<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>&quot;Schwarzwald&quot; Tag - Uhrinstinkt Magazin</title>
	<atom:link href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/tag/schwarzwald/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link></link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 10 Jul 2019 08:38:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>
	<item>
		<title>Deutsche Luxusuhren</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/deutsche-luxusuhren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2019 08:20:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fashion & Trends]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Glashütte]]></category>
		<category><![CDATA[Glashütte Original]]></category>
		<category><![CDATA[Hanhart]]></category>
		<category><![CDATA[Junghans]]></category>
		<category><![CDATA[Kuckucksuhren]]></category>
		<category><![CDATA[Luxusuhren]]></category>
		<category><![CDATA[MÜHLE Glashütte]]></category>
		<category><![CDATA[Nomos Glashütte]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn Spezialuhren]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenhersteller]]></category>
		<category><![CDATA[Union Glashütte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uhrinstinkt.de/magazin/?p=17759</guid>

					<description><![CDATA[<p>« Beliebter denn je » Nach wie vor haben die meisten Luxusuhrenmarken ihren Sitz in der Schweiz. Das heißt jedoch nicht, dass ihre deutschen Wettbewerber sich nicht neben ihnen auf den internationalen Märken behaupten könnten. Im Gegenteil: Deutsche Luxusuhren werden bei vielen Uhrenfans immer beliebter und sind weltweit in unzähligen Privatkollektionen vertreten. Wir stellen unseren &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/deutsche-luxusuhren/">Deutsche Luxusuhren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>« Beliebter denn je »</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nach wie vor haben die meisten Luxusuhrenmarken ihren Sitz in der Schweiz. Das heißt jedoch nicht, dass ihre deutschen Wettbewerber sich nicht neben ihnen auf den internationalen Märken behaupten könnten. Im Gegenteil: Deutsche Luxusuhren werden bei vielen Uhrenfans immer beliebter und sind weltweit in unzähligen Privatkollektionen vertreten. Wir stellen unseren Leserinnen und Lesern in diesem Beitrag einige der wichtigsten deutschen Uhrenmarken und -regionen vor.</strong></p>
<h2>Uhren aus dem Schwarzwald – nicht nur mit Kuckuck</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Schwarzwälder Kuckucksuhr steht im Ausland beinahe ebenso klischeehaft für deutsche Produkte und deutsche Tradition wie die bayerische Lederhose, der Maßkrug voll Bier oder der Hut mit dem Gamsbart. Und ebenso wie die genannten Beispiele verdeckt sie oftmals den Blick auf die Tatsache, dass gerade der Schwarzwald weitaus mehr zu bieten hat als hölzerne Kuckucksuhren. Vielmehr ist er bis heute einer der wichtigsten Standorte der Uhrenindustrie in Deutschland, wenngleich die Zahl der Hersteller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deutlich abgenommen hat und einige einst klangvolle Namen inzwischen vom Markt verschwunden sind.</p>
<figure id="attachment_17809" aria-describedby="caption-attachment-17809" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-17809 size-full" title="Uhren aus dem Schwarzwald" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Uhren-aus-dem-Schwarzwald.jpg" alt="Uhren aus dem Schwarzwald" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Uhren-aus-dem-Schwarzwald.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Uhren-aus-dem-Schwarzwald-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-17809" class="wp-caption-text">© amnach – stock.adobe.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Dass ausgerechnet im Schwarzwald schon früh eine überregional bedeutende Uhrenproduktion entstanden ist, hat mehrere Gründe. Zum einen wurde diese Entwicklung durch den Holzreichtum der Region begünstigt, denn die ersten in größeren Stückzahlen handwerklich hergestellten Uhren bestanden überwiegend aus Holz. Zum anderen bildete sich im Schwarzwald relativ zeitig eine Arbeitsteilung zwischen verschiedenen, auf bestimmte Einzelteile und Komponenten spezialisierten Zulieferern und den Uhrmachern heraus, die den Produktionszeitraum für eine Uhr von einer Woche um 1750 innerhalb von etwa dreißig Jahren auf einen Tag verkürzte. Dazu kamen überregionale Vertriebsstrukturen, die zur Verbreitung der Schwarzwälder Uhren beitrugen und halfen, immer mehr und größere Absatzmärkte zu erschließen.</p>
<h2>Junghans und Hanhart – zwei bis heute erfolgreiche Schwarzwälder Marken für deutsche Luxusuhren</h2>
<p style="text-align: justify;">Neben mehreren kleineren Firmen sind es heute vor allem die beiden Uhrenhersteller <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/junghans/">Junghans</a> und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/hanhart/" class="broken_link">Hanhart</a>, die die Tradition der Schwarzwälder Uhrenindustrie fortführen. Interessanter Weise ist Hanhart heute eine deutsche Uhrenmarke, ihre Ursprünge liegen jedoch in der Schweiz. Das Unternehmen war 1882 von Johann Adolf Hanhart im schweizerischen Diessenhofen gegründet, 20 Jahre später jedoch nach Schwenningen im Schwarzwald verlagert worden. Grund dafür sollen vor allem Schwierigkeiten bei der Rekrutierung einer ausreichenden Zahl von Uhrmachern in der Schweiz gewesen sein.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/hanhart-primus-pilot-740.510-0020.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17803 size-full" title="Hanhart Primus Pilot in der Version 740.510-0020 in Edelstahl mit ADLC-Beschichtung" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Hanhart-Primus-Pilot-in-der-Version-740-510-0020-in-Edelstahl-mit-ADLC-Beschichtung.jpg" alt="Hanhart Primus Pilot in der Version 740-510-0020 in Edelstahl mit ADLC-Beschichtung" width="300" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Hanhart-Primus-Pilot-in-der-Version-740-510-0020-in-Edelstahl-mit-ADLC-Beschichtung.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Hanhart-Primus-Pilot-in-der-Version-740-510-0020-in-Edelstahl-mit-ADLC-Beschichtung-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/hanhart-primus-racer-741.240-0020.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17804 size-full" title="Hanhart Primus Racer in der Version 741.240-0020" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Hanhart-Primus-Racer-in-der-Version-741-240-0020.jpg" alt="Hanhart Primus Racer in der Version 741-240-0020" width="300" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Hanhart-Primus-Racer-in-der-Version-741-240-0020.