Union 1893 Johannes Dürrstein Edition Mondphase

Ein Name, 126 Jahre bewegte Uhrentradition: Mit der neuen 1893 Johannes Dürrstein Edition Mondphase erinnert Union Glashütte an das Lebenswerk seines Firmengründers und erweitert die klassische 1893 Kollektion um einen funktionalen Vollkalender. In Edelstahl oder einer limitierten Roségold-Ausführung erhältlich, steht die handaufgezogene Dresswatch für die typischen Markenwerte des sächsischen Herstellers: Glashütter Qualitätsstandards zum erschwinglichen Preis.

Vom Kaufmann zum Industriellen: Eine steile Karriere

Historische Zufälle faszinieren die Menschheit seit den Anfängen der Geschichtsschreibung. Es ist dieser Spagat zwischen geringer Wahrscheinlichkeit und dem Glauben an Vorsehung, der manche Daten so spannend macht. In der Horologie zählt 1845 sicherlich zu dieser Kategorie: Während Adolph Lange in Glashütte den Grundstein für eine florierende Uhrenindustrie legt, wird Johannes Dürrstein in Niederrad bei Frankfurt geboren. Zwei Ereignisse, zwischen denen selbst bei größter Fantasie keine Verbindung bestehen kann. Und doch sollte Dürrstein später zu einem der einflussreichsten Unternehmer des Erzgebirges werden.

Union Glashuette 1893 Johannes Duerrstein Edition kleine Sekunde in der Version D007-456-16-017-00

Seinen Weg zu den feinen Zeitanzeigern findet der gelernte Kaufmann während seiner Wanderjahre durch die Schweiz. Dort knüpft er die Bekanntschaft zum Dresdner Handelstreibenden Carl Felsing, der dem talentierten Dürrstein das Startkapital für eine Uhren-Großhandlung in Dresden anbietet – die Geburtsstunde der 1874 gegründeten „Dürrstein & Comp.“. Noch im selben Jahr übernimmt er den Generalvertrieb für A. Lange & Söhne in Glashütte, was den Aufstieg des jungen Unternehmers endgültig beflügelt. Sein Durchbruch als eigenständiger Produzent gelingt ihm 1893 mit der Uhrenfabrik Union, die bereits im selben Jahr auf der Weltausstellung in Chicago ihre erste Grande Complication präsentiert.

Zeitlose Klassik bis heute: Das Erbe Dürrsteins

Aber nur wenige Jahre später zeichnet sich das Ende des glorreichen Erfolgs ab. 1901 stirbt Johannes Dürrstein plötzlich, kurz darauf auch sein Bruder Friedrich. Die Folgen des ersten Weltkriegs und die Wirtschaftskrise treiben die Union schließlich – wie so viele andere Firmen – in den Ruin. Ab 1925 folgt die Stilllegung der Produktion, 1936 die Löschung aus dem Handelsregister.

Ganze 60 Jahre später dann die unerwartete Neugründung: Union Glashütte wird ab 1996 ein Tochterunternehmen von Glashütte Original, die Übernahme beider Firmen durch die Swatch Group erfolgt im Jahr 2000. Der Beginn eines zweiten Lebens. Was die Marke heute auszeichnet, könnte die 1893 Kollektion nicht besser zum Ausdruck bringen. Sichtbar von den Taschenuhren des 19. Jahrhunderts inspiriert, nehmen die Modelle mit gebläuten Zeigern und klassischer Eisenbahnminuterie einen originellen Bezug zu ihren mechanischen Vorfahren. Zur Feier des 126-jährigen Jubiläums der Manufaktur wurde die Reihe 2019 um die Union 1893 Johannes Dürrstein Mondphase erweitert, deren Bezeichnung nicht deutlicher auf die historischen Ursprünge des Herstellers hinweisen könnte. Die entscheidende Frage lautet daher: Wird Johannes Dürrstein ihrem großen Namen gerecht?

Viel Leistung zum fairen Preis

Das Zifferblatt des vornehmen Meisterstücks liefert jedenfalls eine klare Antwort darauf. Seine noble Schriftart mit arabischen Ziffern, das Zeigerdatum am äußeren Rande und die 24-Stunden-Anzeige bei neun Uhr versprühen eine herrschaftliche Aura, ergänzt durch eine Vielzahl liebevoller Details. So zum Beispiel bei der Mondphase, an deren Rande sich eine seltene Mondalter-Skala befindet. Oder in der 24-Stunden-Anzeige, die gleichzeitig eine kleine Sekunde beherbergt.

Union Glashuette 1893 Johannes Duerrstein Edition kleine Sekunde in der Version D906-456-26-017-00

Vervollständigt wird die Reihe der Komplikationen durch zwei Fenster für Wochentag und Monat bei zwölf Uhr, die die 1893 Johannes Dürrstein Edition zu einem waschechten Vollkalender machen. Und genau da liegt die Faszination des Zeitanzeigers: Er schafft es, ein klares und authentisches Bekenntnis zur Historie Glashüttes mit einer hervorragenden Funktionalität zu vereinen – von der exzellenten Ablesbarkeit einmal ganz zu schweigen.

Zusätzlich gelingt es ihm, mit seiner Preispolitik, die Vorstellungen des Firmengründers von hohen Qualitätsstandards im erschwinglichen Rahmen widerzuspiegeln.

So werden für die unlimitierte Edelstahl-Variante der Union 1893 Johannes Dürrstein laut Hersteller 2.750 Euro fällig, während die auf 126 Exemplare limitierte Roségold-Edition mit 8.250 Euro zu Buche schlägt. Sehr faire Forderungen, zieht man den wertigen Gesamteindruck, die breite Ausstattung und die traditionelle Mechanik in Betracht.

Solide Mechanik stilvoll dekoriert

Apropos Mechanik: Im Innern der 41 Millimeter großen Johannes Dürrstein Edition erwartet den Käufer ein Handaufzugswerk, das den traditionellen Geist des Zeitanzeigers erfolgreich repräsentiert. Getauft auf den Namen UNG-58.S1, entstand es in Zusammenarbeit mit der Schwesterfirma Eta und kann aus ästhetischer wie technischer Sicht überzeugen. So fällt beim Blick durch den Saphirglasboden die fein dekorierte, luxuriös anmutende Glashütter Dreiviertelplatine ins Auge, während die Gangreserve dank eines neu entwickelten Federhauses 60 Stunden beträgt.

Union Glashuette 1893 Johannes Duerrstein Edition Mondphase in der Version D007-458-16-017-00

Eine positive Überraschung ist die hohe Resistenz der Dresswatch – 100 Meter Wasserdichtigkeit sind in diesem Segment keineswegs selbstverständlich und verleihen der Johannes Dürrstein Mondphase eine respektable Alltagstauglichkeit. Insgesamt erweist sich die Kooperation mit ETA als vernünftige Entscheidung – so schafft man es, technische Sicherheit mit beträchtlichen Kostenvorteilen zu vereinen.

Trotzdem kann von Massenproduktion keine Rede sein, denn das UNG-58.S1 bereichert seine mechanische Basis um zahlreiche eigenständige Komponenten wie etwa ein rückerloses Reguliersystem.

Aber auch ohne handgefertigtes Manufakturkaliber – das für knapp 3.000 Euro ohnehin unrealistisch wäre – liefert die 1893 Johannes Dürrstein Edition ein überzeugendes Gesamtbild und ist ein echter Geheimtipp für alle Fans klassischer Designs. Wir sind uns sicher: Johannes Dürrstein wäre stolz, könnte er das nach ihm benannte Meisterstück heute sehen.

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