Die schönsten Vintage Diver auf Uhrinstinkt

Nur wenige Zeitanzeiger sind so stark mit historischen Assoziationen verknüpft wie Taucheruhren: Die kraftvollen Instrumente bringen uns die Ära der 50er und 60er zurück, als ihre Robustheit lebensnotwendige Beiträge in Marinekommandos leistete und regelmäßig neue Tiefenrekorde gebrochen wurden. Heutige Vintage Diver erwecken den damaligen Pioniergeist zu neuem Leben, vermitteln nostalgische Emotionen und erfreuen sich extremer Beliebtheit. Wir zeigen Ihnen einige der schönsten Taucheruhren mit Retro-Charme auf Uhrinstinkt.

Omega Seamaster 300

Als eine der Ikonen unter den Schweizer Divern hat die Omega Seamaster nicht nur einen großen Namen, sondern auch eine reiche Geschichte vorzuweisen. Erstmals 1948 vorgestellt, gelang ihr der entscheidende Schritt neun Jahre später in der Seamaster 300: Mit über 200 Metern Wasserdichtigkeit dank doppelter Kronendichtung und dreimal dickerem als dem üblichen Glas läutete sie die moderne Ära der Bieler Tauchermodelle ein.

Ihren Namen erhielt sie übrigens nicht, weil exakt 30 bar Druckfestigkeit nachgewiesen werden konnten, sondern weil sie dem damals testbaren Höchstdruck von 20 bar (200 Meter) mühelos standhielt.

Optisch brannte sich der Vintage Diver mit seiner schmalen Drehlünette, einem pfeilförmigen Stundenzeiger und einer gewissen Eleganz trotz funktionalem Fokus in die Gedächtnisse der Uhrenwelt ein.

Omega Seamaster 300 in der Version 23330412101001

Wer die Ästhetik des Klassikers mit moderner Mechanik verbinden möchte, findet bei Uhrinstinkt die gleichnamige Seamaster 300 Kollektion: 41 Millimeter groß, ahmt der Vintage Diver die Patina des Urvaters auf einem fast originalgetreuen Zifferblatt nach und lässt auf der Rückseite ins automatische Co-Axial-Kaliber 8400 mit 60 Stunden Gangreserve blicken. Unser Favorit ist die schwarze Referenz 233.30.41.21.01.001 am massiven Edelstahlband, deren Herstellerpreis bei 5.850 Euro liegt.

Breitling Superocean Héritage ’57

Konkurrenzlosigkeit durfte die Seamaster 300 in ihrem Debütjahr 1957 jedoch nicht genießen, denn fast gleichzeitig präsentierte auch Willy Breitlings Firma eine spätere Diver-Legende: Die Superocean. Ihre 200 Meter Wasserdichtigkeit spielten in derselben Liga wie Omegas Vintage Uhren, doch die Optik war maskuliner: Eine breitere Lünette mit konkaver Ausformung und übergroße Indizes statt arabische Ziffern machten sie zum „Bad Boy“ unter den beiden Mitbewerbern. Im 21. Jahrhundert lässt die Superocean Heritage das Erbe des Originals wiederaufleben und enthält seit Frühjahr 2020 eine neue Vintage Diver Kollektion – die Breitling Superocean Héritage ’57.

Innerhalb ihrer 42 Millimeter Durchmesser übernimmt sie die wesentlichen Designmerkmale des historischen Vorbilds: Konkave Lünette (im Gegensatz zum Original aus Keramik) mit schlichten Indizes und beidseitiger Drehbarkeit, großzügige Leuchtindizes und eine exzellente Lesbarkeit. Laut Breitling soll sie den Surf-Lifestyle der 60er-Jahre vermitteln, weshalb man sich vermutlich mit 100 Metern Wasserdichtigkeit zufriedengab. Freizeitlicher Begleiter statt professionellem Instrument lautet hier das Motto. Angetrieben vom automatischen Breitling 10 (ETA 2892-A2), steht die Reihe in mehreren Varianten zur Wahl und kostet als schwarzes Modell mit Milanaise-Band (Ref. A10370121B1A1) 4.450 Euro.

