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TAG Heuer auf dem Genfer Automobilsalon 2018

« Uhren mit Benzin im Blut »

Sportliche Armbanduhren sind häufig vom Motorsport inspiriert, und viele Uhrenhersteller profilieren sich in diesem Bereich als Sponsoren oder Zeitnehmer bei namhaften Rennen. Doch nur wenige Uhrenmarken pflegen eine so ausgeprägte Beziehung zu renommierten Rennveranstaltern und einzelnen Teams wie TAG Heuer. Mit ihrer umfangreichen Präsenz auf dem jüngsten Genfer Automobilsalon hat die Marke ihre seit vielen Jahrzehnten bestehende enge Verbindung zum Motorsport einmal mehr dokumentiert. Wir werfen einen Blick auf einen außergewöhnlichen Messeauftritt und eine beeindruckende Unternehmensgeschichte.

Zum vierten Mal auf dem Genfer Automobilsalon

Der Genfer Automobilsalon ist die wichtigste internationale Automesse der Schweiz, die 2018 in der Zeit vom 8. bis zum 18. März stattfand. Neben neuen Automodellen und Konzeptstudien werden hier traditionell auch zahlreiche Produkte rund um das Automobil und den Motorsport präsentiert. Die Uhrenmarke TAG Heuer beteiligte sich in diesem Jahr – angesichts des Erfolges in den vergangenen drei Jahren – bereits zum vierten Mal am Auto-Salon in Genf – und dies als einzige Uhrenmarke.

Tag Heuer Monaco Quarz

Die Chance von großer Tradition

Der Uhrenhersteller, der sich dem Motorsport traditionell eng verbunden fühlt, nutzte die Chance, auf der Automesse nicht nur seine aktuellste Kollektion vorzustellen, sondern zugleich neue Partnerschaften in der Automobilbranche anzukündigen. Die enge Verbindung zum Motorsport hat in diesem Unternehmen eine lange Geschichte. Schon 1969 war die seinerzeit noch unter dem Namen Heuer firmierende Gesellschaft die erste Uhrenmarke, die mit Jo Siffert einen Profi-Rennfahrer förderte. Unter Sammlern erzielen die Modelle aus jenen Jahren inzwischen zum Teil erhebliche Zweitmarktpreise. Dass die Marke im Motorsport schon früh eine wichtige Rolle spielte, ist in erster Linie auf ihre führende Rolle bei der Entwicklung von Stoppuhren und Chronographen zurückzuführen, deren Messgenauigkeit von Zehntel- über Hundertstel- und Tausendstelsekunden bis hin zu fünf Zehntausendstelsekunden immer weiter verbessert worden war.

Tag Heuer Connected Modular 45 Tag Heuer Connected Modular 45 Tag Heuer Connected Modular 45

Was war neu?

Die großartigen, uhrmacherischen Leistungen und eine moderne Uhrenkollektion für Uhrenfans mit „Benzin im Blut“ feierte der Hersteller beim Genfer Automobilsalon 2018 auf einem bemerkenswerten Messestand von 1.000 Quadratmetern Fläche. Dort waren unter anderem das „Red Bull Racing Showcar“ sowie das „Formel-E Showcar“ zu sehen. In der Formula E engagiert sich die Marke schon seit 2014 als Gründungspartner und fungiert zudem als offizieller Zeitnehmer. Den Messebesuchern standen unter anderem fünf exklusive Rennsimulatoren, eine Bar und zwei VIP-Salons zur Verfügung. Ein großer Bildschirm und ein Container mit der aktuellen „Samsung Gear VR“ vermittelten interessante Einblicke in verschiedene Welten der Marke und begeisterten zahlreiche Besucher des Messestandes. Ein Pop-Up-Store mit einer Boutique rundete das Angebot ab und bot die Möglichkeit, Modelle aus der aktuellen Kollektion, wie zum Beispiel die Connected Modular 45 oder die soeben lancierte Connected Modular 41 direkt auf der Messe zu erwerben. Und die jüngste Neuauflage von Heuers berühmtem quadratischen Chronographenmodell Monaco dürfte nicht nur die Fans von Retro-Uhren, sondern auch Motorsport-Enthusiasten auf dem Genfer Automobilsalon begeistert haben. Das legendäre blaue Zifferblatt mit den quadratischen Konturen und die links angebrachte Krone waren im Original bereits 1971 am Handgelenk von Steve McQueen während der Dreharbeiten zu dem Rennfahrer-Epos „Le Mans“ zu sehen gewesen.

