Nomos Speedy Tuesday Armbanduhren

Speedy Tuesday

« Omega reagiert auf Onlinehype »

Der Schmetterlingseffekt bezeichnet ein Phänomen der Chaostheorie, bei dem kleine Veränderungen der Ausgangslage riesige Effekte bewirken können. Genau das passiert 2012, als ein harmloser Facebook-Post mit dem Hashtag „Speedy Tuesday“ zur Entstehung einer ganzen Community führt und Omega zur Auflage zweier Limited Editions bewegt. Aus dem Onlinehype ist eine Gemeinschaft von Uhrenliebhabern geworden, die ihre Passion für Speedmaster Uhren auf der ganzen Welt miteinander teilt.

Vom Hashtag zum Hype

Ihren Anfang nimmt die „Bewegung“ während eines Urlaubs des Niederländers Robert-Jan Broer, dem Begründer des populären Online-Uhrenmagazins Fratello Watches. An einem Dienstag des Frühjahrs 2012 veröffentlicht er auf Facebook ein Bild seiner Omega mit der Unterschrift „Speedy Tuesday“. Für sich betrachtet keine Neuigkeit, weil „Speedy“ schon Jahrzehnte vorher ein beliebter Spitzname für die Speedmaster war. Nach seinem Urlaub beginnt Broer, den Hashtag wiederholt in seinen Online-Artikeln über Omegas berühmten Chronographen zu verwenden, was zu einer enormen Verbreitung des Begriffs führt und weltweite Enthusiasten auf Social Media-Plattformen wie Facebook und Instagram anzieht. In den folgenden Jahren wird „Speedy Tuesday“ hunderttausende Male geteilt und ermöglicht gleichgesinnten Liebhabern einen regen Austausch über Moonwatch, Dark Side of the Moon und Co.

Omega Speedmaster Moonwatch "Dark Side of the Moon"   Omega Speedmaster Moonwatch Professional Co-Axial Master Chronometer Chronograph 42 mm

Der Weg zum Sondermodell

Gleichzeitig wächst die Bekanntheit von Fratello. Von 2014 bis 2018 gehört das Magazin zu Ebner Media (Chronos, Watchtime etc.), weitet den Umfang seiner Beiträge aus und findet sogar Erwähnung in der New York Times, im GQ Magazin und bei Hodinkee. 2016 trifft Fratello während eines Dinners in der Schweiz auf Omega-CEO Raynald Aeschlimann und berät über eine geeignete Würdigung des Hypes. Das Ergebnis: Zum fünfjährigen Jubiläum des Hashtags im Jahr 2017 soll ein Sondermodell erscheinen, das beliebte Design-Features aus der Speedmaster-Geschichte übernimmt und passend zum Gründungsjahr des Speedy Tuesdays auf 2.012 Exemplare limitiert ist.

Omega Speedmaster Moonwatch "First Omega in Space" Omega Speedmaster Moonwatch Moonphase Chronograph 44,25mm

ST1: Erste offizielle Hommage an die Space Shuttle-Missionen

Gleich zwei Prämieren feiert die Schweizer Luxusmarke, als die erste Omega Speedy Tuesday (Ref. 311.32.42.30.01.001) im Januar 2017 auf den Markt kommt. Erstens ist es eine reine Online-Präsentation, die nur auf Social Media-Kanälen beworben wird und eine Reservierung beim Hersteller erfordert. Die Resonanz ist überwältigend; bereits nach wenigen Stunden sind alle Modelle der kurz „ST1“ genannten Serie vergeben. Zweitens ist der Chronograph eine Reminiszenz an die 1978er „Alaska III“ (Ref. ST 145.022), die in 56 Exemplaren an die NASA geliefert wird und mit ihrer antireflektierenden Oberfläche Einsatz in den Space Shuttles der 80er-Jahre findet. Nie zuvor brachten die Bieler eine offizielle Hommage an das Space Shuttle-Kapitel seiner Weltraumgeschichte heraus.

