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Von der Novak Djokovic Seiko bis zur Roger Federer Rolex

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Welche Uhren Tennisstars tragen, ist eine Frage, die nicht nur für die Uhrenträger selbst von erheblichem Interesse ist. Denn für einen Uhrenhersteller kann es einen enormen Werbeeffekt haben, wenn sich ein Tennisstar wie Roger Federer oder Novak Djokovic auf dem Platz oder bei anderen Gelegenheiten mit einem seiner Produkte am Handgelenk blicken lässt. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf einige Uhren von Tennisstars und deren Hersteller.

Tennis und Uhren: Wie alles begann

Die großen Erfolge von Tennisstars wie Boris Becker und Steffi Graf lösten ab etwa Mitte der 1980er Jahre einen regelrechten Tennis-Boom in Deutschland aus. Immer mehr Menschen begannen, diesen lange Zeit als relativ elitär geltenden Sport auszuüben und die großen Turniere in den Medien zu verfolgen. Und mit den steigenden Einschaltquoten im Fernsehen boten Übertragungen von Tennisveranstaltungen ein immer attraktiveres Umfeld für die Werbung – insbesondere für hochwertige Produkte wie Luxusuhren.

Tennis und Uhren Wie alles begann
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Renommierte Luxusuhrenhersteller begannen daraufhin verstärkt, sich bei großen Tennisveranstaltungen zu engagieren und ihre Uhren von Tennisstars bewerben zu lassen. Zu den ersten Spitzenathleten dieses Sports, die – noch vor dem Höhepunkt des großen Tennis-Booms – für eine bekannte Uhrenmarke geworben hatten, zählte Björn Borg.

Rolex Day-Date in der Version 118135 mit braunem Zifferblatt Rolex Day-Date in der Version 118135 mit silbernem Zifferblatt

Dieser war ab 1981 für einige Zeit von der heute zur Swatch Group gehörenden Marke Mido als Werbeträger engagiert worden.

Turnierpartner, Markenbotschafter und Sondermodelle

Neben dem Engagement von Uhrenherstellern als Turnierpartner und Zeitnehmer sowie der Tätigkeit von Spielern als Markenbotschafter kommt die Tennis-Affinität vieler Luxusuhrenmarken auch darin zum Ausdruck, dass spezielle Sondermodelle lanciert werden, die in der einen oder anderen Form einen Bezug zum Tennissport aufweisen.

Ein Beispiel dafür ist die schon seit vielen Jahren bestehende enge Verbindung zwischen dem Tournoi de Roland Garros, auch als French Open bezeichnet, und dem traditionsreichen Schweizer Luxusuhrenhersteller Longines. Die French Open werden alljährlich in der zweiten Maihälfte oder Anfang Juni als zweites der Grand Slam-Turniere in Paris ausgetragen. Als einziges Sandplatzturnier innerhalb der Grand-Slam-Serie stellen sie für die Spielerinnen und Spieler eine besondere Herausforderung dar. Longines fungiert dabei seit 2007 als Partner und offizieller Zeitnehmer.

2016 widmete die Marke dieser Kooperation ein Sondermodell seiner Conquest-Linie, die Longines Conquest 1/100th Roland Garros. Der sportliche Chronograph wurde eigens für Sportler und Sportfans kreiert und ist dank seinem hochpräzisen Quarzwerk L440 in der Lage, Zeiten mit einer Genauigkeit von einer Hundertstelsekunde zu stoppen. Hierzu ist die Uhr mit einem zusätzlichen zentralen Zeiger und einer Hundertstelteilung auf dem Rehaut ausgestattet. Darüber hinaus zählt seit 2007 Andre Agassi zum Kreis der Longines-Markenbotschafter, nachdem er ein Jahr zuvor im Alter von 36 Jahren seine 21-jährige erfolgreiche Karriere als Tennisprofi beendet hatte.

Seit 2017 ist Agassi übrigens als Trainer von Novak Djokovic engagiert worden. Der erfolgreiche serbische Tennisprofi, der mehr als 200 Wochen auf Platz 1 der Weltrangliste stand, hat ebenfalls eine besondere Beziehung zu einer Uhrenmarke – in diesem Fall zu dem namhaften japanischen Hersteller Seiko.

Kooperation von Novak Djokovic und Seiko

Der sportliche Erfolg von Novak Djokovic ist beeindruckend. So konnte er bislang 68 Titelgewinne im Einzel und ein gewonnenes Turnier im Doppel verbuchen, war insgesamt über 200 Wochen Weltranglistenerster und errang zwölf Grand-Slam-Erfolge. Novak Djokovic gehört zum exklusiven Kreis jener Tennisspieler, die in jedem der vier Grand-Slam-Turniere mindestens einmal gewonnen haben. Im Jahr 2016 war Novak Djokovic mit seinem Einzug in das Viertelfinale der French Open der erste Spieler, dessen Turnierpreisgelder jemals die Summe von 100 Millionen US-Dollar überschritten. Angesichts seiner Erfolgsbilanz und seiner darauf basierenden Popularität ist Novak Djokovic auch ein begehrter Werbeträger.