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Hanhart-Primus-Racer-in-der-Version-741-240-0020-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Am neuen Standort entwickelte sich die Firma schnell zur größten Manufaktur der Umgebung und konnte in den 1920er Jahren weltweite Aufmerksamkeit auf sich lenken, als sie die erste für größere Kundenkreise erschwingliche Stoppuhr der Welt auf den Markt brachte. Heute hat Hanhart seinen Sitz in Gütenbach und ist vor allem für Stoppuhren und hochwertige Chronographen bekannt. Neben modernen Pilotenuhren und Fliegerchronographen umfasst Hanharts Kollektion heute auch eine Reihe von Modellen im Retro-Design.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/SK9vnSLr3Mk" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Sie erinnern an die sehr erfolgreichen Eindrücker-Chronographen, die in den 1930er und 1940er Jahren an die Marine und an die Luftwaffe geliefert worden waren, und an die Fliegeruhren, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg für einen erneuten Aufschwung der Marke sorgten. Im Unterschied dazu ist Junghans &#8211; vor dem Ersten Weltkrieg zeitweise sogar Weltmarktführer in der Uhrenproduktion &#8211; heute vor allem für deutsche Uhren im Bauhausstil sowie für den Einsatz innovativer Technologien wie der Funksteuerung oder der Solarenergienutzung bei Luxusuhren bekannt.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-max-bill-chronoscope-027-4601.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17798 size-full" title="Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027/4601.00" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-in-der-Version-027-4601-00.jpg" alt="Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027-4601-00" width="300" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-in-der-Version-027-4601-00.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-in-der-Version-027-4601-00-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-max-bill-chronoscope-027-7800.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17799 size-full" title="Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027/7800.00" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-in-der-Version-027-7800-00.jpg" alt="Junghans Max Bill Chronoscope in der Version 027-7800-00" width="300" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-in-der-Version-027-7800-00.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-in-der-Version-027-7800-00-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Die Kooperation mit dem berühmten Bauhausschüler, Designer und Architekten Max Bill wirkt in der Modellpalette bis heute nach und bringt bis in die Gegenwart immer wieder Entwürfe hervor, die durch ihre dezente Schlichtheit und die Fokussierung auf das Wesentliche begeistern.</p>
<h2>Glashütter Uhrenhersteller – sächsische Konkurrenz für die führenden Schweizer Marken</h2>
<p style="text-align: justify;">Ein Städtchen, das deutlich weniger als 10.000 Einwohner hat und im Tal der Müglitz im Osterzgebirge liegt, &#8211; das ist der Ort, an dem einige der teuersten Armbanduhren der Welt gefertigt werden. Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist Glashütte das Zentrum sächsischer Uhrenherstellung schlechthin – und inzwischen wohl der weltweit bekannteste Produktionsort für deutsche Luxusuhren.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/glashuette-original-senator-kalenderwoche-100-05-11-01-04.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17787 size-full" title="Glasthütte Original Senator Kalenderwochein der Version 100-05-11-01-04" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Glasthuette-Original-Senator-Kalenderwochein-der-Version-100-05-11-01-04.jpg" alt="Glasthuette Original Senator Kalenderwochein der Version 100-05-11-01-04" width="222" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Glasthuette-Original-Senator-Kalenderwochein-der-Version-100-05-11-01-04.jpg 222w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Glasthuette-Original-Senator-Kalenderwochein-der-Version-100-05-11-01-04-167x300.jpg 167w" sizes="auto, (max-width: 222px) 100vw, 222px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/union-glashuette-noramis-40mm-limited-edition-d900.407.76.087.09.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17788 size-full" title="Union Glashütte Noramis 40mm Limited Edition in der Version D900.407.76.087.09" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Union-Glashuette-Noramis-40mm-Limited-Edition-in-der-Version-D900-407-76-087-09.jpg" alt="Union Glashuette Noramis 40mm Limited Edition in der Version D900-407-76-087-09" width="232" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Union-Glashuette-Noramis-40mm-Limited-Edition-in-der-Version-D900-407-76-087-09.jpg 232w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Union-Glashuette-Noramis-40mm-Limited-Edition-in-der-Version-D900-407-76-087-09-174x300.jpg 174w" sizes="auto, (max-width: 232px) 100vw, 232px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Von Marken wie <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/glashuette-original/">Glashütte Original</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/union-glashuette/">Union</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/nomos-glashuette/">Nomos</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/muehle-glashuette/">Mühle</a> und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/bruno-soehnle/" class="broken_link">Bruno Söhnle</a> werden dabei nicht nur die oberste Spitze, sondern auch alle anderen Preiskategorien für Luxusuhren abgedeckt. Der bis heute anhaltende Erfolg der Glashütter Uhrenindustrie ist übrigens ein Beispiel für die überaus gelungene Transformation einer einstigen Bergbauregion. Der Silberbergbau, der Sachsen einst reich gemacht hatte, war in Glashütte stets weniger ertragreich gewesen als an zahlreichen anderen Standorten im Erzgebirge. Und im 19. Jahrhundert zeichnete sich schließlich ab, dass es früher oder später ganz damit zu Ende gehen würde. Die königlich-sächsische Regierung erkannte das Problem und war bestrebt, Alternativen zu fördern.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/1YuUaJ_MwBs" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Als Geburtsstunde der Glashütter Uhrenindustrie gilt die Initiative von Ferdinand Adolf Lange, der selbst eine solide Uhrmacherausbildung an der Technischen Bildungsanstalt zu Dresden durchlaufen und sein Wissen in der Schweiz vervollkommnet hatte. 