Breitlings teuerste Uhr
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Breitlings teuerste Uhr

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Es ist kein Geheimnis, dass Breitling zu den führenden Schweizer Luxusmarken zählt und viele teure Modelle im Programm hat. Aber wer hätte den prominenten Fliegeruhrenhersteller oberhalb der magischen 100.000-Euro-Grenze vermutet? Heute wird’s spannend: Wir begeben uns in preislich aufsteigender Reihenfolge durch die Highlights der Nobelmanufaktur und verraten zum Schluss, welche Breitlings teuerste Uhr aller Zeiten ist. Sie sind aufgeregt? Zu Recht.

Navitimer 1 B01 Chronograph 43 in Rotgold

Zum „Aufwärmen“ präsentieren wir einen Klassiker, der wie kein anderer die Markenwerte des Grenchener Unternehmens verkörpert: Den Navitimer 1 B01 Chronograph 43. Allerdings keine beliebige Variante, sondern die ultra-luxuriöse Ausführung in 18-karätigem Rotgold (Ref. RB0121211B1P1). Ein seltenes Material, das dem legendären Pilotenmodell neben außerordentlichem Prestige eine wunderschöne Optik beschert. Die Harmonie mit dem schwarzen Zifferblatt und weißen Rechenzähler – traumhaft! Breitlings teuerste Uhr ist die Navitimer bei Weitem nicht, legt aber klare Differenzen zu ihren stählernen Verwandten an den Tag.

Allen voran das massive Gewicht, begleitet von dem erhabenen Gefühl, beim Drehen der Lünette und Betätigen der Drücker auf 18-karätiges Gold zu treffen. Das Manufakturkaliber B01 inklusive seiner teils goldenen Schwungmasse ist durch einen Sichtboden zu bewundern. Preis des Überfliegers am Alligatorband: 19.540 Euro.

Premier B01 Chronograph 42 Bentley Centenary Limited Edition

Auch unser nächster Kandidat ist nicht die teuerste Breitling, besitzt jedoch eine atemberaubende Detailliebe: Zu Ehren des berühmten Bentley 4 ½ Litre von 1929 (Spitzname: „Blower Bentley“) konzipiert, erinnert der Premier B01 Chronograph 42 Bentley Centenary Limited Edition (Ref. RB01181A1Q1X1) mit seinem einzigartigen Ulmenholz-Zifferblatt an das Armaturenbrett der automobilen Legende.

Eine Bentley-Plakette am linken Rand des 18-karätigen Rotgoldgehäuses verstärkt den Bezug zur britischen Luxusmarke, ebenso wie das gesteppte Lederband im Stil der Autositze aus Crewe. An eleganten Kontrasten fehlt es dem Chronographen nicht: Neben den Hilfszifferblättern ist auch die Tachymeterskala schwarz kontrastiert, ergänzt um rote Details und goldene, applizierte Indizes. Auf ihrer Rückseite bringt die Centenary ihre Seltenheit mit einer „1 OF 200“-Gravur zum Ausdruck, die sich um ein Sichtfenster mit darunterliegendem Manufakturwerk B01 schmiegt. Breitlings teuerste Uhr mit hölzernem Zifferblatt kostet laut Hersteller 26.350 Euro.

AVI 1953 Edition in Platin

Breitling-Enthusiasten wissen, dass die Navitimer zu Beginn der 1950er-Jahre nicht die alleinige Vormachtstellung im Sortiment des Herstellers besaß. Die Partnerin hieß Ref. 765 AVI („Co-Pilot“) und zeichnete sich im Gegensatz zur komplexen Navitimer durch ihre exzellente Lesbarkeit und geradlinige Gestaltung aus. Mit der neuen AVI 1953 Edition zeigt der Hersteller eine originalgetreue Wiedergeburt des 41 Millimeter schlanken Klassikers, deren Rarität bei der hier gezeigten Platin-Variante (Ref. LB0920131C1X1) am höchsten ist.

Nur 153 Exemplare des historischen Comebacks werden gebaut, allesamt ausgestattet mit einem blauen Zifferblatt und stark gewölbten Hesalitglas. Arabische Ziffern mit handwerklich aufgetragener Leuchtbeschichtung formen den Charakter eines Vintage-Modells, dessen Chronographen-Power aus dem Manufakturwerk B09 (einem Derivat des B01) stammt. Breitlings teuerste Uhr ist die AVI 1953 Edition in Platin nicht, aber 39.500 Euro sind eine echte Ansage.