Speedy Tuesday 1 von Nomos

Wie das historische Vorbild, ist die 2017er Omega Speedy Tuesday von einem komplett mattgebürsteten Edelstahlgehäuse (42 Millimeter) gezeichnet und übernimmt das populäre Radialzifferblatt des NASA-Modells mit vergrößerten Ziffern. Besonders imposant sind die radialen Totalisatoren im Dunklen, wenn die einzelnen Ringe in grüner Leuchtfarbe erstrahlen. Details wie das historische Markenlogo auf der Krone und im Zifferblatt verstärken den historischen Bezug, ebenso wie das erstmals 1966 vorgestellte Reverse-Panda-Design inklusive mattschwarzer Aluminium-Tachymeterlünette. Auf dem soliden Gehäuseboden thront das Seepferdchen-Medaillon, umrandet von der exakten Nummerierung des jeweiligen Exemplars und einer Aufschrift zu Ehren der Alaska III. Für den Antrieb ist das klassische Handaufzugskaliber 1861 verantwortlich, das Liebhabern der Moonwatch nur allzu bekannt vorkommen dürfte. Heute, im Jahr 2021, müssen für neuwertige ST1 Modelle rund 11.000 Euro eingeplant werden.

ST2: Fortsetzung mit japanischer Ultraman-Serie

Der bahnbrechende Erfolg der ersten Omega Speedy Tuesday veranlasst die Luxusmarke im Folgejahr 2018 zur Vorstellung eines zweiten, ebenfalls auf 2.012 Stück beschränkten Sondermodells. Im Gegensatz zur ST1 ist die Ultraman Anniversary Limited Edition (Ref. 311.12.42.30.01.001) nicht dem Weltraum, sondern der japanischen Kultserie Ultraman gewidmet. Die Science-Fiction-Handlung erschien 1966 in 39 Episoden; die vierte Folge zeigte eine Speedmaster mit orangefarbener Chronographen-Sekunde, welche auf die Optik des Monsters „Attack Teams“ abgestimmt war. In den Sechzigern ein bemerkenswerter Spagat zwischen Fantasie und Realität, weil die „Speedy“ zu diesem Zeitpunkt bereits echte Weltraum-Erfolge bei der NASA verbuchen konnte.

Die ST2 selbst erinnert – abgesehen von ihren orangenen Akzenten – nur zurückhaltend an Ultramans fiktive Abenteuer. Man braucht die mitgelieferte UV-Leuchte, um die spektakuläre, blaue Leuchtbeschichtung mit orangefarbenem Ultraman-Kopf in der kleinen Sekunde zum Leben zu erwecken. Weitere Besonderheiten des 42 Millimeter großen Edelstahlchronographen sind die futuristische, sechseckige Präsentationsbox und die mitgelieferten Bänder; ein schwarz-oranges NATO-Strap und eine schwarze Ledervariante sind enthalten. Auf dem Gehäuseboden findet sich die Limitierungsnummer zusammen mit einer Gravur des „Speedy Tuesday“-Hashtags. Wie im Falle der ST1, sorgt das Kaliber 1861 für historischen Flair im Innern. Auch der Preis ist ähnlich; circa 11.000 Euro haben Ultraman-Enthusiasten aktuell für das Sondermodell zu opfern.

2021: Kommt eine dritte Omega Speedy Tuesday?

Obwohl seit drei Jahren keine dritte Limited Edition hinzugekommen ist, lebt der Trend weiter. Seit 2012 hat Fratello hunderte Beiträge zum beliebtesten Omega-Chronographen veröffentlicht, die regelmäßig um neue Artikel ergänzt werden. 2017 brachte das Magazin sogar eine gedruckte Zeitschrift anlässlich des Speedy Tuesdays heraus. Kurzum: Es besteht kein Zweifel, dass die Community rund um den populären Hashtag weiterleben und jedes Jahr neue Enthusiasten für den geschichtsträchtigen Chronographen begeistern wird. Fraglich ist jedoch, ob jemals eine ST3 erscheinen wird. 2018 prognostizierten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Nachfolger für 2019, welcher nicht herauskam. Auch 2020 und 2021 wurde der Onlinetrend seitens des Herstellers nicht mit weiteren Modellen zelebriert. Es scheint, als habe sich die Schweizer Marke anderen Projekten zugewandt. Ein Grund zur Trauer? Keineswegs. Denn wo ein Trend verschwindet, wird ein anderer aufkommen und neue Sondermodelle mit sich bringen.

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