Tag Heuer Connected Modular 41 Tag Heuer Connected Modular 41 Tag Heuer Connected Modular 41

Lange Tradition im Rennsport – ein Blick in die Geschichte

Ob Monaco, Monza oder die Carrera Panamericana – in der „Goldenen Ära“ des Motorsport gab es kaum ein namhaftes internationales Rennen, bei dem Uhren von TAG Heuer nicht in irgendeiner Form präsent gewesen wären. Wer sollte also besser auf den Genfer Automobilsalon passen? Und natürlich gilt das auch für die Formel 1, wo die Marke jahrelang als offizieller Zeitnehmer fungierte und bis heute die Teams von McLaren-Mercedes und Ferrari unterstützt. Ursprünglich war das von Edouard Heuer im Jahr 1860 ins Leben gerufene Unternehmen nichts anderes als eine bescheidene, kleine Uhrmacherwerkstatt, wie es seinerzeit in Saint-Imier und anderen Berggemeinden der Schweiz viele gab. Dass der Name Heuers und die von ihm begründete Marke heute international bekannt sind und einen hervorragenden Ruf genießen, ist vor allem auf die bemerkenswerte Innovationskraft der seit mittlerweile mehr als anderthalb Jahrhunderten existierenden Firma zurückzuführen.

Tag Heuer Aquaracer 300M Calibre 16 Automatik Chronograph 43mm

Sein erstes Patent hatte der Unternehmensgründer noch für einen Aufzugsmechanismus für Taschenuhren erhalten, der ohne den bis zu diesem Zeitpunkt erforderlichen Schlüssel auskam. Doch schon bald fokussierte man sich in Heuers stetig wachsendem Unternehmen immer stärker auf Erfindungen und technische Entwicklungen, mit denen insbesondere die Zeitmessung im Sport signifikant verbessert werden konnte. Der erste patentierte Stoppuhrmechanismus zählt ebenso dazu wie der erste Hundertstelsekunden-Chronograph oder das erste Chronographenmodell mit einem besonderen Zifferblatt für Regatten und einer neuartigen Weltgezeitenanzeige. Mit technischen Neuentwicklungen wie diesen schrieben der Pionier und seine Nachfolger Uhrengeschichte und prägten die Entwicklung der gesamten Branche nachhaltig. Dieses Engagement, dessen neueste Resultate jüngst auf dem Genfer Automobilsalon und auf der BaselWorld zu bewundern waren, prägt die Kollektion der Marke schon seit vielen Jahrzehnten.

Tag Heuer Monaco Automatik Chronograph Tag Heuer Monaco Automatik Chronograph Tag Heuer Monaco Quarz 37mm

Sportliche Uhren – nicht nur für die Rennstrecke

Deutlich wird dies zum Beispiel an der Monaco, welche im Jahr 1969 als weltweit zweiter Automatik-Chronograph lanciert werden konnte und mit ihrer charakteristischen viereckigen Gehäuseform längst Kultstatus genießt. Die kissenförmige, 2016 neu aufgelegte Monza, deren Ursprungsmodell 1976 von Edouard Heuers Urenkel Jack entworfen worden war, weist ebenfalls deutliche Motorsportbezüge auf. Und natürlich gilt dies in ganz besonderem Maße für die Kollektion Tag Heuer Formula 1, die eine große Vielfalt von ebenso robusten wie ästhetisch ansprechenden Sportuhren umfasst.

Tag Heuer Formula 1 Calibre 16 Automatik Chronograph Tag Heuer Formula 1 Calibre 16 Automatik Chronograph 44mm Tag Heuer Formula 1 Calibre 5 Automatik 41mm

In dieser Kollektion finden sich einfache Drei-Zeiger-Uhren, sportliche Chronographen und Versionen mit GMT-Funktion, die teils von mechanischen Werken und teils von besonders präzisen Quarzwerken angetrieben werden. Dass Uhren der Marke durchaus nicht nur für die Rennstrecke oder für einen Besuch auf dem Genfer Automobilsalon geeignet sind, zeigt sich besonders gut am Beispiel der Kollektion Carrera. In den frühen 1960er Jahren vom Urenkel des Unternehmensgründers als Hommage an das damals vielleicht anspruchsvollste Autorennen der Welt, die Carrera Panamericana, kreiert, umfasst die Kollektion neben Chronographen für professionelle Rennfahrer und sportliche Gentlemen verschiedene Modelle, die sich als elegante Dresswatch zum Businessoutfit oder zum Abendanzug empfehlen. Und wer seine Sportbegeisterung weniger auf der Rennstrecke, sondern lieber auf oder im Wasser auslebt, findet mit der TAG Heuer Aquaracer Kollektion ebenfalls das richtige Accessoire. Denn die Aquaracer-Modelle sind vollwertige Taucheruhren, die auch in verschiedenen Chronographen-Versionen erhältlich sind und die notwendige Wasserdichtigkeit aufweisen.

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