1845 begann er mithilfe eines Darlehens der sächsischen Regierung mit dem Aufbau einer eigenen Uhrenproduktion in Glashütte und mit der systematischen Ausbildung junger Uhrmacher. Neben traditionsreichen Glashütter Marken wie Lange, Union und Glashütte Original gibt es heute auch einige noch relativ junge Hersteller, die deutsche Uhren für den Luxusuhrenmarkt fertigen. Mühle, ein renommierter Anbieter von nautischen Instrumenten und Marinechronometern, bietet längst auch eine vielfältige Palette hochwertiger Armbanduhren an.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/muehle-glashuette-teutonia-sport-i-m1-29-63-nb.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17782 size-full" title="MÜHLE Glashütte Teutonia Sport I in der Version M1-29-63-NB" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/MUEHLE-Glashuette-Teutonia-Sport-I-in-der-Version-M1-29-63-NB.jpg" alt="MUEHLE Glashuette Teutonia Sport I in der Version M1-29-63-NB" width="245" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/MUEHLE-Glashuette-Teutonia-Sport-I-in-der-Version-M1-29-63-NB.jpg 245w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/MUEHLE-Glashuette-Teutonia-Sport-I-in-der-Version-M1-29-63-NB-184x300.jpg 184w" sizes="auto, (max-width: 245px) 100vw, 245px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/nomos-glashuette-zuerich-weltzeit-nachtblau-807.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17783 size-full" title="NOMOS Glashütte Zürich Weltzeit Nachtblau in der Version 807 mit Saphirglasboden" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/NOMOS-Glashuette-Zuerich-Weltzeit-Nachtblau-in-der-Version-807-mit-Saphirglasboden.jpg" alt="NOMOS Glashuette Zuerich Weltzeit Nachtblau in der Version 807 mit Saphirglasboden" width="241" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/NOMOS-Glashuette-Zuerich-Weltzeit-Nachtblau-in-der-Version-807-mit-Saphirglasboden.jpg 241w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/NOMOS-Glashuette-Zuerich-Weltzeit-Nachtblau-in-der-Version-807-mit-Saphirglasboden-181x300.jpg 181w" sizes="auto, (max-width: 241px) 100vw, 241px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Die noch relativ junge Manufaktur Nomos verbindet traditionelles Uhrmacherhandwerk mit einem ganz eigenen, modernen Design, das ihren Produkten einen hohen Wiedererkennungswert &#8211; und eine seit Jahren wachsende Fangemeinde &#8211; beschert. Und mit dem Uhrenatelier Bruno Söhnle gibt es im Kreis der Glashütter Uhrenhersteller auch eine Marke, die sich vor allem auf hochwertige deutsche Uhren zu erschwinglichen Preisen konzentriert.</p>
<h2>Sinn Spezialuhren: deutsche Luxusuhren aus der Finanzmetropole</h2>
<p style="text-align: justify;">Der 1961 von Helmut Sinn gegründete Uhrenhersteller <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhr-kaufen/sinn/">Sinn Spezialuhren</a> nimmt auf dem Markt für deutsche Luxusuhren in gewisser Weise eine Sonderstellung ein. Denn seine Existenz ist nicht einem regionalen Trend oder einer behutsam stimulierten Industrialisierung zu verdanken, sondern allein dem unternehmerischen Geist und dem hohen Qualitätsanspruch eines begeisterten Piloten und Fluglehrers. Dieser startete 1961 in Frankfurt-Rödelheim seine eigene Uhrenproduktion und fokussierte sich dabei zunächst auf Pilotenuhren und Fliegerchronographen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/e7WkV4IU_6Y" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die Bezeichnung &#8220;Spezialuhren&#8221; deutet bereits darauf hin, dass die meisten Modelle, die diese deutsche Uhrenmarke aus Frankfurt produziert, speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Zielgruppen zugeschnitten sind.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">So gibt es neben Fliegeruhren beispielsweise sogenannte Einsatzzeitmesser, die etwa bei Militär sowie bei Polizeikräften und Rettungsdiensten Verwendung finden, Taucheruhren und, last but not least, die bekannten Frankfurter Finanzplatzuhren.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Letztere sind nicht nur elegante Luxusuhren, sondern vor allem auch sehr praktisch für all jene, die im Geschäftsleben häufig Kalenderfunktionen oder Anzeigen zusätzlicher Zeitzonen benötigen. Ein besonderes Charakteristikum der Marke Sinn besteht darin, dass sie zahlreiche technische Lösungen und Materialien verwendet, die im eigenen Haus entwickelt worden sind,- und zwar häufig vom Unternehmensgründer selbst oder zumindest unter seiner maßgeblichen Mitwirkung.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/sinn-910-jubilaeum-910.010.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17772 size-full" title="Sinn 910 Jubiläum in der Version 910.010" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Sinn-910-Jubilaeum-in-der-Version-910-010.jpg" alt="Sinn 910 Jubilaeum in der Version 910-010" width="259" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Sinn-910-Jubilaeum-in-der-Version-910-010.jpg 259w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Sinn-910-Jubilaeum-in-der-Version-910-010-194x300.jpg 194w" sizes="auto, (max-width: 259px) 100vw, 259px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/sinn-1800-damaszener-limited-edition-1800.040.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-17773 size-full" title="Sinn 1800 Damaszener Limited Edition in der Version 1800.040" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Sinn-1800-Damaszener-Limited-Edition-in-der-Version-1800-040.jpg" alt="Sinn 1800 Damaszener Limited Edition in der Version 1800-040" width="239" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Sinn-1800-Damaszener-Limited-Edition-in-der-Version-1800-040.jpg 239w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2019/08/Sinn-1800-Damaszener-Limited-Edition-in-der-Version-1800-040-179x300.jpg 179w" sizes="auto, (max-width: 239px) 100vw, 239px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Einige bekannte Beispiele dafür sind etwa die Ar-Trockenhaltetechnik zur Erhöhung der Funktions- und Beschlagsicherheit, die Tegiment-Technologie zur Verbesserung der Kratzfestigkeit von Oberflächen oder die Temperaturresistenztechnologie, die ein problemloses Funktionieren mechanischer Uhren in einem Temperaturbereich von minus 45 bis plus 80 Grad Celsius möglich macht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/deutsche-luxusuhren/">Deutsche Luxusuhren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vergessene Uhrenstädte: Schwenningen und Pforzheim</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/uhrenstaedte-schwenningen-pforzheim/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2018 13:24:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Söhnle]]></category>
		<category><![CDATA[Expansion]]></category>
		<category><![CDATA[Glashütte]]></category>
		<category><![CDATA[Glashütte Original]]></category>
		<category><![CDATA[Industrialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Junghans]]></category>
