James Bond - Breitling Top Time Limited Edition
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Breitling Top Time Limited Edition

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Mit der jüngst präsentierten Top Time Limited Edition lässt Breitling einen markanten Klassiker der Sechziger neu aufleben. Wie das Original, sticht der moderne Chronograph durch sein „Zorro“-Zifferblatt mit zwei schwarzen Dreiecksflächen ins Auge und erinnert an Sean Connerys legendäre Bond-Uhr aus „Feuerball“ (1965). Auch die Technik der Re-Edition sorgt für Aufsehen, denn erstmals in Breitlings Firmengeschichte kommt ein digitales Echtheitszertifikat zum Einsatz. 

Auf der Jagd nach Atomwaffen: Die Ära der Top Time 

Als James Bond nukleare Waffen auf der Yacht des Bösewichts Emilio Largo vermutet, schlägt die große Stunde der Top Time: Umfunktioniert zum Geigerzähler, hilft sie dem Geheimagenten beim Aufspüren der tödlichen Gefahr. Eine Handlung, wie sie nicht typischer für die Sechziger und den Einfluss des Kalten Krieges sein könnte. Doch nicht nur der Film, sondern auch der Zeitanzeiger passen perfekt in seine Ära: Von Willy Breitling als „ultramodern“ sowie „geschaffen für die Bedürfnisse junger und aktiver Berufstätiger“ bezeichnet, schreibt die Top Time bei ihrer Präsentation im Jahr 1964 Schlagzeilen. Dafür ist vor allem ihr Zifferblatt verantwortlich: Nie zuvor gab es ein ähnliches Design, dessen zwei schwarze Dreiecke zwangsläufig an Zorros Maske erinnern. Der „Rächer der Armen“ am Handgelenk wohlhabender Uhrenträger? In der Tat eine revolutionäre Vorstellung.  

Die Extravaganz ist geblieben 

Heute, über 50 Jahre später, will die Breitling Top Time in einer limitierten Neuauflage von 2.000 Exemplaren an die Erfolge des Urmodells anknüpfen. Soviel vorab: Die Wiedergeburt ist mehr als gelungen. Wer das Zifferblatt betrachtet, wird sofort die Nähe zum Original feststellen. Während die schwarzen Dreiecke und weißen Totalisatoren erhalten wurden, haben sich die roten Kontraste ausgedehnt. Alle Zeiger, aber auch der traditionelle Sektor im 30-Minuten-Zähler bei drei Uhr stechen durch den leuchtenden Farbton hervor. Ein spürbarer Unterschied zum gegenüberliegenden Sekundenzeiger, der vollständig weiß erscheint. Ausgestattet mit Leuchtmasse auf Stunden- und Minutenzeigern sowie den Punktmarkierungen, punktet die Top Time bei allen Lichtverhältnissen mit einer vorbildlichen Ablesbarkeit.  

Eine weitere, im Vergleich zum „Zorro“-Gesicht deutlich dezentere Besonderheit der Top Time bildet ihre Dezimalskala am Zifferblattrand. Sie teilt die Stunde nicht in die üblichen 60 Minuten, sondern in 100 Abschnitte  sogenannte Industrieminuten  ein. Was zunächst jeder Intuition widerspricht, eignet sich hervorragend zur Erfassung von Arbeitsstunden: So werden beispielsweise 30 Minuten in 50 Industrieminuten verwandelt, also exakt 0,5 Stunden. Hat man sich einmal an diese Darstellung gewöhnt, so passt sie erstaunlich gut zur alltäglichen Sprechweise  immerhin kommt der Ausdruck „halbe Stunde“ deutlich häufiger vor als „30 Minuten“.  

