Spezialuhren aus Frankfurt

« Sinn neu im Sortiment bei Uhrinstinkt »

Die Uhrenmarke Sinn nimmt unter den Luxusuhrenherstellern in mehrfacher Hinsicht eine besondere Stellung ein. Ihre Produkte sind für Uhrenliebhaber nicht nur an dem markanten Namensschriftzug auf dem Zifferblatt, sondern vor allem an bestimmten charakteristischen Designmerkmalen zu erkennen. Seit kurzem sind sie nun auch im Sortiment von Uhrinstinkt zu finden. Grund genug, diesen Hersteller und seine Uhren einmal näher vorzustellen.

Deutscher Exot unter den Luxusuhrenherstellern

Dass die Uhrenmarke Sinn Sonderstatus besitzt, hat mehrere Gründe. Zum einen stammt die Marke weder aus der Schweiz noch aus dem Schwarzwald oder aus Glashütte. Zweitens gehört das 1961 gegründete Unternehmen weder zu den alten, traditionsreichen Uhrenmarken, deren Wurzeln ins 19. oder gar bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen, noch ist es eine jener „jungen“ Uhrenmanufakturen, die seit den 1990er Jahren im Zuge des wiedererwachenden Interesses an hochwertigen mechanischen Uhren entstanden sind. Drittens sind Spezialuhren wie Fliegerchronographen, Rennsportuhren, Taucheruhren sowie Militär- und Industrieuhren bei dieser Marke keine Ergänzung der Modellpalette, sondern bilden vielmehr deren Kern.

Helmut Sinn – die prägende Persönlichkeit hinter der Marke

Gründer des heute als Sinn Spezialuhren GmbH firmierenden Unternehmens war Helmut Sinn, der mit Fug und Recht zu den echten Persönlichkeiten der Uhrengeschichte des 20. Jahrhunderts gezählt werden darf. 1916 im lothringischen Metz geboren, wurde er zu Beginn des Zweiten Weltkrieges zum Kriegsdienst verpflichtet, nachdem kurz zuvor noch beim Militär einen Pilotenschein erworben hatte. Er wurde einem Aufklärungsgeschwader zugeteilt und bei einem Absturz über russischem Gebiet schwer verletzt.

Sinn Instrumentelle Uhren 556 A Version 556-014Obwohl er damals eine schwere Verwundung am Rücken erlitt und seine beiden kleinen Finger verlor, blieb die Fliegerei zeitlebens seine große Leidenschaft. Als der damals bereits über Siebzigjährige in den 1990er Jahren seinen Pilotenschein nicht mehr verlängern ließ, konnte er auf mehr als 15.000 erfolgreich absolvierte Starts zurückblicken. Nach seiner Genesung von den Folgen des Absturzes in Russland wurde er vor allem als Fluglehrer auf Maschinen der Typen JU 52 und JU 88 eingesetzt. Als er in der Nachkriegszeit wegen eines Verbots der Alliierten vorübergehend nicht fliegen durfte, wandte er sich dem Motorsport zu. 1953 gewann er mit seinem VW Käfer die „Rallye Méditerranée“, die von Algier bis nach Kapstadt führte.

Vom Uhrenhändler zum Spezialuhren-Hersteller

In diesen Jahren begann Sinns Engagement in der Uhrenbranche. Anfangs verkaufte er Kuckucksuhren an Amerikaner, doch schon bald ging er dazu über, funktionale Uhren für Rallyefahrer, Fluglehrer und Piloten zu bauen. Dabei war er bestrebt, hohe Qualität zu einem möglichst günstigen Preis anzubieten. Aus diesem Grund setzte er von Anfang an konsequent auf den Direktvertrieb und verzichtete auf die Einbeziehung von Zwischenhändlern. Häufig brachte er die von ihm gefertigten Spezialuhren sogar selbst zu seinen Kunden. In seiner Uhrenmanufaktur in Frankfurt-Rödelheim entwickelte er eine ganze Reihe von technischen Neuerungen, die in seinen mechanischen Armbanduhren zum Einsatz kamen. Der Schwerpunkt lag dabei auf hochwertigen Chronographen.

Sinn Instrumentelle Uhren 856 S UTC Version 856-020Mit seinen beiden Marken Sinn Spezialuhren sowie Chronosport entwickelte sich der begeisterte Flieger und Uhrenhersteller zum Pionier des Uhren-Direktvertriebs in Deutschland. Der Firmengründer, der 2018 in seinem 102. Lebensjahr starb, blieb bis ins hohe Alter aktiv. Nachdem er sein Unternehmen 1994 an seinen Nachfolger Lothar Schmidt verkauft hatte, wagte er mit der Gründung der Marke Jubilar-Uhren noch einmal einen unternehmerischen Neuanfang und führte zudem ab 1995 den Uhrenhersteller Guinand. Zu diesem ursprünglich aus der Schweiz stammenden Unternehmen hatte er bereits seit den 1960er Jahren enge Verbindungen gepflegt und es schließlich selbst erworben.

Im Zuge dessen verlegte er den Firmensitz von Guinand ebenfalls nach Frankfurt-Rödelheim. Erst 2014, im Alter von 98 Jahren, zog er sich altershalber von diesen Aktivitäten zurück und ging in den Ruhestand.