		<category><![CDATA[MÜHLE Glashütte]]></category>
		<category><![CDATA[Nomos Glashütte]]></category>
		<category><![CDATA[Pforzheim]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhla]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<category><![CDATA[Schwenningen]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenfabrik]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenstadt]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrenstädte]]></category>
		<category><![CDATA[Union Glashütte]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uhrinstinkt.de/magazin/?p=13517</guid>

					<description><![CDATA[<p>Weltweit sind Genf, La Chaux-de-Fonds und Le Locle wohlklingende Namen in den Ohren von Uhrenliebhabern. Schließlich haben dort einige der renommiertesten Luxusuhrenhersteller ihren Sitz. Dies gilt auch für das sächsische Uhrenstädtchen Glashütte. Doch wer erinnert sich noch an die Bedeutung, die Orte wie Pforzheim und Schwenningen einmal für die Uhrenbranche hatten? In diesem Beitrag werfen &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/uhrenstaedte-schwenningen-pforzheim/">Vergessene Uhrenstädte: Schwenningen und Pforzheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Weltweit sind Genf, La Chaux-de-Fonds und Le Locle wohlklingende Namen in den Ohren von Uhrenliebhabern. Schließlich haben dort einige der renommiertesten Luxusuhrenhersteller ihren Sitz. Dies gilt auch für das sächsische Uhrenstädtchen Glashütte. Doch wer erinnert sich noch an die Bedeutung, die Orte wie Pforzheim und Schwenningen einmal für die Uhrenbranche hatten? In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf Deutschlands vergessene Uhrenstädte.</strong></p>
<h2>Vom Ursprung der deutschen Uhrenindustrie im Schwarzwald</h2>
<p style="text-align: justify;">Beim Stichwort <a href="https://www.uhrinstinkt.de/">Luxusuhren</a> denken die meisten Uhrenliebhaber heute fast automatisch an die Schweiz. Und in der Tat ist die Alpenrepublik heute einer der führenden Uhrenhersteller und -exporteure der Welt. Gemessen am Gesamtwert der produzierten und exportierten Uhren dürfte sie nach wie vor an erster Stelle liegen; orientiert man sich hingegen rein an den hergestellten und verkauften Stückzahlen, so dürften eher fernöstliche Hersteller auf den Spitzenrängen zu finden sein. Nur wenige Uhrenkenner, die sich etwas intensiver mit der Historie beschäftigt haben, wissen heute noch um die führende Stellung an den internationalen Uhrenmärkten, die deutsche Uhrenhersteller einst innehatten. In diesem Zusammenhang waren seinerzeit gleich mehrere deutsche Städte als Zentren der Uhrenindustrie weltweit bekannt.</p>
<figure id="attachment_13554" aria-describedby="caption-attachment-13554" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13554 size-full" title="Alte Schwarzwälder Kuckucksuhr" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr.jpg" alt="alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr" width="600" height="432" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/alte-schwarzwaelder-kuckucksuhr-300x216.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13554" class="wp-caption-text">© Juergen Wiesler / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang der Schwarzwald, wo schon in vorindustrieller Zeit Uhren in großen Stückzahlen hergestellt und in zahlreiche Länder exportiert wurden. Wann genau im Schwarzwald mit der Uhrmacherei begonnen wurde, lässt sich heute nicht mehr genau nachvollziehen. Es gilt jedoch als sicher, dass die ersten Schwarzwälder Uhren – damals noch aus Holz bestehend – bereits in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstanden sind. Aufgrund von kriegerischen Auseinandersetzungen in der Region dauerte es jedoch noch bis etwa 1730, bis sich die Herstellung von Uhren dort Gewerbe mit nennenswertem Umfang etablieren konnte.</p>
<figure id="attachment_13552" aria-describedby="caption-attachment-13552" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13552 size-full" title="Alte deutsche Taschenuhren" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren.jpg" alt="Alte deutsche Taschenuhren" width="600" height="399" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren-300x200.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/Alte-deutsche-Taschenuhren-310x205.jpg 310w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13552" class="wp-caption-text">© PROMA / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts spielte die Uhrenindustrie jedoch eine wichtige Rolle weit über die Grenzen des Schwarzwaldes hinaus. Wenngleich neben den anfangs dominierenden Stand- und Wanduhren später auch Taschen- und Armbanduhren produziert wurden, spielten Großuhren und Wecker dort jedoch insgesamt immer eine größere Rolle.</p>
<h2>Industrialisierung und weltweite Expansion</h2>
<p style="text-align: justify;">Schon die aus Holz gefertigten Schwarzwälder Uhren des 18. und 19. Jahrhunderts verkauften sich sowohl im Inland als auch auf ausländischen Märkten so gut, dass Schwarzwälder Produkte bald eine dominierende Marktstellung erlangten. Die Wahl von Holz als Material für die Uhrenherstellung hatte übrigens nicht primär technische Gründe und war auch nicht in erster Linie der guten Verfügbarkeit dieses Materials in waldreichen Gegenden zu verdanken.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diese beiden Faktoren haben die Entwicklung sicherlich begünstigt, doch die entscheidende Rolle dürften die damaligen zunftrechtlichen Regelungen gespielt haben.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Während die Fertigung von Uhren aus Metall gemäß den Zunftregeln allein den städtischen Uhrmachern vorbehalten war, galten für die Holzuhrmacherei keine derartigen Beschränkungen. Dass sich Schwarzwälder Holzuhren an den internationalen Märkten schneller und besser durchsetzen konnten als vergleichbare Produkte aus anderen Regionen, lag an einer weiteren Besonderheit der Schwarzwälder Uhrmacher. Früher als anderenorts setzte man hier auf eine konsequente Arbeitsteilung. So wurde eine Uhr nicht mehr komplett von einem Uhrmacher allein hergestellt, sondern aus Zeilen zusammengesetzt, die von unterschiedlichen, entsprechend spezialisierten Zulieferern stammten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/qb-LBlS6CKg?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Im Zuge dessen bildeten sich eigene Berufsbilder heraus – wie beispielsweise Gestellmacher, Kettenmacher, Schilderdreher, Schildermaler und andere mehr. Die Arbeitsteilung und die Entwicklung von neuen Herstellungsverfahren erlaubten eine deutliche Steigerung der Produktivität. Gleichwohl fand die Produktion noch bis deutlich über die Mitte des 19. Jahrhunderts in zahlreichen Kleinwerkstätten statt, die in die Wohnhäuser integriert waren und deren Inhaber fast immer auch noch mehrere Gesellen und Lehrlinge beschäftigten.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/Txz_zMvYs70?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Um 1840 wurden im Schwarzwald von rund 1000 Werkstätten insgesamt etwa 600000 Holzuhren im Jahr hergestellt, was damals einem Großteil der weltweiten Produktion entsprach. Ab 1880 folgte dann ein relativ schneller Übergang zur industriellen Uhrenfertigung, nachdem sich bereits zuvor immer stärker abgezeichnet hatte, dass die zahlreichen Kleinstbetriebe in dieser Form nicht mehr bestehen können würden und immer mehr größere Werkstätten entstanden waren.</p>
