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Black Bay Fifty-Eight jetzt in Navy Blue

« Eine Tudor macht blau »

Tudor erweitert seine kompakte Diver-Kollektion Black Bay Fifty-Eight um eine neue Edition mit Zifferblatt und Lünette in blauer Ausführung. Wie die bisherige Variante im schwarzen Design, stellt das 39 Millimeter große Modell eine Hommage an die ersten Taucheruhren des Herstellers aus den 1950er-Jahren dar und schöpft seine Kraft aus dem COSC-zertifizierten Manufakturwerk MT5402. Drei Armbänder stehen zur Wahl.

Fifty-Eight: Die Black Bay fürs schmale Handgelenk

1952 war ein großes Jahr für Tudor: Mit der Oyster Prince präsentiert der Schweizer Hersteller einen widerstandsfähigen Zeitanzeiger, der zwei wegweisende Merkmale der Schwestermarke Rolex übernimmt. Auf Wunsch von Rolex-Gründer Hans Wilsdorf wird nicht nur das wasserdichte Oyster-Gehäuse, sondern auch der Perpetual-Rotor mit Automatikaufzug für Tudors Modellreihe verfügbar. Ein Jahr später folgt ein rigoroser und medienwirksamer Härtetest, der die Robustheit der Oyster Prince unter härtesten Bedingungen wie etwa bei Grubenarbeitern oder Steinhauern unter Beweis stellt. Noch im selben Jahrzehnt folgen zahlreiche weitere Referenzen, die Tudors funktionalen Schwerpunkt endgültig manifestieren. Letzterer ist bis heute geblieben, allerdings mit einer deutlich höheren Unabhängigkeit von der Muttermarke Rolex.

Tudor Black Bay Dark in der Version M79230DK-0008 aus Edelstahl mit PVD-Beschichtung

2012 betritt Tudors erste Black Bay Kollektion den Markt, schwarz wie die Nacht und angelehnt an die ersten Taucheruhren aus den Fünfzigern. Charakterisiert durch ihren auffälligen Snowflake-Stundenzeiger und 41 Millimeter Durchmesser, wird die Serie zum Verkaufsschlager und bringt in den folgenden Jahren zahlreiche neue Modelle hervor. Eines davon ist die Black Bay Fifty-Eight: Zunächst nur in schwarzer Farbgebung erhältlich, komprimiert sie den vollständigen Geist ihres großen Bruders auf 39 Millimeter und übernimmt dessen Wasserdichtigkeit bis 200 Meter. Seitdem erfreut sich die Fifty-Eight nicht nur bei Trägern mit schmalen Handgelenken einer hohen Beliebtheit – auch Käufer mit breiteren Armen greifen wegen der stimmigen Proportionen häufig zum kleineren Modell.

Navy Blue: Neuer Glanz für die Fifty-Eight

Nach der jüngsten Erweiterung umfasst die Black Bay Fifty-Eight nun zwei Referenzen: Einerseits die ursprüngliche Ref. M79030N in Schwarz, andererseits die neue Ref. M79030B in Navy Blue. Für den frischen Zuwachs stehen drei Armbänder zur Wahl, unter denen sich neben einem klassischen Edelstahl-Band auch eine blaue „Soft-Touch“-Version aus synthetisch-flanellartigem Material und eine ebenfalls blaue Textil-Ausführung befinden. Wer eine farbliche Abstimmung mit Zifferblatt und Lünette bevorzugt, ist mit den beiden letzteren Varianten gut bedient, während Anhänger des Metallbands die Tudor-typische Solidität inklusive der historisch inspirierten Vernietungen schätzen werden.