Seit Anfang 2014 engagiert sich Novak Djokovic für Seiko als Uhrenpartner. Die japanische Marke deckt vom unteren und mittleren Preissegment bis zu hochwertigen Quarzuhren und mechanischen Luxusuhren nahezu jeden Bereich des Uhrenmarktes mit Produkten in hoher Qualität ab. Im Rahmen der Zusammenarbeit hat Novak Djokovic für Seiko bereits eine Reihe von Seiko-Modellen beworben, darunter auch Sondermodelle wie zum Beispiel die Ende Oktober 2014 lancierte und auf 2.500 Stück limitierte Seiko Astron GPS Solar, in deren Gehäuseboden seine Unterschrift eingraviert ist. Der sportlich-elegante Chronograph benötigt weder Aufzugsmechanismus noch Batterie und wurde von Seiko mit dem neuen Kaliber 8X82 ausgerüstet. Neben Anzeige der Uhrzeit mit der Genauigkeit einer Atomuhr ist er auch in der Lage, den Standort, die entsprechende Zeitzone sowie die genaue Ortszeit zu ermitteln.

Dabei ist diese Novak Djokovic Seiko mit einem Gehäusedurchmesser von 44,6 Millimetern nicht größer als andere Multifunktionsuhren auch. Das rotgolden beschichtete Gehäuse und die Indizes im selben Farbton harmonieren gut mit der schwarzen Keramiklünette und dem schwarzen Silikonband. Wer auf der Suche nach einer Novak Djokovic Seiko ist, wird jedoch neben Astron auch in den Seiko-Kollektionen Premier, Prospex und Sportura fündig. Mit Solarenergie betriebene Weltzeituhren für Globetrotter und von Turnier zu Turnier reisende Tennisspieler stehen dabei ebenso zur Auswahl wie sportlich-robuste Automatik-Taucheruhren oder elegante Dresswatches mit raffinierten Komplikationen.

Roger Federer wirbt für Rolex

Die Luxusuhrenmanufaktur Rolex darf in einem Beitrag über die Uhren der Tennisstars ebenfalls nicht fehlen, denn sie zählt aktuell sogar mehrere bekannte Tennisspieler zum Kreis ihrer Markenbotschafter und Fans. Zum einen ist hier der einst für Mido werbende Björn Borg zu nennen. Er hat sich für eine Rolex Day Date entschieden, weil dieses Modell in seinem Geburtsjahr 1956 auf den Markt gebracht worden war.

Mit dem Schweizer Roger Federer wirbt neben Borg auch ein derzeit noch aktiver Tennisprofi für Rolex. Roger Federer kann ebenfalls eine eindrucksvolle sportliche Erfolgsbilanz vorweisen. Obwohl seine Karriere noch nicht beendet ist, ist er von Tennisexperten bereits als bester Spieler in der gesamten Tennisgeschichte bezeichnet worden. Bislang hat Roger Federer unter anderem schon drei Jahre als Weltranglistenerster beendet, hält den Rekord der meisten gewonnenen Grand-Slam-Titel im Herren-Einzel und konnte bislang als einziger Spieler dreimal drei Grand-Slam-Titel innerhalb einer Saison gewinnen. Insgesamt gingen bereits 93 Einzeltitel auf das Konto von Roger Federer; dazu kommen noch acht Titel im Doppel.

Doch welches Uhrenmodell ist nun die Roger Federer Rolex? Es handelt sich dabei um eine Oyster Perpetual Datejust II. Dieses Modell hatte er an einem Tag im Jahr 2009 getragen, der für seine Karriere zu einem wichtigen Meilenstein werden sollte. Damals gelang es ihm in Wimbledon, den US-Amerikaner Andy Roddick in fünf Sätzen zu schlagen und damit den Grand-Slam-Rekord von Pete Sampras zu brechen.

Rolex Datejust II

Als er schließlich die Trophäe in seinen Händen hielt, trug Roger Federer seine Rolex am Arm. Das elegante Modell mit der markanten Datumslupe ist für ihn seither nicht nur ein praktisches und edles Accessoire, sondern vor allem auch ein wertvolles Erinnerungsstück.

Uhren der Tennisstars: Welche Marken werden darüber hinaus getragen?

Neben Roger Federer und Rolex sowie Novak Djokovic und Seiko gibt es noch eine Reihe weiterer Beispiele für die besondere Beziehung zwischen bestimmten Uhren und Tennisstars. Teils beruhen diese ebenfalls auf einem Engagement als Markenbotschafter für eine bestimmte Uhrenmanufaktur, teils handelt es sich schlicht und einfach um die individuellen Vorlieben der Betreffenden. Andy Murray wirbt beispielsweise seit vielen Jahren für Rado und ist schon mit zahlreichen Modellen dieser Marke gesehen worden.

Ein besonders originell gestaltetes Exemplar mit Tennis-Bezug ist die Rado Hyperchrome Court Green. Ihr Gehäuse besteht aus schwarzer High-Tech-Keramik und hellgrüne Farbakzente auf Armband und Zifferblatt erinnern an den Rasen eines Tennisplatzes. Der Japaner Kei Nishikori besitzt einen Sponsoring-Vertrag mit Tag Heuer und hat bereits an der Entwicklung eines Sondermodells dieser Manufaktur mitgewirkt.

Die Chronograph Air-K Japan Limited Edition aus der Tag Heuer Aquaracer Kollektion fällt durch rote Details auf dem schwarzen Zifferblatt auf und wird von Nishikori auch gern privat getragen. Für Tag Heuer ist übrigens neben dem Japaner auch seine russische „Kollegin“ Maria Sharapova aktiv.

Roger Federer ist als Rolex-Fan übrigens ebenfalls in guter weiblicher Gesellschaft, denn mit Caroline Wozniacki und Ana Ivanovic bevorzugen zwei Tennisspielerinnen der Spitzenklasse ebenso die Marke mit dem weltbekannten Kronenlogo. Sie haben sich zudem beide für eine Rolex Oyster Perpetual Datejust entschieden, jedoch nicht für die Roger Federer Rolex, sondern für zwei femininere Versionen.

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