxusuhren sind die Prüfkriterien selbstverständlich nicht weniger streng. In weiteren Tests werden die fertig montierten Uhren auf Beständigkeit gegenüber Luftdruck und Vakuum und auf Ganggenauigkeit sowie wie auf eine ausreichend Gangreserve des automatischen Aufzugs getestet.

Haute Horlogerie braucht Zeit

Uhrmacherische Spitzenleistungen erfordern ausreichend Zeit. So braucht es bei Tag Heuer etwa eine Woche, um ein komplettes Produktmodell herzustellen. Zwölf bis achtzehn Monate dauert es, bis in der Manufaktur ein vollständiger Design-Prototyp entwickelt worden ist. Insgesamt realisiert das Unternehmen im Jahr rund 300 Projekte. Die Kunsthandwerker und Prototypen-Designer bilden bei der Uhrenfertigung eine eigene Einheit, die in den gesamten Entstehungsprozess einer Uhr eingebunden und an jeder Stufe der Projektentwicklung beteiligt ist. Selbst wenn nicht jede ihrer Schöpfungen bis zur Serienreife gelangt, ist doch jeder Schritt des durchlaufenen Entwicklungsprozesses wichtig. Denn dabei werden wertvolle Erfahrungen gewonnen, und die eingesetzten Technologien bedürfen der regelmäßigen kritischen Überprüfung, um bei Tag Heuer Jahr für Jahr Luxusuhren für höchste ästhetische und technische Ansprüche entwickeln und zur Marktreife führen zu können.

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