Certina Precidrive

« Versprechen für präzise Werke »

Quarzuhren erreichen von jeher eine deutlich größere Ganggenauigkeit als Modelle mit mechanischem Antrieb. Dennoch gibt es auch in diesem Marktsegment beträchtliche Unterschiede zwischen preisgünstiger Massenware und hochwertigen Quarzwerken mit überdurchschnittlicher Präzision. Ein Beispiel für Letztere sind die Certina-Precidrive-Modelle, die wir unseren Leserinnen und Lesern in diesem Beitrag vorstellen.

Von Grana zu Certina: Aufstieg eines Schweizer Uhrenherstellers zur Weltmarke

Was haben so unterschiedliche Unternehmen wie Ford, Harley-Davidson, Walt Disney, Delta Airlines, Apple und Google gemeinsam? Sie alle sind einst als sogenannte „Garagenfirmen“ in privaten Räumlichkeiten ihrer Gründer gestartet und haben sich seither zu weltweit bekannten Marken entwickelt. In gewissem Sinne lässt sich die Schweizer Luxusuhrenmarke Certina ebenfalls in diese Kategorie einordnen – wenngleich es in ihrem Gründungsjahr 1888 noch kaum Garagen gab. Immerhin waren damals erst zwei Jahre vergangen, seit Carl Benz seinen dreirädrigen „Benz Patent-Motorwagen Nr. 1“ der Öffentlichkeit vorgestellt hatte, der als erstes modernes und in Serie gefertigtes Auto mit Verbrennungsmotor gilt.

Certina Quarz DS Dream PrecidriveDoch – ähnlich wie die Gründer der genannten Garagenfirmen – begannen auch die beiden Brüder Adolf und Alfred Kurth ihre Uhrenproduktion zunächst in sehr bescheidenem Rahmen. Sie nutzten dafür einen Anbau ihres Elternhauses in Grenchen, in dem sie sich eine kleine Werkstatt eingerichtet hatten und wo sie gemeinsam mit drei Angestellten arbeiteten. Mit der Qualität ihrer Uhren konnten sie schon bald eine stetig wachsende Zahl von Kunden überzeugen und mehrere Auszeichnungen erringen. 1906 begannen die Kurths, für ihre Uhren zum ersten Mal einen eigenen Markennamen zu verwenden. Dieser lautete Grana und basierte auf dem lateinischen Ortsnamen Granacus, dem heutigen Grenchen.

Erst in den 1930er Jahren erhielten dann immer mehr Modelle den bis heute bekannten Namen Certina. Dieser leitet sich von „certus“, dem lateinischen Wort für „sicher“ oder „gewiss“ ab, wurde 1939 offiziell als Marke registriert und schließlich ab 1949 als alleiniger Markenname verwendet. Inzwischen sind die Marke und ihre Produkte weltweit bekannt.

Certinas Erfolgsrezept: Qualität, Präzision, Sicherheit und Sportlichkeit

Certinas erfolgreiches Wachstum von der kleinen Grenchener Uhrenwerkstatt zu einem weltweit aktiven Markenunternehmen, das inzwischen seinen Platz unter dem Dach der Swatch Group gefunden hat, ist zu einem guten Teil der konsequenten Positionierung zu verdanken.

Die meisten Uhrenkenner dürften bei dieser Marke spontan an sportliche Qualitätsuhren denken, die von ihren Käufern wegen ihrer hohen Genauigkeit ebenso geschätzt werden wie wegen ihrer robusten Widerstandsfähigkeit und Sicherheit.

Dazu hat in den vergangenen sechzig Jahren vor allem Certinas DS-System beigetragen. Die Abkürzung DS steht dabei für Double Security und weist darauf hin, dass die betreffenden Uhren dank ihrer außergewöhnlichen Widerstandsfähigkeit selbst bei starker Beanspruchung nichts von ihrer Ganggenauigkeit und Funktionsfähigkeit einbüßen.

Certina Quarz DS First Lady Ceramic Chrono Mondphase PrecidriveAlle Double Security Modelle besitzen ein verstärktes Gehäuse, besondere Dichtungen an Gehäuseboden, Krone und Stellwelle sowie ein kratzfestes Saphirglas. Dank dieser Ausstattung weisen sie nicht nur eine besonders hohe Stoßsicherheit auf, sondern sind auch bis zu einem Druck von mindestens 20 Bar oder 200 Metern Tiefe wasserdicht.

Das inzwischen vielfach bewährte Konzept hat Maßstäbe für zahlreiche Kollektionen anderer Hersteller gesetzt, sodass heute im Luxussegment auch zahlreiche Uhren anderer Hersteller zu finden sind, die annähernd ähnliche Eigenschaften aufweisen.