Tag Heuer Aquaracer 500M Calibre 16

Dass längst nicht alle Vintage Diver aus den Fünfzigern kommen müssen, beweist die Tag Heuer Aquaracer. Erstmals im Jahr 2003 der Öffentlichkeit vorgestellt, geht sie historisch auf die Heuer 2000 von 1982 zurück. Diese Taucheruhren waren die letzten unter Jack Heuer präsentierten Modelle und sollten den Ausgangspunkt für mittlerweile fast 40 Jahre erfolgreicher Diver-Geschichte bilden. Die beiden Kernelemente – Sportlichkeit und Leistungsstärke – wurden 2009 in der Aquaracer 500M maßgeblich erhöht, gefolgt von mehreren Überarbeitungen und Verbesserungen der Modellreihe.

Tag Heuer Aquaracer 500m Calibre 16 in der Version CAK2111FT8019 in Edelstahl mit Keramikluenette

Heute ist sie auf Uhrinstinkt als Calibre 16 (Ref. CAK2111.FT8019) erhältlich, deren 43 Millimeter großes Gehäuse über satte 500 Meter Wasserdichtigkeit verfügt und das gleichnamige Automatikwerk auf Basis des ETA 7750 beherbergt. Wer Vintage Diver mit einem zuverlässigen Chronographen und modernen Touch verbinden möchte, bekommt für den Herstellerpreis von 3.250 Euro ein hervorragendes Leistungspaket.

Bell & Ross BR 03-92 DIVER

Wer Bell & Ross kennt, wird sich über die Erwähnung des Herstellers in diesem Artikel sicher wundern: 1992 gegründet, zählt er zu den jüngsten etablierten Marken der Schweizer Uhrenbranche und kann daher keine Vintage Uhren produziert haben. Doch bei einem Vintage Diver zählt nicht unbedingt die reale Geschichte, sondern das subjektive Gefühl einer Zeitreise am Handgelenk.

Bell Ross BBR 03-92 DIVER BLACK MATTE in der Version BR0392-D-BL-CE-SRB aus Keramik mattschwarz mit Kautschukband

Letzteres vermittelt die BR 03-92 DIVER BLACK MATTE (Ref. BR0392-D-BL-CE/SRB) überzeugend: Ihr 42 Millimeter großes, quadratisches Gehäuse mit runder Lünette erinnert sofort an die mechanischen Bordinstrumente aus Flugzeugen der Sechziger und wirkt durch die mattschwarze Keramik fast unzerstörbar. Eine Fliegeruhr ist sie dennoch nicht – 300 Meter Wasserdichtigkeit und ein integriertes Kautschukband betonen den Fokus auf die Ozeane. Gleichzeitig verstärken Details wie die vier Sichtschrauben oder die schlicht-weißen Beschriftungen den Eindruck eines längst vergangenen Zeitalters. Wer die Mischung aus Nostalgie und Extravaganz selbst erleben möchte, muss 3.900 Euro nach Paris überweisen.

U-Boat U-42

Extravaganz ist auch bei U-Boat das richtige Stichwort. Genau wie Bell & Ross, zählt die toskanische Manufaktur zu den jüngeren Mitgliedern der Branche, hebt sich aber durch Übergrößen statt kantiger Gehäuse von der Masse ab. Und obwohl die Marke im 20. Jahrhundert noch keine Taucheruhren produzierte, können alle Vintage Diver des Hauses auf eine Geschichte bis in die Vierziger zurückblicken. Zu dieser Zeit entwarf Ilvo Fontana, der Großvater des heutigen Firmenchefs Italo, Instrumentenuhren für die italienische Marine des Zweiten Weltkriegs, konnte seine Entwürfe aus zeitlichen Gründen aber nicht mehr in die Realität umsetzen.

U-Boat U-42 GMT in der Version 8095 - made in Italy

Die aktuelle U-Boat U-42 mit der GMT Limited Edition (Ref. 8095) gibt eine Vorstellung davon, wie die Modelle ausgesehen hätten: Bullig, massiv und stabil. So besteht der 50 Millimeter große Gigant aus robustem Titan, erreicht bis zu 300 Meter Wassertiefe und sorgt nicht nur mit seiner vernieteten Lünette, sondern auch dank einer speziellen linksseitigen Kronensicherung für Aufsehen. Wer ein ausreichend großes Handgelenk besitzt (wir empfehlen mindestens 22 Zentimeter Durchmesser) und eines der 888 Exemplare bestellen möchte, sollte 4.750 Euro zurücklegen.

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