<h2>Im Schwarzwald entstehen Uhrenfabriken und Uhrenstädte</h2>
<p style="text-align: justify;">Erste Uhrenfabriken im eigentlichen Sinne waren zunächst im zu Baden gehörenden Teil des Schwarzwaldes entstanden und hatten sich auf gut erreichbare Standorte konzentriert, die gegebenenfalls auch noch die Möglichkeit zur Wasserkraftnutzung boten. Solche Uhrenstädte waren insbesondere Furtwangen, Lenzkirch, St. Georgen, Titisee-Neustadt und Triberg.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Nach 1880 verlagerte sich die Uhrenindustrie im Schwarzwald zunehmend in dessen württembergischen Teil und auf die Baar, eine Hochebene, die Schwarzwald und Schwäbische Alb miteinander verbindet.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Weltweite Bekanntheit als Zentren der Uhrenindustrie erlangten vor allem Schramberg und Schwenningen, aber auch Pforzheim. In Schramberg war dies vor allem der erfolgreichen Expansion der Firma <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/junghans/">Junghans</a> sowie der ebenfalls hier ansässigen Hamburg-Amerikanischen Uhrenfabrik zu verdanken.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/SK9vnSLr3Mk?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Bedeutende Uhrenhersteller in Schwenningen waren hingegen die Firmen Kienzle und Mauthe, aber auch die Württembergische Uhrenfabrik Bürk und ISGUS, die vor allem Kontrolluhren herstellten. Parallel zur Entstehung und zum Wachstum der Industriebetriebe verloren die Kleinbetriebe immer mehr an Bedeutung. Industrielle Massenproduktion, die sich an amerikanischen Vorbildern orientierte, bestimmte nun das Geschehen. Die verschiedenen Einzelteile der Uhren wurden für eine möglichst zeitsparende Montage optimiert.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Als besonderer Meilenstein sollte sich das von Junghans in Schramberg zu Beginn der 1880er Jahre entwickelte Weckerwerk W10 erweisen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Dessen Erfolg trug maßgeblich dazu bei, dass die Firma aus Schramberg um 1900 zum größten Uhrenhersteller der Welt aufstieg. Die mit diesem Werk oder daran orientierten Nachbauten anderer Schwarzwälder Hersteller ausgestatteten Wecker entwickelten sich zu den preisgünstigsten und gefragtesten Modellen auf dem Weltmarkt – wie einige Jahrzehnte zuvor bereits die Schwarzwälder Holzuhren.</p>
<h2>Transformation und Niedergang – Uhrenstädte in Kriegs- und Quarzkrisen</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Erste Weltkrieg brachte die deutsche Uhrenproduktion fast vollständig zum Erliegen und traf die Uhrenstädte insofern schwer. Mit der Produktion von Zeitzündern und anderen Rüstungsgütern konnten sich Hersteller wie Junghans in Schramberg oder Kienzle in Schwenningen zwar alternative Geschäftsfelder erschließen, doch die wirtschaftliche Krise und die politischen Veränderungen in der Nachkriegszeit belasteten die Branche und die regionalen Uhrenstädte erheblich, und bis in die frühen 1930er Jahre hinein sahen sich zahlreiche Schwarzwälder Hersteller gezwungen, Konkurs anzumelden und ihre Betriebe zu schließen.</p>
<figure id="attachment_13547" aria-describedby="caption-attachment-13547" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13547 size-full" title="Gemeinde Schwenningen auf dem Heuberg" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/gemeinde-schwenningen-heuberg.jpg" alt="gemeinde-schwenningen-heuberg" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/gemeinde-schwenningen-heuberg.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/gemeinde-schwenningen-heuberg-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13547" class="wp-caption-text">© Schlesier / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Uhrenbranche der Region nicht mehr an ihre alten Erfolge anknüpfen. Während zunehmend billige Massenware aus Asien auf den Markt drängte, konzentrierte sich die Nachfrage im Luxussegment immer mehr auf renommierte Hersteller mit Sitz in Genf, Le Locle oder La Chaux-de-Fonds. Mitte der 1970er Jahre – im Zuge der sogenannten Quarzkrise – folgte eine zweite Konkurswelle, die vor allem auch Zulieferer betraf.</p>
<p style="text-align: justify;">So kommt es, dass eine Reihe deutscher Uhrenstädte in Vergessenheit geriet und Namen wie Schwenningen oder Pforzheim heute selbst unter Uhrenkennern kaum noch entsprechende Assoziationen auslösen.</p>
<figure id="attachment_13527" aria-describedby="caption-attachment-13527" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13527 size-full" title=" Pforzheim bei Sonnenuntergang" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/pforzheim-sonnenuntergang.jpg" alt="pforzheim-sonnenuntergang" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/pforzheim-sonnenuntergang.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/pforzheim-sonnenuntergang-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13527" class="wp-caption-text">© Fabian Reinhardt / Fotolia.com</figcaption></figure>
<h2>Deutsche Uhrenstädte heute</h2>
<p style="text-align: justify;">Pforzheim ist heute vor allem als Standort der Schmuckindustrie bekannt, die Uhrenproduktion spielt dort jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Schramberg ist als Sitz von Junghans nach wie vor vielen Uhrenfans ein Begriff – nicht zuletzt wegen der Pionierrolle dieses Herstellers bei der Entwicklung von Produkten wie Solar- und Funkuhren. Deutsche Uhrenstädte, die außerhalb des Schwarzwaldes liegen, haben häufig eine ähnliche Entwicklung durchlaufen.</p>