Breitling AVI Ref 765 1953 Re-Edition in der Version AB0920131B1X1

Navitimer 1959 Edition in Platin

Für exakt denselben Preis, man könnte auch sagen einen guten Mittelklassewagen, steht die Platin-Ausführung der Navitimer 1959 Edition (Ref. LB0910211C1P1) im Schaufenster. Durch ihre Gesamtproduktion von 59 Exemplaren ist sie unglaublich selten, aber mindestens genauso bedeutend für die moderne Geschichte Breitlings. Warum? Mit der 1959 Edition erweckt die Luxusmarke die berühmteste Navitimer aller Zeiten, die Ref. 806 aus dem Jahr 1959, zu neuem Leben. Natürlich stehen auch erschwinglichere Versionen der Re-Edition aus Edelstahl bereit, deren Zifferblatt jedoch schwarz ist und nicht in dem majestätischen Blau der Platin-Ausführung erstrahlt.

Bedeckt von traditionellem Plexiglas mit starker Wölbung, trifft der lebendige Farbton auf historische Details wie das unsignierte Flügellogo und den Markenschriftzug in Großbuchstaben. Besonderen Wert legt Breitlings teuerste Uhr am blauen Alligatorlederband auf Originaltreue – ausschließlich das Kaliber B09, die halbwegs erträgliche Wasserdichtigkeit von 30 Metern und die Superluminova-Beschichtung zeugen vom 21. Jahrhundert.

Breitling for Bentley Mulliner Tourbillon

Stichwort 21. Jahrhundert: Während die bisherigen Modelle zum aktuellen Produktportfolio Breitlings gehörten und neu verfügbar sind, widmen wir uns jetzt einer vergangenen Phase des Unternehmens – der „Breitling for Bentley“-Ära aus den 2000er- und frühen 2010er-Jahren. Ein unglaubliches Resultat der automobilen Kooperation, welche inzwischen beendet ist, war die luxuriöse Bentley Mulliner Tourbillon: Gigantische 49 Millimeter groß und aus massivem Weißgold gefertigt (Ref. L18841), sprengt sie bis heute alle Vorstellungen eines massiven Chronographen.

Die teuerste Breitling in unserem Ranking ist sie nicht, weil sich aktuelle Marktpreise der Seltenheit um die 70.000 Euro bewegen. Schönes Detail: Das Diamantmuster der Lünette, welches dem Namen gerecht wird und an die exklusiven Mulliner-Individualisierungen aus dem Hause Bentleys erinnert.

Bentley Mark VI Complications 29

Als sie 2007 herauskam, war sie Breitlings teuerste Uhr: Die Bentley Mark VI Complications 29 aus Platin (Ref. L29363). Auf 100 Stück limitiert und nach dem ersten Nachkriegsmodell des britischen Autoherstellers (Bauzeit: 1946 – 1952) benannt, verfügt das Modell über 13 Zeiger und über 500 Bauteile. Die Begründung für die enorme Komplexität des 42 Millimeter großen Überfliegers liefert seine Kombination aus Chronographenfunktion und ewigem Kalender inklusive Mondphase. Wie andere Platinmodelle des Herstellers, besitzt die Complications 29 ein enormes Gewicht. Ihre Zugehörigkeit zur Bentley-Kollektion lässt sie an der wunderschönen Lünette mit Diamantmuster erkennen, die den edlen Eindruck der Mark VI unterstreicht.

Die Preise auf dem Sammler- und Gebrauchtmarkt können heutzutage stark variieren; für neuwertige Platin-Varianten sind rund 130.000 Euro einzuplanen.

Breitlings teuerste Uhr: Bentley Collection R4436563 „Bentley Flying B“

Vielleicht ist sie nicht die teuerste Breitling, aber auf jeden Fall die teuerste, die wir finden konnten: Die Bentley Collection R4436563, welche Experten besser unter der Bezeichnung „Bentley Flying B“ bekannt ist. Exotisch ist die Herrenuhr in jeder Hinsicht: Nicht nur das rechteckige Gehäuse, welches in Breitlings Geschichte äußerst selten zum Einsatz kam, sondern auch das Perlmutt-Zifferblatt in einem Herrenmodell und den verschwenderischen Brillantbesatz sind wir aus Grenchen nicht gewohnt.

196 Diamanten thronen auf dem 18-karätigen Roségoldgehäuse, ergänzt um 321 Brillanten auf dem massiven Goldarmband. Macht zusammen 517 Edelsteine. Nur 50 Exemplare des automatischen Chronographen wurden gebaut, von denen aktuell keines zum Verkauf steht. Die letzten bekannten Verkaufspreise lagen um die 200.000 Euro. Dagegen sind 7.000 Euro für eine neue Navitimer mit Manufakturwerk doch ein Schnäppchen, oder?

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