Traditionell und zeitlos: Das Gehäuse 

Den Rahmen für die seltene Skala bildet eine schlanke, abgeschrägte Lünette im klassischen Stil der Sechziger. Sie gibt jene Eleganz vor, die auch den Rest des 41 Millimeter großen Edelstahlgehäuses zeichnet. Keine Experimente, sondern eine zeitlose Zylinderform mit geraden Bandanstößen und gewölbtem Saphirglas prägen das traditionelle Erscheinungsbild der Neuauflage. Passend zur historischen Ausrichtung, verzichtet die Re-Edition auf einen Saphirglasboden und wird am braunen Armband aus Nubukleder geliefert – ein angenehmer Kontrast zum deutlich häufigeren Glattleder. Vom robusten Eindruck des Bandes sollte man sich allerdings nicht täuschen lassen, denn gerade einmal 30 Meter Wasserdichtigkeit wurden der Top Time Limited Edition spendiert. Ein niedriger, aber typischer Wert im wachsenden Universum der Breitling Neuauflagen.  

Die Blockchain schützt vor Fälschungen 

Im Innern des Chronographen erwartet uns mit dem Kaliber 23 ein bewährtes Automatikwerk. Basierend auf dem ETA 7753, stellt es eine ordentliche Gangreserve von 48 Stunden bereit und verfügt – wie alle Modelle Breitlings – über exzellente Präzisionswerte mit COSC-Zertifikat. Es rundet das ohnehin schon überzeugende Gesamtbild der Breitling Top Time ab, die sich trotz Wirtschaftskrise einer hohen Nachfrage erfreuen dürfte. Potenzielle Käufer müssen neben 4.850 Euro Herstellerpreis auch noch etwas Geduld mitbringen – die ersten Exemplare der Top Time werden im Mai 2020 ausgeliefert. Eine Wartezeit, die mit einem wahrlich unverwechselbaren Look und der stolzen Gravur „One of 2000“ auf dem Gehäuseboden kompensiert wird.  

Ein weiteres Merkmal hebt die Re-Edition von der bisherigen Modellfamilie Breitlings ab: Ihr digitales Echtheitszertifikat auf Basis der Blockchain-Technologie. Sie soll der Top Time eine hervorragende Fälschungssicherheit garantieren und ihre Originalität in Sekundenschnelle überprüfen lassen. Wie das funktioniert? Der Besitzer erhält einen digitalen „Ausweis“, der per App zugänglich und jederzeit einsehbar ist. Dieser ermöglicht zum Beispiel eine reibungslose und schnelle Übertragung des Besitzes mithilfe einer abgesicherten Blockchain-Transaktion. Laut Breitling reichen die Vorteile des neuen Systems noch viel weiter, denn später soll es eine ganze Reihe komfortabler Online-Services ermöglichen. Was vielversprechend klingt, muss seine praktische Bewährungsprobe allerdings noch überstehen. Wirkungsvoller als James Bonds Geigerzähler dürfte die Entwicklung aber allemal sein. 

Neuauflagen: Breitlings Spezialität setzt sich fort 

Wer die letzten Jahre der Neuausrichtung Breitlings unter CEO Georges Kern verfolgt hat, dürfte von der authentischen Rückkehr der Top Time kaum überrascht sein. Erst kürzlich lancierte die Luxusmarke zwei weitere Klassiker in neuem Gewand: So bringt die Navitimer Ref. 806 1959 Re-Edition eine der beliebtesten Editionen der prominenten Fliegeruhr zurück, während die AVI Ref. 765 1953 eine Wiedergeburt der legendären „Co-Pilot“ markiert.

Doch nicht nur in Grenchen sind Vintage-Editionen momentan voll im Trend: OmegaLongines und viele weitere Schweizer Hersteller scheinen heute stärker auf ihren historischen Wurzeln zu bauen als je zuvor. Eine spannende Entwicklung, die jungen wie erfahrenen Enthusiasten die enorme geschichtliche Rolle der Horologie vor Augen führt. In diesen Zeiten muss man nur abwarten  die nächste Neuauflage kommt sicherlich bald. Und wenn Sie von der Qualität der Top Time Re-Edition ist, kann sich jeder Uhrenliebhaber darauf freuen. 

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