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Tissot T-Race und der Motorsport

« Bewährte Liaison seit 60 Jahren »

Der Schweizer Uhrenhersteller Tissot engagiert sich mittlerweile schon seit sechs Jahrzehnten im Bereich des Motorsports. Kein Wunder, dass sich die Affinität zu dieser Sportart in der Modellpalette des Herstellers an vielen Stellen widerspiegelt. Neben ganzen Modelllinien mit deutlichem Motorsportbezug, wie der T-Sport T-Race oder der Touch Collection T-Race Touch, lanciert die Marke auch immer wieder Sondereditionen, die besonders erfolgreichen Motorsportlern gewidmet sind. Einige davon stellen wir den Lesern unseres Magazins in diesem Beitrag vor.

Ein Autogrammfoto und eine Uhr schreiben Geschichte

Die Verbindung zwischen der bekannten Uhrenmarke und dem Rennsport geht zurück auf ein Ereignis im Jahr 1958. Damals sandte ein Schweizer Rennwagen-Meister namens Harry Zweifel dem Uhrenhersteller ein Autogrammfoto mit dem Hinweis, seine Tissot sei bei jedem Rennen mit dabei.

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Zweifel, der 1920 in Zürich geborene Sohn eines Industriellen, kam über Umwege zum Motorsport. Schon in jungen Jahren war er passionierter Skifahrer, Reiter und Sportschütze. In der Viererkombination und im Skispringen sowie beim Eidgenössischen Pistolen-Einzelschießen beteiligte er sich an zahlreichen Wettkämpfen und erzielte dabei gute Ergebnisse. Sein Volkswirtschaftsstudium in Bern und den Kauf seines ersten Motorrades finanzierter er sich mit Privatstunden als Ski-Instruktor. Zudem war er Mitglied der Schweizer Skispringer-Studentenmannschaft.

Aufgrund eines schweren Sturzes auf der Bolgen-Schanze und der dabei erlittenen Knieverletzung sah er sich jedoch gezwungen, den wettkampfmäßigen Skisport aufzugeben.

Im Jahr 1947 entschloss er sich, versuchsweise am Bergrennen in Baar teilzunehmen, nachdem er sein Motorrad in eine Sportmaschine eingetauscht hatte. Künftig sollte ihn der Motorsport nicht mehr loslassen.

Der beliebteste Rennfahrer der Schweiz und seine Vorliebe für Tissots Modell PR 516

In der akademischen Welt war Zweifel nicht weniger erfolgreich als im Sport und hatte mittlerweile einen Doktorgrad in Staats- und Wirtschaftswissenschaften erworben. Parallel dazu bestritt er in den Jahren von 1948 bis 1951 auf Schweizer Rennstrecken eine Reihe von Motorradrennen, bei denen er meist gute Mittelplätze belegte. Zudem nahm er 1949 und 1950 an seinen ersten Automobilrennen teil. Seine Motorsportkarriere sollte insgesamt zwei Jahrzehnte währen – bis zum Jahr 1967.

Insgesamt absolvierte er in dieser Zeit 283 Rennen. Dabei erzielte er 31 Streckenrekorde, 43 Tagesbestzeiten sowie 75 Kategorie- und 128 Klassensiege und wurde als Gentleman-Rennfahrer sowie als beliebtester Rennfahrer der Schweiz gefeiert. Unter Tissots Uhren hatte es ihm vor allem die PR 516 angetan, die bis heute ihren festen Platz im Sortiment der Marke hat und von der aufgrund ihrer ungebrochenen Beliebtheit bei den Kunden stetig neue Versionen aufgelegt werden.

Im Laufe der Jahre wurde das Angebot zudem immer wieder um ganze Modelllinien mit explizitem Bezug zum Motorsport – wie beispielsweise die T-Race – ergänzt.

Motorsport und Uhrendesign und Werbeaktivitäten

Wie stark die Einflüsse des Motorsports auf das Design und die Vermarktung der Uhren wurden, lässt sich besonders gut am Beispiel des Modells PR 516 nachvollziehen, welches im Jahr 1965 im Zuge einer preisgekrönten Werbekampagne auf dem Markt positioniert wurde. Bei der Vermarktung dieser Uhr wurden immer wieder bestimmte Parallelen zwischen dem Autorennsport und den Anforderungen an eine hochwertige Uhr betont. In beiden Bereichen spielen leistungsfähige Technik, höchste Präzision sowie absolute Zuverlässigkeit eine zentrale Rolle.