Spezialuhren in der Ära Schmidt: technischen Innovationen und Erweiterung der Modellpalette

Nachfolger Lothar Schmidt festigte den guten Ruf des Unternehmens weiter. Dazu trugen nicht zuletzt zahlreiche technische Innovationen bei, wie beispielsweise die Ar-Trockenhaltetechnik, die schmierstofffreie Ankerhemmung, ein Magnetfeldschutz, eine Technologie zur Erhöhung der Kratzfestigkeit durch Oberflächenhärtung, die Temperaturresistenztechnologie und last, but not least, ein unverlierbarer Sicherheitsdrehring für Taucherchronographen. Parallel zu diesen Entwicklungen wurde das Sortiment sukzessive um immer neue Modelle ergänzt.

Sinn Instrumentelle Chronographen 144 St Sa Version 144-066

Heute präsentiert sich die Modellpalette so vielfältig wie nie zuvor, ohne dabei jedoch die eigentliche Fokussierung zu verlieren. Der Schwerpunkt liegt weiterhin auf Chronographen und Fliegeruhren sowie Spezialuhren für bestimmte Einsatzgebiete und Zielgruppen. Darunter sind beispielsweise Modelle, die als Einsatzzeitmesser (EZM) bezeichnet werden und für den professionellen Einsatz bei Feuerwehr und Rettungsdiensten, bei Spezialkommandos wie dem GSG 9 oder bei anderen militärischen Verbänden konzipiert worden sind. Die Kollektionen der Marke:

Spezialuhren heute: robust und leistungsstark in vielen Bereichen

Neben der gewohnt hohen Präzision und Zuverlässigkeit der Sinn Uhren zeichnen sich diese auch durch eine besonders hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber störenden Umwelteinflüssen aus. So sind viele Modelle der Sinn Spezialuhren nicht nur so wasserdicht wie Taucheruhren, sondern vertragen auch Temperaturen im Bereich von minus 45 bis plus 80 Grad Celsius, ohne dabei Schaden zu nehmen.

Sinn Taucheruhren EZM 13 Version 613-010

Dass sich die Spezialuhren auch unter außergewöhnlichen Bedingungen bestens bewähren, dokumentierte beispielsweise die Verwendung eines bis heute erhältlichen Automatik-Chronographen durch den deutschen Astronauten Reinhard Furrer während seiner Weltraummission im Jahr 1985.

In dem Bestreben, für bestimmte Einsatzgebiete die jeweils bestmögliche Kombination von Funktionalität und Belastbarkeit zu erreichen, entwickelte die Frankfurter Manufaktur eine Reihe von speziellen Uhrenmodellen, die so kaum bei anderen Herstellern zu finden sind. So gibt es beispielsweise mit dem Modell 3006 eine Jagduhr mit 24-Stunden-Anzeige, integrierter Tag-Nacht-Anzeige, Kalenderfunktion und Mondlichtanzeige.

Das sportliche Modell 240 St GZ verfügt über einen innenliegenden Drehring, auf dem sich nach entsprechender Einstellung die Gezeiten ablesen lassen, was für Segler, Surfer und andere Wassersportler, aber auch für Fischer und Angler eine hilfreiche Zusatzfunktion ist.

Finanzplatzuhren, Damenuhren und klassische Meisterwerke

Neben jenen, deren Berufsleben sich zu großen Teilen in der Luft, im Wasser oder unter freiem Himmel abspielt, kommen bei Sinn Spezialuhren auch andere Zielgruppen nicht zu kurz. So gibt es mehrere Damenuhrenlinien, die zwar nicht so martialisch wirken wie manch einer der Sinnschen Einsatzzeitmesser, dafür aber ungeachtet ihres schlichten, eleganten Aussehens durchaus mit einer vergleichbaren Robustheit punkten können. In der Kollektion „Klassische Meisterwerke“ finden sich auch für Herren Uhrenmodelle, die teils ganz als klassische Dresswatches gestaltet sind, teils durch Besonderheiten wie etwa ein bemaltes Porzellanzifferblatt, ein skelettiertes Zifferblatt oder ein Zifferblatt mit bayerischem Rautenmuster-Relief die Blicke auf sich lenken.

Sinn Frankfurter Finanzplatzuhren 6000 Version 6000-010Darüber hinaus gibt es noch eine Kollektion, die inzwischen mindestens ebenso charakteristisch für die Marke ist wie die Fliegerchronographen und die Einsatzzeitmesser: die Frankfurter Finanzplatzuhren. Sie verstehen sich als eine Reverenz des heute weltweit bekannten Spezialuhren-Herstellers an seine Heimatstadt Frankfurt und deren Rolle als einer der bedeutendsten Finanzplätze Europas und der Welt. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie neben der jeweiligen Lokalzeit auch noch die Zeit in einer zweiten oder sogar auch in einer dritten Zeitzone anzeigen können, wobei dies teils auf 12-Stunden-Basis und teils auf 24-Stunden-Basis geschieht. Dazu kommen je nach Modell noch Datums-, Kalender- oder Chronographenfunktionen.

Die Anzeige der zusätzlichen Zeitzonen auf Sinns Finanzplatzuhren ist natürlich besonders hilfreich für vielreisende Geschäftsleute. Doch jene, die seltener reisen und überwiegend vor Ort in der Börsen- und Bankenmetropole Frankfurt tätig sind, profitieren von diesen besonderen Sinn Uhren. Schließlich genügt ein Blick aufs Zifferblatt, um ohne weitere Umrechnungen ablesen zu können, wie spät es gerade bei den Geschäftspartnern an der New Yorker Wall Street oder in Tokio ist.

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