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Breitling Navitimer Modelle Unterschiede

« Lieblingsuhr aller Piloten »

Beim Stichwort Breitling Navitimer leuchten nicht nur die Augen von Liebhabern präziser Schweizer Luxusuhren. Auch für viele aktive oder ehemalige Piloten und andere Luftfahrtbegeisterte hat der Name dieser Uhr einen ganz besonderen Klang. In diesem Beitrag porträtieren wir eine Uhr, die zu den bekanntesten Uhren-Ikonen des 20. Jahrhunderts zählt und inzwischen einer ganzen Kollektion von Fliegerchronographen der Spitzenklasse ihren Namen gab. Lernen Sie die gängigen Breitling Navitimer Modelle und Unterschiede kennen.

Unwiderstehliche Faszination seit 65 Jahren

Die Navitimer von Breitling ist mittlerweile seit rund 65 Jahren auf dem Markt. Gleichwohl gehört die Kollektion von Fliegeruhren mit der markanten Rechenschieberskala nach wie vor zu den wichtigen Aktivposten im Sortiment von Breitling und wird aktuell in nicht weniger als acht verschiedenen Modellversionen angeboten. Im Zeitalter von Tablet, Smartphone und Smartwatch mutet eine mechanische Pilotenuhr mit zahlreichen Zusatzfunktionen zwar beinahe wie ein Anachronismus an, doch sie vermittelt ihrem Träger das gute Gefühl, auch ohne Stromquelle, Chips und Prozessoren präzise Zeitmessungen vornehmen und wichtige Berechnungen quasi im Handumdrehen erledigen zu können.

Die Vorgeschichte erster Modelle: von der Chronomat zur Navitimer

Als die Pilotenuhr im Jahr 1952 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, war dies für ihren Hersteller kein „Start von Null auf Hundert“. Vielmehr handelte es sich um die systematische Weiterentwicklung einer bereits zuvor produzierten Pilotenuhr, die für Breitling zu einem großen Erfolg wurde und ebenfalls noch heute zum Sortiment der Manufaktur gehört. Dies ist die Chronomat, die im Jahr 1942 lanciert worden und bei der US Army Air Force offiziell als Pilotenuhr eingeführt wurde. Dass die Wahl ausgerechnet auf Modelle von Breitling fiel, war kein Zufall. Bereits seit Anfang der 1930er Jahre hatte sich das Unternehmen, das sich damals bereits um die Entwicklung von Taschen- und Armbandchronographen verdient gemacht hatte, mit der Herstellung von Bordchronographen für Flugzeugcockpits ein weiteres wichtiges Marktsegment erschlossen.

Die Royal Air Force Großbritanniens bezog bereits seit 1936 die Borduhren für ihre Militärflugzeuge von Breitling und stellte eine namhafte Referenz dar. Die Chronomat wurde explizit als Fliegeruhr für den praktischen Einsatz in der militärischen, aber auch in der zivilen Luftfahrt konzipiert. Es handelte sich um einen mechanischen Chronographen mit Handaufzug und einer Rechenschieberfunktion. Letztere ermöglichte den Piloten und Navigatoren, wichtige Berechnungen schnell und unkompliziert durchzuführen, ohne dass sie dafür auf andere Hilfsmittel als ihre ohnehin am Handgelenk getragene Armbanduhr zurückgreifen mussten.

Bei der Weiterentwicklung diverser Navitimer Modelle wurde die Rechenschieberfunktion noch komplexer ausgestaltet. Die damit möglichen Berechnungen betrafen beispielsweise Durchschnittsgeschwindigkeiten, Treibstoffverbrauch sowie Steig- und Sinkflugraten. Zudem ist es mittels spezieller Skalen möglich, Umrechnungen von Einheiten wie Standardmeilen, Seemeilen und Kilometer auf einen Blick abzulesen.

Modelle von der AOPA als Fliegeruhr empfohlen – und kontinuierlich weiterentwickelt

Die Modelle mit Namen Navitimer spielen darauf an, dass man diese Uhr eigens auf die Bedürfnisse der Navigation zugeschnitten hatte. Da Breitlings neue Fliegeruhr den praktischen Anforderungen bestens gerecht wurde, wurde sie noch im Jahr ihrer Markteinführung von der größten Pilotenvereinigung der Welt, der Aircraft Owners and Pilots Association (AOPA), offiziell als Pilotenuhr empfohlen. Frühe Exemplare, die das AOPA-Logo auf dem Zifferblatt trugen, sind heute begehrte Sammlerstücke.

In den folgenden Jahrzehnten wurden die Fliegeruhren-Modelle kontinuierlich weiterentwickelt und um Schwestermodelle ergänzt, sodass eine komplette Modelllinie entstand. Eine grundlegende Innovation stellte die Einführung des Chrono-Matic-Kalibers im Jahr 1969 dar, bei dem der Handaufzug der Pilotenuhr erstmals durch einen automatischen Aufzug ersetzt wurde.

Im selben Jahr lösten die Uhrmacher und Ingenieure von Breitling zudem ein Problem, das den Rechenschieber betraf: Bei dessen Gebrauch hatte sich bis dahin stets der komplette obere Korpus der Uhr inklusive Lünette und Uhrglas mitgedreht.

