Diese Luxusuhren tragen Nato

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Fast alle Hersteller von Luxusuhren setzen inzwischen auf die farbenfrohen Uhrenarmbänder aus Textil, das sogenannte Nato Armband ist robust, trendig und auch bei zahlreichen Luxusuhren-Modellen nicht mehr wegzudenken.

Sie lassen sich angenehm tragen, sind in vielen unterschiedlichen Farbkombinationen erhältlich und setzen viele Modelle perfekt in Szene. Die Rede ist vom Nato-Uhrenband. Die ersten Uhrenbänder dieser Art wurden kurz nach dem zweiten Weltkrieges eingesetzt: Mit ihnen befestigten französische Taucher und später die Piloten und Navigatoren der Britischen Armee ihre Einsatzuhren besonders sicher. Heutzutage werden selbst Luxusuhren mit Nato Uhrenarmband vervollständigt, sorgen für Kreativität und Individualität und bewahren gleichzeitig die ursprüngliche Zweckdienlichkeit.

omega-speedmaster-skywalker-x-33-chronograph-limited-editionDie Geschichte eines Uhrenbandes

Noch in den fünfziger Jahren bekamen die Taucher der französischen Marine ihre Uhren ohne Band und fertigten für diese die Armbänder aus dem reißfesten Material der Fallschirmgurte selbst. Das Material war elastisch, ließ sich angenehm tragen und hielt selbst auf den Taucheranzügen. Bereits zuvor, während des Zweiten Weltkrieges, befestigten britische Navigatoren und Piloten ihre Uhren mit Armbändern aus Segeltuch. Die Stege dafür waren fest an der Uhr montiert und das Band verlief durch diese Stege unter dem Gehäuse: Während andere Stege unter hoher Belastung zerbrachen, hielten die meist gelöteten Stege die Uhr fest am Handgelenk ihrer Träger.

In den 60er Jahren entwickelte das britische Verteidigungsministerium einen Standard für das Uhrenarmband, das später als Nato Armband in die Geschichte eingehen sollte. Dieses Uhrenband, ursprünglich aus reißfestem Nylon gefertigt, ist einteilig, wird durch Stege an den Bandanstößen geführt und bleibt auch dann fest am Arm, wenn ein Federsteg brechen sollte. Wollte ein Soldat ein Uhrenarmband ordern, musste er dafür ein sogenanntes G10-Formular ausfüllen und bekam anfangs eines der 20 mm breiten Nylonbänder in „admiralty grey“. Später wurden die Armbänder auch in den Regimentsfarben hergestellt. An Luxusuhren dachte damals sicher noch niemand.

Tudor setzte den Trend

Hersteller von Sportuhren waren die ersten, die das Nato Uhrenarmband aus Nylon einsetzten und ihre Uhren damit sicher am Handgelenk befestigten, so dass sie ebenfalls sämtlichen Belastungen gewachsen waren. Tudor war schließlich die erste große Marke, die das gestalterische Potential des Armbandes für Luxusuhren erkannte und einsetzte.

Nur einen berühmten Vorläufer gibt es allerdings sicher schon zuvor: Sean Connery las als James Bond in „Goldfinger“ die Zeit von einer Rolex Submariner ab, die mit einem marineblauen Nylonband mit grünen und roten Streifen am Handgelenk befestigt war.

Die Designer von Tudor entwarfen spezielle Bänder, die sie in einer auf Borten und Bänder spezialisierten Weberei anfertigen ließen. Kurze Zeit später zogen andere Hersteller nach, so dass auf der Baselworld 2016 fast jeder Hersteller ein solches Uhrenarmband zu mindestens einem Modell vorstellte. Oft ist das Uhrenarmband passend zur Farbe der Zifferblätter gestaltet oder bietet einen schönen Kontrast zu diesen. Für die Heritage Ranger bietet Tudor beispielsweise ein Camouflage-Muster im Nato Armband, das direkt in das Band eingewebt und erhaben ausgeführt wurde.

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Der Tissot T-Sport Quickster Chronograph beispielsweise kann mit einem weißen Nylonband mit einem eingewebten schmalen blauen und roten Streifen oder mit einem marineblauen Nylonband mit schmalen weißen Rändern getragen werden.

Luxusuhren mit Nato Uhrenarmband

Fast alle Hersteller von Luxusuhren statten viele ihrer Modelle mit den Armbändern aus Nylon aus, die so robust und leicht zu reinigen sind, wie ihre militärischen Vorfahren. Sie lassen jede Uhr am Handgelenk sportlich wirken, sind funktional und immer ein attraktiver Blickfang.

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Wie bei den originalen Bändern können die meisten von ihnen auf jede beliebige Länge eingestellt werden und passen sich perfekt an. Rolex, Omega, Nomos, Maurice Lacroix – es gibt kaum einen Hersteller, der auf diese leicht wechselbaren und angenehm tragbaren Armbänder verzichtet.

In vielen Farben und Variationen gefertigt und angeboten

Das ursprünglich mit dem Begriff Nato Uhrenarmband bezeichnete Band besteht durchgehend aus Nylon mit metallener Schließe und zwei Metallringen. Von diesem existieren einige Variationen:

Zulu-Armband

Diese Bezeichnung kennzeichnet ein Durchzugsarmband aus robustem und dickerem Material als das eigentliche Nato Armband. Der Name ist geschützt und gehört dem US-Amerikanischen Unternehmen Maratac Inc. Die Metallringe sind rundlicher und schwerer, ebenso die Schließe. Oft werden diese Armbänder allerdings auch als Heavy-Duty oder Extreme bezeichnet.

3- oder 5-Ring-Armband

So wird ein Zuluband genannt, wenn entweder drei oder fünf Ringe an diesem befestigt sind. Allerdings wird der Ring der Schließe mitgezählt, so dass ein 3-Ring-Armband zwei zusätzliche Ringe und ein 5-Ring-Armband fünf Ringe besitzt.

RAF- oder Army-Band

Diese einfachen Armbänder zum Durchziehen haben weder zweites Band, noch Ringe. Der Feststellring besteht hierbei aus dem gleichen Material wie das Band. Das Armband wird sowohl von der RAF (der britischen Royal Air Force), aber auch von den US-Truppen verwendet.

Bond-Armband

Als diese werden gestreifte Armbänder gerne bezeichnet, so wie James Bond in „Goldfinger“ eine Uhr am Handgelenk trug.

Bund-Armband

Die Bundeswehr verwendete lange Zeit ein Band mit einer relativ breiten Auflage für die Uhr, das seinen Ursprung noch im ersten Weltkrieg hat: Damals trugen Offiziere Armbänder aus Leder, in denen eine Taschenuhr eingenäht war.

nomos-glashuette-ahoi-datum-551Perlon-Band

Seit Mitte der 60er Jahre gibt es Armbänder aus geflochtenem Perlon mit Dornschließe, die sich an jeder Stelle des Bandes schließen lassen.

Mehr als ein Trend

Mit dem Nato-Armband, das bei einigen Herstellern auch schlicht Textilband genannt wird, bedienen sich auch Luxusuhren einer einfachen aber sehr schicken und funktionalen Komponente, die immer beliebter wird. Damit sind wir uns sicher, dass dieses Uhrenband kein Trend ist, den die Horologie in einigen Jahren vergessen hat, sondern eher eine Armbandart, die, wenn dies nicht schon jetzt der Fall ist, bald zu den etablierten Ausführungen gehören wird.

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