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Eine markante Neuerung, die Tissots PR 516 einen hohen Wiedererkennungswert sicherte, war die Gestaltung des Armbandes, die sich der Hersteller seinerzeit sogar patentieren ließ. Das Band war mit Löchern versehen, die optisch an das Design der Lenkräder in Rennwagen erinnert sollten und den praktischen Vorzug einer höheren Atmungsaktivität boten.

Die 1970er Jahre: Tissots wachsendes Engagement im Motorsport

Tissots Werbekampagnen signalisierten potenziellen Uhrenkäufern, dass die Uhren dieser Marke so hochwertig und zuverlässig waren, dass sie sich sogar unter den extremen Belastungen, denen ein Fahrer und seine Technik auf der Rennstrecke ausgesetzt sind, bestens bewährten. Infolgedessen begann der Hersteller ab 1973, sich direkt im Autorennsport zu engagieren. Die erste Aktivität in diesem Zusammenhang war das Sponsoring von Alpine im Rahmen der Rallye Monte Carlo, das sich insofern besonders auszahlte, als das von der Uhrenmarke mit dem T-Logo unterstützte Team sich bei diesem Wettbewerb alle drei Plätze auf dem Siegerpodest sichern konnte.

In den Jahren von 1977 bis 1982 fungierte die Marke als Sponsor für das Team Renault Alpine, und zwar in der Formel 1 ebenso wie bei dem prestigeträchtigen 24-Stunden-Rennen in Le Mans. Während dieser Zeit konnten die betreffenden Teams ebenfalls zahlreiche Siege feiern. In den folgenden Jahren und Jahrzehnten folgten weitere Partnerschaften im Motorsport, darunter zum Beispiel mit der Marke Porsche, den Rennfahrern Loris Kessel und Jacques Laffite sowie dem Autodesigner Nuccio Bertone. Das Engagement blieb für den Sponsor nicht ohne die gewünschten Auswirkungen auf die Vermarktung seiner Produkte.

Die parallel dazu lancierte F1-Kollektion erzielte 1978 schier unglaubliche Verkaufsresultate, und bis heute sind die Rennsport-Kollektionen der Marke weltweit stark gefragt.

Dazu trägt nicht zuletzt die für diese Uhren typische Kombination von rasantem Design und präziser, zuverlässiger Uhrentechnik bei.

T-Race – eine Modelllinie bester Motorsport-Tradition

Besonders gut kommt dies in der Kollektion Tissot T-Race zum Ausdruck. Die T-Race Modelle zeigen die genannten Eigenschaften auf besonders deutliche Weise, und die zahlreichen Sondermodelle dieser Linie bieten reichlich individuelle Auswahlmöglichkeiten. Eine der jüngsten Neuerscheinungen innerhalb der Kollektion Tissot T-Race ist die Tissot T-Race Jorge Lorenzo Limited Edition 2018.

Sie ist Jorge Lorenzo gewidmet, der als akribischer Motorrad-Rennfahrer mit besonders schönem Fahrstil gilt. Das Gehäuse dieser Uhr ist aus 316L-Edelstahl hergestellt und mit dunkelgrauen und schwarzen PVD-Beschichtungen versehen. Kleine rote und weiße Details auf dem Zifferblatt zeigen die Farben von Lorenzos Ducati-Team und setzen zudem interessante visuelle Akzente. Der Glasboden ist mit einem Siebdruck des offiziellen Teamlogos versehen. Auf der Lünette findet sich die Darstellung einer Bremsscheibe, und die Start- und Go-Beschriftung auf den Drückern erinnert an die Steuertafel des Motorrades.

Auch das Design der Zähler auf dem Zifferblatt erinnert an Instrumente im Cockpit eines Rennmotorrades.

Selbst das Kautschukarmband mit seiner Synthetikstruktur und den kleinen Löchern ist vom Motorsport inspiriert, genauer gesagt, von den Lederkombis der Fahrer. Last, but not least, wird die insgesamt auf 4.999 Exemplare limitierte Tissot Jorge Lorenzo in einer Verpackung geliefert, die an einen Motorradhelm erinnert.

Weitere Sondermodelle der T-Race mit Rennsport-Bezug

Zu den Sondermodellen der Tissot T-Race, die bestimmten Rennfahrern gewidmet wurden, zählten in den zurückliegenden Jahren neben der „Tissot Jorge Lorenzo“ beispielsweise die „Stefan Bradl“, die „Nick Hayden“ und die „Bradley Smith“ Tissot Uhren. Letztere wurde beispielsweise im Jahr 2016 mit einem schwarz-grünen Kautschukband und einem schwarzen Zifferblatt präsentiert.

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Auch bei den übrigen T-Race-Sondermodellen finden sich in der Regel immer besondere Farbkombinationen, die auf die Farben der Teams oder der von ihnen gefahrenen Maschinen anspielen.

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