Im Jahr 1959, als Certinas erste Uhr nach dem DS-Konzept vorgestellt wurde, war die Quarztechnologie für Armbanduhren noch nicht verfügbar.

Die ersten Double-Security-Modelle waren deshalb mechanische beziehungsweise automatische Uhren. Inzwischen werden jedoch auch Quarzuhren mit dem DS-Konzept angeboten, insbesondere die besonders genau arbeitenden Precidrive-Modelle.

Acht- bis zehnmal präziser als herkömmliche Quarzuhren

Die Bezeichnung Precidrive steht für eine innovative Technologie, die für eine besonders hohe Ganggenauigkeit sorgt. Precidrive-Quarz-Kaliber arbeiten acht- bis zehnmal präziser als andere Quarz-Uhrwerke. Ihre maximale Gangabweichung beträgt plus beziehungsweise minus 10 Sekunden – und dies pro Jahr.

Damit erreichen sie problemlos die Anforderungen der offiziellen Schweizer Chronometerprüfstelle (Contrôle Officiel Suisse des Chronomètres bzw. COSC) und erfüllen somit die Voraussetzungen für ein COSC-Chronometerzertifikat.

Jeder Käufer einer Precidrive Uhr kann übrigens auf der Website des Herstellers eine in seinem Chronometerzertifikat enthaltene Zahlenkombination eingeben und sich dann online die Resultate ansehen, die seine Uhr im Rahmen der Chronometerprüfung erzielt hat.

Certina Quarz DS Action PrecidriveDiese nimmt insgesamt 15 Tage in Anspruch und umfasst eine Reihe von Genauigkeitstests bei verschiedenen Temperaturen und in unterschiedlichen Positionen. Das COSC-Zertifikat ist bei den Certina-Precidrive-Modellen übrigens nicht nur ein prestigeträchtiges Qualitätssiegel, sondern für den Käufer einer solchen Uhr auch mit einem konkreten Vorteil verbunden: Für sämtliche Chronometer gewährt die sicherheitsbewusste Marke eine auf insgesamt drei Jahre ab Kaufdatum verlängerte Garantie.

Podium, Caimano & Co.: Precidrive-Vielfalt für Alltag, Sport und Abenteuer

Wer gerne eines der Certina-Precidrive-Modelle am Arm tragen möchte, hat die Wahl zwischen ganz unterschiedlichen Modellen.

Das Spektrum reicht von markanten Chronographen in sportlichem Design über robuste Taucheruhren bis hin zu klassischen Dresswatches und eleganten Damenuhren.

Die Certina Quarz DS Action Precidrive aus der Kollektion Aqua erfreut sich besonders großer Beliebtheit, weil sie zum einen ein klassisches Taucheruhrendesign und hohe Widerstandsfähigkeit gegen eindringendendes Wasser bis zu einem Druck von 30 Bar oder 300 Metern Tiefe bietet, zum anderen aber auch eine gewisse gestalterische Eigenständigkeit aufweist und zudem in verschiedenen Farbversionen erhältlich ist. Mit dem Precidrive-Kaliber hat der Hersteller seine ohnehin schon erfolgreiche Modelllinie DS Action nicht nur optisch, sondern auch technisch noch einmal deutlich verbessert.

Die DS Action ist eine perfekte Begleiterin für nahezu jede Situation, denn sie macht an Land eine ebenso gute Figur wie unter Wasser und wird inzwischen sogar immer häufiger auch als Business-Uhr im Büroalltag getragen.

Als dezente Dresswatches empfehlen sich beispielsweise die Modelle DS 4 oder Caimano, die beide – wie auch die DS Podium aus der Kollektion Sport – mit schlichten, übersichtlichen Zifferblättern überzeugen und neben Stunden, Minuten und Sekunden jeweils auch das aktuelle Tagesdatum anzeigen.

Die DS 2 Precidrive ist ähnlich konzipiert, offeriert dazu jedoch noch einen individuellen Farbakzent. So sind die Sekundenzeiger, die Ziffern der Minutenskala und bei Modellen mit Lederarmband, die Kontrastnähte zum Beispiel in Gelb oder Grün erhältlich; darüber hinaus gibt es verschiedene Zifferblattfarben und -designs.

Sowohl die Podium als auch die Precidrive DS 2 und die DS Action gibt es neben der Drei-Zeiger-Version auch als Chronographen. Ob explizit für den Sport geschaffen wie die Action oder eher klassisch wie die Caimano oder die DS 4, auf die hohe Präzision und die Robustheit dieser Uhren können sich ihre Träger dank der Kombination von Double-Security-Konzept und Precidrive-Kaliber jederzeit verlassen.

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