Nun aber zur Black Bay Fifty-Eight Navy Blue selbst. Wie bei den Genfer Divern üblich, ist ihr satiniertes und poliertes Edelstahlgehäuse mit einer einseitig drehbaren Count-Up-Lünette besetzt, die sich durch ihren kräftigen Blauton vom schwarzen Schwestermodell differenziert. Weiße Beschriftungen ermöglichen trotz des geringeren Kontrasts im Vergleich zur schwarzen Fifty-Eight eine vorbildliche Ablesbarkeit und stehen einem Tudor-Zifferblatt ohne Überraschungen gegenüber. Beherbergt unter gewölbtem Saphirglas, lassen weiße Indizes, reichlich Leuchtmasse und der Snowflake-Stundenzeiger keine Zweifel an der Zugehörigkeit zur Black Bay Familie.

Gleichzeitig sorgt die Kombination aus Weiß und Blau für einen dezenteren Auftritt im Vergleich zur schwarzen Black Bay Fifty-Eight, deren Ästhetik durch goldfarbene Beschriftungen gezeichnet ist. Mehr Understatement beim farbenfroheren Navy Blau? Es scheint so, als sei Tudor doch für die eine oder andere Überraschung zu haben.

Historische Details treffen modernes Manufakturwerk

Je genauer man hinsieht, desto stärker kommt die Anlehnung der Black Bay Fifty-Eight Navy Blue an ihr historisches Vorbild zum Ausdruck. Wie ihr Name bereits vermuten lässt, erschien letzteres im Jahr 1958 und hört auf die Referenz 7924. Experten werden nun zu Recht anmerken, dass diese eine schwarz-goldene Farbgebung besaß und somit viel näher an der heutigen schwarzen Black Bay Fifty-Eight ist. Erst 1969 lancierte Tudor einen Diver in dem heute bekannten Navy Blue. Technisch jedoch besteht eine große Schnittmenge mit der 7924, welche auch als „Big Crown“ bekannt wurde und erstmals in Tudors Firmengeschichte eine Wasserdichtigkeit von 200 Metern erreichte. Auch die Größe von 39 Millimetern sowie die charakteristischen Nieten am Metallband wurden eins zu eins von der 7924 übernommen, wodurch die moderne Fifty-Eight aus historischer Sicht ein exakterer Nachfolger ist als ihre größeren Schwestermodelle.

Tudor Black Bay 41 in der Version M79540-0010

Ganz und gar nicht historisch geht es im Innern der neuen Fifty-Eight zu, wo das hauseigene Kaliber MT5402 für Vortrieb sorgt. Speziell für mittelgroße Modelle des Herstellers entwickelt, stellt es souveräne 70 Stunden Gangreserve bereit und wurde von der offiziellen Schweizer Kontrollstelle (COSC) für seine hohe Präzision als Chronometer zertifiziert. Optische Details sind der markentypische, durchbrochene Rotor in satinierter Ausführung, sandgestrahlte Oberflächen und eine stabile Brücke mit Zweipunkt-Befestigung. Schade nur, dass der solide Metallboden des Divers keinerlei Einblicke in seine fortschrittliche Mechanik gewährt.

Fazit: Vielseitiger Diver mit attraktivem Preis-Leistungs-Verhältnis

Ihre kompakte Größe, makellose Funktionalität und hauseigene Mechanik machen die neue Black Bay Fifty Eight zu einem äußerst attraktiven Diver der Schweizer Luxusklasse. Laut Hersteller für 3.060 Euro (3.340 Euro mit Metallband) erhältlich, rundet er sein vielseitiges Gesamtpaket durch ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis ab und liegt qualitativ nahezu gleichauf mit den deutlich höher positionierten Rolex-Divern.

Wer den goldfarbenen Akzenten der schwarzen Ausführung nichts abgewinnen kann, bringt mit der Navy Blue einen selteneren und gleichzeitig subtileren Farbton ans eigene Handgelenk.

Wir sind gespannt, ob die Fifty-Eight Linie auch zukünftig noch erweitert wird – wie wäre es zum Beispiel mit mattem bordeauxrot im Stile des 41 Millimeter großen Schwestermodells?

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