<figure id="attachment_13530" aria-describedby="caption-attachment-13530" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13530 size-full" title="Kleinstadt Ruhla in Thüringen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/ruhla-thueringen.jpg" alt="ruhla-thueringen" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/ruhla-thueringen.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/ruhla-thueringen-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13530" class="wp-caption-text">© alephnull / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Im thüringischen Ruhla war seit 1890 mit der &#8220;Rühler Kartoffel&#8221; die erste maschinell hergestellte Taschenuhr produziert worden. Uhren werden in Ruhla zwar auch heute noch hergestellt, doch mangels namhafter Anbieter, die auch im Luxussegment Präsenz zeigen, wird der Ort überregional kaum noch als Uhrenstadt wahrgenommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine erfrischende Ausnahme stellt das sächsische Glashütte dar, wo sich ebenfalls schon im 19. Jahrhundert eine leistungsfähige Uhrenindustrie entwickelt hatte, die ihre Bedeutung niemals ganz verlor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands an ihre früheren Erfolge anknüpfen konnte.</p>
<figure id="attachment_13535" aria-describedby="caption-attachment-13535" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-13535 size-full" title="Glashütte in Sachsen" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen.jpg" alt="glashuette-sachsen" width="600" height="409" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen-300x205.jpg 300w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/10/glashuette-sachsen-110x75.jpg 110w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-13535" class="wp-caption-text">© Torsten Becker / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Heute ist Glashütte wohl der einzige deutsche Standort, an dem gleich mehrere international bekannte Luxusuhrenhersteller produzieren, die ihren Wettbewerbern aus Genf, Le Locle und La Chaux-de-Fonds an den internationalen Märkten durchaus Paroli bieten können.</p>
<p style="text-align: justify;">Liebhaber können hier über Uhren der Marken <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/bruno-soehnle/">Bruno Söhnle</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/muehle-glashuette/">Mühle</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/union-glashuette/">Union</a>, <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/nomos-glashuette/">Nomos</a> oder <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/glashuette-original/">Glashütte Original</a> staunen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/uhrenstaedte-schwenningen-pforzheim/">Vergessene Uhrenstädte: Schwenningen und Pforzheim</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr als Kuckucksuhren – der Schwarzwald als deutsches Uhren-Zentrum</title>
		<link>https://www.uhrinstinkt.de/magazin/deutsches-uhren-zentrum-schwarzwald/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Jun 2018 07:20:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte & Persönlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Chronoscope]]></category>
		<category><![CDATA[Hanhart]]></category>
		<category><![CDATA[Junghans]]></category>
		<category><![CDATA[Kuckucksuhren]]></category>
		<category><![CDATA[Max Bill]]></category>
		<category><![CDATA[Schwarzwald]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.uhrinstinkt.de/magazin/?p=12058</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Schwarzwald ist weltweit als eines der deutschen Uhren-Zentren bekannt, wird allerdings nicht oft und viel mit Kuckucksuhren in Verbindung gebracht. Nicht übersehen werden darf, dass in der landschaftlich reizvollen Gegend an der Grenze zu Frankreich zwei namhafte und traditionsreiche deutsche Luxusuhrenhersteller ihren Sitz haben. Wir stellen unseren Leserinnen und Lesern in diesem Beitrag eine &#8230;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/deutsches-uhren-zentrum-schwarzwald/">Mehr als Kuckucksuhren – der Schwarzwald als deutsches Uhren-Zentrum</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Der Schwarzwald ist weltweit als eines der deutschen Uhren-Zentren bekannt, wird allerdings nicht oft und viel mit Kuckucksuhren in Verbindung gebracht. Nicht übersehen werden darf, dass in der landschaftlich reizvollen Gegend an der Grenze zu Frankreich zwei namhafte und traditionsreiche deutsche Luxusuhrenhersteller ihren Sitz haben. Wir stellen unseren Leserinnen und Lesern in diesem Beitrag eine Uhrenregion im Wandel der Zeit vor.</strong></p>
<h2>Uhren aus dem Schwarzwald – exportiert in alle Welt</h2>
<p style="text-align: justify;">Die Herstellung von Uhren war im Schwarzwald schon seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein wichtiger regionaler Wirtschaftszweig und behielt ihre weltweite Bedeutung bis in das späte 20. Jahrhundert. Dabei dominierte bis ins 19. Jahrhundert die Fertigung von Varianten aus Holz, das auch in vielen anderen ländlichen Regionen Zentraleuropas für diesen Zweck verwendet wurde. Interessanterweise waren dafür weniger technische, sondern vielmehr rechtliche Gründe ausschlaggebend.</p>
<p style="text-align: justify;">Während die Holzuhrmacherei ein freies Gewerbe war, das von jedermann ohne besondere Voraussetzungen ausgeübt werden durfte, war die Herstellung von Gehäusen und Werken aus Metall durch Zunftregeln streng reguliert und blieb ausschließlich Uhrmachern in den Städten vorbehalten. Insbesondere im Ausland sind deutsche und Schwarzwald-Uhren häufig sogar gleichgesetzt worden, und bis heute gehören Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald ebenso zu den international verbreiteten Deutschland-Klischees wie die bayerischen Lederhosen.</p>
<figure id="attachment_12092" aria-describedby="caption-attachment-12092" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12092 size-full" title="Alte Schwarzwälder Kuckucksuhr vor Holzwand" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/07/Alte-Schwarzwaelder-Kuckucksuhr-vor-Holzwand.jpg" alt="Alte Schwarzwaelder Kuckucksuhr vor Holzwand" width="600" height="432" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/07/Alte-Schwarzwaelder-Kuckucksuhr-vor-Holzwand.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/07/Alte-Schwarzwaelder-Kuckucksuhr-vor-Holzwand-300x216.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-12092" class="wp-caption-text">© Juergen Wiesler / Fotolia.com</figcaption></figure>
<h2>Hintergründe einer beeindruckenden Erfolgsstory</h2>
<p style="text-align: justify;">Dass Schwarzwald-Uhren – allen voran die Kuckucksuhren – schnell zu einem weltweit gefragten Erfolgsprodukt wurden, hat einen bemerkenswerten Hintergrund. Oft wird als Grund dafür die Tatsache genannt, dass Holz preisgünstiger und leichter zu bearbeiten ist als Metall. Dies trifft zwar zu, war jedoch kein exklusiver Vorteil der Schwarzwälder Uhrmacher. Vielmehr profitierten davon alle anderen Holzuhrmacher ebenso, unabhängig von ihrem Wohnsitz.</p>