Durch den Einbau eines Umlenkungsmechanismus ließ sich dies vermeiden, was die Wasserdichtigkeit der Uhr erheblich verbesserte. Im Zuge der starken Verbreitung der Quarztechnologie den 1970er Jahren wurden auch Modelle des Navitimers mit LCD- und LED-Ziffern auf den Markt gebracht. Als Willy Breitling sein Unternehmen Ende der 1970er Jahre verkaufte, fand er in Ernest Schneider einen Käufer, der geradezu perfekt zur Marke Breitling passte. Schneider war nicht nur seit vielen Jahren in der Uhrenbranche tätig, sondern auch ein passionierter Sportpilot, der im Laufe von mehr als 20 Jahren so manche Stunde im Cockpit verbracht hatte. Für den Fortbestand der Manufaktur und deren Marktposition als Fliegeruhren-Spezialist war dies sicherlich ein besonderer Glücksfall.

Eine neue Ära bricht an – Modelle und Unterschiede

Wenngleich Breitling noch bis in die 1990er Jahre hinein mit den Auswirkungen der Quarzkrise zu kämpfen hatte, fokussierte man sich unter Schneiders Leitung von Anfang an auf die Entwicklung neuer Modellversionen für die berühmten Fliegeruhren-Kollektionen. Das zahlte sich wenige Jahre aus, als die Nachfrage nach mechanischen Luxusuhren wieder deutlich zunahm. Die Breitling Navitimer wurde seither mehrfach verbessert und modernisiert. Zunächst wurde sie mit dem Kaliber Valjoux 7750 ausgestattet, welches für diesen Zweck in zahlreichen Details überarbeitet wurde.

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Im Laufe der 1990er und 2000er Jahre wurden mehrere Heritage-Editionen lanciert, die an historische Modelle der Kollektion anknüpfen. Einen ganz besonderen Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens stellt die Einführung des Kalibers Breitling Navitimer 01 im Jahr 2009 dar. Dabei handelte es sich um das erste eigene Uhrwerk der Marke, die damit endgültig in den Kreis der echten Schweizer Uhrenmanufakturen aufstieg, nachdem man zuvor stets auf Uhrwerke anderer Hersteller zurückgegriffen hatte.

Ein Blick auf die 1 und Modelle der aktuellen Kollektion

Die Navitimer 1 Automatic 41 ist heute das „Gesicht“ der Kollektion und kommt hinsichtlich ihrer Gestaltung dem Original von 1952 immer noch sehr nahe. In der klassischen Standardversion besitzt sie ein Edelstahlgehäuse, ein schwarzes Zifferblatt mit weißem Rehaut und weißen Totalisatoren, ein Datumsfenster zwischen Vier und Fünf sowie einen roten Sekundenzeiger. Das charakteristische Erscheinungsbild der 1 wird zudem durch den gezahnten Rand der beidseitig drehbaren Lünette geprägt, der die Bedienung des Aviatik-Rechenschiebers erleichtert. Das Werk Breitling 17 mit Automatikaufzug verfügt über eine Gangreserve von 38 Stunden. Alternativ ist die Fliegeruhr als Chronograph lieferbar. Die Unterschiede der Modelle Navitimer 1 Chronograph 41 und Navitimer 1 Chronograph GMT 46 liegen nicht nur in der Größe, zur GMT-Funktion folgen aber unten weitere Ausführungen.

Modelle mit Manufakturkaliber B01 und Ihre Unterschiede

Seit 2009 gibt es die Navitimer als diverse Chronographen-Modelle mit dem hauseigenen B01 Werk. Ein transparenter Gehäuseboden der Modelle zeigt das chronometerzertifizierte Meisterkaliber. Gut 70 Stunden Gangreserve sind ein klarer Mehrwert. Das Zifferblatt ist inzwischen in vielen Farbtönen erhältlich. Die Größe des Gehäuses variiert in den verschiedenen Versionen zwischen 41, 43 und 46 Millimetern. Zuletzt stellt die Navitimer 1 B03 Chronograph Rattrapante 45 eine Besonderheit zur Verfügung. Die beiden übereinander angeordneten Chronographenzeiger ermöglichen es, zwei Zeitnahmen gleichzeitig zu realisieren.

Breitling GMT Modelle für Reisende und Businessmenschen

Die Anzeige einer zweiten Zeitzone ist eine sinnvolle Zusatzfunktion bei einer Fliegeruhr, insbesondere wenn ihr Träger häufig auf längeren Flügen in unterschiedlichen Zeitzonen unterwegs ist. Doch auch Menschen, die privat oder geschäftlich viel verreisen oder oft mit Geschäftspartnern in Übersee kommunizieren, wissen eine Fliegeruhr mit GMT-Funktion zu schätzen. Modelle mit GMT-Komplikation bieten Trägern den Zusatznutzen doppelte Zeitanzeigen zweier Zeitzonen. Unterschiede zu normalen Automatik-Modellen lassen sich auf den ersten Blick ausmachen. Prominent verfügt die Navitimer 1 Chronograph GMT 46 dafür über einen weiteren zentral positionierten Zeiger. Dieser ist zur besseren Unterscheidung mit einer markanten roten Spitze versehen und zeigt die zweite Zonenzeit auf einer zwischen Minuterie und Rechenschieber eingefügten kreisförmigen 24-Stunden-Skala an. Von diesen Details abgesehen, unterscheidet sich das Design der GMT praktisch nicht von dem der NT 01.

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