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Sinn 6052: Chronograph mit Jahreskalender

Jahreskalender, Chronograph, Zeigerdatum: Mit der Sinn 6052 zelebriert die Frankfurter Traditionsmarke ihre Heimatstadt und erweitert die eleganten Finanzplatzuhren um ein großzügig ausgestattetes Modell. Neben dem breiten Funktionsumfang können auch der eigenständige Auftritt und das bewährte Automatikwerk auf Basis des Valjoux 7751 überzeugen. Eine Uhr, die alles kann? Wir haben uns den Zeitanzeiger aus der Mainmetropole einmal näher angesehen.

Vielseitig: Spezialuhren für jeden Anlass

Eigentlich ist es gar nicht die Eleganz, die bei der knapp 60 Jahre jungen Marke im Vordergrund steht. Als Helmut Sinn das Unternehmen 1961 ins Leben rief, konzentrierte sich der leidenschaftliche Pilot und Kunstflieger auf die praktischen Anforderungen seines Berufsalltags. Heißt konkret: Verlässliche und funktionale Fliegeruhren sollten es sein, keine glänzenden Schmuckstücke fürs feine Dinner. Später kamen auch Renn- und Tauchermodelle hinzu, doch der strenge Fokus auf mechanische Innovationen änderte sich bis heute nicht. Mit Erfolg: Von der DIAPAL-Technologie zur schmierstofffreien Ankerhemmung bis zur Entspiegelung der HYDRO-Technik in professionellen Divern sind die Entwicklungen des Herstellers beachtlich.

Wie aber soll die edle Erscheinung der 6052 in dieses Bild passen? Fakt ist, dass die Frankfurter Finanzplatzuhren einen deutlich kultivierteren Ton angeben als Sinn Fliegeruhren oder die Instrumentellen Chronographen der hessischen Firma. Nicht bei wilden Abenteuern, sondern in Beruf und Alltag soll das Design des Frankfurter Chronographen eine gute Figur machen. Seine Familiengeschichte reicht übrigens bis ins Jahr 1999 zurück, als die erste Finanzplatzuhr ihr Debüt feierte.

Bis heute ist die edle Ausrichtung der Reihe als Hommage an den Wirtschaftsstandort Frankfurt mit seiner weltberühmten Börse und über 200 Banken zu verstehen. So muss Heimatliebe aussehen.

Übersichtlichkeit einmal anders: Das Zifferblatt

An der Börse würde die 6052 tatsächlich eine gute Figur machen, wie ihr Zifferblatt unter Beweis stellt. Klar strukturiert und deutlich kontrastiert, liefern die weißen Markierungen eine Vielzahl nützlicher Informationen. Wie zum Beispiel das Datum: Nicht über ein klassisches Fenster, sondern mittels eines eigenen Zeigers wird es am äußeren Rand des Zifferblatts dargestellt. Ungewöhnlich, aber erstaunlich praktisch. Genauso wie die Kalenderwochenanzeige bei sechs Uhr, deren schiere Existenz ein Geniestreich für sich ist. Im Rennen um die hilfreichste Komplikation im Alltag ist das seltene Feature jedenfalls ganz weit vorne.

Was die restlichen Funktionen des Jahreskalenders keineswegs in den Schatten stellen soll: Denn auch die Wochentags- und Monatsanzeige der Finanzplatzuhr 6052 sind stilvoll untergebracht.

Umrandet werden sie von der Stoppminute des Chronographen, die über eine 60er-Teilung verfügt und eine übersichtliche Anzeige der festgehaltenen Zeiten ermöglicht. Generell sticht die hervorragende Ablesbarkeit des Zifferblatts als großer Pluspunkt hervor. Wie bei allen Finanzplatzuhren, ist es in zeitlosem Schwarz gehalten und wird durch kratzfestes Saphirglas vor äußeren Einflüssen geschützt.

Heimatliebe: Die Skyline auf dem Rotor

Saphirglas ist ein gutes Stichwort, denn auch der Gehäuseboden der 6052 ist mit dem widerstandsfähigen Material eingekleidet. Blickt man hindurch, so offenbart sich ein gleichermaßen solides wie hübsch gestaltetes Kaliber SZ03. Schon klar, die filigranen Dekorationen einer Patek Philippe besitzt es nicht. Aber dafür begrüßt uns der Rotor des modifizierten Valjoux 7751 mit einer detailreichen Gravur der Frankfurter Skyline: Vom Messeturm über den Commerzbank-Tower bis zur Alten Oper sind gleich mehrere Highlights der Metropole vertreten. Es scheint fast so, als wolle uns die Sinn 6052 zu einer kleinen Stadtführung in ihrer Heimat einladen.

Technisch liefert das Automatikwerk eine beruhigende Kombination aus Antimagnetschutz und Stoßsicherheit nach DIN-Normen, während sich die Frequenz auf 28.800 Halbschwingungen pro Sekunde beläuft. Ganz im Stile der anderen sechs Sinn Finanzplatzuhren, korrespondiert die innere Sicherheit mit einer hinreichenden äußeren Stabilität – 100 Meter Wasserdichtigkeit sind in der Welt der Nicht-Taucheruhren ein sehr respektabler Wert. Auch das Gehäusematerial der Finanzplatzuhr 6052, ein spezieller U-Boot-Stahl nach den Standards der deutschen Marine, trägt zum widerstandsfähigen Gesamtbild des Zeitanzeigers bei.

Das Preis-Leistungsverhältnis überzeugt

Apropos Gehäuse: Die 6052 ist kompakter als man denkt. Während andere Jahreskalender in riesige Dimensionen von 45 Millimetern oder mehr vordringen würden, beschränkt sich die zurückhaltende Sinn auf 41,5 Millimeter. Perfekt im Alltag, ideal für schmalere wie breitere Handgelenke. Die Kronen und Drücker fallen durch ihre angenehme Bedienbarkeit auf und blieben vom Innovationsgeist des Unternehmens nicht verschont: Hier stellt das D3-System (kurz für „direkt doppelt dichtend“) mithilfe einer speziellen Abdichtung den bestmöglichen Schutz vor eindringendem Wasser her.

Bleibt noch die entscheidende Frage nach dem Preis der Finanzplatzuhr 6052. Stand Januar 2020, verlangt das Frankfurter Unternehmen 4.250 Euro für die elegante Multifunktionalität. Unter Berücksichtigung der hohen Ausstattung, mustergültigen Qualität und fortschrittlichen Bauweise wirkt diese Forderung nur fair. Wer noch nicht überzeugt ist, wird es beim Anblick des Lieferumfangs möglicherweise noch werden: Leder- wie Massivarmband, Bandwechselwerkzeug und Ersatzfederstege sind ebenso enthalten wie ein Etui, Pflegetuch und eine Uhrmacherlupe von Eschenbach. Letztere könnte zur wahrscheinlich erfolglosen Suche nach Fehlern dienen, wobei die zwei Jahre Herstellergarantie selbst für diesen Fall vorgesorgt haben.

Sinn 6068 in der Version 6068-010

Erfolgreicher hingegen dürfte die Suche nach Alternativen zur 6052 werden: Bereits ab 2.190 Euro geht es mit der Sinn 6068 bei den Finanzplatzuhren los. Wir jedenfalls können jedem Fan der funktionalen Eleganz einen Blick auf das Frankfurter Produktportfolio nur empfehlen.

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