<p style="text-align: justify;">Was die Schwarzwälder Uhrenbranche von ihren Wettbewerbern in vielen anderen Regionen jedoch deutlich unterschied, war der frühe Übergang zu einer arbeitsteiligen Produktion. Hatte sich früher ein Uhrmacher mit der kompletten Herstellung der Uhr und aller dafür notwendigen Einzelteile beschäftigt, so griffen die Schwarzwälder Uhrmacher schon bald auf vorgefertigte Teile zurück, die sie von entsprechend spezialisierten Zulieferern bezogen. Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr spezialisierte Handwerksbetriebe, die Komponenten für Zeitanzeiger anboten, darunter Gestellmacher, Kettenmacher, Schilderdreher, Schildermaler sowie Gießereien, in denen Zahnradrohlinge und Glocken hergestellt wurden.</p>
<figure id="attachment_12094" aria-describedby="caption-attachment-12094" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12094 size-full" title="Kuckuck einer Schwarzwälder Kuckucksuhr" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/07/Kuckuck-einer-Schwarzwaelder-Kuckucksuhr.jpg" alt="Kuckuck einer Schwarzwaelder Kuckucksuhr" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/07/Kuckuck-einer-Schwarzwaelder-Kuckucksuhr.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/07/Kuckuck-einer-Schwarzwaelder-Kuckucksuhr-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-12094" class="wp-caption-text">© Juergen Wiesler / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Im Zuge dieser Spezialisierung wurden zunehmend neue Werkzeuge und Maschinen entwickelt, die die Voraussetzungen für eine schnelle und preisgünstige Serienproduktion von gleichartigen Teilen schufen. Im Ergebnis stieg die Produktivität der Uhrmacher im Schwarzwald deutlich an. Hatte ein Uhrmacher Mitte des 18. Jahrhunderts noch eine volle Woche für die Herstellung einer einzigen Uhr benötigt, so brauchte er rund dreißig Jahre später dafür nur noch einen einzigen Tag.</p>
<h2>Weltweiter Marktführer bei hölzernen Großuhren ist&#8230; der Schwarzwald!</h2>
<p style="text-align: justify;">Der Schwerpunkt bei der Herstellung von Schwarzwälder Uhren lag stets auf preisgünstigen Großuhren wie Stand- und Wanduhren oder Weckern. Taschen- und später Armbanduhren spielten dagegen zahlenmäßig eine deutlich untergeordnete Rolle. Noch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde zumeist in kleinen Werkstätten in den Wohnhäusern produziert, wobei nahezu jeder Werkstattinhaber mehrere Gesellen und Lehrlinge beschäftigte. Um das Jahr 1840 herum existierten zwischen St. Georgen im Norden und Neustadt im Süden rund tausend Uhrmacherhäuschen, in denen etwa fünftausend Menschen mit der Herstellung von Zeitanzeigern beschäftigt waren. Die Jahresproduktion belief sich auf rund 600.000 Holzuhren, die damals bereits einen Großteil der gesamten Weltproduktion ausmachten. Die günstigen Preise festigten die starke Marktposition zusätzlich.</p>
<figure id="attachment_12090" aria-describedby="caption-attachment-12090" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12090 size-full" title="Kuckucksuhr im Wald" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Kuckucksuhr-im-Wald.jpg" alt="Kuckucksuhr im Wald" width="600" height="400" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Kuckucksuhr-im-Wald.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Kuckucksuhr-im-Wald-300x200.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-12090" class="wp-caption-text">© spql / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Während des 19. Jahrhunderts waren deutsche Uhren in Gestalt der mit bunt bemalten Uhrenschildern versehenen Schwarzwald-Uhren die preisgünstigsten Modelle ihrer Zeit. Neben Preis- und Produktivitätsvorteilen verdankte die Schwarzwälder Uhrenindustrie ihre weltweit führende Stellung vor allem dem effizienten Vertrieb. Schon früh nutzte man die etablierten Vertriebswege und Strukturen der Schwarzwälder Glasmacher und gründete entsprechende Gesellschaften.</p>
<p style="text-align: justify;">Regionale Vorlieben wurden erkundet und umgehend in der Produktion berücksichtigt. So erhielten englische Kunden in erster Linie die von ihnen bevorzugten Varianten mit relativ sachlichen Lackschildern und Datumsanzeige. In Frankreich dagegen waren Ausführen mit farbenfrohen Zifferblättern besonders beliebt, während in den Mittelmeerländern Wanduhren mit schwarzen Rändern und für die Region typischen Motiven, beispielsweise mit Stierkampfszenen, favorisiert wurden.</p>
<h2>Von den &#8220;Goldenen Jahren&#8221; bis zur Quarzkrise</h2>
<p style="text-align: justify;">In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann ein Strukturwandel. Die bislang hervorragend verkäuflichen Lackschild-Ausführungen aus Holz genügten den Ansprüchen der Kundschaft immer weniger. Handelsbeschränkungen und Zollerhöhungen sowie zunehmende Abhängigkeiten von Großhändlern erschwerten das Geschäft der Schwarzwälder Uhrmacher zusätzlich. Um 1880 vollzog sich dann ein zügiger Übergang zur industriellen Uhrenproduktion.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/wHA96c1IJhc?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Zu den ersten &#8220;echten&#8221; Uhrenfabriken im Schwarzwald gehörten die Firmen Lenzkirch und L. Furtwängler Söhne. Nachdem sich die Entwicklung bis dahin auf den badischen Teil des Schwarzwaldes konzentriert hatte, folgten ab 1880 vermehrt Unternehmensansiedlungen im württembergischen Teil. In jenen Jahren entwickelten sich vor allem Schwenningen und Schramberg zu weltweiten Zentren der Uhrenherstellung. Zu den bekanntesten Firmen dieser Ära zählten die Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik, Kienzle, Mauthe und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/junghans/">Junghans</a>. Statt der Holzuhren wurden nun Wecker mit Metallgehäusen in industrieller Massenfertigung produziert. Besonders erfolgreich war dabei Junghans mit dem robusten, Anfang der 1880er Jahre entwickelten und bis in die 1930er Jahre in gewaltigen Stückzahlen hergestellten Weckerwerk W10. Dieser Erfolg war eine wesentliche Grundlage für den Aufstieg des Unternehmens zur zeitweise größten Uhrenfabrik der Welt Anfang des 20. Jahrhunderts. Deutsche Uhren waren erneut ein weltweit gefragter Massenartikel, nur dass es sich inzwischen um Wecker aus Metall statt um Holzuhren handelte.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/SK9vnSLr3Mk?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Neue Produkte wie Küchenuhren mit abwaschbaren Gehäusen oder zum Mobiliar passende Stand- und Wanduhren für das Wohnzimmer rundeten die Produktpalette ab. Mit dem ersten Weltkrieg endeten die &#8220;Goldenen Jahre&#8221; der Schwarzwälder Uhrenindustrie. Einige Hersteller konnten sich mit der Herstellung von Zeitzündern und anderen Produkten für den militärischen Bedarf wirtschaftlich über Wasser halten, während andere in den Krisenjahren nach dem Krieg aufgeben mussten.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Auch nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Schwarzwälder Uhrenindustrie nicht mehr an ihre alten Erfolge anknüpfen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Die Quarzkrise sowie das Aufkommen von Kunststoff als Material für das Gehäuse bedeuteten für weitere, zum Teil traditionsreiche Hersteller das Aus.</p>
<h2>Junghans und Hanhart – Erben einer langen Uhrmachertradition</h2>
<p style="text-align: justify;">Zu den Unternehmen, die bis heute das Erbe der Schwarzwälder Uhrmacher weiterführen und die Krisen erfolgreich gemeistert haben, gehören Junghans und <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/hanhart/">Hanhart</a>.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube.com/embed/-jZgdieFsoc?rel=0" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Junghans setzte vergleichsweise früh auf Quarzuhren und innovative Lösungen wie die Nutzung der Funktechnologie und der Solarenergie in Armbanduhren. Das besonders gelungene und zum Teil – wie bei den Entwürfen von <a href="https://www.uhrinstinkt.de/uhren/junghans/max-bill-by-junghans/">Max Bill</a> – internationale Maßstäbe setzende Design vieler Junghans Masterpieces war ein weiterer Erfolgsfaktor. Heute ist Junghans zwar nicht mehr wie einst die größte Uhrenfabrik der Welt, aber weiterhin eine international bekannte und gefragte Uhrenmarke aus Deutschland.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-max-bill-chronoscope-027-4601.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12075 size-full" title="Junghans Max Bill Chronoscope | Kalbsleder | schwarz" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-Kalbsleder-schwarz.jpg" alt="Junghans Max Bill Chronoscope Kalbsleder schwarz" width="263" height="350" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-Kalbsleder-schwarz.jpg 263w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-Kalbsleder-schwarz-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/junghans-max-bill-chronoscope-027-7800.00.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12076 size-full" title="Junghans Max Bill Chronoscope | Kalbsleder | silber" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-Kalbsleder-silber.jpg" alt="Junghans Max Bill Chronoscope Kalbsleder silber" width="263" height="350" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-Kalbsleder-silber.jpg 263w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Junghans-Max-Bill-Chronoscope-Kalbsleder-silber-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Die heute in Gütenbach ansässige Firma Hanhart wurde 1882 von Johann Adolf Hanhart in der Schweiz gegründet und zwanzig Jahre später aufgrund von Personalengpässen nach Schwenningen verlegt. Sie machte sich vor allem mit hochwertigen und vergleichsweise preisgünstigen Stoppuhren und Chronographen einen Namen.</p>
<p><center><a href="https://www.uhrinstinkt.de/hanhart-pioneer-twindicator-731.210-0010.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12070 size-full" title="Hanhart Pioneer TwinDicator" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Hanhart-Pioneer-TwinDicator.jpg" alt="Hanhart Pioneer TwinDicator" width="263" height="350" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Hanhart-Pioneer-TwinDicator.jpg 263w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Hanhart-Pioneer-TwinDicator-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /></a> <a href="https://www.uhrinstinkt.de/hanhart-primus-racer-741.240-0020.html"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-12071 size-full" title="Hanhart Primus Racer" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Hanhart-Primus-Racer.jpg" alt="Hanhart Primus Racer" width="263" height="350" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Hanhart-Primus-Racer.jpg 263w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/Hanhart-Primus-Racer-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 263px) 100vw, 263px" /></a></center></p>
<p style="text-align: justify;">Hanharts Flieger- und Marinechronographen wurden während des Zweiten Weltkrieges wegen ihrer Präzision und Zuverlässigkeit geschätzt. Nach 1945 belieferte Hanhart unter anderem die französische Luftwaffe sowie die Bundeswehr. Infolge der Quarzkrise musste der zeitweise Weltmarktführer für mechanische Stoppuhren zwar verkauft werden, konnte sich aber nach einer Refokussierung auf hochwertige Armbanduhren wieder erholen.</p>
<h2>Und was ist mit den Kuckucksuhren?</h2>
<p style="text-align: justify;">Natürlich gibt es auch heute noch die berühmten Schwarzwälder Kuckucksuhren, doch sie sind insgesamt weniger gefragt als früher. Statt des einstigen Preisvorteils der Holzuhren aus dem Schwarzwald müssen echte Kuckucksuhren aus der Region sich heute als eher hochpreisige Artikel auf dem Weltmarkt gegen billige Kopien behaupten. Mit der Schonacher Firma SBS-Feintechnik, ehemals Josef Burger Söhne, gibt es im Schwarzwald aber immer noch ein letztes Unternehmen, das mechanische Uhrwerke für Kuckucksuhren produziert.</p>
<figure id="attachment_12062" aria-describedby="caption-attachment-12062" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12062 size-full" title="1. Weltgrößte Kuckucksuhr | Josef Dold Schonach" src="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/erste-weltgroesste-kuckucksuhr-josef-dold-schonach.jpg" alt="erste-weltgroesste-kuckucksuhr-josef-dold-schonach" width="600" height="872" srcset="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/erste-weltgroesste-kuckucksuhr-josef-dold-schonach.jpg 600w, https://www.uhrinstinkt.de/magazin/wp-content/uploads/2018/06/erste-weltgroesste-kuckucksuhr-josef-dold-schonach-206x300.jpg 206w" sizes="auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption id="caption-attachment-12062" class="wp-caption-text">© michaklootwijk / Fotolia.com</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Übrigens: Wer mehr über die Geschichte der Schwarzwälder Uhrenindustrie wissen möchte, dem sei das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen empfohlen. Hier gibt es die wohl größte Sammlung Schwarzwälder Uhren, von frühen Holzuhren über Kuckucksuhren bis hin zu modernen Quarz-, Funk- und Solaruhren. Und wer etwas mehr Zeit hat, kann entlang der Deutschen Uhrenstraße zahlreiche historische Stätten der Uhrenproduktion im Schwarzwald besichtigen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin/deutsches-uhren-zentrum-schwarzwald/">Mehr als Kuckucksuhren – der Schwarzwald als deutsches Uhren-Zentrum</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.uhrinstinkt.de/magazin">Uhrinstinkt Magazin</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
